Schlagwort-Archive: Wolfsriss

Problemwolf GW924m reisst Schafe in Mecklenburg-Vorpommern

In einer gewerblichen Schafhaltung mit insgesamt 135 Tieren sind am vergangenen Dienstag (19.11.2019) auf Usedom vier Schafe verletzt und ein Schaf getötet worden, wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Ein Grundschutz war nicht gegeben. 40 Tiere sind bei dem Übergriff ausgebrochen, konnten zwischenzeitlich durch den Halter wieder gesichert werden. Ein Rissgutachter konnte vor Ort frische DNA-Spuren sicherstellen. Mittlerweile liegen neue Erkenntnisse vor: Nach Abgleich des Bildmaterials durch mehrere Sachverständige mit vorhandenem Bildmaterial zurückliegender Rissvorfälle liegt der Verdacht nahe, dass auch der aktuelle Vorfall dem aus Schleswig-Holstein weitergezogenen Problemwolf „GW924m“ zuzuordnen ist.

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Niedersachsen: Kalb gerissen

Nach dem Riss eines gerade geborenen Kalbs bei Diepholz sind mehrere Wolfssichtungen in dem Gebiet gemeldet worden. Am Montag wurde ein Wolf “zwischen Mühlenkampschule und Sport- und Saunaparadies” gesichtet, wie die Kreiszeitung meldet. Zudem gab es mehrere Wolfssichtungen durch Bürger, denen es teilweise gelang “das wenig scheue Tier” zu fotografieren. Die Diepholzer Polizei beobachtete einen Wolf bei Drebber im Landkreis Diepholz. Der Landwirt, auf dessen Hof das Kalb gerissen wurde, hat derweil Konsequenzen aus dem Rissvorfall gezogen: Die neu geborenen Kälber dürfen nicht mehr auf die Weide, sondern werden eingestallt. Die von Wolfskritikern vorhergesagten Rückschritte bei der artgerechten Tierhaltung treffen also ein. Die von dem Wolfsriss betroffene Familie befürchtet nun, dass der Wolf auch in unmittelbarer Nähe ihres Hofes zuschlagen könnte, da dort weitere Rinder stehen. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Kalb. (Archivbild, Quelle: privat)

Die Red. dankt JAWINA-Leser EF für den Hinweis!

Berlin: Doch kein Wolf?

Nach Ansicht eines Rissgutachters, deutet vieles darauf hin, dass das auf einem Berliner Kinderbauernhof gerissene Schaf nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund gerissen worden ist. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt noch nicht vor.

Der Ende Oktober bei Dörverden (Landkreis Verden) tot gefundene Wolf (JAWINA berichtete) ist nicht der zum Abschuss freigegebene Rüde des Rodewalder Rudels, wie der NDR berichtet. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Berlin: Schaf auf Kinderbauernhof gerissen

Auf dem Vierfelderhof in Gatow am nordwestlichen Rand Berlins hat ein Mitarbeiter ein gerissenes Schaf gefunden. Medienberichten zufolge halten Experten es für möglich, dass ein Wolf der Verursacher des Risses ist. Gewissheit soll es erst gegen Ende der Woche geben, wenn die Untersuchung der DNA-Proben abgeschlossen ist. Anwohner äußern sich besorgt, da sich in der Nähe des Bauernhofs auch Wohnhäuser, eine Kita und Reiterhöfe befinden. Offiziell gibt es in Berlin keine Wölfe, es wird aber seit Jahren immer wieder von mutmaßlichen Wolfssichtungen im Nordwesten Berlins wie z.B. im Spandauer Forst, Eiskeller und Gatow und Kladow berichtet. Auf dem Vierfelderhof werden die Schafe nun nachts im Stall untergebracht. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Herdenschutzhund bei Wolfsangriff schwer verletzt

Am Elbdeich im Landkreis Stendal ist ein neun Jahre alter Herdenschutzhund durch einen Wolfsangriff schwer verletzt worden. Der Schäfer fand die zehn Jahre alte Kaukasische Schäferhündin Ira am Sonntag Mittag “blutüberströmt und schwer atmend” in dem Pferch, in dem Herdenschutzhunde und Schafe zur Beweidung des Deichs eingesperrt sind, wie die Volksstimme berichtet. Der Wolf fügte der Hündin mehrere tiefe Bissverletzungen in der Halsgegend zu. Das “Wolfskompetenzzentrum” Iden bestätigte den Wolfsangriff. Der Schäfer hofft, dass er die Tierarztkosten in Höhe von 180 Euro ersetzt bekommt. Ob der Hund nach der Genesung wieder als Herdenschutzhund eingesetzt werden kann, ist fraglich. red.

Beitragsbild: Herdenschutzhunde – sie sind bei ihrem Job selbst gefährdet und bieten keinen absoluten Schutz gegen Wolfsangriffe. Foto: SE

Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst Fohlen

Auf einer eingezäunten Weide bei Liebenstein (Ilm-Kreis) ist ein erst wenige Tage altes Fohlen von einem Wolf gerissen worden. Der betroffene Landwirt und der zuständige Rissgutachter gehen davon aus, dass der Fohlenriss auf das Konto der Ohrdrufer Wölfin geht. Die Wölfin hatte sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft. Das Fohlen wurde zum großen Teil gefressen, der Landwirt und Züchter fand am Morgen nach dem Riss nur etwa ein Drittel des Tiers. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Fohlen (Archivbild). Foto: privat

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Baden-Württemberg: Wolfsverdacht bei Nutztierrissen in Oppenau bestätigt

+++ Hessen: Wolf auf A45 bei Herborn totgefahren +++ Sachsen: “Wolfssicherer” Zaun untergraben – Hirsche in Tierpark gerissen +++

Ein Wolf ist für die zwei am 18. Februar in Oppenau im Ortenaukreis aufgefundenen gerissenen Schafe verantwortlich. Dies ist das Ergebnis der genetischen Untersuchung von Rissabstrichen, die die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) an das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen (Hessen) geschickt hatte.

Aufgrund einer Kontamination der Proben mit Fuchsspuren konnte das Senckenberg-Institut das vorhandene Genmaterial nicht eindeutig dem im Nordschwarzwald ansässigen Wolfsindividuum „GW 852m“ zuordnen. Die Fachleute halten es jedoch für wahrscheinlich, dass es sich um dieses Individuum handelt.

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Mutmasslicher Wolfsriss von Islandpferd: Fotos und neue Fakten

Im Fall des mutmaßlichen Wolfsrisses eines Islandspferds im Cuxland (JAWINA berichtete) sind neue Informationen verfügbar: Aufgrund der aktenkundig gewordenen Äußerung, dass die “Spurenlage sehr schlecht sei, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben gelegen habe”, wurden in Forenbeiträgen und Kommentaren falsche Anschuldigungen gegen die Betreiber des Reitstalls erhoben. So wurde unterstellt, dass Pferd habe “tagelang rumgelegen”, bevor es entdeckt wurde. Dies ist nicht zutreffend. Die Pferde wurden, wie der Hofbetreiber gegenüber JAWINA bestätigte, noch am Donnerstag Nachmittag routinemäßig vom Veterinäramt kontrolliert. Am Freitag Morgen fiel auf, dass ein Pferd fehlte.

Zum Auffindeort: Der ruhige, 23 Jahre alte Wallach muss offenbar in Panik versucht haben, über den mit einer dreifachen Elektrolitze gesicherten Zaun zu springen.

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Niedersachsen: Wolf reißt Ponyfohlen

+++ NRW: Wolf reißt 18 Schafe trotz E-Zaun und Herdenschutzhunden – Nabu meint, Problemwolf müsse möglicherweise getötet werden +++ Brandenburg: Landkreis Oberhavel verlängert Gebührenbefreiung für Trichinenuntersuchung +++ Bayern: An Hasenpest erkrankte Jäger wieder wohlauf +++ Sachsen-Anhalt: Damhirsch muss sterben, weil er Altkleider gefressen hat +++

Am 12.12. ist auf dem Hof eines Pferdezüchters in Stöcken, einem Ortsteil der Gemeinde Rethem / Aller, ein Ponyfohlen gerissen worden. Das Wolfsbüro des NLWKN in Hannover bestätigte, dass es sich um ein wolfstypisches Rissbild handelt. Das Ergebnis der DNA-Untersuchung steht noch aus. Von dem Shetland-Pony blieben nur der Kopf, die Vorderläufe und ein Stück Wirbelsäule übrig. Auch die 16 Jahre alte Mini-Shetland-Stute wurde bei dem Rissvorfall schwer verletzt. Sie trug tiefe Bisswunden im Halsbereich davon. Der vermutliche Wolfsriss fand in unmittelbarer Nähe von Hof- und Stallgebäuden statt. red.

Beitragsbild: Gerissenes Fohlen (Archivbild). Foto: SE

NRW: Wölfe reißen zehn Damhirsche im Gatter

Zwei Meter hohen Metallzaun überwunden

Bei Dinslaken (Kreis Wesel) sind elf Stück Damwild mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen. Der Besitzer fand zunächst zehn tote Damhirsche in dem Gatter, ein weiterer erlag bald darauf seinen schweren Verletzungen. Wie der oder die Wölfe den zwei Meter hohen massiven Metallzaun überwinden konnten, ist Medienberichten zufolge unklar. Der Zaun soll jetzt zusätzlich mit Elektrolitze gesichert werden. Mitarbeiter des Landesamts für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) haben zwecks DNA-Analysen Proben der getöteten Stücke entnommen. Endgültige Ergebnisse werden in etwa vier Wochen vorliegen. Der nordrhein-westfälische Kreis Wesel ist seit Anfang Oktober offiziell als “Wolfsgebiet” ausgewiesen. red.

Beitragsbild: Damhirsch (Archivbild). Foto: SE

Sachsen: Nach Wolfsriss – Landratsamt prüft Entnahme von Wölfen

+++ Brandenburg: Rothirsch aus Gehege befreit – Bundesstraße 5 bei Berlin voll gesperrt +++

Mindestens vier Wölfe an Angriff beteiligt

Nach dem Wolfsriss, bei dem am Dienstag mehr als 40 Schafe und fünf Ziegen der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” von Wölfen gerissen worden sind (JAWINA berichtete), prüft das Landratsamt des Landkreises Görlitz die “Möglichkeit einer Entnahme”, wie es in einer Mitteilung des Landratsamts heißt. Derzeit untersuchten Mitarbeiter des Kreisforstamtes des Landkreises Görlitz den “größeren Wolfsriss”. Der Halter der Herde habe “seine Weideflächen vorschriftsmäßig mit Flexinetz-Elektrozäunen in einer Höhe von 1,10 Meter gesichert”, so das Landratsamt. Die Rissbegutachtung erfolge derzeit, so dass noch keine endgültigen Zahlen hinsichtlich toter Tiere genannt werden können. Es werde davon ausgegangen, dass mindestens vier Wölfe an dem Angriff beteiligt waren. Das Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) wurde über den Vorfall informiert. PM

Beitragsbild: Wolfsentnahme (Symbolbild). Foto: SE

Brandenburg: Erneut Wolfsriss im Kuhstall

Bereits zum zweiten Mal hat ein Wolf ein ca. 60 Kilogramm schweres Kalb in einem Kuhstall der Agrargenossenschaft in Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) gerissen. Wenige Wochen zuvor war bereits ein Kalb im Stall der Lindenauer Agrargenossenschaft gerissen worden, Ende April wurde ein 100 Kilo-Kalb von Wölfen aus einem Stall der Agrargenossenschaft Trebitz – Klein Muckrow bei Lieberose (Landkreis Dahme-Spreewald) gezerrt. Bei dem aktuellen Vorfall wurde ein frisch geborenes Kalb in einem Stall mit 100 Mutterkühen gerissen, berichtet die Lausitzer Rundschau (LR). Damit hätten sich “die schlimmsten Befürchtungen und Ängste der Frauendorfer Tierwirte erfüllt”, so die LR. Mittlerweile ist durch DNA-Untersuchungen zweifelsfrei bewiesen, dass ein Wolf der Verursacher des ersten Rissvorfalls in Lindenau war. Die Landwirte haben bereist Konsequenzen aus dem Wolfsriss gezogen: Früher waren die Mutterkühe schon im April auf der Weide, jetzt müssen sie im Stall bleiben. Weil Nachtwachen nicht finanzierbar sind, wird erwogen, die Ställe nachts “gänzlich dicht zu machen”, so die LR. Dies vertrage sich aber nicht mit artgerechter Tierhaltung.

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Brandenburg: Wölfe reissen 100-Kilo-Kalb im Stall

Die Wölfe krochen unter den Gitterstäben des Kälberstalls der Agrargenossenschaft Trebitz – Klein Muckrow bei Lieberose (Landkreis Dahme-Spreewald) hindurch, töteten ein 100 Kilogramm schweres Kalb vor der Box und zerrten den Kadaver hinaus, wo sie das meiste von dem Tier fraßen. Am Morgen des 25. April fanden die Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft, Silvia Balzer, und ihre Mitarbeiter nur noch wenige Überreste: Hinterläufe, Wirbelsäule, Schädel, Rippen, einige Innereien.

Vor dem Stall fraßen die Wölfe das Kalb weitrgehend auf. Foto: Silvia Balzer

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Niedersachsen: Wolfsriss im Freibad?

+++ “Stinkt zum Himmel”: Bahn lässt totgefahrene Wildschweinrotte einfach liegen +++ Zwölf Schafe gerissen: Der Wolf ist in den Niederlanden angekommen +++ Thüringen: Überfahrenes Tier ist kein Wolfs-Hybride, sondern Hund +++

Im Rosenbad in Bad Bevensen (Landkreis Uelzen) soll ein Wolf ein Reh gerissen haben. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung stehen zwar einem Bericht des NDR zufolge noch aus, aber der zuständige Wolfsgutachter sieht deutliche Hinweise für einen Wolf als Verursacher. Genannt wurden der markante Kehlbiss, zudem weist das Beutetier, anders als bei Rehen, die Opfer wildernder Hunde werden, keine weiteren Verletzungen auf. Auch typisch: Der Wolf öffnete die Bauchdecke und fraß zuerst die inneren Organe. Der vermeintliche Wolfsriss sorgt für Verunsicherung in Bad Bevensen, denn das Rosenbad liegt zwar am Waldrand, ist aber nur 250 Meter von der Innenstadt entfernt. Die Stadt wolle dem nun entgegentreten, schreibt der NDR, im Mai solle es eine Informationsveranstaltung über die von Wölfen (nicht) ausgehenden Gefahren geben. SE

Beitragsbild: Kehlbiss (in diesem Fall an einem Stück Damwild von einem Hund angebracht – Hunde mit nicht verkümmerten Instinkten können das also auch. (Symbolbild)). Foto: SE

Sachsen: Hundeführer fordern Rechtssicherheit bei Konflikten mit Wölfen

Am 21. März fand im sächsischen Weinböhla eine Zusammenkunft von engagierten Hunde- und Nachsuchenführern statt. Das Treffen diente vor allem dem Erfahrungsaustausch zum Thema Hundeeinsatz auf Jagden in Wolfsgebieten – ein Thema, dessen Dringlichkeit nicht zuletzt die Tötung eines Stöberhundes durch einen Wolf im Januar auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen verdeutlichte. Die international zum Teil gut vernetzten Hundeführer berichteten von Erfahrungen und Lösungsansätzen aus anderen Ländern mit Wolfsvorkommen: “Interessant war die Information der slowakischen Schweißhundeführer, dass Schweißhunde mit Fährten- und Sichtlaut wegen der Wölfe geringere Überlebenschancen hätten, als Hunde haben die stumm jagen”, stellte der Initiator des Treffens, der BGS-Führer Christoph E. fest. Dass aufgrund dieser Problematik verstärkt stumm jagende Hunde eingesetzt und der Wert des Lauts als Zuchtziel infolgedessen hinterfragt werde, kommentierten einige der Anwesenden mit Bestürzung. “Ich hoffe nicht,”, so Christoph, “dass irgendwann, wegen des Wolfes, die Zuchtrichtlinien im Hinblick auf Fährten- und Spurlaut wegen der Möglichkeit der Ortung durch das GPS überarbeitet werden.”

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Kontaktbüro bestätigt: Bracke wurde von Wolf getötet

Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” bestätigt in einer soeben erschienenen Pressemitteilung, dass der “Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet” wurde. In der PM heißt es weiter: Der Jagdhund, der am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), wurde von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung des am toten Hund genommenen Probenmaterials konnte nun einen aufgrund der Auffindesituation vermuteten Wolfsübergriff auf den Hund bestätigen. Der Hund wurde vom Rüden des Daubitzer Rudels getötet. Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und den in der Region zuvor aufgetretenen Übergriffen auf Hunde, Katzen und Kaninchen durch den am 02.02.2018 legal geschossenen Wolfsrüden GW701m, der nicht zum Daubitzer Rudel gehörte, besteht somit nachweislich nicht. Der nicht angeleinte Jagdhund hatte sich bei einem Waldaufenthalt von seinem Hundeführer entfernt, Wild verfolgt und war nicht mehr zurückgekehrt. Aufgrund eines am Halsband befestigten GPS-Senders konnte der Hund aufgefunden werden, der zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.”

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Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

Wolf reißt Schaf in Gegenwart der Schäferin

In Freistatt (Landkreis Diepholz) hat ein Wolf am Mittwoch genau den Moment abgepasst, als die Schäferin die vier Herdenschutzhunde von der Schafherde wegführte, um sie in deren Schutzbereich zu bringen. Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. Als die Schäferin dies bemerkte, lief sie zurück. Es gelang ihr, den Wolf zu verscheuchen. Das Schaf überlebte den Angriff, zwar, musste aufgrund der erlittenen Verletzungen jedoch später eingeschläfert werden. Wie die Kreiszeitung berichtet, will der Naturschutz- und Landschaftspflegebetrieb von Bethel, auf dessen Flächen sich der Vorfall ereignete, nun “mit den Fachleuten des Wolfscenters in Hannover […] grundsätzlich überlegen, wie das Team […] künftig mit der Thematik Wolf umgehen könne.” Alle Mitarbeiter seien noch weiter für das Thema Wolf sensibilisiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Kreiszeitung.  SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf. (Archivbild). Foto: SE

Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Brandenburg: Wolf reißt weitere 16 Schafe

Brandenburger Schäfer verliert fast 50 Schafe in nicht einmal drei Wochen durch Wolfsrisse

Der Brandenburger Schäfer Dirk Hoffmann, der bei einem Wolfsangriff im Mai bereits dreißig Schafe eingebüßt hatte, musste in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren Verlust hinnehmen: 16 Tiere, zwei Schafe und 14 Lämmer, sind in der Nacht auf Mittwoch auf einer Weide im Landkreis Teltow-Fläming vom Wolf gerissen worden. 94 Schafe hat der Schäfer damit insgesamt durch Wolfsangriffe verloren. Schon nach dem letzten Wolfsriss, hatte Hoffmann von einer existenzbedrohenden Situation gesprochen (siehe verlinkten MAZ-Bericht) und darüber nachgedacht, seinen Job an den Nagel zu hängen. Nach dem neuerlichen Rissvorfall zeigte sich Hoffmann im Gespräch mit JAWINA am Boden zerstört: “Der Anblick der toten Tiere macht mich so fertig, ich kann das nicht in Worte fassen.” Die Herde ist durch einen Elektrozaun geschützt, der von den Wölfen jedoch immer wieder überwunden wird, indem sie ihn untergraben oder überspringen. SE

Foto: Schaf mit Lämmern. Foto: SE

Schweden: Wolf tötet Schosshund

In Kolsva, einer Kleinstadt mit ca. 2500 Einwohnern in der schwedischen Provinz Västmanland ist ein kleiner Begleit- oder Schoßhund (“en liten sällskapshund”) vermutlich von einem Wolf angegriffen und getötet worden. Das berichtet das schwedische Jagdmagazin SvenskJakt. Demnach beobachteten die Hundebesitzer, wie der Wolf in ihren Garten eindrang. Als sie ihren Hund holten, war es bereits zu spät: Das Tier war so schwer verletzt worden, dass es wenig später starb. Der Vorfall ereignete sich am gestrigen schwedischen Nationalfeiertag (6. Juni) gegen 16.45 Uhr. Der Wolfsriss wurde der Polizei angezeigt. Laut SvenskJakt bestätigte die Polizei den Vorfall gegenüber dem Nachrichtenportal vlt.se. Die Polizei befragte die Hundebesitzer und weitere Zeugen des Vorfalls. Die Hundebesitzer erlitten einen Schock. Die Provinzverwaltung hat einen Suchtrupp in das Gebiet entsandt, der über einen speziell trainierten Spürhund verfügt, der die Wolfsfährte anzeigen und verfolgen soll. Obwohl der Wolfsbestand in dem Gebiet deutlich über dem festgelegten Minimum liegt, sei im vergangenen Winter von den Behörden keine Wolfsjagd gestattet worden, so SvenskJakt. SE

Beitragsbild: En liten sällskapshund. Foto: SE

Neues vom Wolf

Etliche Politiker, sogenannte Wolfsexperten und linientreue Medienschaffende verbreiten ja immer noch (z.B. hier) die Mär von der natürlichen Scheu des Wolfs, aufgrund derer man ihn praktisch nie zu Gesicht bekommen würde, aber nicht alle Wölfe halten sich auch dran: In Rusbend, einem Ortsteil der Stadt Bückeburg im niedersächsischen Landkreis Schaumburg hat ein Traktorfahrer am Montag einen Wolf gefilmt, der am Vormittag gemächlich die Ortslage durchstreifte, wie die Schaumburger Nachrichten berichten. Knapp 200 Kilometer entfernt, auf der B 493 im niedersächsischen Landkreis Uelzen hat sich ein Jungwolf auf acht Meter einem Auto genähert. Auch hier erstellte die Fahrerin ein Handyvideo, das auf az-online zu sehen ist. Wer den ganzen Tag durch die Gegend rennt, muss natürlich auch mal was essen, so geschehen in der Nacht zu Mittwoch in der Nähe von Lostau (Sachsen-Anhalt, Landkreis Jerichower Land). Dort beklagt ein Schäfer den Verlust eines Schafs, das nur 100 Meter von der Ortslage entfernt höchstwahrscheinlich von einem Wolf gerissen wurde, nachzulesen in der Volksstimme. Allein dieser Schäfer hat in den letzten zwei Jahren bei acht Wolfsangriffen 40 Tiere verloren. SE

Beitragsbild: Gerissene Ziege (Symbolbild). Foto: SE

Zwei tote Wölfe in Sachsen-Anhalt

Wolfsnachweis im Vogtland – Naturschutzorganisationen rufen zu Pro-Wolf-Demo auf

Am Mittwoch hat eine 31-jährige Mercedes-Fahrerin gegen 8 Uhr auf der Bundesstraße 71 zwischen Born und Letzlingen einen Wolf überfahren. Der Wolf starb an der Unfallstelle, am Wagen entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.

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Überfahrener Wolf an der B 71. Foto: Polizei

Ebenfalls am Mittwoch um 09:03 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg von der Notfallleitstelle der Bahn über ein totes Tier im Gleisbereich in der Nähe des Haltepunktes Magdeburg-Herrenkrug – also unmittelbar in einem dicht besiedelten Wohngebiet in der Nähe der Hochschule, wie die Volksstimme ergänzt – informiert. Das Tier wies Verletzungen, die vermutlich von einer Bahn stammen, im Kopfbereich auf. Das tote Tier, bei dem es sich höchster Wahrscheinlichkeit nach um einen Wolf handelt, wurde durch die Bundespolizisten aus dem Gleisbett genommen. Mitarbeiter der Tierrettung und der Arbeitsgruppe Wildtiere verbrachten den Kadaver zunächst ins Tierheim. Am Mittag wurde er vom Wolfsbeauftragten abgeholt und in ein Berliner Institut transportiert. Dort erfolgt eine DNA-Untersuchung, um unter anderem zu ermitteln, ob es ein Wolf war und zu welchem Rudel er gehörte.

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Niedersachsen: Wolf beißt Stromzaun durch und reißt Tiere

Eine “neue Qualität” sei das und “bundesweit einmalig:” Bei Ellerndorf im Landkreis Uelzen hat ein Wolf den Stromzaun einer Weide durchgebissen und drei Ziegen und drei neugeborene Lämmer gerissen. Das berichtet az-online.de. Weder der Herdenschutzhund, noch der als Geheimwaffe gegen Wolfsangriffe gepriesene Esel konnten den Wolf von diesen Nutztierrissen abhalten. Fassungslos äußert sich der betroffene Schäfer gegenüber az-online.de: Er könne es nicht begreifen, sagt der Mann: „Die Lämmer wurden letzte Nacht geboren und durften den Sonnenaufgang nicht mehr erleben.“ Es ist bereits der siebte Rissvorfall, den der Schäfer hinnehmen muss. Er will jetzt seine Weiden mit einem weiteren, über einen Meter hohen Stromzaun zusätzlich sichern. SE

Beitragsbild: Isolierte Kneifzange. Foto: SE

Brandenburg: Wolf reisst Kalb

Auf der Klinkenmühle in Gottsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) ist in der Nacht zu Samstag ein Kalb gerissen worden, wahrscheinlich von einem oder mehreren Wölfen. Die Tiere sind im Winterauslauf in unmittelbarer Nähe von Stall und Wohnhaus untergebracht. Gegen drei Uhr nachts wurden die Bio-Landwirte Kathrin und Andreas Lütteken von der Panik unter den Rindern geweckt. Am Morgen fanden sie die Überreste des vier Tage alten und ca. 40 Kilogramm schweren Bullenkalbs. Gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) berichteten die Landwirte, dass ihre Tochter die Fährten von drei Wölfen auf dem Außengelände des Hofs gesichtet habe. Die Biobauernfamilie befürchtet, dass sich solche Angriffe wiederholen könnten. Die Herde von 70 Mutterkühen und 16 Kälbern solle demnächst auf die Weide, eine wolfssichere Einzäunung des gesamten Geländes könne keiner bezahlen, so Kathrin Lütteken gegenüber der MAZ. SE

Weitere Bilder und Informationen:

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Wölfe reißen weiteres Stück Damwild im Wildpark Johannismühle

Nachdem bereits am vergangenen Samstag (JAWINA berichtete) ein Stück Damwild im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Brandenburg, Landkreis Teltow-Flämin,) gerissen wurde, haben die Wölfe erneut zugeschlagen: Am gestrigen Donnerstag wurden Haupt und Knochen eines gerissenen Damtiers im Gehege gefunden. Wurde für den Riss vom Samstag eine einzelne läufige Wölfin verantwortlich gemacht, so waren diesmal drei Wölfe an dem Angriff beteiligt. Sie drangen auch an einer anderen Stelle in das Gelände des Wildparks ein, als die läufige Wölfin. Die Einfriedung des Wildparks soll jetzt verstärkt und mit einem Stromzaun versehen werden. Der Geschäftsführer des Wildparks erklärte Medien gegenüber, dass man dafür auf die Hilfe des Landes angewiesen sei. SE

Beitragsbild: Das am Samstag gerissene Stück Damwild. Quelle: Wildpark Johannismühle

Brandenburg: Wolfsriss im Wildpark

Im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) ist am Samstag Morgen ein Stück Damwild von einem Wolf gerissen worden. Am Tag danach hielt sich der Wolf nach Aussage des Geschäftsführers des Wildparks, Julian Dorsch, noch zwischen dem inneren und äußeren Zaun des Parks auf. Obwohl für Menschen keine Gefahr bestehe, sei der Bereich für Besucher gesperrt worden, außerhalb sei im Außenzaun eine Öffnung angelegt worden, die dem Wolf das Entweichen erleichtern soll. Es soll sich bei dem Wolf um ein weibliches, läufiges Tier handeln: Darauf deuten Blutstropfen in der Fährte der Wölfin hin. Die Läufigkeit ist nach Ansicht von Dorsch auch der Grund dafür, dass sich die Wölfin in den Wildpark gewagt hat, der ja das Revier der dort gehaltenen Wölfe sei. Gegenüber JAWINA betonte Dorsch, dass “es nicht die Wölfe seien, die Probleme verursachen, sondern das Land Brandenburg, welches durch ein unzureichendes und nicht transparentes Wolfsmanagement fährt.” SE

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Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen 20 Schafe

Update: Backhaus äußert sich erneut zu Rissvorfällen

Bei Malliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben Wölfe zwanzig Kamerunschafe gerissen. Das berichtet das Ludwigsluster Tageblatt. Demnach lagen einige Tiere tot auf der Weide, andere liefen teilweise schwer verletzt noch herum, einige ertranken auch in dem Flüsschen, das an die Weide grenzt. Die Tierhalter erwarteten nun eine Reaktion aus der Politik, heißt es in der Lokalzeitung: Landwirtschaftsminister Till Backhaus habe in einer Pressemitteilung erklärt, “dass die Rückkehr des Wolfes ein großer Erfolg für den Artenschutz sei, der Umgang mit ihm aber eine große Herausforderung darstelle. Außerdem erwarte er von Tierhaltern, den Schutz der Tiere auszubauen und dabei staatliche Zuwendungen der Förderrichtlinie Wolf in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören u.a. Zäune und Hütehunde.” Eine Auskunft, die den geschädigten Tierhaltern bestimmt sehr weiterhilft.

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Cuxhaven: Wolf reißt trächtiges Rind

Wölfe haben im Naturschutzgebiet Armstorf-Langes Moor ein trächtiges Rind gerissen. Das Tier wurde aus einer Herde von elf Jungrindern herausgelöst und über einen Kilometer weit gehetzt, bis es in einem Graben landete, wo es von den Wölfen gerissen und teilweise verspeist wurde. Dies berichtet das Onlineportal Nord24. Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann sprach aufgrund des Vorfalls von einer neuen Dimension in der Wolfsproblematik: “Das ist der erste Angriff auf ein ausgewachsenes und noch dazu tragendes Rind – ein Szenario, das Wolfsbefürworter bislang kategorisch ausgeschlossen haben”, so Angermann. Der Vorfall mache deutlich, dass im Hinblick auf die Ausbreitung des Wolfes in Niedersachsen dringender Handlungsbedarf bestehe. „So kann es nicht weitergehen. Die Grünen-Minister Wenzel und Meyer müssen endlich eine Lösung finden. Auf Dauer wird sich der maximale Schutz des Wolfes nicht mit der für den Agrarstandort Niedersachsen existentiellen Weidetierhaltung vereinbaren lassen“, so Angermann.

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Angler beobachtet missglückten Wolfsriss

Ein Angler hat im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald zwei Wölfe beobachtet, die einen Rehbock attackierten. Das berichtete die Lübbener Rundschau in der Wochenendausgabe (16./17.04.). Der Bock rettete sich durch einen Sprung in den See. Auf dem Rückweg zum Parkplatz begegnete der Angler einem der beiden Wölfe erneut. Das Tier war keine 20 Meter von dem Angler entfernt, trollte sich dann aber. Mario Liebsch vom Kreisanglerverband riet der Lübbener Rundschau zufolge seinen Mitgliedern dennoch, vorsichtshalber Pfefferspray mitzunehmen. SE

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Sachsen: Ohne Herdenschutz kein Geld mehr bei Wolfsrissen

Übergangsfrist ist ausgelaufen – Herdenschutzmaßnahmen sind sachsenweit Voraussetzung für Schadensausgleichszahlungen

Seit dem 09.02.2016 haben Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild in Sachsen nur noch dann Anspruch auf Schadensausgleich, wenn bei einem Nutztierriss durch einen Wolf der vorgeschriebene Mindestschutz vorhanden war. Entschädigung von nicht oder unzureichend geschützten Nutztieren wird nicht mehr geleistet. Das teilt das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” in einer Presseinformation mit.

Vor einem knappen Jahr wurde das Fördergebiet zum präventiven Herdenschutz gegen Wolfsübergriffe auf den gesamten Freistaat Sachsen erweitert. Das heißt, dass seitdem alle Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im gesamten Freistaat Sachsen Fördermittel zur Sicherung ihrer Nutztiere beantragen können. Die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz – Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen waren bereits seit 2011 in der Förderkulisse. Die Tierhalter im neu dazugekommenen Fördergebiet hatten ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Diese Frist ist am 9. Februar abgelaufen.

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NRW: Wildkamera filmt Wolfsriss

In Barntrup, einem Dorf im Landkreis Lippe hat ein Wolf vor einer eigens installierten Wildkamera eine Ziege gerissen. Das berichtet die Online-Ausgabe der Lippischen Landes-Zeitung (LZ). Die Kamera war vom Besitzer der Ziege nach einem vorangegangenen Rissvorfall angebracht worden. Ein weiteres Tier wurde von dem Wolf schwer verletzt und musste eingeschläfert werden. Die Weide befand sich nur etwa 50 Meter von den Wohngebäuden des Dorfs entfernt.

In Malk Göhren im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) hat ein Wolf eine Schafherde angegriffen, wie die Schweriner Volkszeitung (SVZ) berichtet. Drei Tiere wurden getötet, etwa 20 verletzt. Die meisten verletzten Schafe werden wohl auch eingeschläfert werden müssen. SE

Ministerium bestätigt: Schafe bei Picher von Wolf gerissen

Am Wochenende vom 28. zum 30.11.2015 wurden in Mecklenburg-Vorpommern bei Picher (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sieben Schafe gerissen und zwei weitere verletzt. Das Wolf bzw. die Wölfe gelangten über einen durch Sturmschaden herabgedrückten Wildschutzzaun auf die Koppel. Nach der Einschätzung des hinzugezogenen Rissgutachters “kann ein Wolf als Verursacher des Schadens nicht ausgeschlossen werden”, wie es im Behördendeutsch so trefflich heißt.

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Sachsen: Wölfe reißen 19 Schafe – auf vorbildlich gesicherter Koppel

Auf einer Weide bei Cunnewitz (Landkreis Bautzen) haben Wölfe fast 20 Schafe gerissen: Elf Tiere wurden getötet, sechs verletzt, zwei Schafe werden vermisst. Die Koppel war nach Einschätzung von Experten vorbildlich mit Elektrolitzen und Flatterband gegen Wolfsangriffe geschützt, was auch die Kreisbehörde bestätigte. Gutachter haben bereits bestätigt, dass Wölfe eindeutig die Verursacher waren. Diverse Medien zitieren Experten mit der Aussage, dass es sich bei dem Vorfall um einen sogenannten “Overkill” handele, bei dem die Wölfe viel mehr ihrer weitgehend wehrlosen Opfer töteten, als sie fressen können. SE

Beitragsbild: Schaf – möchte man dieser Tag nicht unbedingt sein. Copyright: SE

Gerissenes Fohlen: War es doch kein Wolf?

Unklare Beweislage wegen “starker Nutzung des Kadavers”

Der Islandpferde-Züchter Götz George, auf dessen Hof Ende Mai ein Fohlen mutmaßlich vom Wolf gerissen wurde, ist ein bedächtiger Mensch. Unmittelbar nach dem Vorfall gab er zu Protokoll, dass er dem Wolf keinen Vorwurf machen könne. Jetzt, nachdem ihm der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Schreiben lapidar mitgeteilt hat, dass er nicht die volle Entschädigung für das wertvolle Fohlen erhalten werde, äußert er sich ähnlich zurückhaltend: Er sei “etwas betreten, dass man das nicht anerkenne.” Angesichts der haarsträubenden Begründung des NLWKN würde manch anderer wohl weitaus drastischere Formulierungen wählen. Denn der Landesbetrieb verkündet, dass die “Todesursache des Fohlens aufgrund der starken Nutzung des Kadavers nicht mehr festgestellt werden” konnte. Sprich: Der Verursacher hat so viel von dem Fohlen gefressen, dass die kargen Überreste keine Rückschlüsse auf ihn erlauben. Eine Argumentationslinie, die das Wohlwollen von Tierhaltern gegenüber dem Wolf empfindlich schmälern dürfte.

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