Schlagwort-Archive: Wolfsfreie Zone

Brandenburg: Calau und Kyritz erklären sich zu wolfsfreien Zonen

Die brandenburgischen Städte Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) haben sich zu wolfsfreien Zonen erklärt. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Stadtverordnetenversammlung der Städte am Mittwoch. In den entsprechenden Beschlüssen wird die Landesregierung aufgefordert, die Städte als “für die Besiedlung durch Wölfe nicht geeignete Gebiete” auszuweisen, da dieser “überwiegende öffentliche Interessen” entgegen stünden. Genannt werden in der Calauer Beschlussvorlage etwa die der Schutz der Bevölkerung, die “unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus, und die natur- und artgerechte Weidetierhaltung. Die Stadt Calau fordert die Landesregierung desweiteren dazu auf, sich bei der EU für eine Lockerung des Wolfsschutzes einzusetzen, da der Wolf keine bedrohte Art (mehr) ist. Außerdem wird die Aufnahme des Wolfs ind Jagdrecht gefordert.

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Bauernbund: CDU und FDP unterstützen Initiative für wolfsfreie Kommunen

Neun brandenburgische Städte und Gemeinden haben sich in den vergangenen Monaten zur “Wolfsfreien Zone” erklärt, bei weiteren 18 Kommunen steht ein gleichlautender Antrag nach der Sommerpause auf der Tagesordnung. Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg, kündigte heute auf einer Pressekonferenz in Potsdam an, damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass sich die Landbevölkerung die von der Landesregierung betriebene Ausbreitung der Wölfe nicht mehr gefallen lässt: “Das Raubtier zerstört die Existenz der Weidetierhalter, es schädigt die Jäger und es schreckt alle, die einfach nur mit ihrem Hund spazieren gehen, ausreiten, Pilze sammeln oder Holz machen wollen. Das Leben auf dem Lande wird schlechter, auch wenn uns die Wolfsexperten das Gegenteil erzählen. Gegen diese Bevormundung wehren wir uns.”

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Brandenburg: Gemeinden wollen “wolfsfreie Zone” werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die “massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als “nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone” ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden “überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung”, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Brandenburg: Rinderzüchter gibt wegen Wolfsangriffen auf

+++ Niedersachsen: Wolf überfahren +++

Wegen wiederholter Angriffe von Wolfsrudeln auf seine extensiv gehaltene Herde von Angus-Rindern gibt der betroffene Brandenburger Züchter die Rinderhaltung nach 25 Jahren auf. Am letzten Wochenende war es wieder zu einem Angriff auf die Rinderherde gekommen, der ein vier Wochen altes Bullenkalb zum Opfer fiel, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Es ist das siebte Kalb seit November 2017, das die Züchter durch Wölfe verloren haben. Der Gesamtschaden beläuft sich dem Bericht zufolge auf 6000 Euro. Der Rinderhalter hat die Wolfsangriffe nicht gemeldet, weil er keine Hilfe zu erwarten hat: Eine wolfssichere Einzäunung der 30 Hektar großen Weiden sei schlicht nicht praktikabel. In der Vergangenheit hätten attackierte Rinder mehrfach die Weidezäune niedergetrampelt, das Klagen der Mutterkühe, die ihren Nachwuchs betrauerten, sei tagelang weit im Umkreis zu hören gewesen, berichtet die MAZ: In den umliegenden Dörfern gebe es “nicht weniger verzweifelte Bauern”. Ein Züchter habe bereits 40 Kälber an die Wölfe verloren. Der Unmut unter den Landwirten wächst, sie sind es leid, sich noch länger von der Politik vertrösten zu lassen und fordern wolfsfreie Zonen in Brandenburg. SE

Beitragsbild: Verlinkte Internetseite www.wolfsfreiezone.de (Screenshot)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und RK für deren Hinweise!