Schlagwort-Archive: Wolfsentnahme

Wölfe: Klöckner für “präventive” Abschüsse

+++ Wolfsjagd historisch – mit der Hasenklage auf Isegrimm +++ Sachsen: Wachsende Wolfspopulation – Betreiber von Wildgattern und Jäger schlagen Alarm +++ Wolfsburg: Schonzeitverkürzung für Rehwild zwecks Wildunfallprävention +++

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die Vorschläge von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zur Erleichterung von Wolfsabschüssen (JAWINA berichtete) als ungenügend kritisiert. Es sei gut, dass das Bundesumweltministerium (BMU) nun endlich bereit sei, “Gesetze anzupacken” und angesichts der zu erwartenden Schäden erkannt habe, dass es so nicht weitergehen könne mit den Wolfsrissen, erklärte Klöckner. Der Vorschlag der “Kollegin” springe jedoch zu kurz und greife nur einen Teil der in den bisherigen Gesprächen erzielten Ergebnisse aus. Um Weidetierhaltung auch in Zukunft zu ermöglichen, seien über die vom BMU angekündigten Gesetzesänderungen hinausgehende Maßnahmen erforderlich. Der Wolfsbestand und die Größe der Rudel müssten unabhängig von einer konkreten Gefahr präventiv kontrolliert werden können, “europarechtskonform und rechtssicher für die Jäger”, so Klöckner weiter.

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Niedersachsen: Bedrohter Wolfsberater abberufen

Es ist ein Armutszeugnis für die Debattenkultur in Deutschland und ganz besonders für die aggressive Tierfreundefraktion: “Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen”, sieht sich das niedersächsische Umweltministerium veranlasst,  den ehrenamtlich tätigen Wolfsberater des Landkreises Nienburg abzuberufen. Der hauptberufliche Förster sei zunehmend persönlich angefeindet worden, erklärte eine Ministeriumssprecherin gegenüber dem NDR. “Aus Gründen der Fürsorge” sei es nicht weiter zu verantworten, wenn er weiterhin als Wolfsberater tätig sei. Der ehemalige Wolfsberater soll dem NDR zufolge mit seiner Abberufung einverstanden sein. Die Eskalation steht im Zusammenhang mit der Genehmigung der Entnahme des Wolfsrüden GW717m durch das niedersächsische Umweltministerium. GW717m werden zahlreiche Nutztierrisse und die Überwindung angeblich wolfssicherer Zäune zur Last gelegt (JAWINA berichtete). In einer E-Mail sei dem Wolfsberater unterstellt worden, er sei persönlich für die geplante Tötung des Wolfs verantwortlich.

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Sachsen: Nach Wolfsriss – Landratsamt prüft Entnahme von Wölfen

+++ Brandenburg: Rothirsch aus Gehege befreit – Bundesstraße 5 bei Berlin voll gesperrt +++

Mindestens vier Wölfe an Angriff beteiligt

Nach dem Wolfsriss, bei dem am Dienstag mehr als 40 Schafe und fünf Ziegen der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” von Wölfen gerissen worden sind (JAWINA berichtete), prüft das Landratsamt des Landkreises Görlitz die “Möglichkeit einer Entnahme”, wie es in einer Mitteilung des Landratsamts heißt. Derzeit untersuchten Mitarbeiter des Kreisforstamtes des Landkreises Görlitz den “größeren Wolfsriss”. Der Halter der Herde habe “seine Weideflächen vorschriftsmäßig mit Flexinetz-Elektrozäunen in einer Höhe von 1,10 Meter gesichert”, so das Landratsamt. Die Rissbegutachtung erfolge derzeit, so dass noch keine endgültigen Zahlen hinsichtlich toter Tiere genannt werden können. Es werde davon ausgegangen, dass mindestens vier Wölfe an dem Angriff beteiligt waren. Das Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) wurde über den Vorfall informiert. PM

Beitragsbild: Wolfsentnahme (Symbolbild). Foto: SE