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Niedersachsen: Bedrohter Wolfsberater abberufen

Es ist ein Armutszeugnis für die Debattenkultur in Deutschland und ganz besonders für die aggressive Tierfreundefraktion: “Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen”, sieht sich das niedersächsische Umweltministerium veranlasst,  den ehrenamtlich tätigen Wolfsberater des Landkreises Nienburg abzuberufen. Der hauptberufliche Förster sei zunehmend persönlich angefeindet worden, erklärte eine Ministeriumssprecherin gegenüber dem NDR. “Aus Gründen der Fürsorge” sei es nicht weiter zu verantworten, wenn er weiterhin als Wolfsberater tätig sei. Der ehemalige Wolfsberater soll dem NDR zufolge mit seiner Abberufung einverstanden sein. Die Eskalation steht im Zusammenhang mit der Genehmigung der Entnahme des Wolfsrüden GW717m durch das niedersächsische Umweltministerium. GW717m werden zahlreiche Nutztierrisse und die Überwindung angeblich wolfssicherer Zäune zur Last gelegt (JAWINA berichtete). In einer E-Mail sei dem Wolfsberater unterstellt worden, er sei persönlich für die geplante Tötung des Wolfs verantwortlich.

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Sachsen: Nach Wolfsriss – Landratsamt prüft Entnahme von Wölfen

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Mindestens vier Wölfe an Angriff beteiligt

Nach dem Wolfsriss, bei dem am Dienstag mehr als 40 Schafe und fünf Ziegen der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” von Wölfen gerissen worden sind (JAWINA berichtete), prüft das Landratsamt des Landkreises Görlitz die “Möglichkeit einer Entnahme”, wie es in einer Mitteilung des Landratsamts heißt. Derzeit untersuchten Mitarbeiter des Kreisforstamtes des Landkreises Görlitz den “größeren Wolfsriss”. Der Halter der Herde habe “seine Weideflächen vorschriftsmäßig mit Flexinetz-Elektrozäunen in einer Höhe von 1,10 Meter gesichert”, so das Landratsamt. Die Rissbegutachtung erfolge derzeit, so dass noch keine endgültigen Zahlen hinsichtlich toter Tiere genannt werden können. Es werde davon ausgegangen, dass mindestens vier Wölfe an dem Angriff beteiligt waren. Das Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) wurde über den Vorfall informiert. PM

Beitragsbild: Wolfsentnahme (Symbolbild). Foto: SE