Schlagwort-Archive: Wolfsangriffe

Niedersachsen: Wolfsrudel reisst trächtiges Shetland-Pony

In Nienhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Gitlen (Landkreis Heidekreis) hat ein Wolfsrudel eine Pferdeherde auf einer Weide angegriffen. Eine trächtige Shetland-Ponystute überlebte den Angriff nicht.

Ein Jäger beobachtete den Angriff der Wölfe und konnte die Tiere durch lautes Schreien und In-die-Hände-klatschen verscheuchen, wie die Lokalzeitung Die Harke berichtet (hinter Paywall). Ein weiteres Pony, ein Hengst, wurde bei dem Wolfsangriff verletzt. Die Wölfe versuchten dem Zeitungsbericht zufolge zwei weitere Male, zu den Pferden auf die Weide zu gelangen: Ein anderer Jäger sah, wie die Wölfe die Weide ansteuerten, sich jedoch zurückzogen, da der Pferdehalter und die Polizei vor Ort waren. Ein weiteres Mal begegnete der Pferdehalter einem Wolf, als er um drei Uhr nachts auf der Koppel damit beschäftigt war, die überlebenden Ponys einzufangen. Pferdehalter aus der Gegend des Rodewalder Rudels fordern den Abschuss der Wölfe, da ansonsten die artgerechte Pferdehaltung aufgegeben werden müsste. SE

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EU will Wolfsschäden zu 100 Prozent ersetzen

EU-Kommissar: Schutzstatus der Wölfe wird nicht angetastet

In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan angekündigt, dass die EU künftig sämtliche durch Wolfsangriffe entstehenden Kosten zu 100 Prozent übernehmen will. Bisher bekamen Weidetierhalter zwar die Kosten für die getöteten Tier ersetzt, wenn denn der Nachweis erbracht werden kann, dass der Wolf “als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann”. Herdenschutzmaßnahmen wie die Anschaffung von Herdenschutzhunden, Herdenschutzeseln oder speziellen Weidezäunen konnten aufgrund der Bestimmungen des EU-Beihilferechts bislang jedoch mit höchstens 80 Prozent gefördert werden. Bereits im November hatte die EU in Aussicht gestellt, dass diese Kosten künftig vollständig übernommen werden würden. Auf der Grünen Woche präzisierte Hogan am Freitag, dass der Steuerzahler nun auch für Tierarztkosten und die Aufwendungen für die Suche nach verlorenen Schafen aufkommen soll. Die Beihilferegeln würden entsprechend angepasst.

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Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe

Aus naheliegenden Gründen kommt die geregelte Jagd in Kriegsgebieten weitgehend zum Erliegen: “Es ist ein gewaltiges Risiko für Zivilisten, in Kriegszeiten mit einem Gewehr durch ein Feld zu laufen. Sie könnten auf eine Mine treten oder von einem Scharfschützen erschossen werden”, erklärt Viktor Storoschenko Leiter der Jagd- und Forstbehörde der ukrainischen Donezk-Region, wo es noch immer zu Gefechten zwischen den von Russland unterstützten Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen kommt. In einem Bereich von 40 Kilometern um die Frontlinie ist die Jagd verboten, um möglicherweise folgenreiche Verwirrungen und Fehlannahmen über die Frage zu vermeiden, wer da schießt und auf wen, heißt es in dem Artikel “A Consequence of Ukraine’s War: Less Hunting, More Wolf Attacks” [Eine Konsequenz des Krieges in der Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe] in der New York Times.

Alexander Podlesnyi wurde “zu einem Extrembeispiel für die unbeabsichtigten Nebenwirkungen des Krieges”, schreib die NYT: Als er eines Morgens aus seinem Haus trat, um die Hühner zu füttern, nahm er wahr, dass etwas auf ihn lossprang, noch bevor er den Umriss als Wolf identifizieren konnte. Sein erster Gedanke sei gewesen, Wo kommt der denn her?, sein zweiter, nachdem der Wolf sich in seinen linken Arm verbissen hatte: Entweder ich töte ihn, oder er tötet mich.

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Brandenburg: Gemeinden wollen “wolfsfreie Zone” werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die “massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als “nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone” ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden “überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung”, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Niedersachsen: “Einen Bären aufgebunden” – Angeblicher Wolfsangriff im Landgestüt Celle ist Falschmeldung

Zur Zeit kursiert auf u.a. Whatsapp eine Meldung, derzufolge es im niedersächsischen Landgestüt Celle einen Wolfsangriff gegeben haben soll. Illustriert ist die Meldung mit einem Bild eines Pferdes, dessen Hinterlauf stark angefressen ist. Das Landgestüt Celle teilt dazu mit:

Einen Bären aufgebunden

Am vergangenen Wochenende hat jemand aus uns unerklärlichen Gründen versucht, seinen Mitbürgern statt des sprichwörtlichen Bären einen Wolf aufzubinden. Folgende FALSCHMELDUNG über das Landgestüt Celle und seine Jungpferde wurde sehr schnell auf sämtlichen Kanälen insbesondere über das Medium Whatsapp verbreitet:

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Französisches Kollektiv veröffentlicht Schockvideo von Wolfsangriffen

ACHTUNG: DAS VIDEO ENTHÄLT DRASTISCHE UND SCHOCKIERENDE AUFNAHMEN, DIE NICHT FÜR JEDEN NUTZER GEEIGNET SEIN KÖNNTEN!

Das französische Kollektiv L113 hat ein Video mit dem Titel “éthique et pâturage” (Ethik und Weideland) veröffentlicht, das in drastischen Aufnahmen Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere zeigt. Das Video dokumentiert auch einen Wolfsangriff auf eine Schafherde, der mit dem Mythos vom schnellen Tod durch Kehlbiss ebenso aufräumen dürfte wie mit der Behauptung, der Wolf risse nur alte, schwache und junge Tiere.

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Brandenburg: Erneuter Wolfsangriff auf Hund

+++ Brandenburg: Wolf aus Tierpark entlaufen +++

Wenige Wochen nach der Tötung einer Bracke durch einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg, soll es in Brandenburg zu einer neuen Wolfsattacke auf einen Hund gekommen sein. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) unternahm der pensionierte Förster Peter Keibel am Karfreitag in Begleitung der sieben Jahre alten Jack-Russel-Hündin seiner Enkelin einen Spaziergang im Zehdenicker Stadtwald (Landkreis Oberhavel), den der Forstmann weiterhin betreut und bejagt. Gegen 9.30 Uhr kontrollierte er eine Wildkamera, als er die Hündin aufschreien hörte. Im nächsten Moment habe er die Hündin, gefolgt vom Wolf, weglaufen sehen. Auf seinen Pfiff kam die verletzte Hündin zurück. Die Fangzähne des Wolfs hatten tiefe Bisswunden in Hinterlauf und Rumpf gerissen, aber keine inneren Organe verletzt, so die MAZ. Neun Minuten vor dem Angriff hatte Keibels Wildkamera einen Wolf aufgenommen. Für ihn besteht kein Zweifel, dass dieser Wolf diesen Angriff verursacht hat.

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Sachsen: Hundeführer fordern Rechtssicherheit bei Konflikten mit Wölfen

Am 21. März fand im sächsischen Weinböhla eine Zusammenkunft von engagierten Hunde- und Nachsuchenführern statt. Das Treffen diente vor allem dem Erfahrungsaustausch zum Thema Hundeeinsatz auf Jagden in Wolfsgebieten – ein Thema, dessen Dringlichkeit nicht zuletzt die Tötung eines Stöberhundes durch einen Wolf im Januar auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen verdeutlichte. Die international zum Teil gut vernetzten Hundeführer berichteten von Erfahrungen und Lösungsansätzen aus anderen Ländern mit Wolfsvorkommen: “Interessant war die Information der slowakischen Schweißhundeführer, dass Schweißhunde mit Fährten- und Sichtlaut wegen der Wölfe geringere Überlebenschancen hätten, als Hunde haben die stumm jagen”, stellte der Initiator des Treffens, der BGS-Führer Christoph E. fest. Dass aufgrund dieser Problematik verstärkt stumm jagende Hunde eingesetzt und der Wert des Lauts als Zuchtziel infolgedessen hinterfragt werde, kommentierten einige der Anwesenden mit Bestürzung. “Ich hoffe nicht,”, so Christoph, “dass irgendwann, wegen des Wolfes, die Zuchtrichtlinien im Hinblick auf Fährten- und Spurlaut wegen der Möglichkeit der Ortung durch das GPS überarbeitet werden.”

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Nach Hunderissen: Schweden entnimmt Wolfsrudel

Die Bezirksregierung der schwedischen Provinz Värmland hat am Mittwoch einer erweiterten Schutzjagd auf Wölfe des Rackland-Rudels zugestimmt. Ziel der Schutzjagd ist die Eliminierung der Leittiere und damit die Auflösung des gesamten Rudels. Ursache für die Entscheidung sind die fortgesetzten Angriffe auf Hunde durch das Wolfsrudel: Allein seit dem 15. Oktober habe es fünf Angriffe auf Hunde durch das Rudel gegeben, berichtet SvenskJakt, insgesamt seien vier Hunde getötet und drei verletzt worden. Die Bezirksverwaltung hatte festgestellt, dass die Gefahr fortdauernder Angriffe auf Hunde groß ist, da die Wölfe gelernt hätten, Hunde als Nahrung anzusehen. Trotz vorhergehender Schutzjagden, bei denen vier Welpen des Rudels erschossen worden waren, hätten sich die Angriffe fortgesetzt. Die Bezirksregierung hielt fest, dass die Wölfe des Rackstadter Rudels eher Hunde angriffen als andere Rudel. Dies liege an den Leittieren und werde so bleiben, solange diese nicht entnommen würden.

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Brandenburg: Terrier nach Wolfsangriff eingeschläfert

+++ Südafrika: Löwen töten Wilderer +++

In Steinberg, einem Ortsteil der Gemeinde Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark musste eine Terrierhündin namens Angie nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff eingeschläfert werden. Der Vorfall soll sich einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge auf einem mit einem Stabgitterzaun und im Boden eingelassenen Betonborten gesicherten Privatgrundstück zugetragen haben. Demnach kam die Parson-Russell-Terrier-Hündin ihrer Besitzerin morgens entgegengehumpelt: Die linke Vorderpfote war abgerissen worden. Die Besitzerin des Hundes ist sich sicher, dass ein Wolf die Hündin durch den Zaun gefasst haben soll. Dafür sprächen aufgefundene Fellreste sowie die Bilder einer am Zaun montierten Wildkamera, auf der, so die MAZ, ein Wolfsfoto auf das nächste folge. In der Tierklinik sah man nur die Möglichkeit, den Vorderlauf zu amputieren, doch das Dasein als Krüppel habe man der 13 Jahre alten Hündin ersparen wollen. Der tragische Vorfall habe ihr die Augen geöffnet, bekannte die Hundebesitzerin, und der Amtsdirektor des zuständigen Amts Ziesar erklärte gegenüber der MAZ: “Die Kinder trauen sich im Dunkeln nicht mehr vor die Tür. Der Wolf schränkt unser Leben ein. Wir brauchen Entscheidungen, die den Wolf kurz halten. Sonst wird alles nur noch schlimmer.” SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der MAZ (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!