Schlagwort-Archive: Wolfsangriffe auf Menschen

Niedersachsen: Waldarbeiter gebissen – Verdacht auf Wolf

Update: Meldung aktualisiert

In Steinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Tarmstedt im niedersächsischen Landkreis Rotenburg ist ein Waldarbeiter von einem “Tier” gebissen worden. Es besteht der Verdacht, dass es sich um einen Wolf handelt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber JAWINA. Demnach hat der Gemeindemitarbeiter am Friedhof bestimmte Arbeiten ausgeführt. Er kniete, als er hinter sich eine Bewegung bemerkte. Der Mann gab an, vier Wölfe gesehen zu haben, einer habe ihn gebissen und leicht an Arm oder Hand verletzt. Die anderen drei beobachteten die Szene. Es gelang ihm, die Tiere zu verscheuchen. Daraufhin fuhr er zum Arzt und ließ die Wunde behandeln. Es wurde ein Abstrich für eine DNA-Untersuchung genommen, deren Ergebnis noch nicht feststeht. SE

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Senat erwartet Wölfe in Berlin

Zwei Kinder in Armenien von Wölfen getötet

Der Berliner Senat erwartet, dass Wölfe eines Tages durch die Hauptstadt ziehen. Dies ergibt sich aus der Antwort von Umweltstaatssekretär Stefan Tidow auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark. Darin heißt es: “Seit einigen Jahren befinden sich Wolfsrudel im Berliner Umland, ohne dass bisher ein Nachweis dieser Tierart in Berlin gelang. Hierbei spielt vermutlich die hohe Zahl der Störungen im Randbereich der Stadt eine Rolle, die auf diese Tierart sicherlich abschreckend wirken. Auch der Autobahnring stellt eine deutliche Barriere dar. Mit der steigenden Zahl abwandernder vorjähriger Wölfe kann aber auch in Berlin mit einzelnen durchwandernden Tieren gerechnet werden. Von der Ansiedlung eines Rudels in der Stadt ist aufgrund des Raumbedarfes und des Ruhebedürfnisses der Tiere nicht auszugehen.” Offenbar gehen die Berliner Behörden immer noch davon aus, dass es so etwas wie eine “natürliche Scheu” gebe und unsere Wölfe sich ganz anders verhalten als z.B. die in Rumänien, die erfolgreich größere Städte besiedelt haben.

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Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?

Der Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, hat die folgenden Gedanken zum Wolf in der Kulturlandschaft gestern (23.03.) an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, an alle Präsidenten der Landesjagdverbände und des DJV, an das Forum Natur Brandenburg und an den Deutschen und Brandenburger Bauernverband geschickt. Es werde höchste Zeit, so Pfannenstiel, “dass wir Jäger mit einer Stimme sprechen und die Vogel-Strauß-Politik beenden, bevor die Akzeptanz für den Wolf im ländlichen Raum bei Null angelangt ist.” Rückmeldung “von Kritik und guten Gedanken zum Thema” sind ausdrücklich erwünscht.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist nicht vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen von Politik und Ökofantasten. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

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