Schlagwort-Archive: Wolf

Mecklenburg-Vorpommern: Neue Wolfsvorkommen bestätigt

Durch das Wolfsmonitoring wurden aktuell in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 11 Wolfsrudel nachgewiesen. Dies ist eine deutliche Steigerung der Wolfpopulation gegenüber dem Vorjahr in dem man 8 Rudel nachweisen konnte. 

Die Nachweise konnten auch dank der intensiven Unterstützung des Wolfsmonitorings durch Wolfsbetreuer, Jäger und Landwirte erbracht werden. Neben bereits bekannten Wolfsvorkommen in den Regionen Jasnitz, Grabow, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Löcknitz und Torgelow sind neue Rudel in den Regionen Laasch, Billenhagen und Eichhorst bestätigt worden. Somit ist insgesamt aktuell von 11 Wolfsrudeln in Mecklenburg-Vorpommern auszugehen, wobei das Rudel in der Retzow-Jännersdorfer Heide grenzübergreifend zu Brandenburg lebt.

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Niedersachsen: CDU-Politiker fordern Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

“Neue Wolfsverordnung muss zügig kommen”

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer und der Abgeordnete Jörn Schepelmann haben heute in der Nähe von Faßberg, in der südlichen Heide, den Schäfer Hans Stolz besucht, der dort ca. 550 Heidschnucken und Ziegen hütet. „Der Heideschäfer erlebt beinah jeden Tag, dass der Wolf um seine Herde streift, versucht Beute zu schlagen und die Herde nervös macht. Das dürfen wir auf Dauer nicht hinnehmen. Wir brauchen den Wolf dringend im Jagdrecht, damit er reguliert werden kann. Wir dürfen nicht riskieren, dass eine wertvolle Kulturlandschaft in Zukunft nicht mehr gepflegt werden kann, weil es keine Schäfer mit ihren Schafen mehr gibt“, so Bäumer.

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NRW: LANUV bestätigt den Nachweis des ersten Wolfsnachwuchses in NRW im Rhein-Sieg-Kreis

Die Auswertung von Bildmaterial aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt erstmals den Nachweis einer Wolfsfamilie in der Kommune Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis. Das Territorium liegt im Grenzgebiet von NRW und Rheinland-Pfalz. Aktuell werden durch das LANUV weitere Hinweise aus dem Rhein-Sieg-Kreis überprüft und bewertet.

In Nordrhein-Westfalen gab es bisher Nachweise einzelner durchziehender Wölfe sowie drei territorialer Wölfe in den Wolfsgebieten Schermbeck, Senne und Eifel-Hohes Venn. Der Nachweis einer Paarbildung und eines Wolfsnachwuchs konnte erstmals geführt werden.

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Brandenburg: FREIE BAUERN fordern Abschuss von Wölfen, um die naturnahe Weidewirtschaft zu erhalten

Die FREIEN BAUERN Brandenburg (Bauernbund Brandenburg) haben auf die steigende Zahl der durch Wölfe getöteten Schafe und Kälber hingewiesen. „Allein im ersten Halbjahr 2020 hatten wir fast genauso viele gemeldete Nutztierrisse wie im ganzen Jahr 2019“, informiert Landessprecher Marco Hintze: „Hinter jedem dieser 332 Tiere steckt ein qualvoller Tod und persönliche Betroffenheit der Schäfer und Bauern, die alles dafür tun, dass ihre Tiere ein gutes Leben auf der Weide haben.“ Die Landesregierung müsse endlich die Konsequenzen ziehen und durch einen rigorosen Abschuss von Wölfen die Voraussetzungen für den Fortbestand der naturnahen artgerechten Weidewirtschaft schaffen, fordert der 48jährige Mutterkuhhalter aus Krielow im Havelland.

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Wildkatze verteidigt ihre Jungen gegen einen Wolf

Sensationelle Aufnahmen einer Wildkamera der Deutschen Wildtier Stiftung dokumentieren das zum ersten Mal

Aufs Äußerste erregt peitscht die Wildkatze mit ihrem aufgeplusterten Schwanz hin und her. Das Fell ist aufgestellt, die Ohren sind nach vorne gerichtet. Immer wieder macht sie drohend einen Buckel und faucht, während sie in der Nacht auf einem Baumstamm angespannt hin und her läuft. Sie hat Nachwuchs und im Hintergrund lauert ein überlegener Gegner: Es ist ein Wolf. Man sieht nur seine Augen.

„Die Aufnahmen unserer Wildkamera sind eine kleine Sensation“, sagt Malte Götz, Wildkatzenexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Die Bereitschaft einer Wildkatze sich für ihre Jungen sogar dem Wolf zu stellen, wurden zum ersten Mal dokumentiert.“ Unter dem Link https://youtu.be/3XGaynO60MQ können Sie verfolgen, wie das mutige Tier aufs Äußerste angespannt und kampfbereit ist.

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Niedersachsen: Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigt rechtssichere Entnahme von Problemwölfen

CDU Niedersachsen: “Wolf gehört ins Jagdrecht”

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg ist mit seinem jüngsten Beschluss zur Tötung von Wölfen in fast allen Punkten dem Niedersächsischen Umweltministerium gefolgt, heißt es in einer Pressemitteilung des niedersächsischen Umweltministeriums. Darin heißt es weiter: „Das Gericht bestätigt damit abermals unsere Marschroute”, so Umweltminister Olaf Lies: „Wölfe, die Herdenschutzmaßnahmen überwinden, müssen nicht geduldet werden. Weidetierhalter müssen ihre Tiere schützen, aber sie müssen sich nicht auf einen von Wolfsschützern geforderten Rüstungswettlauf einlassen. Das Oberverwaltungsgericht hat also bereits zum zweiten Mal festgestellt: Eine rechtssichere Entnahme von Problemwölfen ist in begründeten Einzelfällen möglich und richtig.”

Konkret stand die Frage im Raum, ob auch dann auf eine zweifelsfreie Individualisierung des abzuschießenden Wolfes verzichtet werden darf, wenn zwar bekannt ist, welches Individuum für Risse verantwortlich ist, aber nicht, wie der Wolf sich durch optische Merkmale von anderen Rudelmitgliedern unterscheiden lässt. Der NABU vertrat die Auffassung, dass stets sichergestellt werden muss, den „richtigen” Wolf zu entnehmen und dass zudem der Elternschutz von Wölfen eine zehn- bis zwölfmonatige Schonfrist pro Jahr erfordert. Hiermit wäre eine Entnahme von problematischen Einzeltieren für immer nahezu unmöglich geworden. Dies wurde vom Oberverwaltungsgericht nicht bestätigt. Stattdessen stellt das Gericht klar, dass auch bei Fällen, in denen die DNA keinen klaren Aufschluss gibt, eine Beteiligung der örtlichen Problemwölfe angenommen werden kann.

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Mecklenburg-Vorpommern: Getötete Wolfsfähe war nicht trächtig

Die auf der Grundlage der Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock in der Nacht vom 10. auf den 11.04.2020 bei Schwaan getötete Wolfsfähe war nicht trächtig. Die Sektion des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sowie weitere nunmehr vorliegende Untersuchungen haben keine Hinweise auf eine Trächtigkeit oder embryonale DNA ergeben.

Zum Zeitpunkt der Entscheidung zum Abschuss der Wölfin lagen Anhaltspunkte vor, welche die erhebliche Gefahr einer Hybridisierung besorgen ließen.

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Niedersachsen: Pferdesport- und zuchtverband schreibt Offenen Brief zur Wolfsporblematik

+++ Italien: Schon wieder Wanderer in Südtirol von Bären attackiert und verletzt +++ Mecklenburg-Vorpommern: Tierärzte fordern härtere Maßnahmen gegen Wölfe +++ 

Der Interessenverband Pferdeland Niedersachsen GmbH hat einen Offenen Brief an den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies geschickt. Anlass ist der Riss eines Hannoveraners durch Wölfe

In einer Pressemitteilung des Verbandes heißt es dazu: “Am 15.06.2020 mussten die Weidetierhalter in Niedersachsen einen neuen traurigen Höhepunkt in der Wolfsproblematik hinnehmen. Mit dem Rissereignis im Raum Nienburg hat die Debatte um das Für und Wider zum Wolf eine neue Eskalationsstufe erreicht. 10 Warmblutpferde sind in ihrer Weide von Wölfen angegriffen worden.

Auf unsere Nachfrage bei einer zuständigen Stelle wurde uns bestätigt, dass zwei Pferde den Wolfsrissen zum Opfer gefallen sind. Parallelspuren, die sich bei der Begutachtung der Weide fanden, weisen darauf hin, dass mehrere Wölfe die Pferde gejagt haben. Die Pferde sind alle aus ihrer Weide ausgebrochen und konnten erst später völlig entkräftet und teilweise verletzt wieder eingefangen werden. Ein Pferd wurde auf der Flucht schwer verletzt. Die Pferde waren einer ordentlichen Haltung entsprechend eingezäunt. Sie standen als Herde auf der Weide und würden somit als wehrhaft im Sinne eines Wolfsmanagementplans angesehen werden.

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Österreich: Problemwolf darf entnommen werden

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf im Garten +++ Bayern: Wolf am Haus +++ 

Bezirkshauptmannschaft St. Johann stellt Bescheid „Entnahme eines Wolfes“ zu
Umfangreiches Behördenverfahren abgeschlossen / Viele Lösungen geprüft

Vor fast genau einem Jahr hat die Agrargemeinschaft Tofernalm (Großarl) den Antrag auf Entnahme eines Wolfes gestellt. Im Zeitraum zwischen 24. Juni und 15. Juli 2019 wurden insgesamt 24 Schafe getötet, zudem wurden vier verletzte und elf vermisste Schafe auf der Alm festgestellt. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau nach einem umfangreichen Verfahren entschieden, dass dem Antrag auf Entnahme eines Wolfes stattgegeben und hat die jagdrechtliche Bewilligung dazu erteilt wird.

„Es war ein sehr komplexes Verfahren und mit dieser Entscheidung betreten wir Neuland in der Europäischen Union. Der Bescheiderlassung ging ein umfangreiches Ermittlungsverfahren voraus, mit Professor Dr. Klaus Hackländer konnte ein ausgewiesener Experte für Wildbiologie gewonnen werden“, so Bezirkshauptmann Harald Wimmer.

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Niedersachsen: Wölfe reissen Großpferd

Am Montag ist im niedersächsischen Landkreis Nienburg ein 14 Monate altes Großpferd der Rasse Hannoveraner von Wölfen gerissen worden. Das etwa 400 Kilogramm schwere Tier wies mehrere Kehlbisse auf, es starb an seinen schweren Verletzungen. Der Riss dürfte von Wölfen des Rodewalder Rudels verübt worden sein, auf dessen Konto zahlreiche Risse von Haustieren, insbesondere Ponys und Pferden, gehen. Der zuständige Wolfsberater sprach angesichts dieses erneuten Rissvorfalls gegenüber der Lokalzeitung “Die Harke” von einer “neuen Dimension”: Es handle sich bei dem jüngsten Wolfsopfer um “ein großes, stattliches Tier”. das zudem mit neun weiteren, bis zu 600 Kilogramm schweren Pferden auf der Weide gestanden habe. Trotz der Schnelligkeit der Herde sei es den Wölfen gelungen, ein Tier abzudrängen und zu töten.

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