Schlagwort-Archive: Wolf

Wolf in Hamburg gesichtet

Dritter eindeutiger Nachweis in Hamburg seit 2013

In Neuengamme im Bezirk Bergedorf ist am Samstagvormittag ein Wolf von einem Hochsitz aus gesichtet und gefilmt worden. Die Sichtung wurde anschließend durch einen ehrenamtlichen Wolfsbetreuer protokolliert und von einem Experten als eindeutiger Wolfsnachweis bestätigt.

Das Video wurde mittlerweile durch den für Schleswig-Holstein und Hamburg zuständigen Wolfsexperten Dr. Norman Stier von der Technischen Universität Dresden als eindeutiger Nachweis (C1) eingestuft. Es sei davon auszugehen, dass der Wolf längst weitergezogen ist, teilt die Hamburger Umweltbehörde mit.

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RLP: Umweltministerium bestätigt – Wolf bei Mainz überfahren

Wildunfall am 16. Januar am Autobahndreieck Mainz war Wolf / Wahrscheinlich einzelner, durchwandernder Rüde

Die Analyse des Totfunds bei Mainz am 16.01.2020 bestätigt, dass das nach einem Wildunfall auf der Autobahn A 60 verendete Tier ein Wolf war, wie das Umweltministerium in einer aktuellen Pressemitteilung verkündet. Darin heißt es weiter: “Es handelte sich um einen Rüden aus der Alpenpopulation, dem jetzt − wie jedem nachgewiesenen Wolf in Deutschland − eine Individuenbezeichnung (GW1478m) zugewiesen wurde. Das Tier wurde zuvor noch nicht nachgewiesen, das Herkunftsrudel ist nicht bekannt. Das Umweltministerium geht davon aus, dass es sich um ein einzelnes, wanderndes Tier handelte, welches beim Versuch, die Autobahn zu überqueren, erfasst und überfahren wurde.

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Wolfsattacke auf Jagdhund: Staatsanwalt erkennt Notstand nicht an

DJV und JGHV sind entsetzt: Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will einen Jäger anklagen, weil er einen Wolf tötete, der unter Zeugen Jagdhunde angegriffen hat (JAWINA berichtete). Aufgrund drohender strafrechtlicher Risiken sollten Jäger keine Hunde mehr in Wolfsgebieten einsetzen. Die Verbände fordern Bund und Länder auf, Rechtssicherheit zu schaffen – Vorbild könnte Schweden sein.

Anfang 2019 hat ein Wolf bei einer Jagd mehrere Jagdhunde angegriffen und schwer verletzt. Ein Jäger hat zuerst in die Hände geklatscht und einen Warnschuss abgegeben. Er tötete den Wolf schließlich, da er nicht von den Hunden abließ. Zeugen haben den Vorgang bestätigt, ein Tierarzt die Bissverletzungen. Nach Angaben des Verteidigers Dr. Heiko Granzin ergibt sich anhand der Aktenlage eine eindeutige Notstandssituation. Der zuständige Staatsanwalt hat nun in einem Telefonat gegenüber dem Verteidiger mitgeteilt, dass der Jäger nach seiner Rechtsauffassung in keinem Fall hätte schießen dürfen – ungeachtet der Notstandslage. Nach Ansicht von Dr. Granzin ist dies „absurd“. Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will Anklage erheben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) sind entsetzt. Sollte sich diese Rechtsansicht durchsetzen, sollten Jäger wegen der strafrechtlichen Risiken künftig keine Jagdhunde mehr für Stöberjagden und Nachsuchen in Wolfsgebieten einsetzen. DJV und JGHV fordern Bund und Länder auf, die Rechtsunsicherheit umgehend zu beenden.

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Hessen: Landesjagdverband unterstützt Weidetierhalter

Die aktuelle Entwicklung der Wolfsnachweise in Hessen beunruhigt die hessischen Weidetierhalter massiv, stellt der Landesjagdverband Hessen in einer aktuellen Pressemitteilung fest. Darin heiß es weiter: Im Jahr 2019 sind bereits mehr als 30 Nachweise von Wölfen in Hessen auf der offiziellen Monitoring-Homepage des HLNUG verzeichnet. 10 der 30 Nachweise beruhren auf Rissen in Schafherden, bei denen regelmäßig mehrere Tiere betroffen waren. Aus diesem Grund ruft der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung e. V. am Mittwoch, 15.01.2020 um 10.00 Uhr zu einer Demonstration auf, die am Wiesbadener Hauptbahnhof beginnt. Eine Kundgebung erfolgt gegen 11.00 Uhr auf dem Luisenplatz in Wiesbaden.

Der Landesjagdverband Hessen unterstützt die Weidetierhalter in Hessen.

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Hessen: Weidetierhalter kritisieren “praxisfremden Wolfskuschelkurs”

+++ Bayern: ASP-Angst – Erhöhung der Absschussprämie und Drohneneinsatz bei der Wildschweinjagd +++ Brandenburg: Tägliche Drückjagden auf Schwarzwild im deutsch-polnischen Grenzgebiet +++ NRW: Wildschwein durchbricht Terrassentür +++ Baden-Württemberg: Wildschwein besucht Tankstelle und wird erlegt +++ Saarloand: Keiler beschädigt mehrere Autos in Saarbrücken +++ Japan: Wildschweine erobern Tokyo +++ Schweiz: Wolf im Kanton Graubünden von Zug überfahren +++ 

Schäfer fordern Bestandsobergrenze für Wölfe und “wirkliches Wildtiermanagement”

Die aktuelle Entwicklung der Wolfsnachweise in Hessen beunruhigt die hessischen Weidetierhalter massiv, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Schafzüchterverbandes: Im Jahr 2019 seien bereits mehr als 30 Nachweise von Wölfen in Hessen auf der offiziellen Monitoring-Homepage des HLNUG verzeichnet. 10 der 30 Nachweise beruhen auf Rissen in Schafherden, bei denen regelmäßig mehrere Tiere betroffen waren.

Aus diesem Grund sehe sich der Hessische Verband für Schafzucht und –haltung e.V. gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Weiter heißt es: “Da in das Beutespektum des Wolfes nicht nur unsere Schafe und Ziegen fallen, sondern auch Kälber, Fohlen, Gefügel, Gatterwild, Kameliden, Esel und Ponys suchen wir den Zusammenschluss mit Weidetierhaltern der anderen Tierarten. So kann es in Hessen nicht weitergehen! Es ist „5 NACH 12“ für den Schutz der Weidetiere.

Die dauerhalfte Ansiedlung von Wölfen in Hessen steht kurz bevor, womöglich gar die erste Bildung eines Rudels. Die Weidetierhalter werden beim Schutz ihrer Herden vor dem großen Raubtier von der Politik alleingelassen. Immer wieder hören wir in den Aussagen der Naturschutzbehörden, wie wichtig die Beweidung unserer offenen Landschaften für die Erhaltung der Biodiversität sei. Das wissen wir schon lange.

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Schweiz: Wolf im Kinderland

+++ Brandenburg: “Schlachtfeld” – Wölfe reißen 13 Stück Gatterwild +++ Brandenburg: Dreimal mehr Wölfe? – Zweifel an offiziellen Wolfszahlen +++ 

Ein Wolf ist am hellichten Tag bei Obersaxen im Schweizer Kanton Graubünden durch das Kinderland einer Skischule gestreift. Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 09. Januar vor 8 Uhr früh. Eine von einem Augenzeugen erstellte Aufnahme des Wolfs wurde Schweizer Medien übermittelt. Der Wolf auf dem Bild streift anscheinend in aller Seelenruhe durch die Skischule, vorbei an bunt beleuchteten Buden. Der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint bestätigte gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handele. Der für das Gebiet zuständige Wildhüter habe ihm berichtet, dass an dem Morgen Wölfe in der Umgebung gesichtet worden waren. In den vergangenen Wochen sind bereits mehrfach Wolfssichtungen aus der Umgebung Obersaxens gemeldet worden. Es sei “speziell”, dass sich der Wolf bei Tageslicht zeige, meint Arquint. Tagsüber sollten sich Wölfe nicht in der Nähe der Menschen aufhalten, so der Jagdinspektor gegenüber dem SRF. Schon zwei Mal sei versucht worden, die Wölfe durch Schüsse aus der Nähe der Siedlung zu vertreiben, heißt es in dem Bericht weiter. Dies solle nun nochmals probiert werden. red.

Beitragsbild: Wolf im Kinderland (Screenshot)

Görlitz: Wolf im Hinterhof

+++ Bayern: Jäger schießt Hund in Falle – Jagdschein weg +++ Bayern: Verein Wildes Bayern legt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Forstbetrieb Berchtesgaden ein +++ 

Die “natürliche Scheu” der Wölfe sorgt immer wieder für Erstaunen: In einem Hinterhof der sächsischen Stadt Görlitz ist ein Wolf entdeckt worden. Das Tier hatte sich bei einem Sprung durch ein Kellerfenster verletzt, wie der MDR berichtet. Der Wolf1 wurde betäubt und nach tierärztlicher Behandlung wieder freigelassen. Das Institut Lupus bestätigte gegenüber dem MDR, dass es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt habe.

Die Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert (Grüne), hat sich derweil gegen eine Obergrenze für den Wolf ausgesprochen. Stattdessen setze man auf Herdenschutz, heißt es im MDRred.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

 

Niedersachsen: Der Dauerbrenner – Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m wird nochmals erneuert

+++ Österreich: Betrunkener Jäger nimmt Gastwirt mit Jagdmesser an +++ Belgien: Wolf gönnt sich zu Weihnachten ein Känguru +++ Thüringen: Jäger fängt Brief ins Jenseits ab +++ Brandenburg: 1,40-m-Zaun überwunden, vier Schafe gerissen +++ 

Die bis Ende Dezember befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.01.2020 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken besteht unverändert fort, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilt. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Thüringen: Ausnahmegenehmigung für Entnahme der Wölfin GW267f liegt vor

Für den Ausnahmeantrag des Umweltministeriums auf die letale Entnahme von GW267f (Ohrdrufer Wölfin) liegt seit heute die Genehmigung des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz als zuständiger Bewilligungsbehörde vor. Diese Ausnahmegenehmigung erfolgt auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Das Umweltministerium hatte nach intensiver Abwägung und Prüfung am 18. Dezember einen Antrag gestellt.

Der Antrag auf Entnahme der Wölfin wurde auf Grundlage der Ausnahmeregelungen des § 45 Abs. 7 Bundesnaturschutzgesetz und des § 4 Bundesartenschutzverordnung gestellt. Das Umweltministerium hatte nachgewiesen, dass dasselbe Tier mehrmals wolfssichere Einzäunungen, d.h. den optimalen Herdenschutz, überwunden und somit erheblichen Schaden verursacht hat. Für die Ohrdrufer Wölfin gab es aufgrund genetischer Nachweise Klarheit, dass sie (Stand Dezember 2019) in mindestens sieben Fällen Zäune überwunden hat, die den Anforderungen des optimalen Herdenschutzes entsprechen. Eine Schadensprognose ergab, dass aufgrund des erlernten Verhaltens der Wölfin, Herdenschutzmaßnahmen zu überwinden, weiterhin erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstünde.

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Schleswig-Holstein: Waldkindergarten wegen Wolf geschlossen

+++ Belgien: Infizierter Wildschwein-Kadaver außerhalb der Kernzone entdeckt +++ Sachsen: Wildhalter baut Wolfsfalle: “Nabu kann den Wolf dann abholen…” +++ Sachsen-Anhalt: “Wolf hinterlässt Schlachtfeld” +++ Sachsen-Anhalt: 1,20 m hoch, 12.000 Volt – Wolf überwindet wolfssicheren Zaun und darf doch nicht geschossen werden +++ 

Der Waldkindergarten Christianslust (Kreis Dithmarschen) ist geschlossen, worden, weil der Wolf GW1430m mehrere Schafe in der Umgebung gerissen hat. Der Gemeindeverwaltung zufolge handelt es sich um eine Präventivmaßnahme. Medienberichten zufolge gilt der Wolf als “aggressiv”, wohl weil er in der Nähe des Kindergartens mehrere Schafe “im Blutrausch” tagsüber getötet habe. Schäfer haben ihre Schafe zum Teil bereits aus dem Gebiet abgezogen. Der Waldkindergarten bleibt vorerst bis Januar geschlossen, derweil werde die Situation hinsichtlich Wald und Wolf beobachtet. Ob der Kindergarten am gewohnten Ort wieder eröffnet werden kann oder die Kinder in ein neues Quartier umziehen müssen, steht noch nicht fest. “Unsere Kinder wurden vom Wolf aus ihrem Wald vertrieben“, sagt eine besorgte Mutter gegenüber der Bildzeitung: “Das macht natürlich was im Kopf. Wenn sie bis jetzt keine Angst hatten, dann jetzt.”.

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Bundestag verabschiedet Gesetz zum Umgang mit Wölfen

Der Bundestag hat gestern neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf beschlossen. Das teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit: “Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes werden berechtigte Sorgen der Bevölkerung, die Interessen der Weidetierhaltung und der Schutz des Wolfs als streng geschützter Tierart in einen angemessenen Ausgleich gebracht”, so das BMU. Die Novelle muss noch den Bundesrat passieren.

Mit den Neuregelungen werden laut BMU “einige drängende Probleme des Umgangs mit den Wölfen” geregelt. “Dazu gehören ein Fütterungsverbot, die Pflicht für die Behörden zur Entnahme von Wolfshybriden, Regelung der Mitwirkung der Jagdberechtigten und die Herabsetzung der Schadensschwelle, ab der Wölfe entnommen werden dürfen. Zudem ist die Entnahme von Wölfen künftig auch dann möglich, wenn nicht eindeutig klar ist, welcher Wolf des Rudels Weidetiere gerissen hat”, sagt der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen, und Vorsitzende des Gesprächskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte.

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NRW: Land weist Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus

Nordrhein-Westfalen weist in Kürze ein Wolfsverdachtsgebiet “Oberbergisches Land” aus.
Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: Damit ermöglichen wir zu einem frühen Zeitpunkt Maßnahmen zur Prävention und zum vorsorgenden Herdenschutz. Das Verdachtsgebiet ist bewusst großzügig dimensioniert.

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet” für die Region “Oberbergisches Land” ausweisen.

Das “Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land” umfasst Teile des Rhein-Sieg-Kreises, des Oberbergischen Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises (siehe anliegende Übersichtskarte). Auf insgesamt 902 Quadratkilometern gehören folgende Städte und Gemeinden dazu:

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DJV kritisiert intransparente, veraltete Wolfszahlen

Der DJV bemängelt aktuelle Wolfsdaten und Informationspolitik des BfN: Die zugrunde liegende Systematik bildet nicht den realen Bestand ab. Für das Frühjahr 2020 prognostiziert der DJV knapp 1.800 Wölfe in Deutschland. Konflikte nehmen zu.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat jetzt neue Daten zum Wolf veröffentlicht. Demnach gab es im Frühjahr 2019: 105 Rudel, 25 Paare und 13 Einzeltiere. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert die nun vorgelegten Daten, da sie nicht den aktuellen Stand wiedergeben: Die Zahlen sind bereits über ein halbes Jahr alt und berücksichtigen den Nachwuchs vom Frühsommer 2019 nicht. „Diese Daten bilden die Grundlage, auf der anderthalb Jahre diskutiert und argumentiert werden soll – das ist ein Fehler im System“, so DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Das sei nicht nachvollziehbar und einer der Gründe, warum das Vertrauen in die bundesweiten Populationsdaten zunehmend schwinde. “Wir fordern künftig eine zeitnahe und an der realen Situation ausgerichtete Informationspolitik – geschieht dies nicht, wird weiter Vertrauen und damit Akzeptanz verspielt”, so der DJV-Vizepräsident weiter.

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Niedersachsen: CDU-Politiker erklärt Wolfspolitik für gescheitert

Abschuss von Wolfsrudel gefordert

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann hat die Wolfspolitik des Landes für gescheitert erklärt, nachdem ein Schäfer im Landkreis Celle trotz vermeintlich wolfssicherer Zäune innerhalb eines Monats 40 Schafe durch Wolfsrisse verloren hat. Nun sei “ein klares Wolfsmanagement mit Abschussquoten” erforderlich”, erklärte Schepelmann gegenüber der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Dies sei auch im Hinblick auf die aktuelle Rechtslage möglich. Ansonsten sei die Weidetierhaltung und damit die Kulturlandschaft in Gefahr. Dem Bericht zufolge warf Schepelmann dem u..a. für die Prävention von Wolfsrissen zuständigen Wolfsbüro “Plan- und Ratlosigkeit” vor. Das SPD-geführte niedersächsische Umweltministerium empfehle nach Ansicht Schepelmanns lediglich “Meditationskreise”. So gehe es nicht weiter, die CDU werde daher den Abschuss des gesamten Rudels beantragen, kündigte der Politiker an. red.

Beitragsbild: Von Wölfen gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser MS für den Hinweis!

Niedersachsen: Umweltminister Lies bittet Jäger um Unterstützung

Verordnung für Entnahme im Notfall geplant – rechtliche Absicherung von Jägern bei Wolfsentnahmen angestrebt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bat am gestrigen Donnerstag auf der Jahresversammlung des Zentralverbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (ZJEN) in Bad Fallingbostel die Jäger in Niedersachsen um Mithilfe beim Thema Wolf. „Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die auch eine ausreichende rechtliche Absicherung für die Jäger garantiert”, sucht Lies den Schulterschluss mit den Jägern. Wenn die rechtliche Grundlage für die Entnahme eines Wolfs gegeben ist, dann geht dies nach Ansicht von Lies nicht ohne Unterstützung der Jäger. „Ich bin froh, dass wir den Dialog dazu konsequent führten”, so der Umweltminister, der zugleich auf den gesetzlich „sehr engen Rahmen” beim Thema Wolfsentnahme hinwies.

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Wolf_Defaekation

Ein realistischerer Blick auf die Wölfe

+++ Schweiz: Zwei Wölfe aus Graubündner Rudel tot +++ Schweiz: Wolfsrisse im Appenzell +++ Wildunfall: Autofahrer verwechselt Wildschweine mit Wölfen +++ Sachsen-Anhalt: Kritik an sog. Wolfskompetenzzentrum +++ Sachsen: Wolf auf der A14 totgefahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf GW924m – Jägern fordern schnelleren Abschuss +++

Während die zunehmend dreisteren Angriffe der Wölfe auf Nutztiere – im niedersächsischen Landkreis Lüneburg haben Wölfe mitten im Dorf Schafe gerissen – die Menschen in den Wolfsgebieten beunruhigen, scheint sich langsam ein realistischerer Blick auf die Raubtiere durchzusetzen: In der Welt befasst sich der Artikel “Allmählich gewöhnten sich die Wölfe an Menschenfleisch” mit der Geschichte der Wölfe, die über Jahrhunderte hinweg “als echte Landplage” empfunden wurden, wie der Autor feststellt. Und zwar nicht, weil sich die Menschen zu oft am knisternden Herdfeuer Märchen à la Rotkäppchen erzählt hätten, sondern weil sie nicht nur Schafe, Gänse, Schweine, Pferde, Rinder und Ziegen rissen, sondern weil tödliche Angriffe auf Menschen – insbesondere Kinder – keineswegs selten waren.

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Niedersachsen: Kalb gerissen

Nach dem Riss eines gerade geborenen Kalbs bei Diepholz sind mehrere Wolfssichtungen in dem Gebiet gemeldet worden. Am Montag wurde ein Wolf “zwischen Mühlenkampschule und Sport- und Saunaparadies” gesichtet, wie die Kreiszeitung meldet. Zudem gab es mehrere Wolfssichtungen durch Bürger, denen es teilweise gelang “das wenig scheue Tier” zu fotografieren. Die Diepholzer Polizei beobachtete einen Wolf bei Drebber im Landkreis Diepholz. Der Landwirt, auf dessen Hof das Kalb gerissen wurde, hat derweil Konsequenzen aus dem Rissvorfall gezogen: Die neu geborenen Kälber dürfen nicht mehr auf die Weide, sondern werden eingestallt. Die von Wolfskritikern vorhergesagten Rückschritte bei der artgerechten Tierhaltung treffen also ein. Die von dem Wolfsriss betroffene Familie befürchtet nun, dass der Wolf auch in unmittelbarer Nähe ihres Hofes zuschlagen könnte, da dort weitere Rinder stehen. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Kalb. (Archivbild, Quelle: privat)

Die Red. dankt JAWINA-Leser EF für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus reagiert auf Kritik zu Problemwolf GW924m

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus weist Vorwürfe, wonach er Informationen zu Wolfsrissen im Land zurückhalte oder verschleiere, aufs Schärfste zurück.

„Mein Haus informiert zu allen Themen unseres Zuständigkeitsbereiches umfassend und transparent. Auch über die Entwicklung der Wolfspopulation setzen wir die Bürgerinnen und Bürger in Kenntnis. Zuletzt geschehen Mitte Oktober dieses Jahres“, so der Minister.

Zum aus Schleswig-Holstein nach M-V gewanderten „Problemwolf“ GW924m nahm er wie folgt Stellung: „Am vergangenen Freitag haben wir im Zuge einer abgeschlossenen DNA-Untersuchung die Information erhalten, dass GW924m für einen Rissvorfall bei Grambow verantwortlich ist. Daraufhin haben wir uns unverzüglich mit der unteren Naturschutzbehörde, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, in Verbindung gesetzt. Derzeit prüfen wir, inwieweit wir auch hierzulande eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilen werden.“

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Mecklenburg-Vorpommern: Neues Wolfrudel – deutlich mehr Nutztierrisse

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Umgebung von Grabow ein neues Wolfsrudel gegründet. Das Wolfsmonitoring des Landes ist bereits im Sommer verschiedenen Hinweisen von Jägern und Landwirten nachgegangen. Nun gelang der Nachweis eines weiteren Wolfrudels mit mindestens zwei Welpen, wobei aus der Gegend weitere Sichtungsmeldungen gibt, denen weiterhin nachgegangen wird.

Erst im September hatte Umweltminister Dr. Till Backhaus über die Ansiedlung drei neuer Wolfsrudel informiert. Mit dem aktuell bestätigten Rudel in Grabow kann hierzulande somit gegenwärtig von insgesamt 8 Rudeln (Jasnitz, Grabow, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Torgelow, Ueckermünde) und 2 Wolfspaaren (Lübtheen, Billenhagen) ausgegangen werden, wobei das Rudel in der Retzow-Jännersdorfer Heide grenzübergreifend zu Brandenburg lebt.

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Wolf_Defaekation

DNA-Analyse: Norwegische Wölfe sollen aus Pariser Tierpark stammen

Beitrag aktualisiert. Das umstrittene private Analyse-Institut ForGen in Hamburg hat Proben von genetischem Material untersucht, die von in Norwegen erlegten Wölfen stammen, von Freiwilligen gesammelt und vom norwegischen Bauern- und Kleinbauernverband eingesandt wurden. Es befinden sich darunter auch DNA-Proben der zwei Wölfe, die bei der Lizenzjagd im vergangenen Winter erlegt wurden. Insgesamt wurden Proben von zehn norwegischen Wölfen eingereicht, in acht Fällen gab es Ergebnisse. Desweiteren wurden Proben von neun finnischen Wölfen und von zwei alten Wolfsfellen eingeschickt, die noch nicht analysiert werden konnten. Das Institut kommt norwegischen Medienberichten zufolge zu dem Ergebnis, dass Wölfe aus dem Slettås-Rudel in Trysil aus einem Zoo in Paris, andere Wölfe aus Lettland stammen könnten. Überdies sollen einige Wölfe Hybriden, also Mischlinge zwischen Wolf und Hund (Molosser) sein und andere aus Lettland stammen. Den Untersuchungen zufolge gibt es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen norwegischen und finnischen Wölfen. Bisher ging man davon aus, dass die skandinavischen Wölfe über Finnland eingewandert seien. Die Untersuchungsergebnisse wurden auf der Jahrestagung des norwegischen Bauern- und Kleinbauernverbands in Gardermoen vorgestellt.

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Brandenburg: Wölfe dringen in die Dörfer vor

+++ Brandenburg: Weitere Wolfsrisse im Schlaubetal +++ Berlin: Wolfsverdacht in Westend +++ Sachsen: Wölfe reißen Schafe im Erzgebirge +++

Die im Schlaubtal ansässigen Wölfe zeichnen sich anscheinend durch besondere Dreistigkeit aus: Auf Drückjagden attackieren sie Hunde und lassen sich nicht einmal durch Warnschüsse vertreiben, nun dringen sie auf ihren nächtlichen Beutezügen in die Dörfer vor und reißen Haustiere unmittelbar in den Gehöften. So haben in der Nacht zu Sonnabend mehrere Wölfe die Umzäunung eines Hofs in Schernsdorf in der Gemeinde Siehdichum (Landkreis Oder-Spree) untergraben, sie rissen einen 50 Kilogramm schweren Schafsbock sowie ein Lamm, zwei weitere Lämmer sind verschwunden. Der Wolfsbeauftragte fand die Spuren von mindestens drei Wölfen, wie die MOZ berichtet, doch die verzehrte Fleischmenge lässt auf eine höhere Zahl – die Schätzung beläuft sich auf sieben Wölfe – schließen. Ähnliche Angriffe hat es dem Zeitungsbericht zufolge in jüngster Zeit auch in anderen Siedlungen im Schlaubetal gegeben.

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Deutscher Jagdrechtstag: Wolf und Waffenrecht im Fokus

Der Deutsche Jagdrechtstag (DJRT) hat vom 3. bis zum 8. November in Uslar getagt. 70 Experten unterbreiten Empfehlungen an den Gesetzgeber.

Die rund 70 Teilnehmer des Deutschen Jagdrechtstags haben Anfang November im niedersächsischen Uslar getagt. Auf der Agenda standen aktuelle jagdrechtliche Fragen. Im Rahmen der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern sowie in zugehörigen Rechtsgebieten. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen stand unter anderem ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes zum Umgang mit dem Wolf. Fragen zum Waffenrecht, zu Jagdgenossenschaften, Jagdhunden und Falknerei wurden ebenfalls aufgegriffen. An der Tagung nahmen rund 70 Experten teil, insbesondere Rechtsanwälte sowie Vertreter von Politik, Behörden, Gerichten und Verbänden.

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Berlin: Doch kein Wolf?

Nach Ansicht eines Rissgutachters, deutet vieles darauf hin, dass das auf einem Berliner Kinderbauernhof gerissene Schaf nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund gerissen worden ist. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt noch nicht vor.

Der Ende Oktober bei Dörverden (Landkreis Verden) tot gefundene Wolf (JAWINA berichtete) ist nicht der zum Abschuss freigegebene Rüde des Rodewalder Rudels, wie der NDR berichtet. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Wolfsabschuss: DJV und LJV fordern gesetzliche Regelung

Am Wochenende hat ein Wolf in Brandenburg Jagdhunde attackiert (JAWINA berichtete). Ein Jäger hat den Wolf daraufhin getötet. Es wäre bereits der zweite Vorfall dieser Art in Deutschland. DJV und LJV fordern eine lückenlose Aufklärung des Falls und Rechtssicherheit für Jäger.

Vergangenen Samstag soll ein Wolf Jagdhunde während der Jagd attackiert haben. Medienberichten zufolge hat ein Jäger diesen deshalb getötet. Es wäre bundesweit bereits der zweite Fall – erneut in Brandenburg. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) nehmen den Vorfall sehr ernst und fordern eine schnelle, lückenlose Aufklärung.

„Der Gesetzgeber muss endlich handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Vorbildlich sei Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff sei, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor müsse allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse in den Boden zu vertreiben.

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Wolf_Defaekation

Brandenburg: Wolf bei Drückjagd geschossen

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Jännersdorf (Landkreis Prignitz) ist ein Wolf erschossen worden. Die Polizei wurde gegen 17 Uhr von dem Vorfall unterrichtet. Der zuständige Wolfsbeauftragte nahm den Kadaver des Wolfs in Verwahrung, nachdem die Polizei den Tatort freigegeben hatte. Gegen den Schützen wird wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Niedersachsen: Tot aufgefundener Wolf wurde nicht erschossen

Der am Mittwoch bei Dörverden (Landkreis Verden) tot aufgefundene Wolf (JAWINA berichtete) wurde nicht erschossen. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium mit. Die Vermutung des zuständigen Wolfsbeauftragten, der Wolf sei illegal erlegt worden, sei mittlerweile widerlegt. Demnach wies der tote Wolf massive Bissverletzungen auf, die ihm vermutlich ein anderer Wolf beigebracht habe. Ob es sich bei dem starken Wolfsrüden um den zum Abschuss freigegebenen Leitrüden des Rodewalder Rudels handelt, steht noch nicht fest. Die genetischen Untersuchungen dauern an. red.

Beitragsbild: Wolfs-Trophäe. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser RK für den Hinweis!

Niedersachsen: Rodewalder Rüde geschossen? Toter Wolf gefunden

+++ Norwegische Hundekrankheit in Mecklenburg-Vorpommern? +++

Bei Dörverden (Landkreis Verden) hat ein Traktorfahrer am Mittwoch Morgen einen toten Wolf entdeckt. Nach Ansicht des zuständigen Wolfsberaters deuten die Verletzungen des Tiers auf eine Schussverletzung und damit auf einen illegalen Abschuss hin. Einem Bericht der Kreiszeitung zufolge handelt es sich um einen starken, alten Rüden, der von “Größe, Geschlecht und Aussehen an den berühmt-berüchtigten Rodewalder Wolf” erinnere. Die Abschussgenehmigung für den Wolfsrüden mit der offiziellen Bezeichnung GW717m war vom niedersächsischen Umweltministerium gerade noch bis 30.11.2019 verlängert worden. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Brandenburg: Wolfsnachwuchs im Nauener Stadtwald

+++ Sachsen: Wolfsrudel in der Dresdner Heide nachgewiesen +++ Sachsen-Anhalt: Prozess um tödlichen Jagdunfall – tödliche Jägerin bestreitet Verschulden +++ Niedersachsen: Achtung Giftköder – schon wieder Hund in Cuxhaven getötet +++ Österreich: Salzburg verbietet Gatterjagden und Aussetzen von Zuchtenten für Jagdzwecke +++

Im Stadtwald von Nauen (Landkreis Havelland) hat eine Fotofalle eine Wolfsfähe mit ihren Welpen aufgenommen. Das Areal vor den Toren Berlins soll daher nun offiziell als Wolfsgebiet ausgewiesen werden. Der Jagdpächter des Gebiets hat schon seit sechs Jahren Hinweise auf das Vorhandensein von Wölfen in seinem Revier registriert, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) hinter der Paywall. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Schleswig-Holstein: Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfs GW924m in Kraft getreten

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Die Allgemeinverfügung erweitert die
Möglichkeiten zum Abschuss des Wolfes beträchtlich“

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m ist heute im schleswig-holsteinischen Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Mit der
Allgemeinverfügung wird der Kreis der Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg zur Entnahme von GW924m auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert.

„Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, den Wolf zu
entnehmen. Die Allgemeinverfügung erweitert die Möglichkeiten zum Abschuss
beträchtlich. Angesichts der bisherigen Entwicklung war dieser Schritt geboten. Wir
arbeiten weiter intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte
Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute in Kiel.

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Niedersachsen: Mutmaßlicher Wolf reisst Huhn – mit Silvesterknaller vertrieben

Am Freitagnachmittag haben drei Personen vermutlich einen Wolf dabei beobachtet, wie er auf einem landwirtschaftlichen Gehöft bei Surwold (Landkreis Emsland) ein Huhn gerissen hat. ´Das teilt die Polizei mit. Das Tier tauchte gegen kurz vor 16 Uhr auf dem Privatgrundstück an der Straße Wollbrouk auf und riss eines der dort laufenden Hühner. Obwohl sich drei Menschen in unmittelbarer Nähe befanden und versuchten den Vierbeiner zu verscheuchen, ließ dieser nicht von dem Huhn ab. Erst der Einsatz eines Silvesterknallers sorgte dafür, dass das vermeintliche Raubtier in ein angrenzendes Maisfeld flüchtete. Ob es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat, muss die Untersuchung einer am Huhn genommenen DNA-Probe zeigen. PM

Beitragsbild: Huhn (Archivbild). Foto: SE

 

DJV zum EuGH-Urteil: Wolfsentnahmen möglich, aber nur unter strengen Anforderungen

Der europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat sich mit einem Urteil zur Wolfsjagd in Finnland zu den Voraussetzungen einer Ausnahme vom strengen Schutz nach der FFH-Richtlinie geäußert. Ausnahmen sind danach aus vielen Gründen möglich, die Anforderungen an eine solche Entscheidung sind jedoch hoch. Zudem lässt das Urteil Raum für weitere juristische Auseinandersetzungen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem heute veröffentlichten Urteil zur Wolfsjagd in Finnland klargestellt, dass eine behördliche Entscheidung über eine Ausnahme vom strengen Schutz nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) aus vielerlei Gründen möglich ist, aber strengen Anforderungen unterliegt. Finnland hatte eine Ausnahme zugelassen, um illegale Tötungen zu verhindern und der Bevölkerung Handlungsspielraum zu ermöglichen. Der EuGH sieht dieses Vorgehen kritisch.

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Österreich: Neue Studie zur Rückkehr des Wolfs in den Alpenraum

Wildtierbiologe spricht sich für Management aus – Herabstufung des Status in der FFH Richtlinie angestrebt

Durchziehende Wölfe in Salzburg, Rudel in anderen Bundesländern und zahlreiche Risse von Nutztieren in den vergangenen Jahren sorgen für Verunsicherung, vor allem in der Almwirtschaft, sowie für emotionale Diskussionen quer durch alle Gesellschaftsschichten. Auf Initiative des Salzburger Landesrats Josef Schwaiger hat Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien ein Gutachten über die Auswirkungen der Rückkehr dieses Beutegreifers erstellt. Darin spricht sich der Wildtierbiologe für ein Wolfs-Management aus.

Das Ziel ist für Landesrat Josef Schwaiger klar: „Die traditionelle, alpenländische Landwirtschaft muss auch künftig ohne aufwendige Begleitmaßnahmen möglich sein. Zudem muss die Artenvielfalt erhalten bleiben und übermäßige Wildschäden, vor allem in Schutzwäldern, verhindert werden. Dafür sind derzeit die Gesetzte der EU ungeeignet. Wie müssen uns daher um eine Änderung des Schutzstatus des Wolfs bemühen. Wenn sich diese in großer Zahl bei uns ansiedeln, wird sich das Gesicht unseres ganzen Landes ändern.“

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Italien: Wolf verfolgt Mountainbiker

Bei Torcegno in Südtirol ist ein Mountainbiker “mehrere hundert Meter weit” von einem Wolf verfolgt worden, wie italienische Medien berichten. Demnach kam es bei einer eingezäunten Wiese, auf der Schafe weideten, zur einer Begegnung mit “vier hundeähnlichen Tieren”. Eines der Tiere nahm die Verfolgung des Radfahrers auf. Aller Wahrscheinlichkeit nach habe es sich um Wölfe, vermutlich um eine Wölfin mit drei Jungtieren gehandelt, vermutet SüdtirolNEWS. Der schon eine Woche zurückliegende Vorfall stecke dem Mann noch immer in den Knochen, so das Nachrichtenportal. Erst vor wenigen Tagen hatte in der Region ein Bär einen Wanderer zehn Minuten lang verfolgt. Die Vorfälle zeigten, welche Gefahren von Großraubtieren ausgehen, kommentiert die Zeitung Dolomiten. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Niedersachsen: ZJEN drängt auf Wolfsmanagement

Deutliche Worte fielen auf der Beiratssitzung des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) Ende August in Walsrode. Die Kreisvertreter des Verbandes verabschiedeten einstimmig eine Resolution. Sie fordert, die Zahl der Wölfe endlich den landeskulturellen Verhältnissen anzupassen und hierfür unverzüglich die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

„Politischer Einsatz sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene muss jetzt endlich Platz greifen, um ein aktives Bestandsmanagement voran zu bringen“, sagt ZJEN-Präsident Hans-Heinrich Ehlen. Eine quotenbasierte Schutzjagd, wie sie in Finnland, Schweden oder Frankreich praktiziert werde, muss nach seiner Einschätzung auch in Deutschland ermöglicht werden. Er weist darauf hin, dass die Wolfspopulation hier im Vergleich dieser Länder am höchsten ist.

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Sachsen: Steuerzahler jubeln – drei neue Mitarbeiterinnen für Umweltbildung zum Thema Wolf

Wolfsscheune Rietschen mit neuer Besetzung und neuen Aufgaben

Am 1. Oktober 2019 hat die neue „Informationsstelle Wolfsscheune Rietschen“ ihre Arbeit am Standort des ehemaligen Kontaktbüros für Wölfe in Sachsen in Rietschen aufgenommen. Drei neue Mitarbeiterinnen sind künftig für den Bereich der Umweltbildungsarbeit zum Thema Wolf in Sachsen zuständig, wie das Landratsamt des Kreises Görlitz mitteilt. Die Informationsstelle ist dabei die zentrale Einrichtung für inhaltliche und methodische Anleitungen der Landkreise und kreisfreien Städte zum Thema Wolf. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Entwicklung und Überarbeitung von Schulungsunterlagen sowie die Bereitstellung von Umweltbildungspaketen für Kindergärten, Schulen und andere Kinder- und Jugendeinrichtungen in ganz Sachsen. Weiterhin werden Vorträge, Projekttage, Exkursionen und Fortbildungen zum Thema Wolf direkt in Rietschen, sowie in den Landkreisen Görlitz und Bautzen stattfinden. Neben Kindern und Jugendlichen stehen diese Angebote ebenso Pädagogen, Erziehern und Lehrern sowie weiteren interessierten Personen offen.

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