Schlagwort-Archive: Wölfe

Brandenburg: Wolf bei Drückjagd geschossen

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Jännersdorf (Landkreis Prignitz) ist ein Wolf erschossen worden. Die Polizei wurde gegen 17 Uhr von dem Vorfall unterrichtet. Der zuständige Wolfsbeauftragte nahm den Kadaver des Wolfs in Verwahrung, nachdem die Polizei den Tatort freigegeben hatte. Gegen den Schützen wird wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Wolfsnachwuchs im Nauener Stadtwald

+++ Sachsen: Wolfsrudel in der Dresdner Heide nachgewiesen +++ Sachsen-Anhalt: Prozess um tödlichen Jagdunfall – tödliche Jägerin bestreitet Verschulden +++ Niedersachsen: Achtung Giftköder – schon wieder Hund in Cuxhaven getötet +++ Österreich: Salzburg verbietet Gatterjagden und Aussetzen von Zuchtenten für Jagdzwecke +++

Im Stadtwald von Nauen (Landkreis Havelland) hat eine Fotofalle eine Wolfsfähe mit ihren Welpen aufgenommen. Das Areal vor den Toren Berlins soll daher nun offiziell als Wolfsgebiet ausgewiesen werden. Der Jagdpächter des Gebiets hat schon seit sechs Jahren Hinweise auf das Vorhandensein von Wölfen in seinem Revier registriert, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) hinter der Paywall. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Schleswig-Holstein: Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfs GW924m in Kraft getreten

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Die Allgemeinverfügung erweitert die
Möglichkeiten zum Abschuss des Wolfes beträchtlich“

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m ist heute im schleswig-holsteinischen Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Mit der
Allgemeinverfügung wird der Kreis der Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg zur Entnahme von GW924m auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert.

„Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, den Wolf zu
entnehmen. Die Allgemeinverfügung erweitert die Möglichkeiten zum Abschuss
beträchtlich. Angesichts der bisherigen Entwicklung war dieser Schritt geboten. Wir
arbeiten weiter intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte
Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute in Kiel.

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DJV zum EuGH-Urteil: Wolfsentnahmen möglich, aber nur unter strengen Anforderungen

Der europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat sich mit einem Urteil zur Wolfsjagd in Finnland zu den Voraussetzungen einer Ausnahme vom strengen Schutz nach der FFH-Richtlinie geäußert. Ausnahmen sind danach aus vielen Gründen möglich, die Anforderungen an eine solche Entscheidung sind jedoch hoch. Zudem lässt das Urteil Raum für weitere juristische Auseinandersetzungen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem heute veröffentlichten Urteil zur Wolfsjagd in Finnland klargestellt, dass eine behördliche Entscheidung über eine Ausnahme vom strengen Schutz nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) aus vielerlei Gründen möglich ist, aber strengen Anforderungen unterliegt. Finnland hatte eine Ausnahme zugelassen, um illegale Tötungen zu verhindern und der Bevölkerung Handlungsspielraum zu ermöglichen. Der EuGH sieht dieses Vorgehen kritisch.

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Italien: Wolf verfolgt Mountainbiker

Bei Torcegno in Südtirol ist ein Mountainbiker “mehrere hundert Meter weit” von einem Wolf verfolgt worden, wie italienische Medien berichten. Demnach kam es bei einer eingezäunten Wiese, auf der Schafe weideten, zur einer Begegnung mit “vier hundeähnlichen Tieren”. Eines der Tiere nahm die Verfolgung des Radfahrers auf. Aller Wahrscheinlichkeit nach habe es sich um Wölfe, vermutlich um eine Wölfin mit drei Jungtieren gehandelt, vermutet SüdtirolNEWS. Der schon eine Woche zurückliegende Vorfall stecke dem Mann noch immer in den Knochen, so das Nachrichtenportal. Erst vor wenigen Tagen hatte in der Region ein Bär einen Wanderer zehn Minuten lang verfolgt. Die Vorfälle zeigten, welche Gefahren von Großraubtieren ausgehen, kommentiert die Zeitung Dolomiten. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Niedersachsen: ZJEN drängt auf Wolfsmanagement

Deutliche Worte fielen auf der Beiratssitzung des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) Ende August in Walsrode. Die Kreisvertreter des Verbandes verabschiedeten einstimmig eine Resolution. Sie fordert, die Zahl der Wölfe endlich den landeskulturellen Verhältnissen anzupassen und hierfür unverzüglich die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

„Politischer Einsatz sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene muss jetzt endlich Platz greifen, um ein aktives Bestandsmanagement voran zu bringen“, sagt ZJEN-Präsident Hans-Heinrich Ehlen. Eine quotenbasierte Schutzjagd, wie sie in Finnland, Schweden oder Frankreich praktiziert werde, muss nach seiner Einschätzung auch in Deutschland ermöglicht werden. Er weist darauf hin, dass die Wolfspopulation hier im Vergleich dieser Länder am höchsten ist.

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Sachsen: Steuerzahler jubeln – drei neue Mitarbeiterinnen für Umweltbildung zum Thema Wolf

Wolfsscheune Rietschen mit neuer Besetzung und neuen Aufgaben

Am 1. Oktober 2019 hat die neue „Informationsstelle Wolfsscheune Rietschen“ ihre Arbeit am Standort des ehemaligen Kontaktbüros für Wölfe in Sachsen in Rietschen aufgenommen. Drei neue Mitarbeiterinnen sind künftig für den Bereich der Umweltbildungsarbeit zum Thema Wolf in Sachsen zuständig, wie das Landratsamt des Kreises Görlitz mitteilt. Die Informationsstelle ist dabei die zentrale Einrichtung für inhaltliche und methodische Anleitungen der Landkreise und kreisfreien Städte zum Thema Wolf. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Entwicklung und Überarbeitung von Schulungsunterlagen sowie die Bereitstellung von Umweltbildungspaketen für Kindergärten, Schulen und andere Kinder- und Jugendeinrichtungen in ganz Sachsen. Weiterhin werden Vorträge, Projekttage, Exkursionen und Fortbildungen zum Thema Wolf direkt in Rietschen, sowie in den Landkreisen Görlitz und Bautzen stattfinden. Neben Kindern und Jugendlichen stehen diese Angebote ebenso Pädagogen, Erziehern und Lehrern sowie weiteren interessierten Personen offen.

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EU-Kommission bestätigt Erleichterungen beim Herdenschutz an Deichen

+++ Hunde erschossen (JAWINA berichtete) – Jäger zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt +++

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat mit Umweltminister Olaf Lies aus Niedersachsen gestern (1. Oktober) in Brüssel Gespräche über den Umgang mit dem Wolf in Deichgebieten mit der EU-Kommission geführt. Für alle Beteiligten ist klar, dass die Deiche für den Herdenschutz eine besondere Situation darstellen. „Das Gespräch mit der EU-Kommission gibt Rückenwind in unserem Umgang mit Herdenschutz an den Deichen“, sagte Albrecht nach dem Termin: „An den Deichen kann nicht der gleiche Herdenschutz wie im Binnenland geleistet werden. Das ist ein gutes Signal für die Halterinnen und Halter, die im Falle eines Wolfsrisses weiterhin ihre Ausgleichszahlungen erhalten können und weniger Zäunen müssen.“

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Neue Zahlen: 95 Wolfsrudel in Westpolen

+++ Bayern: Jagdverband kündigt Wirtschaftsprüfer nach Beanstandung der Verbandsfinanzen +++ Warten auf GM717m: Keine Alternative zu endloser Wolfsjagd? +++

Die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (International Fund for Animal Welfare) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt. Die polnischen Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2018/19 westlich der Weichsel auf mindestens 95 sesshafte Rudel, so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebungen 2003. Erstmals konnten die Wissenschaftler auch mindestens drei sich fortpflanzende Rudel in den Sudeten im tschechisch-polnischen Grenzgebiet nachweisen.

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Bundesrat fordert jährlichen Bericht über Wolfsbestand

+++ Sachsen: Porsche gegen Reh – 50.000 Euro Schaden +++ Schweiz: Kormoranjagd auf dem Neuenburgersee eröffnet +++

Massiver Einbruch bei der Zahl der Wanderschäfereien – 220.000 Euro pro Jahr für die DBBW

Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, zukünftig einen jährlichen Bericht über den gesamten Wolfsbestand zu erstellen, der die Verbreitung der Wölfe in den Ländern und biogeographischen Regionen darstellt. Auch soll der Bericht eine Beurteilung des Erhaltungszustands beinhalten. Das hat die Länderkammer in einer Stellungnahme zum von der Bundesregierung geplanten “Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes” formuliert.

Mit dem Gesetzesentwurf will die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen in bestimmten Fällen erleichtern. Der Entwurf sieht vor, im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) einen neuen Paragrafen 45a aufzunehmen. Darin will die Bundesregierung unter anderem regeln, unter welchen Bedingungen Wölfe nach Rissen von Nutztieren abgeschossen werden dürfen. So soll in Fällen, in denen Nutztierrisse nicht einem Einzeltier zugeordnet werden können, der Abschuss von einzelnen Mitgliedern eines Rudels “bis zum Ausbleiben von Schäden” fortgesetzt werden dürfen.

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Niedersachsen: Wolfsentnahme wird etwas teurer

+++ Brandenburg: Hinterlauf gebrochen – Elch in Eberswalde geschossen +++ Österreich: Hund verendet in Conibear-Falle +++ Tödlicher Jagdunfall in der Schweiz: Täter und Opfer waren beste Freunde +++ Wölfe unter Verdacht: Schafe, Pferd, Kalb +++Schweiz: Jagdunfall – Jäger (79) schießt sich in die Hand +++ Südkorea: ASP-Ausbruch bei Hausschweinen +++

150.000 statt 83.000 Euro für externen Dienstleister

Die Kosten für die geplante, aber bislang erfolglose Entnahme des “Problemwolfs” GW717m laufen aus dem Ruder. Das ergibt sich aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Stand bisher ein Betrag in Höhe von rund 83.000 Euro als Kosten für den externen Dienstleister im Raum, der das Land Niedersachsen “bei der “Individualisierung und dem Entnahme-Verfahren unterstützt”, so ist in der Antwort der Landesregierung von 150.000 Euro die Rede. Ohne die Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz einzurechnen, fallen für das Wolfsmanagement Kosten in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro an (siehe Beitragsbild). Diese werden unter anderem für Besenderungsversuche, eine “Eingreiftruppe Herdenschutzhunde”, DNA-Analysen oder Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die Kosten für die Entnahme eines Wolfs überstiegen die Kosten für”alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land”, bemerkte der Grünen-Politiker Christian Meyer süffisant gegenüber dem NDR. SE

Beitragsbild: Aus der Antwort der Niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen (Screenshot, Ausschnitt).

Die Red. dankt JAWINA-Leser GM für den Hinweis!

 

Thüringen: Wolfsbeauftragter schmeisst hin

“Habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen!”

Der Thüringer Wolfsbeauftragte Uwe Müller hat seinen Job als Zuständiger für Wolfsrisse beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) fristlos gekündigt. Das berichtet der MDR. Müller führte zur Begründung “unüberwindbare Probleme mit seinem Arbeitgeber”, “Redeverbote” und “neue Prämissen seit Anfang des Jahres” an. Ziel sei es, “unbequeme Leute auszuschalten. “Ich habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, ich lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen”, bekundete Müller gegenüber dem MDR. Das TLUBN untersteht dem Thüringer Umweltministerium, das von der Grünen-Ministerin Anja Siegesmund geführt wird. Dem TLUBN zufolge handelt es sich bei der Personalie um eine “organisatorische Umstrukturierung, um die Abläufe weiter zu verbessern.” red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

+++ Niedersachsen: Nabu beklagt dramatische Einbrüche bei Wiesenvögeln +++ Österreich: Jäger schießt Rohrweihe, Passant zeigt ihn an +++

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

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Bayern: Vier Jungwölfe im Veldensteiner Forst nachgewiesen

Wolf bei Pegnitz totgefahren

Im Landkreis Bayreuth wurden am 08.09.2019 vier Jungwölfe von einer automatischen Videokamera aufgenommen. Es handelt sich um den zweiten Wurf des Wolfspaars im Veldensteiner Forst. Am 11.09.2019 meldete die Polizeidienststelle Pegnitz dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) den Fund eines toten wolfsähnlichen Tieres an der BT28 zwischen Pegnitz und Plech. Bei dem toten Tier handelt es sich um einen Wolf, wie die Dokumentationsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt hat. Das LfU hat Untersuchungen zur Klärung der Todesursache und Individualisierung des Tieres in die Wege geleitet. Nach den vorliegenden ersten Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es sich um einen Wildunfall handelt. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert.

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Österreich: Geköpfter Wolf – Naturschutzorganisationen setzen Belohnung aus

Denunzianten aufgemerkt: 11.000 Euro “Ergreiferprämie” von WWF und Naturschutzbund

Nach der vom Land Tirol bestätigten Wolfstötung im Sellrain (JAWINA berichtete) loben die Naturschutzorganisationen WWF Österreich und Naturschutzbund Österreich eine Ergreiferprämie von 11.000 Euro aus. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Wilderers führen, können ab sofort an die zuständige Polizeiinspektion Kematen gerichtet werden – unter der Telefonnummer 059 133 7115 100, bzw. per Mail an pi-t-kematen@polizei.gv.at.

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Mecklenburg-Vorpommern: Drei neue Wolfsrudel

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei neue Wolfsrudel. Das Wolfsmonitoring des Landes hat für drei bekannte Wolfsvorkommen im Müritz-Nationalpark, Torgelow und Jasnitz erstmals Welpen bestätigt. Damit leben hierzulande gegenwärtig sieben Wolfsrudel (Jasnitz, Kaarzer Holz, Retzow-Jännersdorfer Heide, Nossentiner Heide, Müritz-Nationalpark, Torgelow, Ueckermünder Heide) und zwei Wolfspaare (Lübtheen, Billenhagen).

„Ich habe den deutlichen Anstieg der Wolfspopulation prophezeit, insofern sind die neuen Welpennachweise für mich wenig überraschend. Dennoch nehme ich diese Entwicklung sehr ernst. Sie zeigt, dass wir hier in Mecklenburg-Vorpommern über weitläufige, bisweilen menschenleere Naturräume verfügen, die den Wölfen ideale Lebensbedingungen bieten. Sie zeigt aber auch, dass wir dem Schutz der Menschen und der landwirtschaftlichen Nutztiere weiterhin oberste Priorität schenken müssen. Vorsorge ersetzt aber nicht eine langfristige und bundesweit abgestimmte Strategie zum weiteren Umgang mit dem Rückkehrer. Hier müssen wir deutschlandweit endlich zu einer gemeinsamen Herangehensweise kommen“, sagte der zuständige Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus mit Blick auf den neuen Wolfsnachwuchs.

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Peta: Plüschwölfe für Parlamentarier

+++Bayern: Machtkampf um Vocke-Nachfolge entbranntMemminger Jagdfunktionär erstattet Strafanzeige +++ Niedersachsen: Wölfe reißen drei Stück Damwild +++ Schweiz: Wolf reißt neun Schafe +++ Brandenburg: Hobbyschäfer gibt nach erneutem Wolfsriss auf +++

Die radikale Tierrechtlerorganisation Peta hat Plüschwölfe und nach eigenem Bekunden über 50.000 Unterschriften an Bundesumweltministerin Schulze und Mitglieder des Umweltausschusses gesendet, um ihrer Forderung nach Aufrechterhaltung des strengen Schutzstatus für Wölfe Nachdruck zu verleihen.

“Die Bundesregierung will Wolfstötungen erleichtern. Wölfe eines Rudels sollen bei Vorfällen mit landwirtschaftlich genutzten Tieren künftig einfacher getötet werden dürfen”, beklagt Peta und “appelliert nun an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und die 20 Mitglieder der CDU und SPD im Umweltausschuss des Bundestags, den Kabinettsantrag nicht zu genehmigen. Um die Politiker zu überzeugen, sendete die Tierrechtsorganisation ihnen je einen Plüschwolf und der Ministerin zudem eine Petition mit über 50.000 Unterschriften”, heißt es in einer Presseerklärung der Organisation.

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13. September: Europaweites Wolfsmahnfeuer für Weidetierhaltung

+++ Schweiz: Sieben Wolfswelpen im Wallis gesichtet +++

Landvolkvizepräsident wünscht sich Unterstützung der Jäger bei Wolfsentnahme

Der Wolf hält Niedersachsens Weidetierhalter weiter in Atem, die Marke von 1.000 Nutztierrissen wurde gerade überschritten, beklagt der Niedersächsische Bauernverband: „Es ist unverständlich, dass es weder gelingt, den Rodewalder Wolf zu schießen, noch seitens des Landes Niedersachsen und für das Bundesgebiet die ,Lex Wolf‘ für eine rechtssichere Regelung zur Begrenzung der Wolfspopulation durchzusetzen“, schildert Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers.

Auch die Besenderung der Tiere sei nicht vorangeschritten, sodass bis dato kein einziger Wolf mit der elektronischen „Fußfessel“ ausgestattet wurde. Die Zahl der Nutztierrisse ist deshalb bislang nur ein Anhaltspunkt. Das wahre Ausmaß der Nutztierrisse wird erst im kommenden Jahr vorliegen. „Die Auswertung der gemeldeten Risse dauert einfach zu lange und wird sich bis ins nächste Jahr hinziehen“, befürchtet Ehlers. Aktuell leben in Niedersachsen 24 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und ein residenter Einzelwolf.

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Schweiz: Erfolglose Wolfsentnahmen – Kanton will mehr Jäger einbinden

Im Schweizer Kanton Wallis wurden im vergangenen Jahr zwei Abschussbewilligungen für Wölfe erteilt, die Nutztiere gerissen hatten. Beide Wölfe entgingen jedoch den Jägern, die Abschussgenehmigungen verfielen. Das erinnert an ähnlich erfolglose Versuche in Niedersachsen, den Leitrüden des Rodewalder Rudels GW717m zu entnehmen: Seit Monaten wird die Abschussgenehmigung für den Wolf stets aufs Neue verlängert und “das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben”, wie das niedersächsische Umweltministerium verlautbaren lässt (JAWINA berichtete).

Die beiden Großräte Grégory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CSPO) im Kanton Wallis sinnen auf Abhilfe und haben den Staatsrat aufgefordert, “Maßnahmen zu prüfen, um die Chancen für einen Wolfsabschuss bei entsprechender Abschussbewilligung zu erhöhen”, wie 1815.ch berichtet.

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Kanada: Familie beim Campen im Zelt von Wolf angegriffen

Ein Wolf hat am Freitag (09.08.) eine Familie angegriffen, die in ihrem Zelt auf dem Campingplatz Rampart Creek im kanadischen Banff National Park übernachtete. Dabei wurde der Ehemann, Matt Rispoli, durch Wolfsbisse an Arm und Hand verletzt.

Elsa Rispoli, Matts Ehefrau, hat den Vorfall auf Facebook geschildert: Demnach ist der Wolf nachts auf das Zelt gesprungen und hat die Zeltbahn zerrissen. Während die Frau versuchte, die zwei kleinen Söhne mit ihrem Körper vor dem Wolf zu schützen, warf sich Matt zwischen sie und den Wolf. Der Wolf verbiss sich in Matts Arm, es gelang ihm zunächst, den Wolf auf den Boden zu drücken und dessen Kiefer mit den Händen auseinanderhalten, was ihm schwerere Verletzungen erspart haben dürfte. Während der ganzen Zeit schrien alle vier verzweifelt um Hilfe. Schließlich gelang es dem Wolf jedoch, den Familienvater fortzuschleifen, während seine Frau an seinen Beinen zog, um ihn zurückzuhalten.

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Deutschland: 14 Millionen Euro für Wölfe in 2019

Für die nach offiziellen Schätzungen etwa 800 Wölfe in Deutschland planen Bund und Länder für 2019 Kosten in Höhe von mehr als 14 Millionen Euro ein. Das haben Recherchen des Magazins Spiegel ergeben. Das Geld wird für die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen, Entschädigungen nach Wolfsrissen und für wissenschaftliche Betreuung und Datensammlung wie Monitoring oder DNA-Analysen verwendet. Spitzenreiter bei den Wolfskosten ist dem Spiegel zufolge Sachsen mit 3,5 Millionen Euro, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 3,1 und Niedersachsen mit 2,8 Millionen Euro. red.

Beitragsbild: Geld (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Hund in der Gemeinde Weißkeißel getötet

+++ Sachsen: Alpaka gerissen +++ Sachsen: Wolf reißt acht Schafe und vier Lämmer +++ Baden-Württemberg: Unbekannte öffnen Wildgehege – Hirschen droht Abschuss +++ Österreich: Kalb gerissen – Wolf im Verdacht +++ Österreich: Mit Handyfotos von Abschüssen geprahlt – Wilderer vor Gericht +++ Deutschland: Ökos streiten über Öko-Strom +++ Bayern: Rotmilan illegal geschossen +++ Hessen: Wildereiverdacht bei Bad Arolsen +++

Wolf kann als Verursacher nicht ausgeschlossen werden

Aus der Gemeinde Weißkeißel (Landkreis Görlitz) ging heute die Meldung über einen getöten Hund ein. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) soeben in Dresden mit. Die Begutachtung der Situation vor Ort weist darauf hin, dass der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Kadaver des toten Hundes wurde zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Am Leibnitz-Institut werden auch alle toten Wölfe aus Deutschland untersucht. Am getöteten Hund wurden Genetikproben genommen. Über die Untersuchung des Kadavers und der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse erbracht werden, ob der Wolf als Täter bestätigt werden kann und ob er möglicherweise bereits genetisch bekannt ist. Ebenso sind vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt worden, für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

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Klage für den Wolf

Ein Beitrag von Rainer Schmidt / Arkebek www.schmidt-arkebek.de

Aus den Steppen und Wäldern des Ostens zieht es den Grauhund, den Wolf, zurück in die Gebiete Westeuropas. Der Weg wurde ihm durch das Fallen des Eisernen Vorhanges geöffnet, der als Grenze von Menschenhand nur selten einen Durchschlupf in vielerlei Hinsicht ermöglicht hatte.

In der Frühgeschichte, der Homo sapiens lebte als nomadisierender Jäger und Sammler, näherte sich der Wolf dem Menschen und nutzte als Resteverwerter dessen Abfallhaufen. Die feinen Sinne, das Gehör und der Geruch, das Sozialverhalten, die Fähigkeit, im Rudel zu leben und zu jagen, beobachtete der jagende Mensch und nahm sich der Wolfwelpen an. So wurde der Wolf dem Menschen als Jäger unter Jägern ein Begleiter, der Rudelfremde nicht duldete und die Sippe auf Leben und Tod verteidigte. Etwa so erfolgte die Domestizierung des ersten Wildtieres in dem Zeitraum von 40.000 – 15.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung.

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NRW: Drei Angriffe auf Schafe im Wolfsgebiet Schermbeck

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass im Kreis Wesel drei Übergriffe auf Schafe von einem Wolf verursacht wurden. Am 26. Juni 2019 wurden zwei Schafe in Hünxe getötet und drei weitere verletzt und am 12. Juli 2019 ebenfalls in Hünxe ein Schaf getötet und ein weiteres verletzt. Am 14. Juli 2019 wurden zwei Schafe in Schermbeck getötet. In allen Fällen konnte ein Wolf durch die genetische Untersuchung von Speichelproben als Verursacher ermittelt werden. Eine mögliche Individualisierung wird momentan noch durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bearbeitet. PM

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Bayern: Landwirtschaftsministerin Kaniber fordert Neubewertung des Schutzstatus von Wölfen

Die Weidewirtschaft gerade im Alpenraum hat eine herausragende Bedeutung für den Erhalt der Kulturlandschaft und der Biodiversität. Zudem ist die Weidetierhaltung besonders tierwohlgerecht. Diese Errungenschaften sind aber durch die Zuwanderung von Wölfen massiv bedroht, erklärte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) anlässlich der diesjährigen Hauptalmbegehung in Mittenwald.

Eine Warnung seien die Zustände in den Gebieten Deutschlands, in denen Wölfe schon in immer größerer Zahl auftreten. Dort würden Schäfer und Bauern bei ihren Versuchen, ihre Tiere zu schützen, vor große Herausforderungen gestellt. Kaniber fordert deshalb, eine erneute Diskussion um den Schutzstatus des Wolfs. Sie hat konkrete Erwartungen an Berlin und Brüssel. „Unser bayerischer ‚Aktionsplan Wolf‘ kann nicht der Schlusspunkt sein. Wir brauchen europaweit eine Neubewertung des Themas, deshalb sind Bundesregierung und die neue EU-Kommission gefordert.“

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Sachsen: Fachstelle Wolf übernimmt Rissbegutachtung

Mit Wirkung vom 1. August 2019 übernimmt die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Rissbegutachtung in Sachsen. Bisher oblag diese Aufgabe den Landratsämtern und Kreisfreien Städten.

Über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft ist gewährleistet, dass Meldungen zu mutmaßlichen Rissen an Nutztieren sowie zu toten, verletzten und auffälligen Wölfen rund um die Uhr von einer zentralen Stelle für ganz Sachsen entgegengenommen werden können.

Hotline: 035242-6318201

Wenn ein Tierhalter seine Nutztiere bei der täglichen Kontrolle tot oder verletzt vorfindet und ein Wolf als Verursacher vermutet wird, sollte er das innerhalb von 24 Stunden melden, damit der Schaden schnell durch einen Rissgutachter aufgenommen werden kann. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Tierhalter eine Entschädigung erhalten können. Gerissene Tiere werden durch den Freistaat Sachsen zu hundert Prozent entschädigt, sofern der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte und durch den Tierhalter alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Das sind für Schafe und Ziegen ein mindestens 90 Zentimeter hoher Elektrozaun oder ein mindestens 120 cm hoher Festzaun mit einem festen Bodenabschluss.

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Brandenburg: Weiterer Wolf illegal geschossen

Bei Ratzdorf im Landkreis Oder-Spree ist ein illegal geschossener Wolf gefunden worden, wie das Landesumweltamt am Dienstag bestätigte. Der Fundort des Kadavers ist nicht weit entfernt von der Stelle, wo vor etwa zwei Jahren bereits ein Wolf illegal erlegt worden war. Es ist der dritte bekannt gewordene illegale Wolfsabschuss in diesem Jahr in Brandenburg. Sieben Wölfe sind in Brandenburg in diesem Jahr bereits im Rahmen der Wolfsverordnung “letal entnommen” worden. red.

Beitragsbild: Wölfe. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Diskussion über den Wolf: Pfannenstiel vs. Fuhr

Im Deutschlandsfunk diskutierten der Wildbiologe Prof. Dr. Pfannenstiel und der Journalist und Brandenburger ÖJV-Vize Eckhard Fuhr über den Wolf. Die Sendung “Eckhard Fuhr vs. Hans-Dieter Pfannenstiel Nachbar Wolf – geht das gut?” steht in der Mediathek des Senders zum Nachhören bereit. Die Wolfspopulation, die Aufwendungen für den Herdenschutz und die Zahl der gerissenen Nutztiere steigen parallel an – angesichts dieses eindeutigen Zusammenhangs hält Prof. Pfannenstiel die Strategie, ausschließlich auf Herdenschutzmaßnahmen zu setzen, für gescheitert und plädiert für eine reguläre, maßvolle Bejagung des Wolfs. Dies würde die Scheu des Wolfs vor dem Menschen, menschlichen Siedlungen und Nutztieren wiederherstellen und die Situation der Weidetierhalter entschärfen. Fuhr bestreitet, dass eine Bejagung des Wolfs zu einer Lösung der Probleme beitragen würde. Eine spannende Diskussion – Hörempfehlung! SE

Beitragsbild: Internetseite des Deutschlandfunks zur Sendung “Eckhard Fuhr vs. Hans-Dieter Pfannenstiel Nachbar Wolf – geht das gut?”(Screenshot, Ausschnitt)

Wie Städter die Landbevölkerung diskriminieren

+++ 2. Prozesstag Jagdunfall Nittenau: Angeklagter konnte Bundesstraße wegen Bewuchses nicht sehen +++ NRW: 60-jährige soll Jäger beleidigt und mit Golfball beworfen haben +++ NRW: Naturschützer befürworten Waschbärbejagung +++ Österreich: Wildschwein verursacht Unfall auf Wiener Autobahn +++ Hessen: Naturschützer verlassen Nabu +++ NRW: Weidetierhalter fordern Bejagung des Wolfs, Tanja und Heike starten Petition für Wolfsschutz +++

Ob er verrückt sei, wurde der Autor Holger Siemann von einem Freund gefragt, als er ankündigte, im Radio über den Wolf sprechen zu wollen. Bei dem Thema sei “der Shitstorm vorprogrammiert.”

Siemann spricht im Deutschlandfunk trotzdem über den Wolf. Über den mutmaßlichen Wolfsangriff auf eines seiner Mutterschafe, über Wolfsbeauftragte, die insinuieren, dass die Wunden an der Kehle des Schafs ” ja im Prinzip auch von einem Schraubenzieher stammen” könnten. Ob man Feinde habe in der Nachbarschaft? Über “Städter in Hotlines, die nicht mal fragen, wie es dem Schaf geht.”

Die Bevölkerungsmehrheit in den Städten dominiert alle Diskurse, auch die über Naturschutz und Landwirtschaft, obwohl, wie man ergänzen muss, Kenntnisse und eigene Betroffenheit von “Leuchtturmprojekten wie der Wiederansiedlung des Wolfes” flächendeckend fehlen. Die Landbevölkerung sei dieser “subtilen Formen der Diskriminierung mehr oder weniger hilflos ausgeliefert.” Milliarden werden in die Städte investiert, während auf dem Land “Bahnlinien und Busverbindungen stillgelegt” werden und sich “Schulen, Gesundheitsversorgung, Verwaltungen […] sich mit jeder Konzentrationswelle weiter vom Dorf [entfernen] und so “Kristallisationspunkte der Identität, des Kulturlebens, des bürgerschaftlichen Engagements” auslöschen. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags auf der Internetseite des Deutschlandfunks (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

 

NRW: Reh gerissen – LANUV bestätigt Wolfssichtungen

+++ Österreich: Weißes Reh fotografiert +++ NRW: Wolf in Düsseldorf? +++ Sachsen: Schaf in Dresden gerissen +++ NRW: Kreis Paderborn verleiht Wolfsschutzzäune +++ Bayern: Wolfsschutz-Seminar in Oberfranken +++ NRW: Gänse im Kreis Wesel zur Jagd freigegeben +++

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) erneut Wolfssichtungen bestätigt: Bei einem im Kreis Olpe am 11. Mai 2019 gefundenen gerissenen Reh konnte anhand einer Speichelprobe durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen Wolfs-DNA nachgewiesen werden. Über die Identität, Herkunft und Geschlecht des nachgewiesenen Wolfes liegen keine Informationen vor.

Im Kreis Lippe in der Gemeinde Kalletal konnte eine Anwohnerin am 22. Juni 2019 Fotos eines vorbeilaufenden Wolfes erstellen. Der Aufnahmestandort wurde durch einen Wolfsberater verifiziert. Anhand der Bilder konnte durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ein Wolf identifiziert und somit ein Nachweis geführt werden. Über die Identität, Herkunft und Geschlecht des nachgewiesenen Wolfes liegen keine Informationen vor. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Österreich: Almbauern stellen Antrag auf Problemwolf-Entnahme

+++ Brandenburg: Neun Kälber gerissen, weitere spurlos verschwunden – “Viehhalter verzweifelt” +++ Sachsen: Tote Kälber im Erzgebirge – Landratsamt verweigert DNA-Untersuchungen +++ Thüringen: Wolfsmanagementplan wird überarbeitet +++ Südtirol: Almwirtschaft vor dem Aus? +++

20 bis 25 tote Schafe in Großarl, weitere 20 Tiere werden vermisst

Brandenburg: Sechs Wolfsangriffe seit 2016 – erster Berufsschäfer gibt auf

Nach einem durch eine DNA-Analyse bestätigten Wolfsriss vor ein paar Wochen, wurden in den vergangenen Tagen weitere tote Tiere im Bereich der Tofernalm in Großarl im österreichischen Bundesland Salzburg gefunden. Das Rissbild deutet eindeutig auf weitere Wolfsrisse hin. Landesrat Josef Schwaiger und der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock, trafen sich am Sonntag vor Ort mit betroffenen Almbauern. Diese werden am heutigen Montag bei der Bezirkshauptmannschaft die Entnahme des Problemwolfes beantragen.

20 bis 25 Schafe, etwa ein Viertel der aufgetriebenen Herde, sind seit Anfang Juli vom Wolf gerissen worden, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. „Der Managementplan des Landes Salzburg spricht von einem Problemwolf, wenn innerhalb eines Monats 25 Tiere getötet werden. Das ist hier der Fall. Daher unterstützen wir die betroffenen Almbauern, wo wir können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger als er sich am Sonntag in Großarl ein Bild von der Situation machte und mit den Landwirten intensive Gespräche führte.

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NRW: LANUV bestätigt weitere Wolfsnachweise

+++ Österreich: “Gefahren der Wolfsrückkehr werden unterschätzt” +++ Wölfe: Jäger in Niedersachsen und im Harz beklagen Auslöschung der Mufflonpopulationen +++ Sachsen-Anhalt: Tempolimit hilft gegen Wildunfälle +++ Österreich: Ricke gewildert, Haupt abgeschärft +++ Luxemburg: Parlament diskutiert Petition zur Abschaffung von Treibjagden +++ Baden-Württemberg: Waldbesucher sollen sich beleuchten +++

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise bei Hünxe (Kreis Wesel) und Kierspe (Märkischer Kreis)

Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass ein Wolf bei Hünxe am 23. Juni 2019 sechs Schafe getötet und vier verletzt hat. Eine mögliche Individualisierung wird momentan noch durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bearbeitet.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist.

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Bundesprogramm Wolf: BMEL haut über eine Million Euro für Wanderschäfer raus

Schutzmaßnahmen gegen den Wolf werden gefördert

Ab dem kommenden Montag, 15. Juli, können Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch Wolf- und Wolfspräventionsgebiete ziehen, eine Förderung für Maßnahmen zum Schutz gegen den Wolf beantragen. Dann tritt eine entsprechende Förderrichtlinie des Ministeriums der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in Kraft. Für das so genannte ‚Bundesprogramm Wolf‘ stehen 1,05 Millionen Euro zur Verfügung.

Julia Klöckner: „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig stellt sie insbesondere die heimischen Wanderschäfer vor große Herausforderungen. Denn die Errichtung, Überwachung und Absicherung wolfsabweisender Zäune und anderer Schutzmaßnahmen kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Den finanziellen Mehraufwand der Wanderschäfer wollen wir mit unserem ‚Bundesprogramm Wolf‘ ausgleichen. Vorgesehen ist eine Prämie von 36 Euro pro Wanderschaf. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, so zum bestmöglichen Schutz der Schafe und Herden beizutragen.“

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Schleswig-Holstein: 1,7 Millionen Euro für neue Herdenschutzzäune

Das Umweltministerium startet mit der Finanzierung wolfsabweisender Herdenschutzzäune

Seit der Ausweisung der Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Herzogtum-Lauenburg und Segeberg als Wolfspräventionsgebiete können Halterinnen und Halter von gefährdeten Nutztieren in diesen Regionen die Finanzierung von Zaunmaterial durch das Land beantragen. Das teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) mit. Nun beginnt das Landwirtschaftsministerium mit der Auszahlung der ersten Mittel. Die Staatssekretärin für Landwirtschaft Dorit Kuhnt sagt dazu: „Durch eine hohe Zahl geschützter Tiere wird die Gefahr deutlich verringert, dass sich Wölfe auf die Erbeutung von Nutztieren spezialisieren. Als Bundesland mit der höchsten Schafsdichte in Deutschland haben wir deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem wir möglichst schnell möglichst viele Schafe schützen“.

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Italien: Hybridwölfin in den Abruzzen entdeckt

+++ Tschechien: Wölfe werden für Bauern zum Problem +++ Brandenburg: Weidetierhalter fordern Vergrämungstechnik gegen Wölfe +++

Im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den italienischen Abruzzen ist eine Hybridwölfin, also ein Mischling zwischen Wolf und Hund, nachgewiesen worden. Die Wölfin wurde entdeckt im Rahmen eines EU-Programms zur Erforschung von Wolfshybriden, für das Wildkameras in den Abruzzen installiert worden waren. Im Dezember 2018 waren Aufnahmen eines Rudels gemacht worden, das aus drei Wölfen und sechs Hunden der Rasse Alaskan Malamute bestand. Nach dieser Beobachtung wurde ein Team zusammengestellt, dem es gelang die in diesem Rudel gezeugte Hybridwölfin einzufangen, wie Südtirol-News berichtet. Die Wölfin wurde sterilisiert und nach einigen Wochen der Beobachtung wieder in die Freiheit entlassen. Nach Ansicht von Experten sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Südtirol erste Hybridwölfe auftauchten, so Südtirol-News. red.

Beitragsbild: Narkotisierte Hybridwölfin aus den Abruzzen. Quelle: Facebook/Wolf Apennine Center