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Verhungerte Pferde: Bauern protestieren gegen Nabu

Nach einer Großdemo in Kiel haben Landwirte einen Abstecher nach Neumünster unternommen, um vor der dortigen Nabu-Niederlassung gegen die katastrophalen Zustände in einem Nabu-Beweidungsprojekt zu protestieren, denen bislang sieben Konik-Pferde zum Opfer gefallen sind (JAWINA berichtete). Wie Boyens Medien berichten, luden die Bauern Heuballen vor dem Nabu-Sitz ab. Auf einem Plakat fragten sie den Nabu: “Können wir euch helfen? Wir wissen, was wir tun, wir haben das gelernt.” In einem Kommentar zum Thema auf der Internetseite von Boyens Medien heißt es dazu: “Der Nabu macht es sich zu leicht, wenn er sagt, er habe die Aufgaben rund um die Betreuung der Koniks delegiert. Er macht es sich zu leicht, wenn er sagt, beauftragte Tierhalter hätten sich vertraglich zur Betreuung verpflichtet und wären der Aufgabe nicht angemessen nachgekommen. Der Nabu ist Eigentümer der Pferde, fertig, aus. Somit ist der Nabu in letzter Instanz auch für das Wohlergehen der Tiere verantwortlich.”

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Schleswig-Holstein: Pferde verhungern in Nabu-Naturschutzprojekt

Wiederholt sind in Nabu-Beweidungsprojekten Heckrinder verhungert, diesmal hat es Medienberichten zufolge Konikpferde im Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch im Kreis Dithmarschen erwischt. Nach Aussagen einer von der Mopo zitierten Anwohnerin, sind in der vergangenen Woche bereits vier Pferde tot von der durchweichten Koppel geborgen worden. Weitere Jungtiere seien völlig entkräftet von der Weide geholt worden, weitere Tiere sollen so schwach sein, dass sie sich kaum auf den Beinen halten können. Der Nabu weist indes jede Schuld von sich, berichtet die Zeitung. Der Nabu sei zwar Eigentümer der Tiere, habe Betreuung und Aufsicht über die Tiere jedoch vertraglich Dritten übertragen. Die Böden seien aufgeweicht, Futter sei deshalb Mangelware“, heißt es dem Bericht zufolge in einer Stellungnahme. Seit einigen Tagen sollen die Pferde demnach Zusatzfutter erhalten. Für einige der Pferde kommt diese Maßnahme zu spät. Wie war das nochmal – Eigentum verpflichtet? red.

Beitragsbild: Pferde an einer Heuraufe auf einer Koppel. Bis Pferde – insbesondere genügsame und zähe Koniks – verhungern, dauert es eine ganze Weile. Die Zustände auf den Nabu-Koppeln sind nur durch lang andauernde Vernachlässigung zu erklären.

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!