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DJV: Eindimensionaler Lösungsversuch für Wildschäden

Wissenschaftlicher Beirat Waldpolitik verfehlt mit Eckpunkten zur Waldstrategie 2050 das Ziel, Artenvielfalt zu fördern. Einziger Ansatz: Jagddruck erhöhen. DJV fordert von Ministerin Klöckner stattdessen ein Wildtiermanagement-Konzept.

Anfang Mai hat der Wissenschaftliche Beirat Waldpolitik auf 75 Seiten Eckpunkte zur Waldstrategie 2050 vorgelegt. Nach Auffassung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ist der darin skizzierte eindimensionale Lösungsversuch des Forst-Jagd-Konflikts weit entfernt vom Erfolg. Er lautet schlicht: Schalenwildbestände durch Jagd reduzieren. Es fehlt eine umfassende Ursachenanalyse von Wildschäden. In einer Stellungnahme hat der DJV jetzt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gebeten, ein großräumiges Wildtiermanagement anzustreben, um die Nuztungsansprüche von Tieren und Menschen in Einklang zu bringen. Alle Akteure in der Kulturlandschaft, darunter Jagd, Forst, Landwirtschaft und Tourismus, müssen beteiligt werden. Das Ziel: Eine Waldstrategie 2050, die tatsächlich Artenvielfalt schafft – in Bezug auf Tiere und Pflanzen.

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Biologische Vielfalt in Wäldern nimmt zu

Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik übergibt Analyse an BMEL

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, hat am Donnerstag die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik (WBW) entgegengenommen. In seiner Analyse der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur betont der WBW, dass die Waldfläche in Deutschland zugenommen hat, der Wald eine wirksame Kohlenstoff-Senke bleibt und die Holznutzung bei wachsendem Vorrat gestiegen ist. Gleichzeitig hat sich die biologische Vielfalt verbessert.

Der WBW bescheinigt der Forstwirtschaft, dass sie nachhaltig arbeite und die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft an den Wald in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Erholung und Klimaschutz gut ausbalanciert bediene. Die Ertragslage der Forstbetriebe und die Versorgung der deutschen Holzindustrie würden allerdings durch die unzureichende Verjüngung von Nadelbaumarten langfristig gefährdet, heißt es.

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