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Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

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Brandenburg: Kritik an Wisentabschuss

+++ 1a Öffentlichkeitsarbeit: “Revierservice” berechnet 75 Euro für Entsorgung zweier toter Waschbären +++ Mecklenburg-Vorpommern: Elch an der A20 +++ Baden-Württemberg: Audi RS6 überfährt Schwarzwild-Rotte – sieben tote Sauen, 60.000 Euro Totalschaden +++ Schweiz: Wolf tötet acht Schafe im Kanton Bern +++ Brandenburg: Polterabend im Dorf hält Wolf nicht von Schafsrissen ab +++ Niederösterreich: Jäger fordern Regulierung der Wölfe +++

Nach dem Abschuss eines vermutlich aus Polen eingewanderten Wisents bei Lebus (Landkreis Märkisch-Oderland) hagelt es Kritik an dem Leiter des Ordnungsamts, der den Abschuss angeordnet hatte. Der WWF hat Strafanzeige gestellt, das Landesumweltministerium ließ durch einen Sprecher verlauten, dass man “entsetzt und empört” sei.  Weder das Ministerium noch das Landesumweltamt seien in das Vorgehen des Amtsdirektors von Lebus eingebunden gewesen. Minister Vogelsänger habe sich nach Bekanntwerden des Berichts an den zuständigen Landrat gewandt mit der Bitte um eine Sachstandsdarstellung.

Der Ordnungsamtsleiter hat sein Vorgehen gegenüber den Medien verteidigt: Es habe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bestanden. Er habe “da kein Abwägungsermessen, sondern Leib und Leben geht vor”, sagte der Beamte der Lausitzer Rundschau zufolge. Das Umweltministerium erklärte dazu, das Ordnungsrecht greife nur, wenn unmittelbar Gefahr im Verzug ist und auch dann sei nur das mildeste Mittel zulässig. “Wisente zählen in Deutschland und Polen zu den streng geschützten Tierarten. Von polnischer Seite wird uns vermittelt, dass es sich um einen Bullen handelt, der dort im Gebiet des Nationalparks Warthemündung seit längerem frei herumläuft. Von Gefahr im Verzug ist dort nichts bekannt.

Auch ein “parlamentarisches Nachspiel” soll der Vorfall haben: Manfred Kürzer, Fraktionschef der größten Stadtverordnetenfaktion “Bürger für Lebus” hat einen Antrag auf eine Sondersitzung des Parlaments eingereicht, wie die Märkische Online-Zeitung schreibt. Außerdem hat Kürzer die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Ordnungsamtsleiter beantragt.

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Free Wisent

Acht Wisente sind aus einem Gehege bei Bad Berleburg (NRW, Kreis Siegen Wittgenstein) in die Freiheit entlassen worden. Die Herde der urigen Wildrinder soll künftig das Rothaargebirge durchstreifen. Wisente besiedelten einst große Teile Europas, noch im 18. Jahrhundert waren sie in deutschen Wäldern heimisch. 1927 wurde das letzte freilebende Wisent im Kauskasus geschossen. Alle heute lebenen Wisente stammen von Tieren aus Zoos oder Gehegen ab.

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