Schlagwort-Archive: Wildunfälle

DJV: Mehr Tierschutz auf Straßen per App

Tag der Verkehrssicherheit: DJV ruft Autofahrer auf, über das Tierfund-Kataster Wildunfälle zu melden. Erstmals werden Kollisionen systematisch erfasst. Wissenschaftler werten die Daten aus. Mehr als 69.000 Tierfunde sind bereits erfasst.

Alle zweieinhalb Minuten passiert in Deutschland ein Wildunfall. Der Ort des Geschehens? Bisher oft unbekannt. Das Tierfund-Kataster ermöglicht erstmals eine bundesweit einheitliche und standortsgenaue Erfassung von Wildunfällen und anderen Totfunden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit (20. Juni), Tierfunde an Straßen von unterwegs mit der App des Tierfund-Katasters zu melden. Verkehrswege können so sicherer für Mensch und Tier gestaltet werden.

Interessierte können sich die Tierfund-Kataster-App kostenlos im App Store herunterladen. Eine Anleitung gibt es im Internet. Mit nur wenigen Klicks lassen sich Tierart, Geschlecht und Funddatum erfassen. Zudem können Tierfunde auch von zu Hause über www.tierfund-kataster.de übertragen werden. Aus diesen Daten ermitteln Wissenschaftler Wildunfall-Schwerpunkte, die anschließend mit geeigneten Schutzmaßnahmen entschärft werden sollen. Mehr als 17.000 Nutzer haben sich bereits registriert und über 69.000 Tierfunde gemeldet.

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DJV: Zeitumstellung erhöht Wildunfall-Risiko

+++ NRW: Jäger schießt verirrten Hirsch in Bocholter Innenstadt +++ 

Im Frühjahr herrscht Hochbetrieb in Wald und Flur: Das erste Grün lockt Pflanzenfresser wie das Reh. Die Folge: mehr Wildunfälle. Aktuelle Zahlen zeigen: Im April und Mai kracht es am meisten. DJV gibt 10 Tipps für den Ernstfall.

Am kommenden Sonntag (29. März 2020) werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, der Berufsverkehr fällt über Nacht in die Dämmerung. Insbesondere Vegetarier wie das Reh sind dann vermehrt auf Futter- und Reviersuche. Nach einer langen Fastenzeit müssen sie Energievorräte auffüllen. Besonders unfallträchtig: die Zeit von 6 bis 9 Uhr im April und Mai. In den frühen Morgenstunden passieren jeweils mehr als doppelt so viele Wildunfälle wie im März. Das hat eine aktuelle Auswertung von knapp 12.500Datensätzen aus den Jahren 2017 bis 2019 des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ergeben. Grundlage ist das bundesweite Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de).

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“Tiere kennen keine Verkehrsregeln”

Kampagne von DJV und ACV soll Autofahrer sensibilisieren

DJV und ACV machen mit einer Video-Kampagne aufmerksam auf erhöhtes Wildunfallrisiko. Besonders Fahrschüler und junge Fahrer sind angesprochen. Auf der Seite wildunfall-vermeiden.de gibt es jetzt zahlreiche Infos und Tipps.

Wenn im Herbst die Felder abgeerntet sind und die Zeitumstellung unseren Tagesrhythmus verändert, dann wirkt sich das auch auf Wildtiere aus: Hirsche, Rehe und Wildschweine suchen nach Deckung und sind mehr unterwegs als üblich – auch auf den Straßen, die ihren Lebensraum zerschneiden. Das hat oft dramatische Folgen: Mehr als 233.000 Zusammenstöße pro Jahr meldet der Deutsche Jagdverband (DJV). Statistisch gesehen bedeutet dies einen Wildunfall alle 2,5 Minuten. Trotzdem unterschätzen viele Autofahrer die Gefahr. Hier setzt die neue Kampagne „Tiere kennen keine Verkehrsregeln“ an. Der ACV Automobil-Club Verkehr und der DJV haben sie gemeinsam ins Leben gerufen, Initiatoren sind die beiden Public-Interest-Design-Masterstudierenden Diana Kaiser und Mareike Schlösser.

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Studie: Wildwarnreflektoren sind wirkungslos

Eine im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV)  Von Universität Göttingen in Kooperation mit der Universität Zürich unter der Leitung des Göttinger Waldökologen Prof. Dr. Christian Ammer erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, das Wildwarnreflektoren wirkungslos sind. Die zentrale Frage war, ob neuartige blaue oder mehrfarbige Reflektoren die Anzahl der Wildunfälle nachhaltig reduzieren. Dies ist nicht der Fall. Dazu wurden zum einen 76 vorhandene Studien ausgewertet, zum anderen an 150 jeweils zirka zwei Kilometer langen Streckenabschnitten das Wildunfallgeschehen ausgewertet. An den ausgewählten Straßenabschnitten waren zuvor keine Reflektoren angebracht. Neben der statistischen Auswertung wurden Wärmebildkameras an den ausgewählten Straßenabschnitten angebracht, um Verhalten von Wildtieren an Straßen mit und ohne Wildwarnreflektoren zu untersuchen.

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Tierfund-Kataster: App gegen Wildunfälle

Im Herbst fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung und erhöht das Risiko für Wildunfälle. Überraschendes Ergebnis: Kleintiere wie Feldhase und Marder verursachen jede fünfte Kollision. Das haben aktuelle Auswertungen des Tierfund-Katasters ergeben.

Im Herbst steigt das Unfallrisiko stark an: Wildtiere sind vermehrt unterwegs auf der Suche nach einem Winterquartier, zugleich fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung. Deutlich häufiger betroffen als angenommen sind kleinere Tiere, etwa Fasan oder Marder: Sie sind Opfer jedes fünften registrierten Wildunfalls. In jede zehnte Kollision sind Feldhasen verwickelt. Das hat der Deutsche Jagdverband (DJV) nach Auswertung von 40.000 Datensätzen aus dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) ermittelt.

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Zwei Wildunfälle mit Wölfen

In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben sich zwei Wildunfälle mit Wölfen ereignet: In Starßgräbchen, einem Ortsteil von Bernsdorf (Landkreis Bautzen) ist am Dienstag gegen 6.30 ein Wolf von einem PKW auf der Staatsstraße 94 erfasst und bei dem Unfall so schwer verletzt worden, dass er eingeschläfert werden musste.

Am Montagmorgen ist zwischen Kirch Jesar und Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vermutlich ein Wolf angefahren worden. Das Tier überschlug sich nach der Kollision mit dem PKW, lief dann aber davon und konnte auch im Rahmen einer Nachsuche nicht gefunden werden. Vermutlich wurde es bei dem Zusammenstoß nicht schwer verletzt. Die Polizei hat Tierhaare am Unfallauto gesichert, die nun durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie untersucht werden sollen.

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Zwei Wölfe überfahren

In dieser Woche sind zwei weitere Wölfe auf deutschen Autobahnen überfahren worden: Am Montag erwischte es eine Wölfin auf der A39 bei Winsen, es ist der neunte tote Wolf in Niedersachsen in diesem Jahr. Das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) teilt dazu mit, dass am 19. März am späten Abend ein Verkehrsunfall mit einem Wolf auf der A39 gemeldet wurde, nahe der Anschlussstelle Winsen-Ost im Landkreis Harburg gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Wölfin um einen Welpen.

Wie in diesen Fällen üblich koordiniere das Wolfsbüro den Transport des Kadavers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks schickt das IZW Gewebeproben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Die Ergebnisse der pathologischen und genetischen Untersuchungen liefern Informationen zur Todesursache, zum Gesundheitszustand, zum Alter und zur Herkunft des toten Tieres. Zudem kann mit dem Ergebnis der DNA-Analyse eventuell das Rudel bestimmt werden, von dem das Tier stammte.

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Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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Wildunfälle vermeiden – wie Autofahrer helfen können

Gemeinsam gegen Wildunfälle – DJV fordert bessere Finanzierung des Bundesprogramms Wiedervernetzung und ruft Verkehrsteilnehmer auf, Wildunfälle aktiv im Tierfund-Kataster einzutragen.

Straßen zerschneiden Lebensräume von Tieren und gefährden damit die biologische Vielfalt, weil Tiere nur noch schwer wandern können oder verunglücken. Eine Herausforderung für den Tierschutz: Alle zweieinhalb Minuten kollidiert ein Reh, Wildschwein oder Hirsch mit einem Fahrzeug, zeigt die Statistik der Jäger. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) in verschiedenen Projekten eng zusammen, um Lebensräume mit Hilfe von Grünbrücken aktiv wieder zu vernetzen und das Risiko von Wildunfällen zu minimieren. Im Sinne von mehr Tierschutz ruft  der DJV jetzt Verkehrsteilnehmer und Naturliebhaber auf, das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) aktiv zu unterstützen. In diesem Projekt werden erstmals Wildunfälle bundesweit einheitlich und standortgenau erfasst. „Ein erster Schritt für mehr Artenschutz und weniger Wildunfälle“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Anhand von systematisch erfassten Daten könnten Wissenschaftler Gefahrenpunkte für Tier und Mensch bundesweit erkennen. Dies sei ein entscheidender Schritt, um etwa Grünbrücken oder elektronische Wildwarnanlagen dort zu bauen, wo sie gebraucht würden, so Fischer.

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Hessen: Wildwarnreflektoren werden wieder genehmigt

Im Streit zwischen Hessen Mobil und dem Landesjagdverband Hessen, ob die blauen Wildwarnreflektoren weiterhin an Straßenleitpfosten genehmigt und angebracht werden, konnte nun eine Einigung erzielt werden: Nach der Fachtagung „Wildunfallprävention“, die von ADAC und dem Deutschen Jagdverband (DJV) Anfang Dezember in Hannover veranstaltet wurde, hat sich Hessen Mobil entschieden, an der bisherigen Vorgehensweise festzuhalten und bis zur Vorlage weiterer Evaluationsergebnisse die von der Jägerschaft finanzierten Wildwarnreflektoren weiterhin entgeltfrei anzubringen. Der Landesjagdverband hat sich in den vergangenen Wochen intensiv dafür eingesetzt, dass die Wildwarnreflektoren weiterhin genehmigt und angebracht werden. „Dort, wo Wildwarnreflektoren angebracht sind, gehen die Wildunfallzahlen im Schnitt 60 % zurück, das zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte. Auch wenn die Wissenschaft noch nicht nachweisen konnte, wie die Reflektoren eigentlich wirken“, so Pressesprecher Markus Stifter.

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