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Nabu fordert: Jagd auf ein Dutzend Arten beschränken

Aktualisiertes Positionspapier veröffentlicht – Verkürzung der Jagdzeit auf vier Monate gefordert.

Der Nabu hat ein Positionspapier zur Ausrichtung der Jagd in Deutschland vorgelegt, in dem er eine grundlegende Novellierung der Gesetzgebung fordert: Das vor 60 Jahren in Kraft getretene Bundesjagdgesetz sei bis jetzt im Wesentlichen nahezu unverändert. Wissenschaftliche Erkenntnisse der Wildtierökologie und des Natur-, Arten- und Tierschutzes sowie sich ändernde gesellschaftliche Erwartungen an die Jagd seien seitdem nicht berücksichtigt worden, meint Nabu-Präsident Tschimpke. Daher müssten die derzeitigen Jagdgesetze auf den Prüfstand und nach ökologischen und ethischen Kriterien novelliert werden. Die Jägerschaft müsse auf diese Veränderungen ebenso reagieren wie Bund und Länder”, so Tschimpke.

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Jagen in der Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts – (M)Ein Leitbild

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Freund, Wildbiologe

Jagd ist ein Recht sui generis, bedarf also keiner eigenen Begründung. Dennoch müssen wir unser Tun in einer Gesellschaft, die sich immer weiter von der Natur und vom Verstehen von Zusammenhängen in der Natur entfernt, verständlich machen, um gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen. Hier muss vor allem die Tatsache betont werden, dass die Jagd mit dem Entstehen der Kulturlandschaft selbst zu einem ökologischen Faktor geworden ist, also eine unverzichtbare Rolle spielt im komplexen Gefüge unserer mitteleuropäischen Ökosysteme. Man kann nicht einfach aufhören zu jagen.

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