Schlagwort-Archive: Wildschweinplage

Brandenburg: Wildschweingeplagte Gemeinde gegen Zaunpflicht

Die wildschweingeplagten Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow in Brandenburg wollen die Bogenjagd auf Wildschweine – simplen Zaunschutz selbst von unbewohnten und verwilderten Grundstücken lehnt die Kleinmachnower Gemeindevertretung aber ab.

Bereits zum zweiten Mal ist die Kleinmachnower SPD/Pro-Fraktion in der Gemeindevertretung mit dem Vorstoß gescheitert, eine Einfriedungspflicht für Grundstücke zur Straßenseite in der Gemeindeordnung festzuschreiben. Mit den Zäunen – zum Schutz gegen WIldschweine helfen bereits relativ niedrige Zäune – sollte verhindert werden, dass sich Wildschweine in den vielen Gärten und auf den unbewohnten und verwilderten Grundstücken einschieben können. Die SPD/Pro-Fraktion begründete den Antrag mit der erneuten Verschlimmerung der Wildschweinplage in der Gemeinde. Grundstückseigentümer hätten dem Verordnungsentwurf zufolge die Wahl gehabt, ob sie ihr Grundstück an der Straßenfluchtlinie oder auf Höhe des Hauses einzäunen wollten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Bei geschlossener Bebauung hätte auch nicht gezäunt werden müssen. Die simple und effiziente Lösung wurde gleichwohl abgelehnt – mit einer erstaunlichen Begründung.

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Brandenburg: Bogenjagd in Stahnsdorf und Kleinmachnow?

In Stahnsdorf und Kleinmachnow, zwei Gemeinden im Berliner Speckgürtel, grassiert die Wildschweinplage. Ganze Rotte stürmen durch die Straßen und suchen Gärten, Parks, und Sportplätze heim. Die Bürgermeister der Vororte haben jetzt eine neue Idee, wie sie der Sauen Herr werden wollen: Mit Hilfe der Bogenjagd. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers hat sich an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gewandt, um das Verbot der Bogenjagd für das Gemeindegebiet aufzuheben, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Begründung laut MAZ: “Ein Gewehrschuss würde die Tiere vielleicht aufschrecken, Querschläger könnten Menschen verletzen. Innerorts sei die Jagd mit dem Gewehr ohnehin verboten.” Dazu ist anzumerken, dass “innerorts”, also in befriedeten Gebieten, die Jagd generell ruht – egal ob mit Falle, Pfeil und Bogen, ob mit oder ohne Gewehr – und dass die Bogenjagd in den sachlichen Verboten des § 19 Bundesjagdgesetz zusätzlich verboten ist. Die Chancen stünden jedoch gut, dass die Bogenjagd bewilligt wird, heißt es.

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Neues von der Berliner Wildschweinezucht…

Die Jawina-Meldung über einen Räudeausbruch in der Berliner Wildschwein-Überpopulation hat für eine heftige Diskussion gesorgt. Jawina-Leser haben uns Bilder geschickt, die das Ausmaß der Schwarzwildschäden dokumentieren – übrigens im Bereich der Berliner Forsten. Das Beitragsbild zeigt die von Wildsauen säuisch zugerichtete Badewiese an der Krummen Lanke im Grunewald, im Berliner Bezirk Zehlendorf. In der Badesaison liegen dort leicht oder gar nicht bekleidete Berliner dicht an dicht. Doch: “Mit liegen in der Sonne an der Krummen Lanke wird es wohl nix in der nächsten Zeit”, lautet der leicht hämische Kommentar des Jawina-Lesers, der uns das Bild gemailt hat. Gern gießen wir noch mehr Öl ins Feuer, indem wir im folgenden noch ein paar nackte Sauen zeigen: Die armen Schweine haben Räude und sind in den letzten Wochen in Berlin erlegt worden.

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Algerien: Wildschweinplage nach Jagd- und Waffenverbot

Es gibt viele Beispiele dafür, dass Jagd- und Jagdwaffenverbote auf Dauer nicht praktikabel sind: Etwa die Vergasung flugunfähiger Gänse in den Niederlanden, die unhaltbaren Zustände in dem ebenfalls niederländischen Naturpark Oostvaardersplassen oder explodierende Wildschäden in Norditalien. Der Berliner Tagesspiegel bringt in einem kurzen, sehenswerten Video ein weiteres Beispiel: In Algerien waren Jagdwaffen verboten worden, weil die Regierung Terroristen fürchtete. Die Folge: Eine untragbare Wildschweinplage.Die Verbote mussten zurück genommen werden. SE

Zum Video geht es hier.

Bild: Screenshot der Tagesspiegel-Internetseite. Copyright: Tagesspiegel.

Wildschweinalarm in Bitterfeld

In Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) sind Stadtschweine zu einer Plage geworden – nun will die Stadt mit Hilfe der Jäger massiv gegen die Schwarzkittel vorgehen. In einer Verlautbarung der Stadt heißt es dazu: “In jüngster Vergangenheit mehren sich Meldungen über eine starke Präsenz von Wildschweinrotten im Stadtgebiet, vorzugsweise im OT Bitterfeld. So kam es beispielsweise in den Morgenstunden des 15.01.2014 zu einem Unfall mit Wildschweinbeteiligung am Marler Platz. Desweiteren wurden in den letzten Tagen und Wochen Tiere in der Nähe des Europagymnasiums Bitterfeld, an diversen Kindertagesstätten, am Supermarkt Lidl, in der „Grünen Lunge“ sowie an diversen Gastronomiebetrieben in der Innenstadt gesichtet.” Man danke den Bürgern für Meldungen der Wildsau-Aufenthaltsorte und bittet darum, “auch weiterhin darum, diese an den Fachbereich Ordnungswesen unter 03494/6660 – 500, -520 bzw. -524 durchzugeben. Wir nehmen die Sorgen der Bürger bezüglich der eigenen Sicherheit sehr ernst. Zur Verringerung der Population werden umgehend Jäger aktiv.”

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