Schlagwort-Archive: Wildschweine

LJV NRW weist Kritik an Regelungen zum Hundeeinsatz in Landesjagdzeitenverordnung zurück

+++ Sachsen: Bürgermeister fordert Wolfsabschuss nach Hunderiss +++ Mecklenburg-Vorpommern: Güterzug kollidiert mit Wildschweinrotte +++ Brandenburg: Elchbulle durchstreift Unteres Odertal +++

Keine Wehmut im Rückblick auf “Zeiten remmelscher Gängelungspolitik”

Der LJV NRW äußert sich zur Kritik an den Regelungen zum Hundeeinsatz in der novellierten Jagdzeitenverordnung. In einer Stellungnahme des Verbandes heißt es dazu: “Am 30. Juli 2019 trat die zweite Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung Nordrhein-Westfalen in Kraft. Insbesondere wird dadurch das Verbot der Bewegungsjagd sowie des Hundeeinsatzes bei der Jagd auf Schwarzwild in der Zeit vom 16. Januar bis 31. Juli aufgehoben. Die Änderung geschah mit Blick auf die nach wie vor hohe Vermehrungsrate und die weiterhin notwendige Bestandsreduktion beim Schwarzwild insbesondere zur Vorbeugung eines ASP-Ausbruchs in NRW mit einem zu erwartenden volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe.”

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Bayern: Jagdgast schiesst 1000. Sau im Staatsforst

Ein Jagdgast aus Oberliezheim hat im Revier Bergheimer-Unterliezheimer Forst (Landkreis Dillingen an der Donau) der Bayerischen Staatsforsten die 1000. Sau geschossen. Das 1000. Stück war ein Frischling, die Rekordstrecke wurde gehörig gefeiert, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Die 1000 Stück Schwarzwild kamen seit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten am 1. Juli 2005 zusammen. 1000 Schwarzkittel in 15 Jahren entspricht einer durchschnittlichen Jahresstrecke von 67 Sauen – Respekt. Entscheidend für die gute Strecke sind dem Bericht zufolge die weiträumigen Drückjagden im Winter, die zwei Drittel der Gesamtstrecke erbringen. red.

Beitragsbild: Verblasen der Strecke (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Wildschweinjagd im Stadtgebiet von Frankfurt/Oder

+++ Bayern: Jagdunfall Nittenau – Jäger zu einem Jahr auf Bewährung und Geldstrafe (Bewährungsauflage) verurteilt +++ Bayern: Jagdunfall Nittenau – Verteidigung und Anklage plädieren auf Bewährungsstrafe +++ Schweiz: Fuchs nach Angriff auf Krankenhaus-Mitarbeiterin erschossen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Jagdpächter stellt Wildwarnschilder auf – Behörde droht Bußgeld an +++

Die Stadtverwaltung von Frankfurt/Oder informiert, dass auf Grund einer Vielzahl von Bürgerbeschwerden bzw.-hinweisen im Rahmen der Gefahrenabwehr im Stadtgebiet die Bejagung von Wildschweinen (z.B. auf dem Ziegenwerder aber auch an anderen Orten) erfolgt.

Das Amt für Ordnung und Sicherheit ist Auftraggeber. Der beauftragte Jäger ist im Besitz einer Ausnahmegenehmigung zur Jagd in befriedeten Bezirken und er informiert die Polizei über den beabsichtigten Einsatz.

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Polen: ASP breitet sich weiter aus

+++ Österreich: Jäger retten Katzen +++ Niedersachsen: Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m nochmals erneuert +++

In Polen sind in der zweiten Juniwoche 24 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) mit 28 befallenen Wildschweinen registriert worden. Besonders beunruhigend: Auch in zwei bisher nicht von der Tierseuche betroffenen Landkreisen wurden ASP-Fälle festgestellt. Während der Landkreis Zamość an einen Bezrik angrenzt, in dem die ASP grassiert, bedeutet der Ausbruch im Landkreis Węgrowski, dass die Seuche sich wieder einmal sprunghaft ausgebreitet hat: Das nächste Infektionsgebiet ist rund 50 Kilometer entfernt, wie das Internetportal fleischwirtschaft.de berichtet. red.

Beitragsbild (Gesundes) Wildschwein. Foto: SE

Brandenburg: Nach dem Aus für die Bogenjagd – neuer Ansatz zum Umgang mit Wildschweinen in Ortslagen

Mecklenburg-Vorpommern: Prof. Dr. Axel Siefke verstorben +++ NRW: Aus dem Fenster geschossen? Polizei zieht WBK und Jagdwaffen ein +++ Mecklenburg-Vorpommern: Totes Wildschwein bei Zinnowitz angespült +++ Sachsen: LJV-Präsident Hans-Heinrich Jordan verstorben +++

Einsatz von Spezial-Munition für kurze Distanzen und Schalldämpfern geplant

Die dem Brandenburger Landwirtschaftsministerium zugeordnete oberste Jagdbehörde (OJB) sowie die Wildökologische Forschungsstelle Eberswalde haben mit den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie dem örtlichen Jagdpächter Gespräche über die Eindämmung von Schäden durch Wildschweine geführt.

Wildschweine verursachen hier immer wieder Schäden. Bundesweit bekannt wurden Bilder großer Wildschweinrotten, die durch Siedlungsstraßen ziehen. Die Wildschweine sollen möglichst dauerhaft aus den Siedlungsgebieten vertrieben werden. Die Jagd mit Schusswaffen stößt in bewohnten Gebieten schnell an Grenzen.

Ursprünglich sollte die Jagd mit Pfeil und Bogen durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglicht werden. Das Antragsverfahren bei der obersten Jagdbehörde musste Mitte Juni abgebrochen werden, weil keine wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts gefunden werden konnte.

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Österreich: Zwei Wildschweine beschossen, zwei Autos getroffen

+++ Sachsen: Gefundener Wolfswelpe in Quarantäne zwecks Hybridprüfung +++ Niedersachsen: Tierhalter kritisieren andauernde Erfolglosigkeit des geplanten Problemwolf-Abschusses +++ Niedersachsen: Erstmalig Trichinen im Landkreis Rotenburg nachgewiesen +++

Eine “Gemeingefährdung durch Schussabgabe” wirft die Polizei einem Jäger im Bezirk St. Pölten Land vor: Eine Pressemitteilung der Polizei zufolge wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Altlengbach am 15. Juni 2019, gegen 17.50 Uhr, wegen der Abgabe von mehreren Schüssen im Gemeindegebiet von Altlengbach alarmiert. Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz zwei Autos, die durch Schüsse beschädigt wurden. Bei den weiteren Erhebungen konnte umgehend ein 52-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten Land ausgeforscht werden, der beschuldigt wird, vier Schüsse aus einer Bockbüchsflinte abgegeben und dabei mehrere Personen gefährdet bzw. die zwei auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge beschädigt zu haben. Dem ORF zufolge befand sich zwischen dem Feld, von dem aus die Schüsse abgegeben wurden und den getroffenen Autos eine Wiese, auf der sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe etwa 150 Personen aufhielten – daher der Vorwurf der Gemeingefährdung. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und gab an, auf zwei Wildscheine geschossen zu haben. Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, ein waffenrechtliches Dokument abgenommen und die Schusswaffe sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. PM/red.

Beitragsbild: Zur Strecke gebrachter PKW. Foto: LPD NÖ

Stadt Braunschweig unterstützt Jäger bei der “Schwarzwildreduzierung”

50 Euro Aufwandsentschädigung für Erlegung von Frischlingen bis 50 Kilo

Um der stark gestiegenen Schwarzwildbestände im Stadtgebiet und der dadurch verursachten erheblichen Flurschäden Herr zu werden, schlägt die Verwaltung dem Rat die Anschaffung einer mobilen Kastenfalle für Wildschweine aus städtischen Mitteln vor, die an die Jägerschaft ausgeliehen wird. Außerdem soll den Jägern künftig für im Stadtgebiet erlegte Jungtiere, so genannte Frischlinge bis 15 Kilogramm Gewicht eine Aufwandsentschädigung von je 50 Euro gezahlt werden.

„Die hohen Populationszahlen beim Schwarzwild sind mittlerweile ein erhebliches Problem“, stellt der für die Jagdaufsicht zuständige Ordnungsdezernent Claus Ruppert fest. Die Zahl der pro Jahr erlegten Tiere hat sich von 74 im Jahr 2013 auf 329 in 2018 mehr als vervierfacht. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren wuchs sie erheblich an. Hohe Reproduktionszahlen und ein milder Winter taten ein Übriges: Die noch vorläufige Strecke für 2019 liegt bereits bei 246 Stück Schwarzwild.

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Brandenburg: Nun doch keine Bogenjagd in Stahnsdorf

Antragsverfahren zum Einsatz von Jagdbögen abgebrochen

Nach Mitteilung der Obersten Jagdbehörde (OJB) im Agrar- und Umweltministerium Brandenburg kann der Stahnsdorfer Antrag zur Jagd mit einem Jagdbogen nicht genehmigt werden. Wichtigste Voraussetzung für die Genehmigung dieses Pilotprojekts war für die Behörde die Begleitung durch eine wissenschaftliche Einrichtung. Hierzu gab es im Vorfeld bereits Kontakte zu Interessenten. Die notwendige Ausschreibung, die in dieser Woche abgeschlossen wurde, hat kein zuschlagfähiges Ergebnis gebracht.

Hintergrund des Antrags ist die grassierende Wildschweinplage in den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow, die bereits zu Sachschäden und immer wieder zu Ängsten bei Bewohnern in beiden Gemeinden geführt hat. Der Einsatz von Schusswaffen bei der Jagd ist in Siedlungsbereichen verboten.

Da in der Bundesrepublik im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsstaaten bislang noch keine eigenen Erfahrungen mit der Jagdbogenjagd vorliegen, sollte der wissenschaftliche Partner insbesondere Fragen des Tierschutzes, der Streckenentwicklung, der Gefährdungssituation, aber auch der öffentlichen Akzeptanz für diese Jagdmethode untersuchen.

Fachliche Hilfe

Die Oberste Jagdbehörde nimmt die Sorgen der Stahnsdorfer und Kleinmachnower ernst und bietet vor Ort weiterhin ihre besondere Unterstützung an, um hier den Problemen mit den großen Wildschweinrotten Herr zu werden.

Fachleute der Wildökologischen Forschungsstelle Eberswalde werden mit örtlichen Jägern und Kommunalpolitikern prüfen, wie die seit Jahren wachsende Wildschweinpopulation in Siedlungsbereichen wirksamer reduziert werden kann. So sollen Vorschläge, Jagdwaffen mit modifizierter Munition und Schalldämpfer einzusetzen, nochmals diskutiert werden. PM

Beitragsbild: Jagdpfeil. Foto: privat

Brandenburg: Wegen Bogenjagd – Landestierschutzverband fordert Vogelsänger zum Rücktritt auf

+++ Spiegelonline: Dr. Carsten Leßner – bei der OJB für die Bogenjagd-Genehmigungen zuständig – lernt schon mal Bogenschießen +++

Wegen der Genehmigung der Bogenjagd in den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow hat der Brandenburger Landestierschutzverband den Rücktritt von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) gefordert. Vogelsänger sei nicht mehr haltbar, da er den Tierschutz mit Füßen trete, erklärte die Sprecherin des Verbandes, Ellen Schütze, der Märkischen Allgemeinen (MAZ) zufolge. Der Verband kündigte zudem an, dass er Strafanzeige gegen den Minister stellen werde, wenn die Bogenjagd in Brandenburg beginnt und die ersten Tiere mit Pfeil und Bogen erlegt wurden. Nach Auffassung der Tierschützer gibt es keine Rechtsgrundlage für die Genehmigung der Bogenjagd, dies ergebe sich aus dem Bundesjagdgesetz sowie dem Waffengesetz. red.

Beitragsbild: Jagdpfeil. Foto: privat

Nachtzielgeräte: Bundesregierung sieht keine Rechtsunsicherheit für Jäger

Zentrales Problem für Jäger nicht geklärt – Rechtsunsicherheit bleibt bestehen / Bundesregierung prüft Freigabe von Nachtzielgeräten für Jäger

Die Bundesregierung hat eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema “Nachtzielgeräte bei der Jagd” beantwortet. Die Kleine Anfrage wurde durch das JAWINA-Interview mit dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV), Friedrich von Massow veranlasst, der die in einigen Bundesländern praktizierten behördlichen Genehmigungen von Nachtzielgeräten für Jäger als “rechtlich äusserst zweifelhaft” eingestuft hatte.

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP teilt die Bundesregierung mit, dass sie “keine Rechtsunsicherheit [sieht], wenn Jägerinnen und Jäger die Nachtzieltechnik im Rahmen einer behördlichen Genehmigung zur Bejagung des Schwarzwildes einsetzen.” Nach Ansicht von Juristen bleibt die Rechtsunsicherheit für beauftragte Jäger jedoch bestehen, auch wenn die Bundesregierung sie nicht sieht.

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