Schlagwort-Archive: Wildschwein

Berufsjäger: Auch Wildtiere haben ein Recht auf Tierschutz

Schwarzwild-Sonderbejagung im ASP-Fall: “Grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes”

Die Landesregierung in NRW plant ein Sonderjagdrecht zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei einem entsprechenden Seuchenausbruch. Unter anderem soll die Aufhebung der Schonzeit für Bachen, auch wenn diese, noch kleine gestreifte Frischlinge säugen und der Abschuss mit Schrotmunition erlaubt werden.

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V. (BDB) sieht in diesen Maßnahmen eine grobe, nicht zu tolerierende Verletzung des Tierschutzes. „Bei einem Seuchenausbruch in Hausschwein-beständen müssen gesetzlich vorgeschrieben, höchste Ansprüche an Personal und Methode zur Keulung der erkrankten Tierbestände angewendet werden. Dies muss doch selbstverständlich auch für die Seuchenbekämpfung bei Wildtieren als Mindeststandard gelten! Der Wald ist kein rechtsfreier Raum und Wildtiere empfinden ebenso Schmerz und Leid wie Haustiere. Natürlich müssen infizierte Tiere sehr schnell und möglichst effizient der Wildbahn entnommen werden, aber professionell und unter strikter Beachtung des Tierschutzes.“ führt Peter Markett, stellvertretender Vorsitzender des BDB aus.

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund nach Aujeszky-Infektion eingeschläfert

+++ Hessen: Jagdhund bei Drückjagdeinsatz angefahren +++ Bayern: Neue Kandidaten im Kampf um Vocke-Nachfolge +++ NRW: Neue Wolfsnachweise im Bergischen Land +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude in Villingen-Schwenningen aufgetreten +++ Schleswig-Holstein: Wolf aus Niedersachsen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen +++ Brandenburg: Stahnsdorfer Bürgermeister wiederholt Forderung nach Bogenjagd +++ Sachsen-Anhalt: AfD-Antrag auf Hundesteuerbefreiung für Jagdhunde in Gardelegen erfolgreich +++

Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

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Bayern: Herdenschutzhunde reissen Wildschwein

Bei Sachsenheim (Landkreis Main-Spessart) haben Herdenschutzhunde eines Schäfers am Sonntag ein Wildschwein gerissen. Die Lokalzeitung Main-Post schildert den Vorfall reißerisch als “Szene aus einem Horrorfilm”, “fünf riesige Hunde, die ein blutendes Wildschwein umringen”, die weißen Schnauzen der Hunde rot vor Blut…

Der Schäfer, der seine Pyrenäenberghunde offenbar nicht beaufsichtigte, weil er mit den lammenden Schafen auf seinem Hof “alle Hände voll zu tun” hatte, erhebt Vorwürfe gegen die Jagdgesellschaft, die zum fraglichen Zeitpunkt in einem nahen Waldgebiet eine Drückjagd veranstaltet hatte. Gegenüber der Zeitung beklagte der Berufsschäfer, über die Jagd nicht informiert worden zu sein. So habe er keine Chance gehabt, das Geschehene zu verhindern.

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USA: Wildschweine töten Pflegerin

In Anahuac im US-Bundesstaat Texas ist eine Pflegerin von Wildschweinen getötet worden. Die 59-jährige Christine Rollins wollte ihren Dienst bei einem älteren Ehepaar antreten, dass sie schon seit längerer Zeit betreut. Als sie zur üblichen Zeit nicht erschien, begab sich der 84-jährige Pflegling auf die Suche nach der Frau. Er fand ihren leblosen, von zahlreichen Wunden übersäten Körper auf der Rasenfläche zwischen dem Auto der Verstorbenen und dem Eingang des Hauses. Die Autopsie ergab, dass die Frau gestürzt ist und dadurch eine Kopfverletzung erlitt. Darüber hinaus hatte sie zahlreiche tiefe Wunden tierischen Ursprungs, die auf Wildschweine zurückgeführt werden konnten und an denen Rollins starb. Todesursache war demnach der massive Blutverlust. Unklar ist dem Polizeibericht zufolge, ob der Sturz der Frau durch den Angriff der Tiere herbeigeführt wurde, oder ob es dafür andere, eventuell medizinische Ursachen gab. Der Sheriff von Chambers County gab zu Protokoll, dass tödliche Wildschweinangriffe auf Menschen extrem selten sind. SE

Beitragsbild: Das Opfer und der Ort des Wildschweinangriffs. Foto: Chambers County Sheriff’s Office / Facebook

Niedersachsen: Weiterer Aujeszky-Fall auf dem Truppenübungsplatz Munster

Niedersachsen: Westerstede verzichtet auf Hundesteuer für Jagdhunde +++

Bei routinemäßigen Untersuchungen von zwei Wildschweinblutproben im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings aus dem Raum Munster wurden Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veteri-närinstitut des LAVES in Hannover am 8. November 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt der Heidekreis mit.

Anfang des Jahres 2019 trat bereits eine AK-positive Probe bei einem Wildschwein aus dem Raum Soltau auf. Dieser erneute Antikörperbefund zeigt, dass auch diese beiden älteren Wildschweine (2 bzw. 5 Jahre) in der Vergangenheit Kontakt mit dem nach dem ungarischen Tierarzt Aladar Aujeszky benannten Virus hatten. Ähnliche Befunde bei Wildschweinen wurden in der Vergangenheit bereits in angrenzenden Landkreisen, wie Uelzen und Celle erhoben.

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Sardinien: Wildunfall mit tiefgekühltem Windschwein

Auf Sardinien haben zwei Männer die Forstpolizei verständigt, weil sie angeblich einen Wildunfall mit einem Wildschwein gehabt hätten. Auf Sardinien werden die Schäden durch Wildunfälle durch die Gemeinden bezahlt. Den Beamten fielen am Unfallort bereits einige Ungereimtheiten wie ein langer Schnitt im Halsbereich des Tiers, auf, wie SüdtirolNEWS berichtet. Ein von den Beamten hinzugezogener Veterinärmediziner stellte dann fest, dass das Innere des Wildschweins verdächtig kalt war, einige Organe waren sogar noch tiefgefroren. Die Sache mit dem Schadensersatz dürfte sich damit erledigt haben – gegen die zwei Männer wurde Anzeige wegen Betrugsversuchs erstattet. red.

Beitragsbild: Die sardinischen Justizbehörden posteten ein Bild des Wildschweins auf Twitter. (Quelle: Twitter/Sardegna Giudicale)

Italien: Dashcam filmt Wolfsangriff auf Wildschwein

Die Dashcam eines Autofahrers hat vergangene Woche bei Sassetta (Provinz Livorno) den misslungenen Angriff eins Wolfs auf ein Wildschwein – vermutlich ein Frischling – gefilmt. Der Wolf versucht die Sau zu packen und ins Gestrüpp zu ziehen, es gelingt dem Opfer aber, sich zu befreien – Schwein gehabt… red.

Video: LaRepubblica / YouTube

Die Red. dankt JAWINA-Leser JW für den Hinweis!

Brandenburg: Fälle von massivem Trichinenbefall bei Wildschweinen in OHV und LOS

Aus den Brandenburger Landkreisen Oberhavel (OHV) und Oder-Spree (LOS) werden Fälle von Trichinenbefall bei Wildschweinen gemeldet.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oberhavel teilt mit, dass am 05.07.2019 bei einer im Veterinäramt zur Untersuchung eingereichten Probe Schwarzwild im Rahmen der vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung auf Trichinen erneut ein sehr massiver Trichinenbefall bei einem Wildschwein festgestellt wurde. Das Tier wurde in der Region Kremmen erlegt. Vom Referenzlabor Trichinella des Bundesinstituts für Risikobewertung wurde inzwischen dieser extrem hochgradige Befall bestätigt. Es handelt sich um die Art Trichinella spiralis.

Bereits im Jahr 2018 wurde bei drei im Landkreis Oberhavel erlegten Wildschweinen ein teils mittel- bis höhergradiger Trichinenbefall in der Muskulatur der Tiere nachgewiesen. Im Mai dieses Jahres wurde ein Trichinenbefall bei einem im Landkreis Oberhavel zur Untersuchung vorgestellten Stück Schwarzwild festgestellt. Dieses Stück stammte aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

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Baden-Württemberg: Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord startet Projekt “Wilde Sau”

Naturpark will gemeinsam mit Jägern, Metzgern und Naturpark-Wirten Vermarktung von Schwarzwild-Produkten stärken

Wildschweinprodukte sollen in der Gunst der Verbraucher steigen und als hochwertiges, natürliches Lebensmittel wahrgenommen werden. Das möchte der Naturpark Schwarzwald Mitte Nord mit dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Pilotprojekt „Wilde Sau“ erreichen. Hierfür hat er bereits begonnen, ein Netzwerk aus Jägern, Metzgereien und Naturpark-Wirten aufzubauen, das weiter wachsen soll. „Wir wollen Wildschwein-Produkte als ein hochwertiges Lebensmittel vermarkten, bestehende Lieferbeziehungen intensivieren und Schwarzwild als neuen Regionalvermarktungsbereich des Naturparks etablieren“, stellte Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker auf der Kick-off-Veranstaltung für die Projektpartner am Montag beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord in Bühlertal heraus. Rund 50 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung gekommen.

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Schwein der Schande

“Unser ritterliches Schwarzwild wird behandelt wie Prostituierte: Jeder bumst fröhlich drauf rum.” Zitat eines bekannten Nachsuchenführers

Diese dreibeinige Sau wurde als Hegeabschuss vor einigen Wochen in Brandenburg gestreckt. Es handelt sich, wie unschwer zu erkennen ist, um eine Bache mit angesogenen Strichen (Zitzen). Man kann sich sicherlich darüber streiten, ob dieser Hegeabschuss erforderlich oder notwendig war. Das Stück befand sich jedoch wohl in einer größeren Rotte mit mehreren anderen Bachen, man wird also davon ausgehen können, dass die schon ziemlich großen Frischlinge durch den Abschuss der Bache nicht führungslos verwaist sind. Doch es soll hier um etwas anderes gehen. An der Ursache für die Dreibeinigkeit des Wildschweins kann nämlich leider kein Zweifel bestehen: Deutlich ist die Narbe des Streifschusses auf der Bauchdecke des Schweins zu erkennen, die das Geschoss gerissen hat, bevor es in die Keule einschlug.

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