Schlagwort-Archive: Wildschwein

Sachsen-Anhalt: Jäger erlegt Wildschwein und findet Pfeil in der Schulter

Ein Jäger hat bei Cörmigk (Salzlandkreis) am vergangenen Freitag ein Wildschwein erlegt. Bei der Inbesitznahme der Sau entdeckte er, dass ein Pfeil in der Schulter des Tiers steckte. So etwas Grausames habe er “selten erlebt”, sagte der Vorsitzende der Bernburger Jägerschaft, Michael Warthemann, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung (MZ). Das Wildschwein müsse nach diesem Schuss starke Schmerzen gelitten haben, so der Jägerschaftsvorsitzende. Bei dem Pfeil habe es sich um einen Jagdpfeil gehandelt, der mit seinen rasiermesserscharfen Spitzen tiefe Wunden ins Fleisch schneide. Wer dem Tier die Verletzung beigebracht haben könnte, ist unklar. Die Jäger haben Anzeige bei der Polizei wegen Jagdwilderei erstattet. red.

Beitragsbild: Jagdpfeil. Foto: privat

Brandenburg: Fotograf und Begleiterin von Bache verletzt

An einer Hecke in der Heidesiedlung im Cottbuser Ortsteil Dissenchen hat eine Bache gefrischt. Als ein Fotograf im Auftrag der Lausitzer Rundschau die Wildsau und ihren Nachwuchs fotografieren wollte, griff sie an.

Er sei der Bache “zu sehr auf die Pelle gerückt”, räumte der Fotograf gegenüber dem rbb ein. Bis auf etwa drei Meter hatte sich der Fotograf in Begleitung einer Anwohnerin dem Wurfkessel genähert, konnte “den borstigen Rücken” des Tiers sehen. Dann wurde es der Bache zu bunt. Blitzschnell dreht sich die erboste Wildsau um und raste auf die Störenfriede zu. Während der Fotograf mit einer leichten Verletzung am Schienbein noch glimpflich davon kam, erwischte es die Anwohnerin härter: Die Frau, die dem Fotografen die Stelle zeigen wollte, an der die Bache ihren Nachwuchs zur Welt gebracht hatte, wartet mit einer zertrümmerten Kniescheibe im Krankenhaus auf ihre Operation. red.

Beitragsbild: Bache – mit den Tieren ist nicht zu spaßen, wenn sie Frischlinge haben. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bogenjagd: “Ein Stück weit fairer?”

Die Oberste Jagdbehörde Brandenburgs will die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen in Siedlungsbereichen per Ausnahmegenehmigung erlauben. Wir haben mit Jan Riedel, Präsident des Deutschen Bogenjagd Verbands (DBJV) über das Für und Wider der Bogenjagd unterhalten.

JAWINA: Herr Riedel, wenn Sie es sich aussuchen könnten – oder müssten – würden Sie lieber mit einem Jagdgewehr und Jagdmunition erlegt oder mit Pfeil und Bogen zur Strecke gebracht werden?

Jan Riedel: Ihre Frage empfinde ich als höchst unmoralisch und verwerflich. Dennoch glaube ich den Hintergrund Ihrer Frage zu verstehen. Wie Jagdmunition ein Wildtier tötet, wissen wir deutschen Jäger alle. Auch, dass Fluchten von z.B. einem Reh, welches mit Bleifreimunition in der Kammer getroffen wurde, um die 40 Meter normal sind. Das beschossene Wild ist meist in wenigen Sekunden verendet.

Wird ein Wildtier mit einem Jagdpfeil in der Kammer getroffen, dessen Spitze mit mehreren rasiermesserscharfen Schneiden versehen ist, geht dieser Pfeil komplett durch. Es wird ein durchgängiger feingeschnittener Wundkanal erzeugt, wobei nur sehr wenige Schmerzrezeptoren tangiert werden. Die Lungen fallen zusammen, große blutführende Gefäße werden zerschnitten. Die Fluchten sind genauso lange, wie bei dem zuvor beschriebenen Beispiel, ebenso die Zeit vom Treffer bis zum Verenden.

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Tschechien ist ASP-frei

Die EU-Kommission bestätigte gestern (26.02.), dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Tschechien erfolgreich ausgerottet wurde: Weniger als zwei Jahre nach Ausbruch der ASP und nach massiven Anstrengungen zur Bekämpfung der Seuche können nun mit Zustimmung aller Mitgliedsländer sämtliche über das Land verhängten Restriktionen aufgehoben werden, teilte die EU-Kommission in einer Presseerklärung mit. Im Juni 2017 war der Ausbruch der ASP bei einem Wildschwein im Bezirk Zlín festgestellt worden. Daraufhin entsandte die EU eine veterinärmedizinisches Notfallteam, das in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche umsetzte. Diese gezielten Maßnahmen seien auch in den vergangenen Monaten in Belgien implementiert worden, dem zuletzt von der ASP betroffenen Mitgliedsstaat. Seit April 2018 sind in Tschechien keine neuen ASP-Fälle mehr aufgetreten. Die Umsetzung der Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung durch die tschechischen Behörden, wozu etwa die wildschweinsichere Abriegelung der Infektionsgebiete und die intensive Bejagung der Sauen unter Beteiligung von Scharfschützen des Militärs gehörte, gilt als vorbildlich. Der Vorschlag, die für Tschechien geltenden Restriktionen aufzuheben, ist vom Ständigen Ausschuss der EU-Kommission einstimmig angenommen worden.

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Brandenburg: Erfolgreiche 55-km-Nachsuche auf Gebrechschuss

Der Schweißhundeverein Deutschland (SHVD) berichtet auf seiner Facebook-Seite über eine erfolgreiche Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild mit Gebrechschuss, die sich über zwei Tage und epische 55 Kilometer erstreckte. Die Sau war auf einer Bewegungsjagd beschossen worden, der Schütze zu weit vorn abgekommen. Am ersten Tag arbeitete ein bekanntes Nachsuchengespann die Fährte des kranken Wildschweins über mehr als 25 Kilometer, bis die einbrechende Dunkelheit den Abbruch der Suche erzwang. Am nächsten Tag wurde die Nachsuche fortgesetzt, wobei sich ein BGS-Führer beteiligte, weitere Hunde(führer) hielten sich für Hetze und das Stellen des Stücks bereit. Auf den letzten zehn Kilometern der Fährte gab es keinerlei Bestätigung durch Pirschzeichen mehr. Es ist eine gigantische Leistung der Hunde und Gespanne, selbst erfahrene Nachsuchenführer hätten erfolgreiche Nachsuchen über solche (durch GPS-Aufzeichnungen der Hundeortungsgeräte belegte) Distanzen nicht für möglich gehalten.

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Dänemark beginnt Bau des ASP-Schutzzauns

Anfang kommender Woche will Dänemark mit dem Bau eines Zauns zum Schutz vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch Wildschweine beginnen. Das meldet das Flensburger Tageblatt. Um zehn Uhr am Montag Morgen wird der erste Pfosten bei Padborg, zirka zehn Kilometer nordwestlich von Flensburg gesetzt, teilte die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen mit. Innerhalb des laufenden Jahres soll der 70 Kilometer lange Schutzzaun fertiggestellt und die dänisch-deutsche Grenze somit durchgehend wildschweinsicher abgeriegelt sein. Das Bauwerk ist umstritten, weil es eine Barriere darstellt, die natürliche Wanderungen diverser Tierarten unterbinden dürfte und Biotope zerschneidet. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, da die sprungweise erfolgende Ausbreitung in erster Linie durch den Vektor Mensch erfolgt. (JAWINA berichtete). SE

Beitragsbild: Zaun mit Nato-Stacheldraht. Autor: Joe Mabel, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

RLP: Wildschwein rast durch Spielothek

+++ Brandenburg: Wolf im Spreewald totgefahren +++ RLP: Wildernde Hunde – Totes Reh auf der Terrasse +++

Mit dem Schrecken davon kamen die Gäste einer Spielothek in Oberhonnefeld-Gierend (Kreis Neuwied). Mit hohem Tempo raste am Montagnachmittag ein Wildschwein in die Spielothek, wie die Polizei berichtet. Beim Betreten des Gebäudes stieß sich der nach Angaben der Gäste “mordsmäßige Keiler” sein Haupt derart, dass die Glastür beschädigt wurde. Im Innern rannte das panische Tier lediglich einige Stühle um. Vor Eintreffen der Polizeibeamten war das Tier bereits durch die geöffnete Feuerschutztür, welche durch umsichtige Gäste geöffnet wurde, aus dem Objekt gelaufen und im benachbarten Feld verschwunden. Es blieb unklar, ob das Wildschwein den Gästen beim Glücksspiel tatsächlich Glück brachte. PM

Beitragsbild: Vom Keiler eingerannte Glastür. Foto: Polizei

Niedersachsen: Erstmalig Aujeszky-Antikörper bei Wildschwein nachgewiesen

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt das Kreisveterinäramt mit. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

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Baden-Württemberg: Sau randaliert nach Drückjagd in Lauffen

Nach einer Treibjagd kam es in Lauffen (Kreis Heilbronn) am frühen Samstag Nachmittag zu mehreren Vorfällen mit Wildscheinen, wie die Polizei berichtet: Im Schlehenweg blieb ein Wildschwein mit dem Kopf in einem Gartentor aus Metallstäben stecken und kam nicht mehr heraus. Das kräftige Tier riss in seinem Kampf das gesamte Tor aus der Verankerung. Da die Gefahr bestand, dass die wild gewordene Sau sich befreit und unkontrolliert auf umstehende Anwohner losgeht, wurden diese von der Polizei aufgefordert in ihre Häuser zu gehen. Ein Erlösen des Tieres mittels Schusswaffe war aufgrund der örtlichen Lage nicht möglich. Es erforderte die Hilfe von vier ausgewachsenen Personen um die Sau unter dem Tor zu fixieren. Schließlich konnte sie nach längerem, kraftaufwändigen Kampf unter dem Eisentor festgehalten und fachmännisch durch den hinzugekommenen Jagdpächter getötet werden.

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Baden-Württemberg: Wildschwein verletzt 74-Jährigen schwer

+++ Baden-Württemberg: Zweiter Wolf im Nordschwarzwald nachgewiesen +++

Etwa zwei Stunden lang hielt ein Wildschwein am Samstag mehrere Streifenwagenbesatzungen in Großsachsenheim (Landkreis Ludwigsburg) in Atem. Gegen 10.30 Uhr begegnete eine Passantin im Bereich des Bahnhofs dem Tier. Die Frau alarmierte hierauf die Polizei und stieg dann, um dem aggressive Vierbeiner zu entrinnen, in den Bus. Ein 74 Jahre alter Mann konnte dem Wildschwein nicht aus dem Weg gehen und wurde angegriffen. Der schwer verletzte Senior musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Bereich der Bahnunterführung sah sich plötzlich ein Kind mit dem Tier konfrontiert. Beamte im Streifenwagen schaltete hierauf das Martinshorn ein, worauf das Wildschwein die Flucht ergriff. Nachdem es bis in die Burkauer Straße galoppiert war, rannte das Schwein auf ein Wohnhaus zu und rammte die Terrassentür. Zwar durchbrach das Tier die Tür nicht, doch wurde ein Kind, das sich in dem betreffenden Zimmer befand, leicht verletzt.

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Niedersachsen: Wildschwein rammt Polizeiauto und Seniorin

+++ Niedersachsen: Autobahnpolizei beschlagnahmt 100 Fasane +++ Baden-Württemberg: Nach Bissvorfällen drei Füchse gefangen und eingeschläfert +++ Berlin: Restaurant serviert Dachs-Ravioli – Peta empört +++ Luxemburg: Treiber durch Kugel verletzt +++ Sachsen-Anhalt: Wolf auf der B1 bei Genthin überfahren +++

Am Samstag (8.12.) geht um 10:52 Uhr bei der Polizei ein Notruf die Meldung über ein freilaufendes Wildschwein an der Bundesstraße 1 aus Hameln in Richtung Groß Berkel (Landkreis Hameln-Pyrmont) ein. In diesem Bereich fanden an diesem Tag mehrere Drückjagden statt. Es sei wahrscheinlich, dass der Schwarzkittel dadurch aufgescheucht wurde und vom angrenzenden Waldgebiet kommend, reißaus in Richtung Groß Berkel genommen hat, vermutet die Polizei. Auf einer Tankstelle sichtete eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Hameln das Tier, wobei das Wildschwein seitlich in den Streifenwagen lief. Schaden ist dabei nicht entstanden. Danach rannte das Tier quer über die Bundesstraße 1 und beschädigte die Schaufensterscheibe eines ortsansässigen Autohauses. Kurz darauf wurde das Tier auf einem nahegelegenen Discounterparkplatz gesichtet. Dort rannte es eine auf dem Parkplatz stehende 93-jährige Bürgerin aus Groß Berkel um.

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Nordrhein-Westfalen: Jagdhund stirbt an Aujeszky-Infektion

Am 2.12.2018 starb in Mönchengladbach ein Foxterrier infolge einer Aujeszky-Infektion. Das teilt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) mit. Der Hund hatte auf einer Drückjagd bei in Brüggen (Kreis Viersen) am 23.11. mit einem Deutsch-Langhaar einen Frischling gehalten, der abgefangen wurde. Bei der Beprobung im Rahmen des ASP-Monitorings wurde eine Aujeszky-Infektion festgestellt. Acht Tage später zeigte der Terrier erste Symptome. Nach starkem Juckreiz stellte sich eine Abnahme der Vitalität und starkes Fieber ein.

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Hessen: Wildschwein marodiert in Fussgängerzone

+++ Niedersachsen: Wildschwein landest nach Verfolgungsjagd durch Wohnzimmer im Pool +++

Am Samstag (1.12.) gingen gegen 12:25 Uhr bei der Polizei über Notruf mehrere Meldungen über ein freilaufendes Wildschwein in der Fußgängerzone der südhessischen Stadt Bensheim (Kreis Bergstraße) ein. Im Bereich Gronau wurde an diesem Tag durch den Jagdbetrieb Bensheim eine Drückjagd durchgeführt. Es ist wahrscheinlich, dass der Schwarzkittel dadurch aufgescheucht wurde und vom Leimenberg kommend reißaus in die Innenstadt genommen hat, mutmaßt die Polizei. Hierbei durchquerte das Tier das Guntrum Parkhaus sowie das Gelände der Liebfrauenschule in der Obergasse. Es rannte auch durch eine Glastür der Schule, die dadurch zu Bruch ging, und verletzte sich dabei. Danach durchquerte es Teile der Fußgängerzone und machte in einem dortigen Friseursalon kurz Halt. Die sofort entsandten Streifen konnten die Spur bis in das Wohngebiet Odenwaldstraße verfolgen. Dort wurde das Wildschwein, welches sich zwischen einer Garage und einem Zaun verfangen hatte, durch den zur Unterstützung alarmierten Revierförster erlegt. Einige Personen kamen laut der Meldungen über Notruf durch das Wildschwein selbst oder beim Wegspringen vor diesem zu Fall. Hierbei wurde bis zum jetzigen Kenntnisstand zum Glück niemand verletzt. Personen denen ein Schaden entstanden ist, können sich bei der Polizei Bensheim unter 06251 – 8468 0 melden. PM

Beitragsbild: Wildschwein und Jagdterrier im Saugatter. Foto: SE

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

Berlin: 80jähriger Fleischer wildert Bache – mit Beil

Von einem interessanten Wilderei-Fall berichtet die Polizei Berlin auf ihrer Facebook-Seite: “Was ein Zeuge letzte Nacht auf einem Supermarkt-Parkplatz in Reinickendorf beobachtet, lässt ihn sofort die 110 rufen. Gegen 22:40 trifft unsere Funkstreife dort auf eine Frau in einem geparkten Auto. “Ich warte auf meinen Mann, der gleich von der Arbeit kommt”, sagt die 75-Jährige. Was sie mit “Arbeit” meint, stellt sich raus, als unsere Streife sich weiter umschaut. Sie finden eine enthauptete Bache, gehäutet und teilweise ausgenommen. Verwertbare Eingeweide und einige größere Stücken Fleisch liegen schon in einer Kiste. Schlachtutensilien liegen daneben, der Tatverdächtige versteckt sich im Gebüsch.

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Baden-Württemberg: Sau gefehlt, Fenster getroffen

Wegen möglichen Verstoßes gegen die Jagd-Unfallverhütungsvorschriften ermittelt derzeit die Polizei gegen einen 30-jährigen Jäger. Dieser hatte Montag Nacht gegen 22.20 Uhr bei Oberteuringen im Gewann Fuchstobel / Bitzenhofen (Bodenseekreis) auf ein Wildschwein geschossen. Der Schuss verfehlte das Schwein und schlug in ein Fenster eines Wohngebäudes ein, wie die Polizei mitteilt. Glücklicherweise sei hierbei niemand verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. PM

Beitragsbild: Sau schwer zu treffen. Foto: SE

Neuer ASP-Fall bei Wildschwein in Ungarn

+++ Österreich: In Feld übernachtender Deutscher von Mähdrescher schwer verletzt +++

Aus Ungarn ist ein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein gemeldet worden. Die Neuinfektion ereignete sich in einem Gebiet, das ca. 50 Kilometer von den bisherigen Infektionsgebieten entfernt liegt. Wieder einmal hat die ASP einen Sprung über eine größere Entfernung gemacht.

Der neue Fall wird aus Tarcal im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén an der Grenze zum Komitat
Szabolcs-Szatmár-Bereg im Nordosten Ungarns gemeldet. Tarcal liegt in der Mitte zwischen den bisher bekannten Infktionsgebieten, etwa gleich weit von beiden entfernt (siehe Karte). Das ASP-Virus wurde bei einem gesund wirkenden Wildschwein nachgewiesen, das im Rahmen der verstärkten Bejagung zur Absendung der Schwarzwildpopulation wegen der ASP geschossen wurde. Die Erlegung erfolgt am 29. September, am 2. Oktober bestätigte das Nationale Referenzlabor Ungarns die Infektion mit dem ASP-Virus. Die epidemiologischen Untersuchungen dauern an. Aufgrund der Entfernung zu den bisherigen Infektionsorten müsse davon ausgegangen werden, dass die Neuinfektion nicht mit den bisher bekannten Infektionen in Zusammenhang stehe, heißt es in der offiziellen Meldung der Erkrankung.

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Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

In der belgischen Provinz Luxemburg ist ein Jäger verhaftet worden, als er gegen 1.30 Uhr in der Samstagnacht einen soeben erlegten Keiler zu seinem Auto schaffen wollte. Der Jäger wurde von einem weiteren Mann begleitet. Der Vorfall fand in Sainte-Marie-sur-Semois in der Nähe des Dorfes Etalle statt, das in der wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichteten Sperrzone liegt. Ersten Untersuchungen zufolge wurde nur ein Schuss abgegeben und nur dieses eine Wildschwein erlegt. Der Verhaftete ist 27 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Jagdscheins, wie der belgische Sender RTBF berichtet. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der Landwirtschaftsminister Region Wallonien, René Collin, verurteilte die Tat scharf: Das Vorgehen des Jägers untergrabe Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Das Verhalten sei angesichts der großen Schwierigkeiten in den betroffenen Gebieten umso verwerflicher und zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den Opfern und den eingesetzten öffentlichen Mitteln.

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Saarland: Sau in Discounter erschossen

In Püttlingen (Landkreis Regionalverband Saarbrücken) hat sich eine Rotte Sauen in die Innenstadt verirrt. Verschreckt durch das Gehupe eines Autofahrers, dem die Rotte vors Auto lief, trennte sich eine etwa 40 Kilogramm schwere Bache von der Rotte. Sie rannte zunächst in eine Boutique. Von dort flüchtete sie weiter in den gegenüberliegenden Tedi-Markt. Polizei und städtische Mitarbeiter konnten sie dort festsetzen. Nachdem es nicht gelang, das Tier zu fangen und/oder zu betäuben, wurde sie, wie die Polizei mitteilt, von einem beauftragten Jäger weidgerecht im Geschäft erlegt. PM

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Wegen Wildschwein-Grillen als Nazi diffamiert

Dass es Anhänger von Fleischverzicht mit Toleranz und Meinungsfreiheit oft nicht so haben, zeigt aufs Neue ein Vorfall aus Kassel: Dort wurde am 22. April der “Tag der Erde” begangen – fleischlos, versteht sich. Das von einem Verein namens UmweltHaus Kassel e.V. mit Unterstützung des Umwelt- und Gartenamtes veranstaltete Umweltfest wird seit 1990 in jeweils wechselnden Stadtteilen Kassels begangen. Ein Kasseler Künstler und Metallbauer, dessen Wohnhaus nebst Werkstatt direkt an der Veranstaltungsmeile liegt, hatte die im Nachhinein betrachtet nicht so gute Idee, an diesem Tag in seinem Vorgarten mit Freunden ein Wildschwein am Spieß zu grillen. Das Wildschwein – 100 % bio und aus artgerechter Haltung – hatte eine befreundete Jägerin geschossen. Schon während der Veranstaltung führte diese als “Spaß und ein bisschen Provokation” gedachte Aktion zu “Streit mit Tierschützern und Diskussionen mit den Veranstaltern”, wie die HNA berichtet. Aber danach ging es erst richtig los.

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Zweiter ASP-Fall in Ungarn

Nach dem ersten Fund eines mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweins in Ungarn am 19. April (JAWINA berichtete), meldet die Ungarische Veterinärbehörde einen zweiten Fall an die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission. In dem Schreiben heißt es:

“Am 27.04.2018 wurde ein totes Wildschein im Ort Mátrafüred (ein Teil der Stadt Gyöngyös im Verwaltungsbezirk Heves) aufgefunden. Es wurden Proben entnommen, die an das nationale Referenzlabor gesendet wurden. Der ASF Virus wurde mittels eines PCR Tests am 29. April 2018 bestätigt. Der Virus wird momentan isoliert und sequenziert.

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Bayern: Polizei rettet Frischling

Am 23.04.18 um 06:24 Uhr erreichte die Autobahnpolizei Günzburg eine Mitteilung, dass sich ein junges Wildschwein auf der dreispurig ausgebauten A 8 Richtung München befinden soll. Die Beamten drosselten den dichten Verkehr, um das Tier möglichst gefahrlos zunächst aufzufinden und ggf. von der Fahrbahn verbringen zu können. “Sehr zum Erstaunen”, so die Polizei, “wurde tatsächlich ein unverletzter, ca. vier Wochen alter Wildschwein-Frischling, welcher zusammengekauert auf dem linken Fahrstreifen an der Betongleitwand saß, aufgefunden. Dieser durfte dann seine erste Streifenfahrt im Dienstfahrzeug der APS Günzburg unternehmen und mit zur Dienststelle fahren. Dort stand eine für solche Fälle eigens beschaffte Tierbox zur Verfügung, der Frosch wurde mit Wasser und Milch erstversorgt. Ein Beauftragter holte das Tier später ab um es etwas aufzupäppeln und zu einem späteren Zeitpunkt in Abhängigkeit von der körperlichen Konstitution wieder auszuwildern. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten… PM

Beitragsbild: Der vorerst gerettete Frischling. Foto: Polizei

NRW übernimmt Gebühren für Trichinen-Untersuchung

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt ab dem 1. April 2018 die bei den Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Untersuchungsgebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild. Für das Jahr 2018 werden die Kommunen gebeten, keine Gebühren von Jägerinnen und Jägern für die verpflichtende Untersuchung zu erheben. Bisher war nur die Trichinen-Untersuchung von Frischlingen von den Gebühren befreit.

„Das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest kann unter anderem durch die Bejagung von Wildschweinen minimiert werden. Da dies für die Jägerschaft einen zusätzlichen Jagdaufwand bedeutet, werden wir sie durch die Übernahme der Untersuchungsgebühr entlasten. Damit setzen wir außerdem einen Anreiz, die Bejagung auch dann aufrecht zu erhalten, wenn die Markpreise durch mehr Wildangebot sinken“, sagte Umwelt-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.

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Schwarzwildbejagung: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor

Anlässlich der heutigen “Nationalen ASP-Präventionskonferenz” im Bundeslandwirtschaftsministerium stellt der DJV seine Forderungen für eine Vereinfachung der Wildschweinjagd vor.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für heute Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur “Nationalen ASP-Präventionskonferenz”. Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen insbesondere Fernfahrer aus europäischen Risikogebieten stärker kontrolliert werden, ebenso wie Raststätten entlang von Transitstrecken: Laut Experten haben achtlos weggeworfene Reste von verseuchter Rohwurst maßgeblich zur bisherigen Verbreitung der ASP beigetragen, Sprünge von mehreren 100 Kilometern in kürzester Zeit sind dokumentiert. Im Sinne der Prävention hält der DJV eine weitere Reduzierung der Wildschweinbestände für notwendig: Sollte das ASP-Virus den Sprung nach Deutschland schaffen, wäre dann zumindest die natürliche Ausbreitung reduziert. Diese beträgt etwa 20 Kilometer pro Jahr.

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Brandenburg: Erneuter Trichinenfund im Landkreis Uckermark

In den letzten drei Monaten sind wiederholt (JAWINA berichtete) Trichinen bei erlegten Wildschweinen im Landkreis Uckermark nachgewiesen worden. Aktuell wurden bei drei Wildschweinen aus den Regionen Mescherin und Brüssow Trichinellen festgestellt. Menschen können sich über den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem trichinösem Fleisch infizieren. Die Trichinellose ist eine Infektionskrankheit mit einer Vielzahl von möglichen Symptomen. Je nach Befallsort und -intensität können u. a. Bauchschmerzen, hohes Fieber, Durchfall, rheumatische Beschwerden, Augenerkrankungen, Gelenkentzündungen, Kreislaufversagen bis hin zum Tod diagnostiziert werden. Entsprechend der aktuellen Rechtslage sind neben Schweinen und Pferden auch Wildschweine, Dachse und Waschbären verpflichtend auf Trichinellen zu untersuchen, wie der Landkreis Uckermark mitteilt. Die Untersuchungspflicht besteht auch bei Hausschlachtungen bzw. bei Wild, welches zum Eigenbedarf des Jägers genutzt wird. Verbraucher sollten sich beim privaten Handel nach der Trichinenfreiheit des Produktes bei der abgebenden Person erkundigen. PM

Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia

Polizei warnt: Verletztes Wildschwein in Wittenburg

Durch mehrere Personen wurde der Polizei am Dienstagvormittag gegen 10:30 Uhr ein verletztes Wildschwein gemeldet, das mit blutender Schnauze durch Wittenburg (M-V, Landkreis Ludwigslust-Parchim) läuft. Das Tier wurde offenbar in der Hagenower Chaussee angefahren und flüchtete dann durch die Theodor-Körner-Straße über den Friedhof weiter über die Lehsener Chaussee und dann in den angrenzenden Park. Es konnten zwar Spuren festgestellt, jedoch das Tier bisher nicht gefunden werden. Wo genau es sich derzeit aufhält, ist nicht bekannt. Aufgrund der Verletzungen ist von einer gesteigerten Gefahr durch das Schwein auszugehen. Die Polizei bittet deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit und schnellstmögliche Information bei Sichtung des Tieres. Die zuständige untere Jagdbehörde wurde bereits informiert. Bei der Suche im Stadtgebiet von Wittenburg waren vier Streifenwagen mit acht Beamten des Polizeireviers Hagenow im Einsatz. PM

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE

BJV: Größtes Risiko für ASP-Einschleppung ist der Mensch, nicht das Wildschwein

Ist das Wildschwein schuld an der Schweinepest?

Seit rund drei Jahren gilt die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, für Deutschland als eine der größtmöglichen Katastrophen für die heimischen Schweinehalter. Die Angst ist groß, dass Wildschweine die Seuche auch nach Bayern bringen. Der Bayerische Jagdverband warnt vor Hysterie und setzt auf Fakten statt auf Emotionen.

Wild, also auch Wildschweine sind in Bayern ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur“ steht im Bayerischen Jagdgesetz. Nach dem Bundesjagdgesetz sind die Jäger auch verpflichtet, Wildschweine vor Krankheiten zu schützen. Doch seit die Afrikanische Schweinepest 2014 in Osteuropa aufgetreten ist, herrscht Katastrophenalarm. Landauf, landab wird zum Angriff auf Wildschweine geblasen, obwohl bisher in Deutschland die Afrikanische Schweinepest noch nie aufgetreten ist.

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Baden-Württemberg: Wildschweine randalieren in Supermarkt

Zwei Wildschweine haben am Dienstagmorgen in einem Einkaufsmarkt in der Thomas-Howie-Straße in Östringen (Landkreis Karlsruhe) einen Sachschaden von mehreren tausend Euro angerichtet. Gegen 10.15 Uhr tauchte eine Rotte Wildschweine auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes auf. Zwei Tiere stürmten in den Markt und durchbrachen hierbei die Eingangstür. Im Verkaufsraum liefen die Tiere durch die Gänge und beschädigten Waren und Auslagen. Danach rannten beide Wildschweine wieder auf den Parkplatz und zusammen mit ihren Artgenossen über die Bundesstraße 292 in Richtung Wald. PM Polizei

Foto: Wildschwein. Foto: SE

M-V: Keiler im Schlaf von Baum erschlagen

Beim Aufräumen der Schäden, die das Sturmtief Xavier in den Wäldern um Rogeez (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hinterlassen hat, brachten Waldarbeiter einen Keiler auf ungewöhnliche Weise zur Strecke: Als sie eine Baum fällten, bemerkten die Männer, dass sich die Krone beim Aufprall auf den Waldboden “seltsam bewegte”, wie der Nordkurier berichtet. Als sie nachschauten, entdeckten sie im Brombeergestrüpp, in das der gefällte Baum gefallen war, ein totes Wildschwein. Offenbar hatte der Keiler den Lärm der Motorsägen – im Prinzip durchaus zutreffend – als ungefährlich eingeordnet und in seinem vermeintlich sicheren Versteck friedlich weitergeschlummert. Ein echtes Pechschwein. red.

Beitragsbild: Sturmschäden im Wald. Foto: SE

M-V.: Ab morgen Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Wildschwein

Jäger in Mecklenburg-Vorpommern erhalten für jedes im Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Land, das Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus Mitte Oktober 2017 auf den Weg gebracht hatte.

Darüber hinaus sieht die neue Vorschrift vor, beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern ebenfalls eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 25 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Schließlich ist der Einsatz ausgebildeter Jagdhunde nicht selbstverständlich, aber die revierübergreifende Zusammenarbeit in dieser Situation unverzichtbar“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Österreich: 21-jähriger bei Rehbergung totgefahren

Ein 21 Jahre alter Slowene ist auf der Pyhrnautobahn (A9) in der Steiermark ums Leben gekommen. Der Mann hatte nach einer Kollision mit dem Tier sein Fahrzeug auf dem Standstreifen abgestellt und verließ den Wagen, um den Kadaver des Rehs zu bergen. Dabei wurde er von einem Kleinbus erfasst. Der 21jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Fahrer des Busses und seine Beifahrerin blieben unverletzt.

In Saarbrücken ist eine Frau in der Nacht auf Sonntag einem Wildschwein ausgewichen, wobei sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Kleinwagen durchschlug ein Absperrgitter und rollte eine drei Meter tiefe Böschung herunter, bevor er im Fischbach liegenblieb. Die Polizei sicherte das Fahrzeug, das von der Feuerwehr geborgen wurde. Die 56 Jahre alte Fahrzeugführerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls schwer verletzt wurde eine 18jährige Fahranfängerin, die beim bayerischen Brennberg (Kreis Regensburg) einem Reh ausweichen wollte. Dabei geriet ihr Fahrzeug ins Schleudern und sie prallte an einen Baum. red.

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Wildschwein im Fußraum

Ein 54 Jahre alter Skoda- Fahrer war am Dienstag gegen 17:00 Uhr auf der B 188 in Richtung Uchtspringe unterwegs, als plötzlich hinter der Ortslage Hottendorf ein Wildschwein über die Straße lief. Er konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern und stieß mit dem Wildschwein zusammen. Nachdem er die Fahrertür öffnete und sich nach dem Schaden erkundigen wollte, sprang das Tier in den Fußraum. Der Fahrer konnte sich retten. Eintreffende Polizeibeamte erschossen das noch lebende Wildschwein. Am Pkw entstand Sachschaden. Der Mann blieb unverletzt. PM

Beitragsbild: Schecke im Fußraum. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

NRW: Jäger durch Keiler verletzt

Bei einer Nachsuche in Folge einer Maisjagd in Drohne, einem Ortsteil der Gemeinde Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein Jäger durch einen annehmenden Keiler schwer verletzt worden. Die Weidmänner hatten bei der Erntejagd sieben Sauen erlegt, ein 20-kg-Frischling wurde nur angeschossen und verschwand in einem Dickicht, wie das Westfalen-Blatt berichtet. Bei der Nachsuche wurde der Jäger dann jedoch von einem 70-Kilo-Keiler angegriffen, der vermutlich ebenfalls krankgeschossen wurde und sich im selben Dickicht ins Wundbett begeben hatte. Der Keiler brachte dem Nachsuchenführer eine klaffende Fleischwunde bei, der Verletzte wurde mit einem Rettunsgwagen ins Krankenhaus gebracht, wo die Wunde versorgt wurde. Dem Begleiter des Nachsuchenführers gelang es, den Keiler zur Strecke zu bringen. Auch der Frischling wurde nach erfolgreicher Nachsuche erlegt. red.

Beitragsbild: Durch Keiler verletzte Jägerbeine (Archivbild). Foto: SE Zur Geschichte zum Bild geht es hier.

Brandenburg: Trichinen bei Wildschwein im Landkreis Uckermark

Bei einem in der Umgebung von Neurochlitz (Landkreis Uckermark) erlegten Wildschwein sind bei der vorgeschriebenen Untersuchung Trichinellen nachgewiesen worden. Das teilt der Amtstierarzt des Landkreises mit. Das Stück wurde als genussuntauglich eingestuft und unschädlich beseitigt. PM

Beitragsbild: Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia