Schlagwort-Archive: Wildnis

Yukon: Grizzly tötet Mutter und 10 Monate altes Baby

+++ Österreich: Zu wenig Rehe geschossen – Gemeinde kündigt Jagdpachtvertrag +++ Bayern: Radioaktives Cäsium und Perfluoroctansäure (PFOA) – Abschussprämie für unverkäufliche Wildschweine im Landkreis Altötting +++ Bayern: Damwild aus Gatter bei Mainburg (Landkreis Kelheim) ausgebrochen +++

Als Gjermund Roesholt am Montag gegen 15 Uhr Ortszeit von einer Überprüfung seiner Fallen im Yukon-Territorium zu seiner Blockhütte in der Wildnis östlich von Anchorage zurückkehrte, griff ihn ein aggressiver Grizzly-Bär an. Roesholt erschoss den Bären, keine 100 Meter vor seiner Behausung. Als er seine Hütte erreichte, fand er seine 37 Jahre alte Frau Valérie Théorêt und die gemeinsame zehn Monate alte Tochter tot auf. Die beiden waren in der Hütte geblieben, während er die Fallen kontrollierte und hatten offenbar einen Spaziergang unternommen, als sie von dem Grizzly überrascht und getötet wurden. So rekonstruierten Gerichtsmediziner den Vorfall. Die in Quebec geborene Valérie Théorêt arbeitete als Grundschullehrerin für Französisch in Whitehorse, sie nutzte die Elternzeit, um mit ihrem Partner so viel Zeit wie möglich in der Wildnis zu verbringen. Gjermund Roesholt ist als Guide für Jäger und Angler tätig. Das Paar galt als äußerst Outdoor-erfahren, es war nicht Mangel an Erfahrung, der zu dem Unglück führte, erklärte ein befreundeter Trapper gegenüber dem kanadischen Sender CBC. red.

Beitragsbild: Beileidsbekundungen für Roesholt auf Instagram. (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

Ausstellung: Wildnis in der Schirn

In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der wiederkehrenden Faszination von der Wildnis vom 1. November 2018 bis zum 3. Februar 2019 eine umfassende Themenausstellung.

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Als Wolf leben…

In der Regel möchte man ja lieber nicht wissen, was die Leute in ihrer Freizeit so treiben, mit denen das Berufsleben einen unter das selbe Dach, in das selbe trostlose Büro zwingt, nicht wahr? Eine eindrucksvolle Bestätigung für diese These liefert ein gewisser Lukas Lupus auf Zeitonline. In diesem Fall sind damit jedoch derart aufschlussreiche Einblicke in das Innenleben gewisser Wolfsfreunde verbunden, so dass wir leider nicht umhin kommen, uns der wölfischen Existenz dieses jungen Mannes zu widmen. Lukas Lupus ist 31 und betreut als Informatiker in einem internationalen Unternehmen die IT-Technik für 1000 Angestellte. Wir stellen ihn uns folglich blass, unsportlich und leicht adipös vor. Wenn Lukas nach Hause kommt, verwandelt er sich in Lupus, sein Wolfs-Ich. Schon mit 17 habe er sich für Hunde und Wölfe interessiert und dabei festgestellt, dass er selbst ein Wolf sein will. Ist ja heutzutage kein Problem, auch wenn man sich noch nicht zum Wolf umoperieren lassen kann: Er schnallt sich die wölfische Gummimaske vors Gesicht und macht es sich auf seiner Fleece-Decke gemütlich. So könne er “komplett runterfahren”, müsse nicht überlegen, was noch zu tun ist und ob er alle Rechnungen bezahlt hat. Ganz wie ein Wolf eben.

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Kommunen warnen vor Umwandlung von Wald in Wildnis

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und Umweltverbände arbeiten auf die Errichtung von Wildnisgebieten in Deutschland hin. Im Fokus stehen 337 große Waldgebiete. Bis 2020 sollen Kommunen 10 % ihrer Wälder aus der forstlichen Nutzung nehmen und für Wildnis zur Verfügung stellen. „Obwohl auf europäischer Ebene der Stilllegung von Wäldern eine klare Absage erteilt wird, sollen in Deutschland große Waldgebiete in Wildnis umgewandelt werden. Die Wildnispläne des BMUB lassen dabei wissenschaftliche und internationale Entwicklungen weitestgehend außer Acht. Deshalb lehnen waldbesitzende Kommunen einen deutschen Sonderweg ab. Sollten die Pläne des BMUB verwirklicht werden, müssen sich Bürger, Waldbesitzer und Kommunen auf gravierende Veränderungen einstellen. Wildnis nach EU-Standards bedeutet: Verbot von Tourismus, Forst-, Land- und Weidewirtschaft, Jagd, Waldbrand- und Borkenkäferbekämpfung, Beeren- und Pilze sammeln. Gebäude und Straßen müssen in den Kernzonen entfernt werden“, so der Vorsitzende des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“, Verbandsdirektor Winfried Manns (Mainz) und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, anlässlich der Bundestagung des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“ am 27. Juni 2016 in Iphofen. Bereits im Jahr 2009 habe das EU-Parlament in der Begründung zur Entschließung über Wildnisgebiete darauf hingewiesen, dass das Konzept Wildnis im urbanen europäischen Raum an seine Grenzen stoße: „Wir müssen die Natur schützen, jedoch durch menschliche Nutzung“. Die Fläche Europas sei zu klein, um Bürgern den Zugang zu bestimmten Gebieten zu verbieten.

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Wildniskonferenz in Potsdam

Über 230 Teilnehmer trafen sich heute (9.9.2015) bei der Wildniskonferenz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in der Potsdamer Staatskanzlei. Experten und Interessierte aus Politik, Naturschutz, Wissenschaft, Wirtschaft, und Gesellschaft diskutieren über aktuelle Fragen und Herausforderungen für den Wildnisschutz in Deutschland. Jawina war dabei.

Deutschland braucht Wildnis – das ist die Botschaft der Wildniskonferenz unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland, lädt in ihrem 15. Jubiläumsjahr zur Konferenz ein. Aufgrund der hohen Resonanz war die Konferenz mit über 230 Teilnehmern rasch ausgebucht. Das Thema ist auch für Jagd und Jäger relevant, denn mit der Herausnahme der Flächen aus der Nutzung ist es oft auch mit der Jagd vorbei. Oder die Jagd wird von anderen, z.B. von Mitgliedern und geladenen Gästen der Naturschutzverbände ausgeübt, die oft riesige Gebiete aus dem Besitz der Allgemeinheit unentgeltlich übertragen überkommen.

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