Schlagwort-Archive: Wilderer

Thüringen: Wilderer erlegen Reh und trennen Haupt und Vorderläufe ab

+++ NRW: Hirsch von zwei “mutmaßlichen Wölfen” attackiert +++

Am Abend des Ostersonntag teilte ein Jagdpächter mit, dass er in seinem Revierbereich bei Zeigerheim, einem Ortsteil von Bad Blankenburg (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ein totes Reh gefunden habe. Die eingesetzten Beamten stellten im Beisein des Geschädigten fest, dass ein oder mehrere Unbekannte das Tier widerrechtlich erlegt hatten. Dem Rehwild wurden außerdem das Haupt sowie die Vorderläufe abgetrennt. Aufgrund der Spurenlage wird Tierfraß nach derzeitigem Stand ausgeschlossen, weshalb Ermittlungen gegen Unbekannt aufgrund von Jagdwilderei geführt werden. Zeugen, welche im Jagdgebiet Zeigerheim in letzter Zeit Verdächtiges festgestellt haben, werden gebeten, sich bei der LPI Saalfeld unter 03671-560 zu melden.

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Brandenburg: Wilderer-Camp im Oderbruch?

Abenteuerliche Geschichten aus dem Wilden Osten vermeldet die Märkische Oderzeitung (MOZ): Demnach hat sich im Oderbruch bei den Orten Golzow, Gorgast, Dolgelin  und Reitwein eine brutale Wildererbande niedergelassen. Die etwa 50 “Männer”™ hetzten mit Geländewagen, z.B. einem Toyota Hilux – einem auch in anderen Kriegs- und Krisengebieten geschätzten Modell – die noch in Sprüngen beisammen stehenden Rehe. “Sie fahren völlig rücksichtslos über die jetzt trockene Feldflur, stoppen auch an Straßen nicht, sondern verfolgen das Wild in schneller Fahrt”, zitiert die MOZ einen Zeugen. Sind die Tiere durch Flucht und Verfolgung erschöpft, was insbesondere bei den jetzt hochbeschlagenen Ricken schnell geht, so ließen sie ihre windhundartigen Jagdhunde auf die Rehe los, die diese dann quälen und reißen. Jäger hätten bereits Bekanntschaft mit den Wilderern gemacht und seien massiv bedroht worden. Diese Männer™ sind gefährlich, warnt der Kreisjagdverband (KJV).

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USA: Bären-Wildbret nicht verwertet – zwölf Jahre Jagdverbot

Die Naturschutz- und Wildtierbehörde des US-Bundesstaats Colorado (Colorado Parks & Wildlife, CPW) hat einem Jäger aus South Dakota für zwölf Jahre die Jagd- und Fischereilizenzen entzogen, weil er das Fleisch eines erlegten Schwarzbären nicht verwertet hat. Der 58-jährige Robert Stalley hatte in der Jagdsaison 2017 einen kapitalen Schwarzbären bei Steamboat Springs geschossen und nur Haupt und Decke des erlegten Stücks mitgenommen. Stalley war im Besitz gültiger Lizenzen für Schwarzbär und (Maultier)Hirsch. In Colorado ist es Jägern jedoch gesetzlich vorgeschrieben, das essbare Fleisch von erlegtem Großwild für den menschlichen Verzehr zu verwerten. Weil Stalley dieser Verpflichtung nicht nachkam, wird ihm Wilderei und illegaler Abschuss eines Wildtiers vorgeworfen. Bei der Bemessung des Strafmaßes spielte CPW zufolge auch eine Rolle, dass Stalley versucht hatte, den Ermittlungsbeamten der Behörde zu täuschen:

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Österreich: Jäger erwischt Wilderer beim Gamsabschuss

Am 03.05.2019 gegen 21 Uhr beobachtete ein Jäger in Buchen bei Telfs (Bundesland Tirol, Bezirk Innsbruck) einen Wilderer beim Abschuss einer Gams. Während der Jäger die Polizei verständigte, beobachtete eine zweite Auskunftsperson den vermeintlichen Wilderer, wobei es “auch zum Kontakt kam”, wie die Polizei formuliert. Medienberichten zufolge bedrohte der Wilderer die Person, von der er zur Rede gestellt wurde, mit einer Waffe, was der Wilderer später jedoch bestritt. Nach dem Zusammentreffen flüchtete der Wilderer in den Wald, die geschossene Gams ließ er zurück. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Tatortbereichsfahndung unter Beteiligung des Sondereinheitskommandos Cobra, mehreren Streifen des Bezirkes Innsbruck Land sowie Diensthundestreifen, konnte um 22:04 Uhr bei einer Fahrzeugkontrolle in Bairbach der 31 Jahre alte Tatverdächtige samt Langwaffe mit Schalldämpfer im Laderaum des kontrollierten PKWs festgestellt werden. Er hatte sich von seiner Freundin zum Wildern fahren und von einem Freund wieder abholen lassen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

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Flensburg: Polizei schnappt mutmasslichen 19-jährigen Wilderer

Den Beamten des Polizeireviers Kappeln und der Staatsanwaltschaft Flensburg ist es durch intensive Ermittlungstätigkeit gelungen, einen gravierenden Fall von Wilderei aufzuklären. Durch zwei Tatverdächtige war in den frühen Morgenstunden des 23.Dezember 2018 im Jagrevier “Gut Rundhof” unrechtmäßig ein mehrjähriger Sikahirsch unter Einsatz einer mit Schalldämpfer versehenen Jagdwaffe erlegt worden (JAWINA berichtete). Die Tatverdächtigen, die bei der Tat durch einen Zeugen, der sich als Jäger berechtigt im dortigen Revier aufhielt, beobachtet worden waren, entzogen sich einer Personalienfeststellung durch Flucht mittels eines Kraftfahrzeuges mit hoher Geschwindigkeit. Durch akribische monatelange Ermittlungstätigkeit ist es den Beamten des Polizeireviers Kappeln nunmehr gelungen einen 19-jährigen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg stammenden Beschuldigten für die Tat verantwortlich zu machen. Der Beschuldigte, der (noch) im Besitz eines Jagdscheins ist, hat die Tat im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Durchsuchungsmaßnahme gestanden und wird sich nun wahrscheinlich wegen Jagdwilderei in einem besonders schweren Fall zu verantworten haben. PM

Beitragsbild: Sikahirsch. Autor: Lilly M, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter den Lizenzen: GNU-Lizenz für freie Dokumentation,  Creative-Commons-Lizenzen „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“, „2.5 generisch“, „2.0 generisch“ und „1.0 generisch“.

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Südafrika: Wilderer von Elefant getötet und von Löwen gefressen

Ein mutmaßlicher Nashorn-Wilderer ist im südafrikanischen Krüger Nationalpark von einem Elefant getötet, seine sterblichen Überreste von einem Rudel Löwen vertilgt worden. Ranger in dem Park fanden nur noch den Schädel und die Hosen des Wilderers, wie der Krüger Nationalpark bekanntgab. Demnach ist die Familie des Wilderers von dessen Komplizen in Kenntnis gesetzt worden, dass ihr Verwandter am Dienstag getötet worden sei, als sie im Park Nashörnern nachstellten. Die Familie verständigte den zuständigen Ranger, der sofort eine Suchaktion einleitete. Suchpatrouillen versuchten, zu Fuß und mit Unterstützung durch Hubschrauber die Überreste des Getöteten zu finden. Als die Dämmerung einsetzte, musste die Suche am Mittwoch abgebrochen werden. Am Donnerstag wurde sie wieder aufgenommen, mittlerweile hatte der Suchtrupps genauere Informationen über den Ort des Geschehens, weil die vier Komplizen des Wilderers am Abend zuvor festgenommen und verhört worden waren.

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Spanien: Wildhüter erschossen, Wilderer zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilt

Der spanische Wilderer Ismael Rodriguez (28) ist am vergangenen Donnerstag von einem Gericht in Barcelona zu einer Gefängnisstrafe von 45 Jahren verurteilt worden, weil er in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der katalanischen Stadt Lleida zwei Wildhüter erschossen hat. Die beiden Wildhüter Xavier Ribes (43) und David Iglesias Díaz (39) hatten am 21. Januar 2017 eine Routinekontrolle durchgeführt, bei der sie den Verurteilten in dem Jagdgebiet um 10.50 Uhr antrafen. Sie wünschten ihm freundlich einen guten Morgen und baten ihn, seine Flinte zu entladen. Dies ist das letzte, woran sich der Angeklagte erinnere, wie er in dem Verfahren vorgab. Auf den Gruß hin drehte sich Rodriguez um und gab aus etwa drei Metern Entfernung je einen Schuss auf Brust und Gesicht seiner Opfer ab. Dann lud er nach und schoss aus etwa einem Meter Entfernung den am Boden liegenden Männern in Kopf und Nacken. Beide Wildhüter waren verheiratet, Ribes hinterlässt einen zehnjährigen Sohn, Díaz ein sieben Jahre altes Mädchen.

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Österreich: Wildkamera fotografiert Wilderer mit Pfeil und Bogen

Im Jagdgebiet Haselgraben in der Umgebung von Altenberg bei Linz (Oberösterreich) hat eine Wildkamera zwei mit Pfeil und Bogen bewaffnete Wilderer in Tarnanzügen fotografiert.

Zuvor war dem Revierinhaber aufgefallen, dass mehrere bestätigte Stück Rehwild in dem Revier spurlos verschwunden waren. Daraufhin wurden die Wildkameras aufgestellt, die nun den Beweis für die Wilderei in dem Revier lieferten. Auch ein Reh mit einer Fleischwunde an der Schulter, die von einem mit Widerhaken besetzten Jagdpfeil stammen dürfte, wurde von einer der Wildkameras fotografiert. Die Fotos gibt es u.a. bei der Kronenzeitung zu sehen. Der Revierinhaber hat Anzeige erstattet.

Beitragsbild: Pfeil mit Jagdspitze. Foto: privat

Bayern: Wilderei im Revier Trostberg Heiligkreuz

Im Jagdrevier Heiligkreuz Nord (Landkreis Traunstein) wurden von einer Spaziergängerin kürzlich die Überreste von fünf Rehen im Gebüsch in der Nähe von Purkering vorgefunden. Von den Wildtieren wurden dort nur die Köpfe und Innereien entsorgt. Nach Auskunft eines Jägers, welcher für dieses Revier zuständig ist, kam es speziell in diesem Revier in den letzten Monaten wiederholt zu Feststellungen die auf Jagdwilderei hindeuten würden. So wurden schon mehrfach im Revierbereich Schüsse gehört, die nicht von den dort berechtigten Jägern abgegeben wurden. Ferner ist der Bestand an Rehwild seit geraumer Zeit in diesem Revier stark dezimiert. Das Revier Heiligkreuz Nord erstreckt sich im Süden von Wäschhausen bis einschließlich Purkering und östlich in Richtung Günzelham. Hinweise zu den Taten od. ggf. verdächtige Wahrnehmungen/Fahrzeuge in diesem Bereich nimmt die Polizeiinspektion Trostberg unter der Tel.-Nr.: 08621/9842-0 entgegen. PM

Beitragsbild: Erlegte Rehe (Archivbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Wilderer schiesst Sikahirsch – Polizei sucht Zeugen

Am 23.12.18, gegen drei Uhr morgens, schossen Jagdwilderer einen Sikahirsch in einem fremden Jagdrevier, beim Gut Rundhof in der Gemeinde Stangheck (Kreis Schleswig-Flensburg). Ein Zeuge, ebenfalls Jäger, hatte aus der Entfernung den Schuss eines Jagdgewehrs mit Schalldämpfer vernommen und konnte beobachten, wie der geschossene Hirsch anschließend von zwei Personen von der Koppel gezogen und auf einen Pritschenwagen geworfen wurde. Da die Wilderer das Fahrzeug des Zeugen anschließend wohl bemerkt haben, versteckten sie den Hirsch in einem nahegelegenen Waldstück und flohen mit sehr hoher Geschwindigkeit zunächst in Richtung Lehbek, Stangheck, Wippendorf und von dort auf die L21 (alte Flensburger Straße). Der tote Hirsch wurde am nächsten Tag von der Polizei und dem Zeugen gefunden. Das ca. vierjährige Tier wies eine Schussverletzung, sowie eine breite Schnittwunde auf. Es ist davon auszugehen, dass der Hirsch nach dem Schuss zwar bewegungsunfähig aber nicht verendet war, so dass erst nach dem Messerstich der Tod eintrat.

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