Schlagwort-Archive: Wilderer

USA: Bären-Wildbret nicht verwertet – zwölf Jahre Jagdverbot

Die Naturschutz- und Wildtierbehörde des US-Bundesstaats Colorado (Colorado Parks & Wildlife, CPW) hat einem Jäger aus South Dakota für zwölf Jahre die Jagd- und Fischereilizenzen entzogen, weil er das Fleisch eines erlegten Schwarzbären nicht verwertet hat. Der 58-jährige Robert Stalley hatte in der Jagdsaison 2017 einen kapitalen Schwarzbären bei Steamboat Springs geschossen und nur Haupt und Decke des erlegten Stücks mitgenommen. Stalley war im Besitz gültiger Lizenzen für Schwarzbär und (Maultier)Hirsch. In Colorado ist es Jägern jedoch gesetzlich vorgeschrieben, das essbare Fleisch von erlegtem Großwild für den menschlichen Verzehr zu verwerten. Weil Stalley dieser Verpflichtung nicht nachkam, wird ihm Wilderei und illegaler Abschuss eines Wildtiers vorgeworfen. Bei der Bemessung des Strafmaßes spielte CPW zufolge auch eine Rolle, dass Stalley versucht hatte, den Ermittlungsbeamten der Behörde zu täuschen:

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Österreich: Jäger erwischt Wilderer beim Gamsabschuss

Am 03.05.2019 gegen 21 Uhr beobachtete ein Jäger in Buchen bei Telfs (Bundesland Tirol, Bezirk Innsbruck) einen Wilderer beim Abschuss einer Gams. Während der Jäger die Polizei verständigte, beobachtete eine zweite Auskunftsperson den vermeintlichen Wilderer, wobei es “auch zum Kontakt kam”, wie die Polizei formuliert. Medienberichten zufolge bedrohte der Wilderer die Person, von der er zur Rede gestellt wurde, mit einer Waffe, was der Wilderer später jedoch bestritt. Nach dem Zusammentreffen flüchtete der Wilderer in den Wald, die geschossene Gams ließ er zurück. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Tatortbereichsfahndung unter Beteiligung des Sondereinheitskommandos Cobra, mehreren Streifen des Bezirkes Innsbruck Land sowie Diensthundestreifen, konnte um 22:04 Uhr bei einer Fahrzeugkontrolle in Bairbach der 31 Jahre alte Tatverdächtige samt Langwaffe mit Schalldämpfer im Laderaum des kontrollierten PKWs festgestellt werden. Er hatte sich von seiner Freundin zum Wildern fahren und von einem Freund wieder abholen lassen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

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Flensburg: Polizei schnappt mutmasslichen 19-jährigen Wilderer

Den Beamten des Polizeireviers Kappeln und der Staatsanwaltschaft Flensburg ist es durch intensive Ermittlungstätigkeit gelungen, einen gravierenden Fall von Wilderei aufzuklären. Durch zwei Tatverdächtige war in den frühen Morgenstunden des 23.Dezember 2018 im Jagrevier “Gut Rundhof” unrechtmäßig ein mehrjähriger Sikahirsch unter Einsatz einer mit Schalldämpfer versehenen Jagdwaffe erlegt worden (JAWINA berichtete). Die Tatverdächtigen, die bei der Tat durch einen Zeugen, der sich als Jäger berechtigt im dortigen Revier aufhielt, beobachtet worden waren, entzogen sich einer Personalienfeststellung durch Flucht mittels eines Kraftfahrzeuges mit hoher Geschwindigkeit. Durch akribische monatelange Ermittlungstätigkeit ist es den Beamten des Polizeireviers Kappeln nunmehr gelungen einen 19-jährigen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg stammenden Beschuldigten für die Tat verantwortlich zu machen. Der Beschuldigte, der (noch) im Besitz eines Jagdscheins ist, hat die Tat im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Durchsuchungsmaßnahme gestanden und wird sich nun wahrscheinlich wegen Jagdwilderei in einem besonders schweren Fall zu verantworten haben. PM

Beitragsbild: Sikahirsch. Autor: Lilly M, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter den Lizenzen: GNU-Lizenz für freie Dokumentation,  Creative-Commons-Lizenzen „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“, „2.5 generisch“, „2.0 generisch“ und „1.0 generisch“.

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Südafrika: Wilderer von Elefant getötet und von Löwen gefressen

Ein mutmaßlicher Nashorn-Wilderer ist im südafrikanischen Krüger Nationalpark von einem Elefant getötet, seine sterblichen Überreste von einem Rudel Löwen vertilgt worden. Ranger in dem Park fanden nur noch den Schädel und die Hosen des Wilderers, wie der Krüger Nationalpark bekanntgab. Demnach ist die Familie des Wilderers von dessen Komplizen in Kenntnis gesetzt worden, dass ihr Verwandter am Dienstag getötet worden sei, als sie im Park Nashörnern nachstellten. Die Familie verständigte den zuständigen Ranger, der sofort eine Suchaktion einleitete. Suchpatrouillen versuchten, zu Fuß und mit Unterstützung durch Hubschrauber die Überreste des Getöteten zu finden. Als die Dämmerung einsetzte, musste die Suche am Mittwoch abgebrochen werden. Am Donnerstag wurde sie wieder aufgenommen, mittlerweile hatte der Suchtrupps genauere Informationen über den Ort des Geschehens, weil die vier Komplizen des Wilderers am Abend zuvor festgenommen und verhört worden waren.

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Spanien: Wildhüter erschossen, Wilderer zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilt

Der spanische Wilderer Ismael Rodriguez (28) ist am vergangenen Donnerstag von einem Gericht in Barcelona zu einer Gefängnisstrafe von 45 Jahren verurteilt worden, weil er in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der katalanischen Stadt Lleida zwei Wildhüter erschossen hat. Die beiden Wildhüter Xavier Ribes (43) und David Iglesias Díaz (39) hatten am 21. Januar 2017 eine Routinekontrolle durchgeführt, bei der sie den Verurteilten in dem Jagdgebiet um 10.50 Uhr antrafen. Sie wünschten ihm freundlich einen guten Morgen und baten ihn, seine Flinte zu entladen. Dies ist das letzte, woran sich der Angeklagte erinnere, wie er in dem Verfahren vorgab. Auf den Gruß hin drehte sich Rodriguez um und gab aus etwa drei Metern Entfernung je einen Schuss auf Brust und Gesicht seiner Opfer ab. Dann lud er nach und schoss aus etwa einem Meter Entfernung den am Boden liegenden Männern in Kopf und Nacken. Beide Wildhüter waren verheiratet, Ribes hinterlässt einen zehnjährigen Sohn, Díaz ein sieben Jahre altes Mädchen.

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Österreich: Wildkamera fotografiert Wilderer mit Pfeil und Bogen

Im Jagdgebiet Haselgraben in der Umgebung von Altenberg bei Linz (Oberösterreich) hat eine Wildkamera zwei mit Pfeil und Bogen bewaffnete Wilderer in Tarnanzügen fotografiert.

Zuvor war dem Revierinhaber aufgefallen, dass mehrere bestätigte Stück Rehwild in dem Revier spurlos verschwunden waren. Daraufhin wurden die Wildkameras aufgestellt, die nun den Beweis für die Wilderei in dem Revier lieferten. Auch ein Reh mit einer Fleischwunde an der Schulter, die von einem mit Widerhaken besetzten Jagdpfeil stammen dürfte, wurde von einer der Wildkameras fotografiert. Die Fotos gibt es u.a. bei der Kronenzeitung zu sehen. Der Revierinhaber hat Anzeige erstattet.

Beitragsbild: Pfeil mit Jagdspitze. Foto: privat

Bayern: Wilderei im Revier Trostberg Heiligkreuz

Im Jagdrevier Heiligkreuz Nord (Landkreis Traunstein) wurden von einer Spaziergängerin kürzlich die Überreste von fünf Rehen im Gebüsch in der Nähe von Purkering vorgefunden. Von den Wildtieren wurden dort nur die Köpfe und Innereien entsorgt. Nach Auskunft eines Jägers, welcher für dieses Revier zuständig ist, kam es speziell in diesem Revier in den letzten Monaten wiederholt zu Feststellungen die auf Jagdwilderei hindeuten würden. So wurden schon mehrfach im Revierbereich Schüsse gehört, die nicht von den dort berechtigten Jägern abgegeben wurden. Ferner ist der Bestand an Rehwild seit geraumer Zeit in diesem Revier stark dezimiert. Das Revier Heiligkreuz Nord erstreckt sich im Süden von Wäschhausen bis einschließlich Purkering und östlich in Richtung Günzelham. Hinweise zu den Taten od. ggf. verdächtige Wahrnehmungen/Fahrzeuge in diesem Bereich nimmt die Polizeiinspektion Trostberg unter der Tel.-Nr.: 08621/9842-0 entgegen. PM

Beitragsbild: Erlegte Rehe (Archivbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Wilderer schiesst Sikahirsch – Polizei sucht Zeugen

Am 23.12.18, gegen drei Uhr morgens, schossen Jagdwilderer einen Sikahirsch in einem fremden Jagdrevier, beim Gut Rundhof in der Gemeinde Stangheck (Kreis Schleswig-Flensburg). Ein Zeuge, ebenfalls Jäger, hatte aus der Entfernung den Schuss eines Jagdgewehrs mit Schalldämpfer vernommen und konnte beobachten, wie der geschossene Hirsch anschließend von zwei Personen von der Koppel gezogen und auf einen Pritschenwagen geworfen wurde. Da die Wilderer das Fahrzeug des Zeugen anschließend wohl bemerkt haben, versteckten sie den Hirsch in einem nahegelegenen Waldstück und flohen mit sehr hoher Geschwindigkeit zunächst in Richtung Lehbek, Stangheck, Wippendorf und von dort auf die L21 (alte Flensburger Straße). Der tote Hirsch wurde am nächsten Tag von der Polizei und dem Zeugen gefunden. Das ca. vierjährige Tier wies eine Schussverletzung, sowie eine breite Schnittwunde auf. Es ist davon auszugehen, dass der Hirsch nach dem Schuss zwar bewegungsunfähig aber nicht verendet war, so dass erst nach dem Messerstich der Tod eintrat.

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Österreich: Polizei schnappt Gamswilderer

Am 31. Dezember 2018, gegen 09:00 Uhr wurde bei der Polizeiinspektion (Tirol) Zirl angezeigt, dass im Bereich der Martinswand in Zirl jemand wildere. Im Zuge einer sofortigen Fahndung konnte im Bereich des Inns ein 59-jähriger tatverdächtiger Österreicher festgenommen werden. Mit Unterstützung eines Polizeidiensthundes wurden ein Rucksack mit einer Jagdwaffe, sowie eine gewilderte Gamsgeiß aufgefunden. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Mann die Tat. Ein später ausgeforschter zweiter tatverdächtiger Österreicher bestreitet eine Beteiligung. Über beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt und Anzeige wegen Schweren Eingriffs in fremdes Jagd- oder Fischereirecht erstattet. PM Polizei

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Wilderer töten 87 Elefanten in Botswana

Die Naturschutzorganisatione Elephants Without Borders (EWB) hat bei Zählflügen über Botswana die Kadaver von 87 frisch gewilderten Elefanten entdeckt. Außerdem fielen fünf weiße Nashörner den Wilderern zum Opfer, die die Tiere wegen ihres Elfenbeins verfolgen. Da erst die Hälfte der Zählflüge für 2018 abgeschlossen ist, erwarten die Experten von EWB, dass die endgültige Auswertung noch weitaus höhere Zahlen ergibt. In der letzten Dekade ist schätzungsweise ein Drittel der afrikanischen Elefantenpopulation von Wilderern abgeschlachtet worden, allein in den letzten fünf Jahren haben schwer bewaffnete Wilderertrupps 60 Prozent der Elefanten Tansanias getötet. Botswana galt bisher als vergleichsweise sicherer Ort für Elefanten, weil das Land eine kopfstarke und gut ausgerüstete Anti-Wilderer-Einheiten unterhielt. Doch der im Mai ins Amt gekommene neue Präsident Botswanas, Mokgweetsi Masisi, hat nur einen Monat nach seiner Wahl damit begonnen, die Behörde für Wildtiere und Nationalparks zurückzubauen. Die Anti-Wilderer-Einheiten werden stark verkleinert und müssen militärische Waffen und Ausrüstungsteile abgeben.

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Ostafrika: Luftbilder-Analyse deckt Zusammenarbeit von Rangern und Elefanten-Wilderern auf

Internationales Forscherteam hat Muster von Wilderei in Tansania aufgedeckt

Eine internationale Forschergruppe hat Luftaufnahmen eines Naturreservats in Ostafrika analysiert und dabei Muster der illegalen Jagd auf Elefanten aufgedeckt. Die Analyse zeigt, dass sich auf dem Höhepunkt der Wilderei-Krise in Tansania von 2013 bis 2015 eine Häufung von Elefantenkadavern in der Nähe von drei Rangerstationen befand. Das lege an manchen Orten in der Region Ruaha-Rungwa eine Verbindung zwischen den Wilderern und Parkaufsehern nahe. „Es gibt schon seit längerer Zeit die Vermutung, dass sich manche Wilderer mit manchen Rangern abgesprochen haben könnten. Unsere Studie untermauert diese Bedenken und bringt sie mit der extrem aktiven Wilderei zu der Zeit in Zusammenhang“, sagt Severin Hauenstein von der Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse der Universität Freiburg. Die Studienergebnisse haben Hauenstein und seine Kollegen von der University of York/England und dem Tansania Wildlife Research Institute (TAWIRI) in der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlicht.

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Bayern: Polizei schnappt falschen Jäger

Hessen: Jäger ohne Jagschein verurteilt

Bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) hat ein Jäger bei einer Kontrolle durch die Polizei einen offensichtlich gefälschten Jagdschein vorgezeigt. Bei der daraufhin erfolgtem Durchsuchung der Wohnung des 54jährigen fand die Polizei neben Waffen und Munition einen Vorrat an Blanko-Jagdscheinen sowie weitere Unterlagen, die den Verdacht erhärteten, dass der Mann seinen Jagdschein gefälscht habe. Da der falsche Jäger auch keinen Führerschein besitzt, wurde Anzeige wegen diverser Delikte wie Jagdwilderei, Fahren ohne Führerschein, Urkundenfälschung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz erstattet. Die Polizei prüft, ob und wo der Mann gewildert hat.

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Tansania: Naturschutzaktivist vermutlich von Wilderern erschossen

Der südafrikanische Ökologe und Naturschutzaktivist Wayne Lotter ist am 16. August auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel in einem Taxi in Daressalam erschossen worden. Die Polizei vermutet, dass auf Lotter angesetzte Killer ihn gezielt aufgespürt und verfolgt haben, wie die englische Tageszeitung The Guardian berichtet. Dem zufolge überholte der Angreifer Lotters Taxi, stoppte es so und schoss zweimal, nachdem er Geld gefordert hatte. Lotter war Mitgründer der PAMS Foundation Tanzania, einer kleinen, aber effizienten und schlagkräftigen NGO, die sich der Bekämpfung der Wilderei verschrieben hat. Lotter wird nachgesagt, zahlreiche Wilderer und deren illegale Händler enttarnt und ins Gefängnis gebracht zu haben. Er soll mehrfach Morddrohungen erhalten haben. PAMS widmet sich nicht nur der Bekämpfung der Wilderei in Zusammenarbeit mit Polizei und Ermittlungsbehörden vor Ort, sondern bildet auch Wildhüter aus, unterstützt und initiiert Schulprojekte in von Wilderei betroffenen Gebieten und arbeitet mit Farmern zusammen, um Konflikte mit Wildtieren zu entschärfen.

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Malta: Wilderer nach verdeckten Ermittlungen von Vogelschützern festgenommen

Die Polizei auf Malta hat in der Nähe von Hal Farrug einen Wilderer festgenommen und dessen Schrotflinte konfisziert. Der Mann war von Mitgiedern der Tierschutzvereinigung “Komitee gegen den Vogelmord” (Committee against Bird Slaughter, CABS) beobachtet und gefilmt worden. Die Vogelschützer wollen zuvor Hinweise aus der Bevölkerung erhalten haben, dass in dem Gebiet um Hal Farrug Dutzende von Schüssen gefallen seien, nachdem die Vogeljagdsaison bereits beendet gewesen sei. Daraufhin sei die “Überwachungsmission” gestartet worden, so eine Sprecherin der Organisation gegenüber dem Malta Independent. Es handle sich um “organisiertes Verbrechen”, so die CABS-Sprecherin: Drei Männer hätten sich in dem entlegenen Tal gegenseitig mit Funkgeräten über die Züge von Turteltauben und anderer geschützter Vögel informiert. Einer der Männer sei abgestellt gewesen, um das Gebiet und die in das Tal führenden Straßen zu überwachen und die anderen vor anrückenden Polizei-Patrouillen zu warnen. Diese Vorsichtsmaßnahmen seien jedoch vergeblich gewesen, da es den verdeckten Ermittlern von CABS gelungen sei, aus einem Versteck heraus einen der Wilderer mit einer Schrotflinte in der Hand an zwei Tagen zu filmen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Malta Independent. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Wilderei in Langenhagen: Reh verendet in Schlinge

In der Nähe des Wietzesees im Norden Langenhagens (Niedersachsen) hat ein Spaziergänger eine Drahtschlinge mit einem verendeten Reh gefunden. Bereits in der Woche zuvor war eine Wildererschlinge in dem Gebiet entdeckt und von der Polizei sichergestellt worden, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet. Die Drahtschlingen sind nach Auffassung der Polizei ziemlich professionell angefertigt worden. In der am Mittwoch entdeckten Schlinge hatte sich ein junger Rehbock gefangen, der in einem vermutlich einige Tage währenden Todeskampf elend zugrunde gegangen ist. Der Kadaver war bereits bis auf die Knochen abgenagt. Jagdwilderei ist eine Straftat, wird unter Anwendung einer Drahtschlinge gewildert, so wird dies gemäß § 292 Strafgesetzbuch als besonders schwerer Fall gewertet, der mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.  SE

Weitere Bilder und Informationen:

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Mecklenburg-Vorpommern: Dänen beim Wildern erwischt

Bei Scharbow im Kreis Ludwigslust-Parchim hat die Polizei am Wochenende zwei Dänen, 47 und 70 Jahre alt, beim Wildern erwischt. Jäger hatten Schüsse gehört und ein illegal erlegtes Reh gefunden. Es stellte sich heraus, dass einer der beiden Wilderer das Revier an der Autobahn A24 kannte – er war dort früher zur Jagd gegangen, wegen grober Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen dann aber nicht mehr eingeladen worden. Die Polizei nahm den unerwünschten Jagdgästen die Jagdwaffen ab. SE

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Hessen: Reh gewildert, Polizei bittet um Mithilfe

Nach dem Fund eines gewilderten Rehs in Sinn-Edingen (Lahn-Dill-Kreis), bitte die Herborner Polizei um Mithilfe. Der zuständige Jagdpächter hat sich an die Ordnungshüter gewandt, nachdem ihn ein Passant ihn am Sonntagabend (04.09.2016), gegen 18.30 Uhr auf ein totes Reh am Ortsausgang Edingen in Richtung Fleisbach aufmerksam gemacht hatte. Eine Untersuchung des rechts neben der Landstraße im Feld liegenden Tiers zeigte, dass es zweifelsfrei erschossen wurde. Ein legaler Abschuss durch einen Weidmann kann ausgeschlossen werden. Vielmehr gehen Polizei und der Pächter davon aus, dass das Reh von einem Wilderer unerlaubt erlegt wurde. Die Ermittler der Herborner Polizei bitten Zeugen, die am vergangenen Wochenende Personen oder Fahrzeuge im Feldbereich zwischen Edingen und Fleisbach beobachteten oder die Schüsse wahrnahmen, sich unter Tel.: (02772) 47050 zu melden. PM Polizei

Beitragsbild: “Erschossenes” Reh (Symbolbild). Foto: SE

Elefanten-Wilderer töten drei Ranger

Im Garamba Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo haben Elefantenwilderer vier Wildhüter und den Park-Manager beschossen, drei Ranger starben. Das teilte die Naturschutzorganisation African Parks in einer aktuellen Presseerklärung mit. Die vier Wildhüter und der schwedische Park-Manager Eric Mararv sind/waren für African Parks tätig. Ranger Dieudonné Tsago Matikul starb noch vor an Ort seinen Schussverletzungen, die Ranger Richard Sungudikpio Ndingba und Rigobert Anigobe Bagale wurden mit den anderen Verletzten von amerikanischen Spezialeinheiten des Afrikanischen Kommandos der Vereinigten Staaten (United States African Command, AFRICOM) in ein Militärlazarett im Südsudan geflogen, wo sie ihren schweren Verletzungen erlagen.

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Tansania: Wilderer schießen Wildhüter-Hubschrauber ab

In Tansania haben Wilderer am vergangenen Freitag einen Hubschrauberpiloten erschossen, der die Behörden des Landes bei der Verfolgung von Elefantenwilderern unterstützte. Der englische Pilot Roger Gower (37) arbeitete für den Friedkin Conservation Fund des amerikanischen Großwildjägers und Milliardärs Thomas H. Friedkin. Der Friedkin Conservation Fund unterstützt die Wildtier- und Jagdbehörden Tansanias im Kampf gegen Wilderer und führt kommunale Entwicklungsprojekte in ländlichen Gegenden des afrikanischen Landes durch. Der Friedkin Conservation Fund veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Nachruf auf den Piloten. Er habe in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden aktive Elefantenwilderer per Hubschrauber verfolgt. Er hatte die Kadaver dreier Elefanten entdeckt und umkreiste das vermutliche Versteck des Elfenbeins, als die Wilderer aus dem Busch sprangen und das Feuer eröffneten. Ein Projektil aus einer AK47 durchschlug den Pilotensitz. Ein zweite Person an Bord konnte den Helikopter noch landen, Gower starb jedoch, bevor Rettungskräfte eintrafen. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt zurück gelassen. Der überlebende Passagier wurde wegen kleinerer Verletzungen und eines Schocks infolge des Angriffs im Krankenhaus behandelt.

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Bayern: Polizei untersucht Anwesen – Verdacht auf Wilderei

Unerlaubter Waffenbesitz und Verdacht der Jagdwilderei in Teisendorf

Beamte der Polizeiinspektion Freilassing, des Einsatzzuges Traunstein, sowie ein Diensthundeführer durchsuchten am Mittwochmorgen nach Hinweisen auf Jagdwilderei zwei Anwesen im Gemeindebereich Anger und ein Anwesen im Gemeindebereich Teisendorf (Landkreis Berchtesgadender Land).

In den Anwesen des Beschuldigten, einem aktiven Jäger, der legal im Besitz von mehreren Lang- und Kurzwaffen, sowie diverser Munition ist, wurden insgesamt fünf Gewehre, eine Pistole, zwei Schalldämpfer und verschiedene Munition aufgefunden, für die dem Mann die erforderlichen Berechtigungen fehlen. An einem der Gewehre war der Schalldämpfer noch montiert.

Ferner wurde eine Jagdwaffe festgestellt, die jederzeit zugriffsbereit in der ehemaligen Küche in einer der durchsuchten Anwesen stand. Schließlich fanden die Beamten mehrere unerlaubt zugeeignete Jagdtrophäen von Rehböcken, darunter so begehrte wie ein Sechser und ein ungerader Achter. Die Trophäen hatte sich der Beschuldigte in einem Revier angeeignet, für das er keine Jagdberechtigung hatte.

Die Waffen, die Munition und die Jagdtrophäen wurden sichergestellt. Den Mann erwarten nun mehrere Strafanzeigen wegen Verstößen gegen was Waffengesetz und Jagdwilderei. PM Polizei

Foto: Sichergestellte Waffen und Trophäen, Copyright: Polizei

Wilderer tötet vier Menschen und sich selbst

Der Wilderer, der bei seiner versuchten Festnahme und anschließenden Flucht drei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer erschoss, ist vermutlich tot. Fahnder fanden bei der Stürmung seines Anwesens im niederösterreichischen Örtchen Großpriel eine brennende, bereits verkohlte Leiche. DNA-Proben sollen nun Gewissheit bringen, ob es sich bei dem Mann um den Täter handelt, den 56jährigen Transportunternehmer und bislang unbescholtenen Familienvater Alois H.

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Bücher: Dreimal Wilderei

Horst Eberhöfer, Der Wilderer im Nationalpark

Umschlag_EberhoeferIm 53 000 Hektar großen Nationalpark Stilfserjoch herrscht seit 1983 Jagdverbot. Und weil das Südtiroler Reviersystem das Jagdrecht an den Wohnort koppelt, dürfen die Menschen dort keine Jäger sein. Das fanden die ungerecht. Auch wollten die Bergler nicht zuschauen, wie die explosionsartig anwachsenden Rotwildbestände den für den Lawinenschutz wichtigen Bannwald kahlfraßen. So wurde der Nationalpark zu einer Hochburg der Wilderei. Ob Horst Eberhöfer so gute Gründe brauchte, ist indes fraglich, er wäre wohl ohnehin Wilderer geworden. Denn eigentlich, meint Eberhöfer, wäre der „gewöhnliche, zivilisierte Jäger“ viel lieber Wilderer, in dem noch „die Leidenschaft des Steinzeitmenschen“ am Werk sei. Mit geradezu steinzeitlicher Leidenschaft ist auch Eberhöfers Buch geschrieben. Er schildert, wie ihn sein Jagdtrieb weder arbeiten, noch schlafen lässt, wie Wilderei zur Sucht wird, wie ihn die Lust am Risiko dazu bringt, den dicksten Hirsch unter den Augen der Carabinieri zu schießen. Doch er verschweigt auch die Gefahren nicht: Die Hausdurchsuchungen, Verfolgungsjagden und Gefängnisaufenthalte ebenso wenig, wie Selbstekel und schlechtes Gewissen, die ihn befallen, wenn er „blind tötet“, statt zu jagen. Ein packendes Buch, das man in einem Zug durchliest.

143 Seiten, 18,50 Euro, ISBN 88-88118-16-0, Provinz Verlag w www.provinz-verlag.com

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