Schlagwort-Archive: Wilderei

RLP: Reh mit Armbrust gewildert

Die Polizei ermittelt derzeit in Olsbrücken (Landkreis Kaiserslautern) wegen des Verdachts der Jagdwilderei und benötigt dringend Zeugenhinweise. Ein Jagdpächter verständigte am Mittwochnachmittag die Polizei Kaiserslautern, weil er ein getötetes Reh vorgefunden hat. Das Tier wurde vermutlich mit einer Armbrust erschossen. Anstelle der üblichen Pfeilspitze befand sich ein massiver, kugelförmiger Kopf. Haben Sie im Zeitraum zwischen Dienstag, 14:45 Uhr, und Mittwoch, 14:45 Uhr, etwas Auffälliges in Olsbrücken beobachten können? Dann melden Sie sich bitte bei der Polizei Kaiserslautern unter der Telefonnummer: 0631/ 369-2150.

Beitragsbild: Der Pfeil, mit dem das Reh getötet wurde. Quelle: Polizei

Ostafrika: Luftbilder-Analyse deckt Zusammenarbeit von Rangern und Elefanten-Wilderern auf

Internationales Forscherteam hat Muster von Wilderei in Tansania aufgedeckt

Eine internationale Forschergruppe hat Luftaufnahmen eines Naturreservats in Ostafrika analysiert und dabei Muster der illegalen Jagd auf Elefanten aufgedeckt. Die Analyse zeigt, dass sich auf dem Höhepunkt der Wilderei-Krise in Tansania von 2013 bis 2015 eine Häufung von Elefantenkadavern in der Nähe von drei Rangerstationen befand. Das lege an manchen Orten in der Region Ruaha-Rungwa eine Verbindung zwischen den Wilderern und Parkaufsehern nahe. „Es gibt schon seit längerer Zeit die Vermutung, dass sich manche Wilderer mit manchen Rangern abgesprochen haben könnten. Unsere Studie untermauert diese Bedenken und bringt sie mit der extrem aktiven Wilderei zu der Zeit in Zusammenhang“, sagt Severin Hauenstein von der Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse der Universität Freiburg. Die Studienergebnisse haben Hauenstein und seine Kollegen von der University of York/England und dem Tansania Wildlife Research Institute (TAWIRI) in der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlicht.

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Mecklenburg-Vorpommern: Hirsch nach Wildunfall enthauptet

Am 08.10.2017 ereignete sich gegen 20:30 Uhr auf der Bundesstraße 198 bei Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in Fahrtrichtung Plau am See kurz vor der Einmündung nach Kaeselin, ein Verkehrsunfall zwischen einem Opel und einem Hirsch. Der Hirsch verendete an der Unfallstelle. An dem verunfallten Pkw entstand ein Schaden von ca. 10.000EUR. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde der verendete Hirsch auf die Bankette gezogen, um den fließenden Straßenverkehr nicht weiter zu beeinträchtigten. Als der verständigte Jagdausübungsberechtigte wenig später den Hirsch an sich nehmen wollte, stellt er fest, dass zwischenzeitig unbekannte Täter den Kopf des Hirsches samt Geweihstangen abgeschärft und entwendet hatten. Die Tatzeit kann vom 08.10.2017 zwischen 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr eingegrenzt werden. Die Kriminalkommissariatsaußenstelle Röbel hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstraßen von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, richten diese bitte an die Polizei in Röbel unter 039931- 848 224. PM

Beitragsbild: Begehrte Trophäe – Haupt eines Rothirschs. (Archivbild) Foto: SE

Italien: Vermehrte Wilderei von Wölfen

In den mittelitalienischen Berggebieten häufen sich Fälle von Wilderei auf Wölfe, berichtet SüdtirolNews. Ein “ganz besonders krasser und barbarischer Fall” der “illegalen Selbsthilfe” habe sich in Radicofani in der Provinz Siena ereignet: In dem laut SüdtirolNews hauptsächlich von der Weidewirtschaft mit Schafen lebendem Dorf wurden zwei getötete Wölfe an das Ortseingangsschild gehängt. Die Wolfsfreunde von Life Medwolf, die auf ihrer Internet– und Facebook-Seite über den Vorfall berichten, verurteilten die Tat aufs Schärfste. Der Bürgermeister von Radicofani, Francesco Fabbrizzi, kritisierte gegenüber SüdtirolNewsa den “gravierenden und geschmacklosen Gewaltakt” und erklärte, dass diese “barbarischen Vorfälle keinesfalls eine Antwort auf die zuletzt gehäuft auftretenden Attacken von Wölfen auf Schafe sein könnten.” red.

Beitragsbild: Die am Ortschild von Radicofani aufgehängten Wölfe: Foto: Life Medwolf / Facebook

Bayern: Wilderei an der Rötelwand

Im Bereich des Forstamts Ruhpolding (Landkreis Traunstein) hat sich in der Nacht zum vergangenen Montag ein möglicherweise schwerer Fall von Wilderei ereignet: Am Mittwoch wurde an einer Salzlecke an der Rötelwand ein Anschuss entdeckt. Ein Nachsuchenführer fand Pansenreste eines Stücks Rotwild. Möglicherweise, so vermutet die Polizei, wurden außer dem Weidwundschuss weitere Schüsse angetragen. Das verendete Stück wurde dann ins Tal hinab nach Eschelmoos gezogen. Dort fanden die Fahnder Spuren von zwei Wilderern. In welche Richtung diese mit ihrem Fahrzeug flüchteten, ließ sich nicht feststellen. Da Hirsche, Tiere und Kälber in Bayern Schonzeit haben, während Schmaltiere und Spießer Jagdzeit haben, geht die Polizei von einem Fall von schwerer Wilderei aus: Nicht, weil es tatsächlich Hinweise auf ein Schonzeitvergehen gäbe, sondern weil die Polizei in Ermittlungen grundsätzlich vom schwereren Delikt ausgehe, wie ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA erläuterte.

Wer im fraglichen Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich von Rötelwand und Eschelmoos gesehen hat, wem Hirschfleisch unbekannter Herkunft angeboten wurde, wird gebeten, sich mit der Polizei Traunstein unter der Rufnummer 08 61/98 73 0 in Verbindung zu setzen. SE

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

NRW: Wilderer enthauptet Reh – und Hund

In der Nacht auf Sonntag wurden in Dorsten (Kreis Recklinghausen) zwei tote und enthauptete Tiere auf einem Acker im Jagdrevier Wulfen gefunden: Ein Reh und ein Hund. Das berichtet das Internetportal Der Westen. In der Vergangenheit ist es in dieser Gegen wiederholt zu Wildereivorfällen gekommen. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber dem Portal, es handele sich um eine neue Dimension, die Art und Weise sei sehr ungewöhnlich. Üblicherweise seien Wilderer “auf das Fleisch der Tiere scharf” und nähmen deshalb den Wildkörper mit. Auch dass ein Hund getötet und geköpft wird, dürfte glücklicherweise eher selten vorkommen. Der Polizei fehlt bisher ein Ermittlungsansatz. Wer Hinweise zu der Tat oder den Tätern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Dorsten unter 02361 / 552531 zu melden. SE

Beitragsbild: Mahlzeit. Foto: RSI

Sachsen: Damtier im Gatter gewildert

In Wiesa, einem Ortsteil von Kamenz (Landkreis Bautzen) haben unbekannte Täter ein tragendes Stück Damwild in einem Gatter an der Bischofswerdaer Straße getötet. Anschließend trennten die Täter Teile des Tiers fachmännisch ab und entwendeten diese, wie die Polizei mitteilt. Ein hinzugezogener Sachverständiger konnte einen Tier-Riss ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. PM

Beitragsbild: Damtier. Foto: SE

Wilderei in Langenhagen: Reh verendet in Schlinge

In der Nähe des Wietzesees im Norden Langenhagens (Niedersachsen) hat ein Spaziergänger eine Drahtschlinge mit einem verendeten Reh gefunden. Bereits in der Woche zuvor war eine Wildererschlinge in dem Gebiet entdeckt und von der Polizei sichergestellt worden, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet. Die Drahtschlingen sind nach Auffassung der Polizei ziemlich professionell angefertigt worden. In der am Mittwoch entdeckten Schlinge hatte sich ein junger Rehbock gefangen, der in einem vermutlich einige Tage währenden Todeskampf elend zugrunde gegangen ist. Der Kadaver war bereits bis auf die Knochen abgenagt. Jagdwilderei ist eine Straftat, wird unter Anwendung einer Drahtschlinge gewildert, so wird dies gemäß § 292 Strafgesetzbuch als besonders schwerer Fall gewertet, der mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.  SE

Weitere Bilder und Informationen:

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Schweiz: Wolf im Wallis gewildert

10.000 Franken Belohnung für Hinweis auf Täter

Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Wolf gewildert worden. Spaziergänger entdeckten den Kadaver des erwachsenen, weiblichen Tiers am 17. Februar gegen 17:00 Uhr in einem Wald bei dem Ort Pomi in Mayoux/Anniviers. Die Wölfin weist einen Einschuss hinter der Schulter auf. Für eine Autopsie wird der Tierkadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern transportiert, wie die Kantonspolizei mitteilt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Kantonspolizei hat einen  Zeugenaufruf im Internet veröffentlich: lle Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, sind gebeten sich bei der Kantonspolizei, Tel. +43 (0)27 326 56 56, zu melden. Die “Gruppe Wolf” hat eine Belohnung in Höhe von 10.000 Franken ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. SE/PM

Beitragsbild: Gewilderte Wölfin. Quelle: Kantonspolizei Wallis

Wiederauferstehung des Kofferraumrehs

Am Freitagspätnachmittag befuhr ein 58jähriger Autofahrer die Laupheimer Straße aus Richtung Weihertal nach Baustetten (Baden-Württemberg, Landkreis Biberach), meldet die Polizei: Hierbei erkannte der Fahrer, dass am Fahrbahnrand ein totes Rehkitz lag. Der Fahrer wendete und kehrte zur Fundstelle zurück. Er lud das tote Reh ein. Ein Passant wies den Fahrzeugführer darauf hin, dass das Wild dem Jagdpächter gehören würde. Der Fahrer erwiderte, dass er das Tier dem Pächter persönlich bringen würde. Der Passant schenkte den Angaben keinen Glauben und verständigte die Polizei. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der VW-Fahrer das Wild nicht dem Jagdpächter übergab. Der Mann gab an, dass das Kitz an dem Wohnhaus des Pächters beim Öffnen des Kofferraums wieder zu Bewusstsein kam und davon gesprungen sei. [Kleiner Tipp der Red.: Mal in der Tiefkühltruhe gucken!] Die Ermittlungen wegen Jagdwilderei führt das Polizeirevier Laupheim. PM Polizei

Beitragsbild: Reh – in diesem Fall erscheint die Wiederauferstehung unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, aber wer weiß… Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Dänen beim Wildern erwischt

Bei Scharbow im Kreis Ludwigslust-Parchim hat die Polizei am Wochenende zwei Dänen, 47 und 70 Jahre alt, beim Wildern erwischt. Jäger hatten Schüsse gehört und ein illegal erlegtes Reh gefunden. Es stellte sich heraus, dass einer der beiden Wilderer das Revier an der Autobahn A24 kannte – er war dort früher zur Jagd gegangen, wegen grober Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen dann aber nicht mehr eingeladen worden. Die Polizei nahm den unerwünschten Jagdgästen die Jagdwaffen ab. SE

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Herausforderung Elefantenwilderei

Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert Tierrechtsorganisationen, die mit Kampagnen gegen die legale Elefantenjagd Spenden sammeln. Vielmehr müssten die Hauptursachen des Elefantenrückgangs – Habitatverlust und Wilderei – effektiv bekämpft werden. Pragmatischer Naturschutz schließt die nachhaltige Nutzung von Wildtieren ein.

Afrikas Elefanten sind weiter im Abwind. Das ergab die erste afrikaweite Zählung, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Demnach gibt es noch etwa 350.000 bis 400.000 Savannen-Elefanten. Der Rückgang zwischen 2007 und 2014 betrug etwa 150.000 Tiere. Derzeit sinkt die Population jährlich weiter um circa acht Prozent. Die Zählungen wurden im Wesentlichen als standardisierte Stichproben von Kleinflugzeugen aus durchgeführt. Sie geben den Stand von 2014 wieder. Einzelne Staaten haben zwischenzeitlich ernsthafte Bemühungen im Kampf gegen die Wilderei eingeleitet. Auch Afrikas Waldelefanten, deren Bestände mit anderen Verfahren geschätzt werden, sind weiter im Rückgang begriffen. Sie sind seit Anfang des Jahrtausends um etwa zwei Drittel gefallen. Gleichzeitig ist ihr Lebensraum um ein Drittel zurückgegangen.

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Hessen: Reh gewildert, Polizei bittet um Mithilfe

Nach dem Fund eines gewilderten Rehs in Sinn-Edingen (Lahn-Dill-Kreis), bitte die Herborner Polizei um Mithilfe. Der zuständige Jagdpächter hat sich an die Ordnungshüter gewandt, nachdem ihn ein Passant ihn am Sonntagabend (04.09.2016), gegen 18.30 Uhr auf ein totes Reh am Ortsausgang Edingen in Richtung Fleisbach aufmerksam gemacht hatte. Eine Untersuchung des rechts neben der Landstraße im Feld liegenden Tiers zeigte, dass es zweifelsfrei erschossen wurde. Ein legaler Abschuss durch einen Weidmann kann ausgeschlossen werden. Vielmehr gehen Polizei und der Pächter davon aus, dass das Reh von einem Wilderer unerlaubt erlegt wurde. Die Ermittler der Herborner Polizei bitten Zeugen, die am vergangenen Wochenende Personen oder Fahrzeuge im Feldbereich zwischen Edingen und Fleisbach beobachteten oder die Schüsse wahrnahmen, sich unter Tel.: (02772) 47050 zu melden. PM Polizei

Beitragsbild: “Erschossenes” Reh (Symbolbild). Foto: SE

Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

“Mehr geht bald nicht” – überschreit die Polizei Weimar eine Pressemeldung zu einem eigentlich alltäglich Wildunfall, der allerdings wirklich in einer bemerkenswerten Häufung von Delikten kulminierte: Am 18.05.2015 wurde die Polizei Weimar informiert, dass es am 17.05.2016 gegen 23:00 Uhr zu einem Wildunfall zwischen der Ortslage Blankenhain und dem Abzweig Keßlar kam. Der Fahrer (40) eines Krad „Kawasaki“ kollidierte auf der o.g. Ortsverbindungsstraße mit einem Reh stürzte und verletzte sich. Statt aber die  zuständigen Behörden zu informieren, bestellte er telefonisch eine Familienangehörige zum Unfallort. Das Reh wurde verladen nach Hause gebracht und als vermutlich leckere Mahlzeit zerlegt.

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Studie: Fördert legale (Wolfs-)Jagd die Wilderei?

Die New York Times (NYT) berichtet über eine Studie der Wildbiologen Guillaume Chapron und Adrian Treves, die zu belegen versucht, dass durch die Lagalisierung der Jagd auf Großkarnivoren wie Wölfe und Grizzly-Bären die Wilderei auf diese Arten zunimmt. Dies steht im Widerspruch zu der von Jägern und der eine Nutzung natürlicher Ressourcen nicht ablehnenden Fraktion von Naturschützern vertretenen Auffassung, derzufolge legale Jagdmöglichkeiten Wilderei vermindern.

Da zu erwarten ist, dass sich jagdfeindliche Kreise auf diese Studie berufen werden, wenn es gilt, etwa die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht zu verhindern, und NICHT zu erwarten ist, dass hiesige Medien auch nur annähernd so ausgewogen und objektiv darüber berichten wie die NYT Umwelt-Redakteurin Erica Goode, stellen wir deren Beitrag im folgenden vor.

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Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

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Tansania: Wilderer schießen Wildhüter-Hubschrauber ab

In Tansania haben Wilderer am vergangenen Freitag einen Hubschrauberpiloten erschossen, der die Behörden des Landes bei der Verfolgung von Elefantenwilderern unterstützte. Der englische Pilot Roger Gower (37) arbeitete für den Friedkin Conservation Fund des amerikanischen Großwildjägers und Milliardärs Thomas H. Friedkin. Der Friedkin Conservation Fund unterstützt die Wildtier- und Jagdbehörden Tansanias im Kampf gegen Wilderer und führt kommunale Entwicklungsprojekte in ländlichen Gegenden des afrikanischen Landes durch. Der Friedkin Conservation Fund veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Nachruf auf den Piloten. Er habe in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden aktive Elefantenwilderer per Hubschrauber verfolgt. Er hatte die Kadaver dreier Elefanten entdeckt und umkreiste das vermutliche Versteck des Elfenbeins, als die Wilderer aus dem Busch sprangen und das Feuer eröffneten. Ein Projektil aus einer AK47 durchschlug den Pilotensitz. Ein zweite Person an Bord konnte den Helikopter noch landen, Gower starb jedoch, bevor Rettungskräfte eintrafen. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt zurück gelassen. Der überlebende Passagier wurde wegen kleinerer Verletzungen und eines Schocks infolge des Angriffs im Krankenhaus behandelt.

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Baden-Württemberg: Unbekannter schießt Sau – Polizei sucht Wilderer

Am Samstag fand ein Zeuge gegen 11.30 Uhr auf einer Wiese im Gewann Kohlhau bei Bolheim im Landkreis Heidenheim ein totes Wildschwein. Bei der Untersuchung des noch warmen Kadavers stellte sich heraus, dass das Tier wegen einer Schussverletzung verendet war. In der Nähe fanden sich Fuß- und Fahrzeugspuren im Schnee. Die Jagdberechtigten erstatteten Anzeige beim Polizeiposten Herbrechtingen.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise: Wer am Samstag im Bereich der Wiesen zwischen Bohlheim und des Wanderparkplatzes Ugenhof verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, einen Schuss gehört hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 07322 / 96530 zu melden. PM Polizei BW

Beitragsbild: Erfolgreich nachgesuchte Sau (Symbolbild). Copyright: SE

Justiz-Groteske: Paar wildert Rehe – und klaut Kochtöpfe dazu

Ein grundsätzlich gestörtes Verhältnis zum Eigentum anderer legte ein Paar aus Wittlich (Rheinland-Pfalz) an den Tag, wie der volksfreund.de berichtet. Auf Verlangen seiner Freundin, die Rehe auf einer Wiese erblickt und infolgedessen “Appetit auf Rehrücken” verspürt hatte, erlegte der Mann die Tiere. Er war Jäger und im Besitz der erforderlichen waffenrechtlichen Erlaubnisse und hatte sogar eine (legale) Jagdmöglichkeit – nur leider standen die Rehe nicht in seinem Revier. Obendrein stahl das Paar auch noch die Kochtöpfe, in denen der erwilderte Braten zubereitet werden sollte. Beide wurden jetzt zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. SE

Beitragsbild: Reh, (total legal) erlegt. Copyright: privat

DJV und CIC begrüßen UN-Resolution gegen Wilderei und Wildtierschmuggel

Nachhaltige Jagd steht im Einklang mit internationalen Konventionen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC Deutschland) begrüßen die Resolution zur Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels mit Wildtieren, die von der 69. Vollversammlung der Vereinigten Nationen kürzlich in New York verabschiedet wurde. Die Bundesrepublik Deutschland und Gabun hatten die Resolution initiiert. Ziel der Resolution ist die Verbesserung der Strafverfolgung, die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit sowie die verstärkte Bekämpfung von Korruption, um die Nachfrage nach illegalen Produkten einzudämmen. Die Wilderei auf seltene Arten stellt in Afrika derzeit eine der größten Herausforderungen des Artenschutzes dar.

DJV und CIC sind überzeugt: Eine kontrollierte und nachhaltige jagdliche Nutzung trägt außerhalb der Nationalparks in erheblichem Umfang zum langfristigen Schutz von Wildtieren und deren Naturräumen bei. Schutz und Nutzung sind die beiden Säulen der UN-Biodiversitätskonvention (CBD), die von 168 Staaten und der EU unterzeichnet wurde. Auch die Weltnaturschutzunion (IUCN) lässt sich in ihrer Arbeit davon leiten, dass nur so auf Dauer natürliche Ressourcen erhalten werden können.

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Toter Löwe Cecil: Berufsjägerverband schmeißt Guide raus

Die Zimbabwe Professional Hunters & Guides Association (ZPHGA) hat Zane Bronkhorst, einen der Guides, der den amerikanischen Zahnarzt Walter Palmer auf einen als Touristenattraktion bekannten Löwen namens Cecil führte, mit sofortiger Wirkung und auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen. Das teilte die ZPHGA dem Guide in einem Jawina vorliegenden Schreiben mit. Der andere beteiligte Professional Hunter (PH), Theo Bronkhorst, ist nicht Mitglied der ZPHGA. In einem weiteren Schreiben, das der Jawina-Redaktion ebenfalls vorliegt, kündigt die ZPHGA gegenüber der Nationalpark- und Wildtier-Behörde Zimbabwes (Zimbabwe Parks & Wildlife Management Authority) eine eigene, unabhängige Untersuchung des Falls an.

Das Verhalten Zane Bronkhorsts stelle einen Verstoß gegen die mit der Mitgliedschaft in der ZPHGA verbundenen Pflichten dar, heißt es in ersterem Schreiben, und verletze den Ehrenkodex der Berufsjägervereinigung. Die beiden Guides hatten den Löwen mit einem Köder aus dem angrenzenden Nationalpark gelockt. Walter P. hatte den Löwen durch einen Schuss mit einer Armbrust nur verletzt, erst nach einer 40stündigen Nachsuche wurde er von den Guides erschossen. Der Fall hatte weltweit Abscheu und Empörung ausgelöst. Walter Palmer hat Medienberichten zufolge massive Morddrohungen erhalten und seine Zahnarztpraxis mittlerweile geschlossen.

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Heikos Reh

Ein Jäger erlegt ein gehandicaptes Reh. Heikos Reh. Das gibt Ärger. Eine Jagdgeschichte aus der Großstadt.

In der Ermittlungsakte der Berliner Polizei ist die “Tatzeit” akribisch festgehalten: Am. 10. Mai 2013 um 19.46 Uhr erlegt der Berliner Stadtjäger Manfred Wollny (Name von der Red. geändert) ein Reh am nordwestlichen Stadtrand Berlins. Schon seit mehreren Wochen hatte der Stadtjäger Hinweise von Anwohnern erhalten, die ein oder zwei Stück Rehwild “mit was um den Hals” meldeten. Von einer Schlinge oder einem Strick war die Rede, einem Geschirr oder gar einem Regencape. Die Stücke sollen verwahrlost wirken, eines sogar hinken. Die Rehe seien “atypisch zutraulich” , wahrten aber “eine gewisse Fluchtdistanz.”

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Schlingenschwein

Dieser stark abgekommene Überläufer wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsansitzes im Berliner Umland am vergangenen Wochenende erlegt. Es sah so aus, als würde das Stück ein Halsband tragen. Das vermeintliche Halsband erwies sich jedoch als eine den gesamten Hals umlaufende Verletzung. Die Borsten waren auf fünf Zentimeter Breite bis auf die nackte Haut abgescheuert, die tiefe Einschnürungen aufwies. Die Art der Verletzung deutet auf eine Wildererschlinge hin, möglicherweise ist das Wildschwein aber auch in einem Zaun hängengeblieben. Die Verletzung war über und über mit widerwärtigen Fliegen besetzt. Das Stück wäre auf jeden Fall fleischbeschaupflichtig gewesen und wurde verworfen.Gut, dass es zur Strecke gekommen ist. SE

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Deutschland engagiert sich für den Selous

Zehn Jahre nach dem Auslaufen eines erfolgreichen Schutzprogramms für den Selous in Tansania erneuert Deutschland sein Engagement für das Wildschutzgebiet.

Rund 25.000 Elefanten fallen aktuell in Afrika der Wilderei zum Opfer. Jedes Jahr. Das Be­un­ru­hi­gen­de daran ist, dass diese Anzahl über die letzten Jahre stetig an­ge­stie­gen ist. Auch für Nas­hör­ner ist die Lage dra­ma­tisch. Die immensen Schwarz­markt­preise für das Elfenbein der Elefanten und das Horn der Nas­hörner vor allem treiben die Wilderei in ganz Afrika kata­stro­phal in die Höhe. Die meisten afri­ka­ni­schen National­park­ver­wal­tun­gen haben nicht die ent­spre­chen­de Aus­rüs­tung und finanziellen Mittel, gegen die pro­fes­sio­nell or­ga­ni­sier­te Wilderei angehen zu können.

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Gut so: Jäger schießt zahmes Wildschwein

“Ende einer Haustier-Liebe” titelt die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), um sich im Fortgang des Artikels noch ungehemmter in widerwärtig süßlich-sentimentaler (und durch und durch verlogener – wie viele Hausschweine werden in Niedersachsen nochmal pro Stunde geschlachtet?) Gefühligkeit zu sühlen: Vom “tragischen Ende” der “ungewöhnlichen Haustier-Liebe” ist die Rede, und selbstverständlich kommt auch ausgiebig die “todtraurige” Besitzerin” – bezeichnenderweise Tierheilpraktikerin – zu Wort, die die dreijährige Bache Lexa “genauso liebgehabt” habe, “wie alle anderen Tiere”, die sie hat. Zirka 60 sind es laut NOZ, die die Frau auf ihrem kleinen Hof hält. Jetzt eines weniger, denn ein Jäger hat die zahme Bache bei einem nächtlichen Freigang im Wald fachgerecht erlegt. Gut so! Seien wir ihm dankbar, dass er diese potenzielle Gefahr für die Allgemeinheit eliminiert hat, bevor etwas passiert ist.

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Bayern: Polizei untersucht Anwesen – Verdacht auf Wilderei

Unerlaubter Waffenbesitz und Verdacht der Jagdwilderei in Teisendorf

Beamte der Polizeiinspektion Freilassing, des Einsatzzuges Traunstein, sowie ein Diensthundeführer durchsuchten am Mittwochmorgen nach Hinweisen auf Jagdwilderei zwei Anwesen im Gemeindebereich Anger und ein Anwesen im Gemeindebereich Teisendorf (Landkreis Berchtesgadender Land).

In den Anwesen des Beschuldigten, einem aktiven Jäger, der legal im Besitz von mehreren Lang- und Kurzwaffen, sowie diverser Munition ist, wurden insgesamt fünf Gewehre, eine Pistole, zwei Schalldämpfer und verschiedene Munition aufgefunden, für die dem Mann die erforderlichen Berechtigungen fehlen. An einem der Gewehre war der Schalldämpfer noch montiert.

Ferner wurde eine Jagdwaffe festgestellt, die jederzeit zugriffsbereit in der ehemaligen Küche in einer der durchsuchten Anwesen stand. Schließlich fanden die Beamten mehrere unerlaubt zugeeignete Jagdtrophäen von Rehböcken, darunter so begehrte wie ein Sechser und ein ungerader Achter. Die Trophäen hatte sich der Beschuldigte in einem Revier angeeignet, für das er keine Jagdberechtigung hatte.

Die Waffen, die Munition und die Jagdtrophäen wurden sichergestellt. Den Mann erwarten nun mehrere Strafanzeigen wegen Verstößen gegen was Waffengesetz und Jagdwilderei. PM Polizei

Foto: Sichergestellte Waffen und Trophäen, Copyright: Polizei

Wilderer tötet vier Menschen und sich selbst

Der Wilderer, der bei seiner versuchten Festnahme und anschließenden Flucht drei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer erschoss, ist vermutlich tot. Fahnder fanden bei der Stürmung seines Anwesens im niederösterreichischen Örtchen Großpriel eine brennende, bereits verkohlte Leiche. DNA-Proben sollen nun Gewissheit bringen, ob es sich bei dem Mann um den Täter handelt, den 56jährigen Transportunternehmer und bislang unbescholtenen Familienvater Alois H.

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Polizei fordert: Hunde zum Schutz von Wildtieren anleinen

Immer wieder werde gemeldet, dass nicht angeleinte oder herrenlos in Feld- und Waldnähe herumlaufende Hunde Rehe und anderes Wild jagen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung (PM) der Polizei in Mettmann (NRW)): Anlass der PM ist ein Vorfall vom Donnerstagabend des 06.06.2013 in Haan: Dort meldeten Bürger gegen 17.15 Uhr, dass ein freilaufender brauner Hund im Bereich Müllersberg und Schaafenkotten Rehe verfolgt und dabei auch ein etwa zwei Wochen junges Rehkitz aufgescheucht, gefasst und bis zu einem Wanderweg im Maul getragen hatte (Bild).

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Rehe als Hundespielzeug

Der schwarze Schäferhund-Mischling ist schnell, zu schnell für das erst wenige Monate alte Rehkitz. Auf den Maisstoppeln holt er es ein. Der Hund beißt sich in den Hinterkeulen des Kitzes fest, zerrt es zu Boden. Das Kitz kann sich losreißen, der Hund packt es erneut, schlägt seine Fangzähne in die Flanken, in Bauch und Hals des Kitzes, wieder und wieder läuft die Szene ab.

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