Schlagwort-Archive: Wildbret

Baden-Württemberg: Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord startet Projekt “Wilde Sau”

Naturpark will gemeinsam mit Jägern, Metzgern und Naturpark-Wirten Vermarktung von Schwarzwild-Produkten stärken

Wildschweinprodukte sollen in der Gunst der Verbraucher steigen und als hochwertiges, natürliches Lebensmittel wahrgenommen werden. Das möchte der Naturpark Schwarzwald Mitte Nord mit dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Pilotprojekt „Wilde Sau“ erreichen. Hierfür hat er bereits begonnen, ein Netzwerk aus Jägern, Metzgereien und Naturpark-Wirten aufzubauen, das weiter wachsen soll. „Wir wollen Wildschwein-Produkte als ein hochwertiges Lebensmittel vermarkten, bestehende Lieferbeziehungen intensivieren und Schwarzwild als neuen Regionalvermarktungsbereich des Naturparks etablieren“, stellte Naturpark-Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker auf der Kick-off-Veranstaltung für die Projektpartner am Montag beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord in Bühlertal heraus. Rund 50 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung gekommen.

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USA: Bären-Wildbret nicht verwertet – zwölf Jahre Jagdverbot

Die Naturschutz- und Wildtierbehörde des US-Bundesstaats Colorado (Colorado Parks & Wildlife, CPW) hat einem Jäger aus South Dakota für zwölf Jahre die Jagd- und Fischereilizenzen entzogen, weil er das Fleisch eines erlegten Schwarzbären nicht verwertet hat. Der 58-jährige Robert Stalley hatte in der Jagdsaison 2017 einen kapitalen Schwarzbären bei Steamboat Springs geschossen und nur Haupt und Decke des erlegten Stücks mitgenommen. Stalley war im Besitz gültiger Lizenzen für Schwarzbär und (Maultier)Hirsch. In Colorado ist es Jägern jedoch gesetzlich vorgeschrieben, das essbare Fleisch von erlegtem Großwild für den menschlichen Verzehr zu verwerten. Weil Stalley dieser Verpflichtung nicht nachkam, wird ihm Wilderei und illegaler Abschuss eines Wildtiers vorgeworfen. Bei der Bemessung des Strafmaßes spielte CPW zufolge auch eine Rolle, dass Stalley versucht hatte, den Ermittlungsbeamten der Behörde zu täuschen:

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Test: Wildbret vom Jäger überzeugt

Für n-tv haben zwei Berliner Köche Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh aus verschiedener Herkunft getestet. Beim Rothirsch musste der Brandenburger Hirschrücken zum Beispiel gegen Neuseeländer Gatterwild vom Discounter antreten. (Bei dem ja mal zu fragen wären, ob die Bezeichnung “Wild” tatsächlich legitim und gerechtfertigt ist, da “Wild” ja nicht nur bestimmte Tierarten, sondern vor allem auch eine bestimmte Lebensweise – nämlich als Wildtier – bezeichnet. “Wild” aus agrarindustrieller Gatterhaltung und vielleicht noch mit Gensoja gemästet ist eine üble Verbrauchertäuschung – auch wenn die Herkunft auf der Packung steht.) Die gute Nachricht: In allen drei Disziplinen setzt sich Wildbret vom Brandenburger Jäger klar und deutlich gegen seine – immerhin billigeren – Discounter-Konkurrenten durch. Sehenswert! SE

Beitragsbild: Wildbret im Test beim ntv-Ratgeber (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Verwirrung ums Verpackungsgesetz

Was Jäger jetzt beachten müssen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit seiner alarmistischen Pressemitteilung, derzufolge das am 1. Januar 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz für jeden Jäger gelte, der abgepacktes Wildbret abgibt, für beträchtliche Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. Dabei hätte ein Anruf beim Verpackungsregister gereicht, um zu erfahren, dass der Durchschnittsjäger nicht betroffen ist: Das neue Verpackungsgesetz ist für Jäger nur dann von Belang, wenn sie gewerbsmäßig handeln, bestätigt Dr. Bettina Sunderdiek, Leiterin Kommunikation und Presse beim Verpackungsregister. So ist es auch auf der Internetseite des Verpackungsregisters nachzulesen in einem Dokument mit dem Titel “Die zehn wichtigsten Fragen zur Umsetzung des Verpackungsgesetzes”, in dem es heißt: “Das „neue“ Verpackungsgesetz betrifft alle Unternehmen, die bisher auch nach der Verpackungsverordnung verpflichtet waren, für die Sammlung und das Recycling der Verpackungen ihrer gewerbsmäßig abgegebenen Produkte zu sorgen, wenn diese typischerweise beim privaten Haushalt oder diesen gleichgestellten Anfallstellen (kurz: privater Endverbraucher) als Abfall anfallen.” [Hervorhebung durch Red.]

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Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch haben dem Westfalen-Blatt zufolge angekündigt, den Jägern 10.000 Wildschweine abzunehmen. Damit soll dem Preisverfall durch das Überangebot an Wildschweinfleisch infolge der verstärkten Bejagung wegen der Afrikanischen Schweinepest entgegen gewirkt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben die Jäger in NRW mehr als 60.000 Schwarzkittel erlegt (JAWINA berichtete). Das Wildschweinfleisch solle nicht verramscht werden, bekräftigte ein Sprecher des Tönnies-Konzerns gegenüber der Zeitung. Allerdings müssten die Verarbeitungskapazitäten für das Wildbret noch geschaffen werden, aktuell laufen die Planungen dazu. Der Landesjagdverband NRW begrüßte das Angebot der Fleischindustrie. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalenblatt (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bayern: Hasenpest jetzt offiziell bestätigt

+++ Brandenburg: Elch schließt sich Kuhherde an +++ Hessen: Demo gegen Jagd mobilisiert ca. 15 Teilnehmer +++

Positive Untersuchungsbefunde an Mensch und Tier

Nach einer Hasenjagd sind Jäger im bayerischen Landkreis Schwandorf mit Verdacht auf Hasenpest in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nun wurde der Erreger im Labor nachgewiesen, wie das Landratsamt auf seiner Internetseite mitteilt: “In der Zeit vom 04. bis 08. November wurden elf Personen mit Verdacht auf Tularämie im Klinikum St. Marien in Amberg aufgenommen. Es handelt sich dabei um neun Jäger und um zwei Personen, die im Wildbearbeitungsbetrieb im Zusammenhang mit der Weiterverarbeitung der Hasen in Kontakt mit dem Fleisch gekommen waren. Aktuell befinden sich drei dieser elf Personen im Krankenhaus. Acht Jäger konnten am 08. November entlassen werden. Nachuntersuchungen werden vom Gesundheitsamt Schwandorf durchgeführt. Der letzte der bei der Jagd am 27. Oktober im Raum Nabburg erlegten acht Hasen konnte von den Veterinär- und Gesundheitsbehörden am 09. November sichergestellt werden. Damit ist kein Hase mehr in Umlauf. Am Landratsamt besteht deshalb Zuversicht, dass es zu keinen weiteren Erkrankungen mehr kommen wird, wenngleich im Hinblick auf die Inkubationszeit noch nicht von einer sicheren Entwarnung gesprochen werden kann.

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Verpackungsgesetz bringt neue Pflichten bei der Wildbretvermarktung

Noch mehr Bürokratie: Ohne Registrierung darf verpacktes Wildbret ab 1. Januar 2019 nicht mehr verkauft werden.

Das neue Verpackungsgesetz bringt auch für viele Anbieter von Wildbret ab 1. Januar 2019 neue Pflichten mit sich, meint der Deutsche Jagdverband (DJV). Auch bislang schon mussten nach der Verpackungsverordnung alle Hersteller verpackter Produkte für die Entsorgung ihrer Verpackungen einstehen. In der Regel erfolgt dies über die Beteiligung an einem „dualen System“ (z.B. Grüner Punkt). Zu den „Herstellern“ gehören auch Jäger, die Wildbret verpackt (z.B. vakuumiert) an Endverbraucher, Gastronomie oder Einzelhandel abgeben. Nicht als Hersteller im Sinne der Verpackungsverordnung gilt, wer Wild nur unverpackt (z.B. in der Decke) an Gastronomie, Einzelhandel, Verbraucher und Wildhändler abgibt.

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Sächsische Wildgrillmeisterschaft in Leipzig

Es wird heiß in Leipzig – an der ersten Sächsischen Wildgrillmeisterschaft auf der Messe Jagd und Angeln nehmen 30 deutsche und internationale Teams teil. Mit dabei: das Team „Wild auf Wild“. Der DJV unterstützt den Wettbewerb als offizieller Partner.

Am 6. und 7. Oktober 2018 findet die erste Sächsische Wildgrillmeisterschaft statt. Der Wettkampf wird in Leipzig auf der Messe Jagd & Angeln ausgetragen. In einem eigens eingerichteten Grilldorf treten 30 Amateur- und Profiteams in zwei Wettbewerben gegeneinander an. Der Deutsche Jagdverband (DJV) unterstützt die Veranstaltung mit seiner Kampagne Wild auf Wild (wild-auf-wild.de) und stellt ein gleichnamiges Grillteam. Mit dabei im Team ist Jäger und Falkner Torsten Pistol von Pistole-Hardcorefood.

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“Aberwitzig, dass die Jagd so stigmatisiert ist”

Ökologisch und ethisch vertretbares Fleisch – sprich: Wildbret – ist für viele Jäger eine Motivation zu jagen. Sicherlich nicht die einzige, aber eine wichtige und eine, die immer öfter als Begründung für das Interesse an der Jagd angeführt wird. Das dürfte auch daran liegen, dass die Erzeugung eines hochwertigen Nahrungsmittels eher gesellschaftliche Akzeptanz erfährt als z.B. Trophäenjagd – ob das nun in jedem Fall gerechtfertigt ist, sei dahingestellt.

In zwei bemerkenswert unvoreingenommenen Tageszeitungs-Beiträgen berichten eine Jägerin und ein Jäger über ihren Zugang zur Jagd. In dem Welt-Artikel mit dem sprechenden Titel “Weil ich Fleisch essen will” beschreibt eine Ärztin ihren Werdegang vom Stadtkind zur Jägerin. Und im österreichischen Standard erklärt Alexander, “Ein junger Mann mit selbstgebauter Büchse und Freude an der Jagd“, dass Jäger nicht “aus Spaß am Töten herumballern” und warum die Jagd im eigenen Revier für ihn am schönsten ist. Leseempfehlung! red.

Video: Der Standard/YouTube

Vakuumieren: Tisch oder Kammer?

Sein Wild zu vakuumieren, gehört für viele Jäger heute zum Standard. Meist geschieht das mit Tischgeräten, weil professionelle Kammervakuumierer unbezahlbar sind – oder?

Ein Beitrag von Frank Martini

Für ein Kammergerät der Einsteigerklasse sind regelmäßig Preise im deutlich vierstelligen Bereich fällig. Bei den Tischvakuumierern bewegt man sich damit hingegen in der absoluten Oberliga. Mehr als 1.000 Euro unverbindliche Preisempfehlung – dafür bekommt man bspw. die deutschen Flaggschiffe wie Landigs LAVA V.500, die Spitzengeräte von Ewald Mark oder von Bartscher. Bei denen viele Jäger, für deren Strecken ein Kammergerät durchaus Sinn machen würde, gern zugreifen. Denn wer bei seiner Jagdausrüstung schon mal am falschen Ende gespart hat, weiß: zu billig gekauft ist am Ende teuer! Da hat uns ein Angebot des Hagenbrunner Maschinenlieferanten Rotek verwundert die Augen reiben lassen: Ein Kammervakuumierer, und nicht mal ein besonders kleiner, für weniger als 1.000 Euro!  Wenn so ein Profiteil also zum Preis eines Tischgerätes im oberen Segment angeboten wird, kann der etwas taugen? Wir wollten es wissen und haben uns den Rotek PM-VC-400-T bestellt. Es ist das kleinere von zwei Modellen, das mit nur etwa einem halben Meter Bauhöhe bei geschlossenem Deckel an der Unterseite über Gummifüße für das Aufstellen auf einer Arbeitsfläche ausgelegt ist. Erst das größere Modell ist als Säule auf Rollen ausgeführt. Die Edelstahlkammer des kleineren Geräts misst in der Tiefe 41,5 cm und ist in der Mulde am Kammerboden 22,5 cm breit, zwischen den beiden (!) Schweißbalken liegt die Breite bei knapp 32 cm. Der Abstand zwischen Kammerboden und Schweißhöhe liegt bei neun Zentimetern, die Kammerhöhe bis zur Deckelwölbung misst 15 cm. Mit diesem Volumen liegt das Rotek-Gerät bereits oberhalb der Einsteigerklasse dieser Bauart.

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