Schlagwort-Archive: Wildbienen

NABU übt scharfe Kritik an Notfall-Zulassung für insektenschädliches Neonikotinoid

Der NABU kritisiert die aktuelle Notfallzulassung des insektenschädlichen Neonikotinoids Carnadine scharf. Damit verstoße Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erneut gegen ihre eigene Ankündigung „Was der Biene schadet, muss vom Markt“. Das Neonikotinoid Carnadine wird als schädigend für bestäubende Insekten eingestuft. Zugelassen wurde es vom Frau Klöckner direkt unterstellten Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für zunächst 120 Tage zur Behandlung von Zuckerrüben und Futterrüben im Freiland.

„Frau Klöckners Januskopf wird immer offensichtlicher: Nach außen inszeniert sie sich als oberste Bienenschützerin, im Hintergrund versetzt sie den Insekten den nächsten K.O.-Stoß. Ohne Rücksicht auf Verluste bei Insekten winkt sie erneut ein tödliches Gift auf den Markt. Und das in Zeiten, in denen jede zweite Wildbiene gefährdet ist und die ganze Republik über Maßnahmen gegen das Insektensterben diskutiert“, kritisierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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Zusammenarbeit zwischen Mensch und Wildtier

Dass Menschen und ihre Haustiere zusammenarbeiten, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen, ist nichts ungewöhnliches – das Beutemachen im Team von Jäger und Jagdhund ist ein gutes Beispiel dafür. Kollaborationen zwischen Menschen und Wildtieren sind weitaus seltener. Die südafrikanische Ornithologin Claire Spottiswoode hat einen faszinierenden Fall einer solchen Zusammenarbeit erforscht, wie die New York Times berichtet. Dass sich traditionelle Kulturen in manchen Gegenden Afrikas der Hilfe spechtartiger Vögel – sogenannter Honigführer (honeyguides) –  bedienen, um an den Honig wilder Bienenvölker zu gelangen, sei bekannt, schreibt die NY Times. In ihrer Studie “Reciprocal signaling in honeyguide-human mutualism” hat Claire Spottiswoode genauer beschrieben, wie diese Zusammenarbeit funktioniert. Demnach bedienen sich sowohl Menschen, als auch die Vögel bestimmter Klänge und Gesten, die nur im Zusammenhang mit der Honigsuche verwendet werden.

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Richtig Gärtnern für Wildbienen: Was schützt, was schadet

 Neuer Ratgeber der Deutschen Wildtier Stiftung zeigt, was man im Spätsommer für die nächste Wildbienen-Generation tun kann

Nur noch zwei Monate, dann hält der Altweibersommer bei uns Einzug. Die immer schwächer werdenden Wildbienen drehen ihre allerletzten Runden über duftende Stauden und Blumenwiesen. Das Leben der „Wildbienen-Eltern“ geht jetzt zu Ende; aber für den Nachkommen haben sie vorgesorgt. Die Wildbienenbrut schlummert in sorgsam angelegten Nestern. Wer einen Garten hat, übernimmt auch Verantwortung für die jungen Wildbienen. Wie sie sicher durchs Jahr kommen, zeigt der neue Ratgeber der Deutschen Wildtier Stiftung. Jeder der einen grünen Daumen hat, kann sich am Wildbienenschutz beteiligen.

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