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Expertentipp: Wildäcker für arme Böden

In dem Jawina-Beitrag “Das alternative Revier” hatten wir von den Bemühungen des Revierinhabers berichtet, die kargen Sandböden in der Schorfheide mit geeigneten Äsungspflanzen zu bestellen: „Wir haben viele Versuche gemacht, um die ideale Wildackermischung für die armen Böden hier zu finden“, so wurde Revierinhaber Jürgen Sartori in dem Beitrag zitiert. “Mais, Topinambur, Waldstaudenroggen und Triticale gedeihen auf dem märkischen Sand nicht so gut. „Wir mussten da umlernen: In meinem alten Revier bei Sponheim in Rheinland-Pfalz hat der Topinambur zehn Jahre lang gehalten – hier kam er nicht mal im ersten Jahr hoch.“ Viel Jawina-Leser haben nachgefragt und wollten wissen, welche Wildackerpflanzen sich im “alternativen Revier” denn besonders bewährt haben. Wir haben nachgefragt.

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Das alternative Revier

Reduktion der Wildbestände unter wissenschaftlich belegte Bewirtschaftungsgrenzen, Bewegungsjagden und Verlängerung der Jagdzeiten werden als einzig wirksame Mittel gegen Wildschäden gepriesen. Ein Revier in der Schorfheide zeigt: Es geht auch anders. Trotz hoher, viele Forstleute würden wohl sagen, drastisch überhöhter Wildbestände, gibt es dort kaum Wildschaden. Warum? Weil dem Wild alternative Äsung zur Verfügung gestellt wird. Man muss das nicht als beispielhaft auffassen – eine Anregung, die landauf, landab als alternativlos und angeblich so ökologisch gepredigten Bewirtschaftungs- und Bejagungskonzepte zu überdenken, ist es allemal.

 “Es gibt in meinem Revier keine Drückjagden, keinen Forstschutz und trotzdem nur geringe Wildschäden“, behauptet Jürgen Sartori und ergötzt sich am Ausdruck von Staunen und Zweifel, die diese Worte zuverlässig auf die Mienen seiner Gesprächspartner zaubern. Und setzt noch eins drauf: Dabei gebe es einen ordentlichen Bestand an Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild. Alles Wild sei tagaktiv – auch das Schwarzwild. „Das glauben Sie nicht? Dann schauen Sie es sich doch an.“

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