Schlagwort-Archive: Wild

DJV: Wald und Wild gehören zusammen

Der DJV protestiert anlässlich der Umweltministerkonferenz gegen die Pauschalforderung Wald vor Wild: Wildtiere sind nicht der Sündenbock einer verfehlten Forstpolitik. Die Abschusszahlen für Reh und Hirsch steigen weiter und liegen jetzt bei 1,4 Millionen Tieren. Trotzdem ist immer noch jeder zweite Baum im deutschen Wald ein anfälliger Nadelbaum.

Im Kontext des notwendigen Waldumbaus fordern Vertreter von Forst und Naturschutz „Wald vor Wild“ als Handlungsmaxime: Wenn nur möglichst viele Rehe und Hirsche getötet werden, entstünde ein vielfältiger Wald von alleine. Der Deutsche Jagdverband (DJV) protestiert gegen diese pauschale Haltung und macht deutlich: Wildtiere sind nicht für eine verfehlte Forstpolitik von über drei Jahrzehnten verantwortlich. Mehr als 1,4 Millionen Rehe, Rot- und Damhirsche haben Jäger in der vergangenen Saison erlegt – 5 Prozent mehr als im Vorjahr, zeigt eine vorläufige Auswertung. Trotz seit Jahren steigender Abschusszahlen dominieren allerdings immer noch die anfälligen Arten Fichte und Kiefer. Jeder zweite Baum ist nach wie vor ein Nadelbaum in Deutschland, 27 Prozent der Wälder sind Nadelholzreinbestände.

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Brandenburg: Linke stellt Positionspapier zur Forstpolitik vor

“Nicht Wald vor Wild sondern Wald und Wild”

Die Brandenburger Landtagsfraktion der Partei Die Linke hat ein Positionspapier zur Forstpolitik einstimmig beschlossen. “Hintergrund sind zum einen die Herausforderungen für den Wald in Zeiten des Klimawandels, zum anderen die andauernden Diskussionen über Aufgaben, Struktur und Personalentwicklung der Landesforstverwaltung”, heißt es dazu auf der Internetseite der Partei. Zur Jagd heißt es in dem Positionspapier: Bei den jagdrechtlichen Regelungen sollten sowohl ein gesunder Wildbestand als auch die Reduzierung von Verbissschäden, um Naturverjüngung ohne Zäunung zu ermöglichen,beachtet werden. Das Wildmanagement  entscheidet mit darüber, wie sich ein gesunder Waldbestand entwickeln kann. Dabei geht es nicht um die Formel „Wald vor Wild“ sondern um „Wald und Wild“.”

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Test: Wildbret vom Jäger überzeugt

Für n-tv haben zwei Berliner Köche Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh aus verschiedener Herkunft getestet. Beim Rothirsch musste der Brandenburger Hirschrücken zum Beispiel gegen Neuseeländer Gatterwild vom Discounter antreten. (Bei dem ja mal zu fragen wären, ob die Bezeichnung “Wild” tatsächlich legitim und gerechtfertigt ist, da “Wild” ja nicht nur bestimmte Tierarten, sondern vor allem auch eine bestimmte Lebensweise – nämlich als Wildtier – bezeichnet. “Wild” aus agrarindustrieller Gatterhaltung und vielleicht noch mit Gensoja gemästet ist eine üble Verbrauchertäuschung – auch wenn die Herkunft auf der Packung steht.) Die gute Nachricht: In allen drei Disziplinen setzt sich Wildbret vom Brandenburger Jäger klar und deutlich gegen seine – immerhin billigeren – Discounter-Konkurrenten durch. Sehenswert! SE

Beitragsbild: Wildbret im Test beim ntv-Ratgeber (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Sächsische Wildgrillmeisterschaft in Leipzig

Es wird heiß in Leipzig – an der ersten Sächsischen Wildgrillmeisterschaft auf der Messe Jagd und Angeln nehmen 30 deutsche und internationale Teams teil. Mit dabei: das Team „Wild auf Wild“. Der DJV unterstützt den Wettbewerb als offizieller Partner.

Am 6. und 7. Oktober 2018 findet die erste Sächsische Wildgrillmeisterschaft statt. Der Wettkampf wird in Leipzig auf der Messe Jagd & Angeln ausgetragen. In einem eigens eingerichteten Grilldorf treten 30 Amateur- und Profiteams in zwei Wettbewerben gegeneinander an. Der Deutsche Jagdverband (DJV) unterstützt die Veranstaltung mit seiner Kampagne Wild auf Wild (wild-auf-wild.de) und stellt ein gleichnamiges Grillteam. Mit dabei im Team ist Jäger und Falkner Torsten Pistol von Pistole-Hardcorefood.

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Weihenstephaner Forsttag: Experten sprechen über Wechselwirkung von Wald, Wild und Wolf

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat kürzlich zum Weihenstephaner Forsttag geladen. Etwa 180 Interessierte haben sich in sieben Vorträgen zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um das Thema Wald – Wild – Wolf informiert.

Was bedeutet die Rückkehr des Wolfs konkret für das Ökosystem Wald?

Dr. Marco Heurich, Privatdozent an der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Uni Freiburg, verdeutlichte anhand von klassischen Räuber-Beute-Studien auf der Isle Royale und im Yellowstone-Nationalpark, dass Schlussfolgerungen zur Wechselwirkung von Prädator, Beutetier und Ökosystem nur nach langen Zeitreihen gezogen werden können. Vieles spreche zudem dafür, dass die Theorie der “landscape of fear” infrage gestellt werden müsse.

Welche Wechselwirkungen entstehen zwischen Wolf und Schalenwildarten?

Dipl.-Biologin Antje Weber vom Wolfskompetenzzentrum Iden in Sachsen-Anhalt belegte anhand von Ergebnissen aus dem Fotofallenmonitoring, dass nicht jede Begegnung von Wolf und Beutetier zu einer Stresssituation beim Schalenwild führt. Die potentielle Beute zeigt das ganze Spektrum an Verhaltensweisen: Von indifferentem Nebeneinander über aufmerksames Wahrnehmen des Beutegreifers bis hin zu Fluchtreaktionen. Bei der Analyse von Nutztierrissen zeigte sich, dass Hunde für bis zu 30 Prozent der gerissenen Haustiere verantwortlich sind.

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Brandenburg: Wenig Wild wegen Wolf – erste Jäger geben auf

2534 Stück Wild wurden im Jagdjahr 2017/18 im Landkreis Potsdam-Mittelmark erlegt, in besseren Zeiten waren es schon einmal fast doppelt so viele. Während in einigen Revieren in Potsdam-Mittelmark die Welt noch in Ordnung ist, sieht es andernorts düster aus: Zum Beispiel im Südwesten des Kreises, der unmittelbar an das Einstandsgebiet der Wölfe des Dobbrikower Rudels im benachbarten Kreis Teltow-Fläming angrenzt: Das Wild, das die Wölfe nicht aufgefressen haben, weicht den Raubtieren weiträumig aus. Sechs Stück Damwild standen im Abschussplan der Pächtergemeinschaft Wittbrietzen, doch seit drei Jahren kam hier kein Stück Damwild mehr zur Strecke. Die Rehwildstrecke ist um die Hälfte zurückgegangen, wie ein Pächter gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) erklärt. Fünf der neun Pächter haben sich daher jetzt aus der bislang neunköpfigen Pächtergemeinschaft verabschiedet. Sie wollen sich nach besseren Revieren umsehen. Für die verbliebenen vier wird es schwieriger, die Pacht aufzubringen: Weniger Pächter und drastische reduzierte Wildbreteinnahmen sorgen für eine massiv gestiegene finanzielle Belastung der verbliebenen Jäger.

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Wild grillen: “Alte Zöpfe abschneiden und Wild neu interpretieren”

Auch im September schmeißt Tom Heinzle den Grill an, denn im Herbst gibt es gutes Fleisch aus heimischer Jagd. Der mehrfach ausgezeichnete Grill-Profi und Autor verrät im DJV-Interview, was ein richtig gutes Wildgericht ausmacht.

Grillmeister Tom Heinzle ist ein Querdenker. Traditionelle Wildgerichte peppt er mit innovativen Kreationen auf und lässt sich dabei von fremden Kulturen und Ländern inspirieren. Er gibt regelmäßig Kurse und ist als Show-Griller auf Festivals und Gourmet-Messen unterwegs. Der Grill-Pionier ist mehrfacher Vizeweltmeister und österreichischer Staatsmeister im Wild-Grillen.

DJV: Herr Heinzle, Sie kommen eigentlich aus dem Maschinenbau, heute sind Sie erfolgreicher Koch und haben bereits fünf Bücher übers Grillen veröffentlicht, darunter auch das Buch ‘Wild Grillen’. Wie sind Sie zu Ihrer Leidenschaft am Grill gekommen?

Heinzle: Ich war schon immer Hobbykoch und bin mit einem guten Gaumen gesegnet. Irgendwann habe ich ein Grill-Seminar bei einem Sternekoch belegt und gemerkt: Grillen ist viel mehr, als nur ein Stück Fleisch aufs Rost zu legen. So ist aus einer Passion dann ein Beruf geworden.

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Pilzsammler, bitte nehmt Rücksicht aufs Wild

In deutschen Wäldern ist ein regelrechtes Sammelfieber ausgebrochen: Aufgrund der feuchtwarmen Witterung wachsen Pilze besonders gut. Verantwortungsvolle Pilzsucher nehmen Rücksicht auf Wildtiere. Der DJV gibt Verhaltenstipps.

Marone, Pfifferling oder Steinpilz: Der spätsommerliche Wald steckt voller kulinarischer Verführungen. Auch Blau- und Brombeeren haben mancherorts noch Hochsaison. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf jedermann Früchte des Waldes und Pilze für den eigenen Gebrauch in kleinen Mengen sammeln, sofern ein Gebiet nicht einem Betretungsverbot unterliegt. Einzelheiten regeln die Länder. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Waldbesucher, sich rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten. „Der Wald ist das Wohnzimmer vieler Wildtiere, Waldbesucher sind nur zu Gast“, sagt Dr. Hans-Heinrich Jordan, zuständiges DJV-Präsidiumsmitglied für Forstwirtschaft.

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DJV: Wildfleisch liegt im Trend

Ein Zehntel des Wildbrets von Reh, Hirsch und Wildschwein kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, beim Damwild  sind es  sogar 20 Prozent. Laut aktueller Umfrage essen inzwischen 6 von 10 Deutschen Wildfleisch – ein Viertel mehr als 2008. Mit der Kampagne “Wild auf Wild” will der DJV jetzt Appetit machen auf Wildes vom Grill.

In Mecklenburg-Vorpommern sind lediglich 3 Prozent der bundesweit 381.800 Jäger gemeldet, sie liefern allerdings knapp ein Zehntel des gesamten Wildbrets. Beim Damwild sind es sogar 20 Prozent. Von Reh, Wildschwein und Hirsch haben die Jäger in Mecklenburg-Vorpommern etwa 2.500 Tonnen Wildbret geliefert. Dies geht aus der aktuellen Jagdstatistik für das Jagdjahr 2015/16 hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich des Bundesjägertags in Rostock-Warnemünde ausgewertet hat. Die Beliebtheit von Wild aus der Region ist bundesweit angestiegen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt: 60 Prozent der Deutschen essen zwischenzeitlich mindestens einmal im Jahr Wildfleisch. Das sind 25 Prozent mehr als 2008.

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Biber breitet sich in Deutschland aus

Fast ausgerottet, hat sich der Biber in jüngster Zeit wieder stark ausgebreitet: Das zeigen Sichtungen zwischen 2006 und 2015, die Jäger und Wissenschaftler für das WILD-Monitoringprogramm ausgewertet haben. Rekord: In Brandenburg wurde der Pflanzenfresser in 41 Prozent der Reviere angetroffen. Die Umweltministerkonferenz hat jetzt den günstigen Erhaltungszustand für ganz Deutschland bestätigt.

Dem Biber geht es gut in Deutschland. Das zeigen Daten zur Entwicklung des Vorkommens von 2006 bis 2015. Demnach breitet sich der ehemals bedrohte Pflanzenfresser inzwischen bundesweit aus. Spitzenreiter ist das Land Brandenburg: Dort haben Jäger den Biber 2015 in 41 Prozent der Reviere nachgewiesen – eine Steigerung von 27 Prozentpunkten gegenüber 2006. Auch das Saarland (Sichtungen in 35 Prozent der Reviere), Sachsen-Anhalt (33 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (22 Prozent) und Baden-Württemberg (21 Prozent) gehören zu den Top-5-Bundesländern mit häufigen Sichtungen. Ausgewertet haben die Wissenschaftler Zeitreihen aus rund 24.000 Revieren – etwa 40 Prozent der Fläche Deutschlands – für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD). Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Zahlen jetzt veröffentlicht.

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