Schlagwort-Archive: Wiederlader

Thüringen: Wiederlader durch explodierendes Zündhütchen schwer verletzt

+++ Brandenburg: Landkreis OPR erlässt Jägern Gebühren für Trichinenbeschau bis 2024 +++ Rheinland-Pfalz: Jäger stürzt Steilhang hinab – schwierige Bergung +++ Bayern: Hundehalterin erbost, weil Jägerin vor verletztem Wildschwein warnt +++ Rheinland-Pfalz: Wildschwein auf Schulhof erlegt +++ Bayern: Empörung wegen Jagd auf Höckerschwäne +++

Ein 59-jähriger Jäger ist am Mittwoch Vormittag beim Wiederladen – der Herstellung von Munition – schwer verletzt worden. Ein Zündhütchen löste ungeplant und ungewollt aus. Durch die umherfliegenden Splitter erlitt der 59-jährige schwere Verletzungen im Bauch- und Brustbereich. Der Mann konnte jedoch durch die Rettungskräfte stabilisiert und in der weiteren Folge zur Behandlung seiner Verletzungen in das Klinikum nach Jena verflogen werden. Die Saalfelder Polizei überprüfte den Unfall vor Ort auf strafrechtliche Relevanz und stellte fest, dass der Mann ordnungsgemäß im Besitz aller notwendigen Erlaubnissen zur Herstellung und zum Umgang mit Munition und Sprengstoff besitzt. PM

Beitragsbild: Arbeitsplatz eines Wiederladers (Archivbild). Foto: SE

Explodierte Waffe: Keine wiedergeladene Munition verwendet

Die Polizei hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass es sich bei dem bei einer Erntejagd nahe Saarlouis explodierten Gewehr um eine Selbstladebüchse im Kaliber .30-06 handelte. Entsprechende Gerüchte kursieren seit gestern im Internet. Zum Hersteller und der Marke der verwandten Munition wollte der Polizeisprecher zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen. “Die Unfallursache ist im Moment noch völlig offen”, hieß es weiter. Ausgeschlossen werden könne, dass ein Selbstlaborat verwendet wurde – es kam also Fabrikmunition zum Einsatz – und der Lauf irgendwelche Verstopfungen aufgezeigt hat.” Die genaue Ursache wird durch eine  Untersuchung bei einer dafür kompetenten Stelle festgestellt. red.

Beitragsbild: Munition (Symbolbild)

 

Gutachten zum Schießunfall in Westerbeck liegt vor

“Hülsen möglicherweise zu oft wiedergeladen”

In dem Fall des durch eine Explosion seiner Waffe auf dem Schießstand Westerbeck schwer verletzten Jägers (JAWINA berichtete) liegt jetzt der Bericht des Sachverständigen vor. Demnach kam es durch einen Materialfehler der Patronenhülse zu einem Abriss des Hülsenbodens und in der Folge zu einen seitlichen Austritt von Pulvergasen. Anders als in der ersten Polizeimeldung berichtet, erfolgte die Waffensprengung also nicht im Bereich des Vorderschafts / Laufs, sondern tatsächlich im Patronenlager bzw. Verschluss. Der Verschluss der verwendeten Ruger-Blockbüchse gilt als extrem belastbar. Das Kaliber der bei dem Unglücksfall zerstörten Waffe war 7×57. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber JAWINA, möglicherweise habe der 68 Jahre alte Schütze die Patronenhülsen zu oft wiedergeladen. Bei der zerstörten Hülse sei nach Auffassung des Gutachters die Schwächung des Materials jedoch äußerlich nicht erkennbar gewesen. Der Fall sei insbesondere in Anbetracht von Waffentyp und Kaliber so selten “wie ein Sechser im Lotto.”

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DJV nimmt Stellung zur Bundesjagdgesetz-Novelle

Fazit der Verbändeanhörung: Verbesserung in wichtigen Punkten notwendig

Anlässlich der gestrigen Verbändeanhörung zur geplanten Novelle des Bundesjagdgesetzes im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat der Deutsche Jagdverband (DJV) eine 9-seitige Stellungnahme abgegeben. Im Grundsatz beurteilt der Dachverband der Jäger den Entwurf positiv, sieht jedoch dringenden Handlungsbedarf in einigen Punkten. “Das Jagdrecht wird in zentralen Punkten bundesweit vereinheitlicht und wesentlich anwenderfreundlicher”, kommentierte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Die drohende Zersplitterung durch teils widersprüchliche Landesgesetze sei damit in einigen Bereichen gestoppt. Der DJV begrüßt die konsequente Umsetzung des wissensbasierten und praxisorientierten Wegs, den das BMEL beschritten hat.

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Hartwig Fischer: Bundesjagdgesetz “auf gutem Weg”

DJV-Präsident Hartwig Fischer ist uns auf der IWA 2016 über den Weg gelaufen. Wir haben die Gelegenheit ergriffen, dem Jagdfunktionär einige Fragen zur anstehenden Novellierung des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) zu stellen:

JAWINA: Herr Fischer, momentan läuft die Verbändeanhörung zur Novellierung des BJagdG. Was ist Ihr Eindruck?

Hartwig Fischer: Wir sind mit dem Bundesjagdgesetz auf einem guten Weg, alles im grünen Bereich.

JAWINA: Gilt das auch Wiederlader?

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DJV: Bundesjagdgesetz-Novelle betrifft private Wiederlader nicht

Vorgaben zu wiedergeladener Munition für den Eigenbedarf bleiben bestehen / Verbändeanhörung läuft bis Mitte März”

Die Berichterstattung u.a. auf JAWINA hat den DJV veranlasst, eine Stellungnahme zum Thema “Neues BJagdG und private Wiederlader” zu veröffentlichen. Wir geben diese im folgenden im Wortlaut wieder:

Nach der Bekanntgabe des Entwurfs einer Änderung des Bundesjagdgesetzes ist die Diskussion über einzelne Inhalte der geplanten Neuregelung entbrannt. So sorgen sich private Wiederlader um die Möglichkeit, weiterhin genau auf ihre Waffen und die jagdlichen Bedürfnisse abgestimmte Munition verwenden zu können.

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Schwere Zeiten für Wiederlader

Nur noch zertifizierte Munition soll dem Entwurf des neuen Bundesjagdgesetzes (BJagdG) zufolge für die Jagdausübung zugelassen sein – was bedeutet das für Wiederlader?

“Wiederladen ade?”, fragt ein Jawina-Leser in einer Mail an die Redaktion, die der juristisch sattelfeste JAWINA-Kommentator Anko wie folgt beantwortet:

“Ja, schwere Zeiten für Wiederlader, wenn der BJagdG-Entwurf so durchgeht:

Nach vorliegender Fassung des Gesetzesentwurf ist die “Munition” durch eine Behörde zu prüfen und der “Hersteller” nur auf Grundlage einer solchen Prüfbescheingung zur Kennzeichnung der “Munition” als jagdgebrauchstauglich berechtigt. Die Jagd mit Munition ohne solche Kennzeichnung ist “verboten”, § 18d Absatz 3. Der jagdliche Wiederlader müsste dann als “Hersteller” seine Munition der o.g. Prüfprozedur unterziehen.

Fazit: Das kann es ja wohl nicht sein. Da waren offensichtlich echte Kenner am Werk.

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