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Thüringer LJV-Präsident fordert: Jagd soll Weltkulturerbe werden

Was die Falkner bereits erreicht haben, soll nach dem Willen des Thüringer LJV-Präsidenten Steffen Liebig bald auch für die Jagd gelten: Im Rahmen der 55. Internationalen Jagdkonferenz, die gestern (8.6.) in Masserberg (Landkreis Hildburghausen, Thüringen) stattfand, forderte der Thüringer Jagdverband die Aufnahme der Jagd in das immaterielle Kulturerbe. Einem Bericht der Thüringer Allgemeinen zufolge solle ein entsprechender Antrag noch in diesem oder im nächsten Jahr eingereicht werden. Die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zeichnet seit 2003 nicht nur Kulturstättenstätten, sondern auch Traditionen und Bräuche als immaterielles Kulturerbe aus. Die UNESCO-Mitgliedsländer erstellen nationale Verzeichnisse ihres immateriellen Kulturerbes. Auf der deutschen Liste finden sich bislang 66 Einträge: Vom Skatspiel über Brotkultur bis zum hessischen Kratzputz.

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Falknerei in Deutschland ist Immaterielles Kulturerbe der UNESCO

3.500 Jahre alte Tradition durch insgesamt 18 Länder gemeinsam nominiert

Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat am 1. Dezember in Addis Abeba die Falknerei in Deutschland in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Gemeinsam mit Italien, Kasachstan, Pakistan und Portugal hatte Deutschland eine Erweiterung des Eintrags der Tradition der Falknerei vorgeschlagen. Bereits im Jahr 2010 waren Belgien, Frankreich, Katar, Marokko, Mongolei, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit der gemeinsamen Nominierung ihrer jeweiligen Falknerei-Traditionen erfolgreich, 2013 folgten Österreich und Ungarn. Die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln auf freilebendes Wild in seinem natürlichen Lebensraum ist eine jahrtausendealte Kulturform, die nun durch 18 Staaten weltweit gemeinsam auf der Repräsentativen Liste der UNESCO eingetragen ist.

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