Schlagwort-Archive: Weißwedelhirsch

USA: 74-jährige bekommt Hirschbesuch

+++ Niedersachsen: Brütender Rotmilan bei Rinteln vergiftet +++ Schleswig-Holstein: Tierschützer stören Rehwildbejagung auf Friedhof +++ Bayern: Deutschlands dümmster Dackel? +++ Heckler & Koch in schwerem Fahrwasser +++ Frankfurt a.M.: Zoll beschlagnahmt Waffenlieferung +++ Bayern: Keine gute Idee – Jagdgenossenschaft erwägt Abschuss freilaufender Hunde +++

Gleich drei Weißwedelhirsche sind in Decatur im US-Bundesstaat Indiana durch das Fenster eines Seniorenheims in das Schlafzimmer einer 74 Jahre alten Rentnerin gekracht und haben deren Appartement verwüstet. Die Seniorin rief die Polizei, weil sie auf ihrer Wohnzimmercouch festgesetzt war, nachdem die nervös umherspringenden Tiere ihre Gehhilfe umgestoßen hatten. Sergeant Kevin Gerber berichtete gegenüber dem Lokalsender WPTV, dass einer der Polizeibeamten die Dame abschirmen musste, nachdem einer der Hirsche sie auch noch umgeworfen hatte. Eines der Tiere konnte dem Bericht zufolge überwältigt und entfernt (“subdued and removed”) werden, die anderen beiden wurden im Badezimmer eingesperrt, narkotisiert und später frei gelassen. Die Seniorin blieb bei dem Vorfall unverletzt, sie sei in der ihr auferlegten Prüfung erstaunlich gelassen geblieben, so die Polizei, obwohl die Tiere erheblichen Schaden an der Wohnungseinrichtung verursacht hätten. red.

Beitragsbild: Die im Badezimmer gefangenen Weißwedelhirsche. Foto: Decatur Police Department

USA: Bauern-Doublette mit 101

Wenige Tage nach ihrem 101. Geburtstag saß Bertha Vickers aus Morgantown, Mississippi, in einem Unterstand an, den Verwandte für sie gebaut hatten. Nachdem es zuvor ein paar Probleme gegeben hatte – erst mit ihrem eigenen Gewehr in .243 Win., dann mit dem ersatzweise geliehenen in 7mm 08, das sie nicht spannen konnte – hoffte sie, dass es diesmal klappen würde. Tatsächlich kam bald der erste Weißwedelhirsch in Anblick, doch Bertha Vickers entschied, lieber auf einen stärkeren zu warten. Wenig später kam ein starkes Tier in Anblick, sie schoss. Kurz darauf erschienen zwei weitere Hirsche, verhofften genau hintereinander: “Ich habe sauber durch beide durchgeschossen”, berichtet die Seniorin dem Clarion Ledger. “Die haben keinen Schritt mehr gemacht.” Ein “monumentaler Jagderfolg”, bemerkt die Zeitung: Es sei ihre erste erfolgreiche Hirschjagd im Alter von 101 und das erste Mal überhaupt, dass sie zwei Stücke mit einer Kugel erlegte.

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Weißwedel-Hirsch als Menschenfresser

Lauren Meckel erforscht am Fachbereich Forensische Anthropologie der Texas State University. Für Gerichtsmediziner ist es wertvoll zu lernen, welche Tiere in welchem Zeitraum welche menschlichen Überreste fressen und zersetzen. Dies lässt zum Beispiel Rückschlüsse auf den Todeszeitpunkt einer gefundenen Leiche zu. Um solche Forschungen zu ermöglichen, ist auf Universitätsgelände ein abgesperrter Bereich eingerichtet, in dem 50 menschliche Leichen offen zugänglich verwesen. Neben Insekten, Fleisch- und Allesfressern haben die Forscher nun erstmals auch einen Pflanzenfresser beim Abnagen menschlicher Gebeine erwischt. Beweise haben Lauren Meckel, Chloe McDaneld und Daniel J. Wescott in einer Fallstudie unter dem Titel “White-tailed Deer as a Taphonomic Agent: Photographic Evidence of White-tailed Deer Gnawing on Human Bone” im Journal of Forensic Sciences veröffentlicht. Auf Foto- und Videoaufnahmen der Forscher ein Weißwedelhirsch beim wenig artgerecht erscheinenden Äsen an Leichenteilen zu sehen. Vermutlich versorgen sich die Tiere auf diese Weise mit Mineralien, die sie während der Brunft und in der Phase des Geweihwachstums benötigen. SE

Video: GlobalNews/YouTube

Bambi revisited

Er befürworte es nicht, Wildtiere als Haustiere zu behalten, erklärt der litauische Jäger Darius Sasnauskas in den Erläuterungen zu einem Video über die “Rettung” und Auswilderung eines Weißwedelkalbs, das er auf seinem YouTube-Channel veröffentlicht hat und schon mehr als zwei Millionen Mal angesehen wurde. Dieser Fall sei aber eine Ausnahme: Das Kalb war eines von zwei Zwillingskälbern, es hatte ein verletztes Bein, wurde vom Muttertier verlassen und hatte keine Chance, in der Wildnis zu überleben. Ob die Überlebenschancen des Kalbs, das während der Aufzucht von Hand an Hunde und Menschen gründlich gewöhnt wurde, dauerhaft gesteigert wurden, darf bezweifelt werden. Außer Frage steht allerdings, dass solche Bilder Nachahmer erzeugen, die sich “verlassene” Rehkitze aneignen, um sie zu retten und auch  mal eine gute Tat zu vollbringen. Oder sich ein originelles Haustier wünschen.

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Schalenwild als Klimaschädling

Schalenwild ist als Schädling einzustufen, weil es den ganzen Wald auffrisst, wovon sich jeder leicht überzeugen kann, wenn er mal einen Blick aus dem Fenster wirft: Überall Häuser und Straßen, kein Wald. Noch nicht hinreichend gewürdigt wurde allerdings der Beitrag des Schalenwilds zum Klimawandel durch Freisetzung klimaschädlicher Emissionen. Ein wissenschaftliches Video von einem Weißwedeltier, aufgenommen beim Verbeißen unendlich wertvollen, nun unwiederbringlich im Äser verschwundenen  Blattwerks (das Video wurde zur Schadensdokumentation aufgenommen), beweist: Es ist noch viel schlimmer, als wir dachten.

Mit der Brandl in die neue Welt

Ein Beitrag von Joachim Ernst

Vor zwanzig Jahren haben meine Frau und ich immer einmal wieder an der GreenCard-Lotterie der USA teilgenommen. Damals wild entschlossen, sofort alles stehen und liegen zu lassen und das eigene Glück in der Neuen Welt zu schmieden. Gewonnen hatten wir nie. Jetzt, zwanzig Jahre später, kommt bei einer Tasse Kaffee das Gespräch auf die alten Zeiten und mehr aus einer Laune, denn aus Ernsthaftigkeit heraus, füllen wir das Bewerbungsformular erneut aus. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen Monaten liegt die Gewinnbenachrichtigung im Briefkasten. Der Schreck war eindeutig größer als die Freude, aber das sich anschließende Auswahlverfahren bei der US-Botschaft, bei dem noch einmal die Hälfte der Gewinner aussortiert wird, wollten wir doch mitmachen. Auch das haben wir erfolgreich überstanden und mussten uns nun entscheiden. Letztlich haben wir uns entschieden und sind samt unseres nun dreieinhalb Jahre alten Brandlbrackenrüden Argos vom Basenberg nach New Hampshire in die USA gezogen.

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Legendärer Jäger und Tracker: Larry Benoit ist tot

Über Bier, Wollsocken und Oberschenkelmuskulatur – auch der deutsche Jäger kann von Larry Benoit noch was lernen…

Mindestens 200 der stärksten Weißwedelhirsche, die jemals geschossen wurden, hat ein einzelner Mann erlegt: Der legendäre amerikanische Jäger und Fährtenleser Lanyard Everett – genannt Larry – Benoit. Im Alter von 89 Jahren ist er am 8. Oktober in Duxbury, Vermont, verstorben. Die New York Times nannte ihn einen der “meistverehrten Jäger Amerikas” und verglich ihn mit einer anderen amerikanischen Legende: Dem Baseball-Spieler Babe Ruth, was Benoits ikonenhaften Status verdeutlicht.

Benoit jagte in den Neuengland-Staaten Nordamerikas und im Süden Kanadas. Auch wenn etliche der von ihm gestreckten Hirsche in den Trophäenbüchern verzeichnet sind, maß er den Jagderfolg nach dem Gewicht der Beute, denn Larry Benoit lernte jagen, um seine arme Familie mit Fleisch zu versorgen.

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