Schlagwort-Archive: Weidehaltung

Brandenburg: Erstmalig landesweite Wolfswachen

Wolf im Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) überfahren – Almbauern kämpfen gegen Wölfe

Während sich die Wolfspopulationen in Brandenburg weiterhin etablieren, ringt die Landesverwaltung mit der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes, klagt das Forum Natur Brandenburg in einer aktuellen Pressemitteilung: Bis zum Wolfsplenum am 26. April in Potsdam soll ein gangbarer Weg gefunden werden, wie die Akzeptanz für den Wolf gesichert werden kann und dabei gleichzeitig die Weidetierhaltung in unseren Kulturlandschaften erhalten bleibt. Bislang steigen allerdings von Jahr zu Jahr die Verluste an Weidetieren. Gleichzeitig warten die Tierhalter oft monatelang auf zugesagte Entschädigungsleistungen. Die Verbände sehen die Politik daher in der Pflicht, im Rahmen der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes klare und verlässliche Regelungen zu schaffen. Die brandenburgischen Bauern fordern von der Landesregierung zudem die zügige unbürokratische Entnahme von Problemwölfen sowie mittelfristig eine Anpassung des EU-Schutzstatus, durch den langfristig die Bejagung möglich wird. Außerdem sollen Wolfsrisse komplett entschädigt werden.

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Österreich: Ministerium empfiehlt wolfsfreie Alpen

Herabsetzung des Schutzstatus und ganzjährige Bejagung gefordert

Der vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) herausgegebene “Grüne Bericht 2016” spricht sich für einen wolfsfreien Alpenraum aus. Die entsprechende Empfehlung “betreffend Wolf und Almweiden” der §7-Kommission kam mit qualifizierter Mehrheit zustande, wie es im Grünen Bericht heißt. Die sogenannte §7-Kommission ist mit Vertretern der politischen Parteien und weiterer Institutionen wie der Landwirtschaftskammer, der Wirtschaftskammer, der Bundesarbeitskammer und des österreichischen Gewerkschaftsbundes besetzt. Sie hat u.a. die Aufgabe, an der “Schaffung von Programmen zur Entwicklung des ländlichen Raums” mitzuwirken und “Empfehlungen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft” zu erstatten.

In Empfehlung 3 heißt es, man wisse aus den Nachbarländern der Alpenregion, “dass Weidehaltung und Wolf nicht kombinierbar sind.” In Deutschland, Frankreich, Kroatien, Slowenien, Schweiz und Italien gebe es viele Versuche, ein Miteinander von Wolf und Weidetieren zu gestalten, die alle gescheitert seien. Nicht einmal die Entschädigungsfrage habe in diesen Ländern zufriedenstellend gelöst werden können.

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AbL: Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe

“Bedrohung der Weidetierhaltung durch Wölfe in weiten Teilen Deutschlands”

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) setzt sich laut eigenem Bekenntnis für eine “effektive und konsequente Interessenvertretung, die unabhängig ist von Gentechnik-, Chemie-, Agrar- und Ernährungsindustrie, von Parteien und Verbänden.” Ihr Ziel ist “eine umwelt- und sozialverträgliche Landbewirtschaftung und […] eine artgerechte Tierhaltung auf Bauernhöfen statt in Agrarfabriken.” Die AbL “wird von den Grünen als Opposition zum Deutschen Bauernverband geliebt und gehätschelt  – und nun sind sie noch radikaler als der Bauernbund in Brandenburg”, schreibt ein JAWINA-Leser in einer Mail an die Red. Der Bauernbund hatte kürzlich eine Regulierung der Wölfe gefordert und das Wolfsmanagement der Brandenburger Landesregierung als unzureichend kritisiert.

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