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Die nächste Salamischeibe: Naturschutzverbände fordern Jagdverbot im Wattenmeer

LJN: Jagd im Nationalpark Wattenmeer zwingend notwendig

Die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) wendet sich in einem Statement gegen das von Naturschutzverbänden geforderte Jagdverbot unter anderem auf Wasserfederwild im Nationalpark Wattenmeer. Die negativen Auswirkungen bestehender Jagdverbote im Wattenmeer auf andere Arten sind bekannt: So werden die Seehundbestände seit dem Inkrafttreten des Jagdverbots von verheerenden Staupe-Epidemien heimgesucht, die den Bestand bedrohen und unter Tierschutzaspekten sicherlich die schlechtere Alternative gegenüber einer geordneten Bejagung darstellen. In den Niederlanden werden die während der Mauser flugunfähigen Wildgänse wegen unzumutbarer Wildschäden zu tausenden eingesammelt und vergast.

Das Statement der LJN im Wortlaut:

Die Jagd im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist gemäß den strengen Vorgaben im Gesetz über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erlaubt und eindeutig spezialgesetzlich geregelt. Sie erfolgt bereits jetzt nachhaltig und richtet sich nach eben diesen strengen Kriterien. Das Wasserfederwild darf z.B. ohnehin nur an 10 Tagen im Jahr in den Ruhezonen bejagt werden – durch die seit Oktober 2014 geltende Jagdzeitenverordnung gibt es darüber hinaus weitere einschneidende Einschränkungen z. B. wurde die effektive Jagdzeit auf Wasserfederwild um rd. 50 % verkürzt und verschiedene Enten- und Gänsearten ganz aus der jagdlichen Nutzung herausgenommen. Die Fläche auf der die Jagd ausgeübt werden darf, beträgt zudem unter 5 % Prozent Gesamtfläche des Nationalparks. Auf der restlichen Fläche ruht die Jagd bereits gänzlich. Weitere Einschränkungen oder gar die Einstellung der Jagd sind weder notwendig noch nachvollziehbar und insofern abzulehnen. Alle Wildtiere, die im Nationalpark bejagt werden dürfen, befinden sich in einen positiven Erhaltungszustand, z.T. auch mit deutlichen Populationszunahmen. Dies gilt auch und gerade für das Wasserfederwild aber auch die Waldschnepfe.

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