Schlagwort-Archive: Warnschüsse

Was Warnschüsse bringen…

Momentan läuft in den sozialen Medien eine Diskussion über die Idee, Wölfe, die im Treiben von Stöberjagden auftauchen, mit Warnschüssen zu vertreiben. Das dürfte vermutlich wenig bringen, wie der nebenstehende Bericht über Vorfälle mit übergriffigen Wölfen auf Drückjagden in Brandenburg zeigt, die sich von Warnschüsen wenig beeindruckt zeigen. Möglicherweise ist das Geballer sogar kontraproduktiv. Nicht ohne Grund fragt sich ja der Jagdleiter in dem Bericht, ob die Wölfe durch die Jagden “trainiert” würden: Die Schüsse und das andere Drumherum scheinen sie eher anzulocken. Warnschüsse in den Erdboden vor oder hinter einem Wolf dürften daher kaum eine andere Wirkung zeigen, als diesen Effekt – wo es knallt, gibt es etwas zu fressen – noch zu verstärken. Ein Verhalten, das jedem Hundeführer im übrigen ja auch als Schusshitze von seinem Jagdhund bekannt ist. Dass man auch anderen Caniden dieses Verhalten antrainieren kann, zeigt der auf dem Beitragsbild gezeigte Fuchs, dem seine Schusshitze eher schlecht bekommen ist.

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Warnschüsse und Geschrei: Übergriffige Wölfe erzwingen Änderung der Jagdstrategie

Bedenkliche Entwicklung: Auf Bewegungsjagden in Brandenburg kommen Wölfe den Stöberhunden bedrohlich nahe und lassen sich weder durch Geschrei und Händeklatschen, ja nicht einmal durch Warnschüsse vertreiben.

Auf einer Drückjagd, die am 25.10. auf Flächen des Stifts Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) stattfand, spielten sich Szenen ab, die jedem Hundeführer nachdenklich stimmen werden: Mehrfach hetzten Wölfe die eingesetzten Stöberhunde, in einem Fall verfolgten vier Wölfe einen Hund und kamen diesem dabei bedrohlich nahe. Vier weitere Fälle wurden beobachtet, in denen Einzelwölfe einen Jagdhund verfolgten. Mindestens sieben, möglicherweise elf Wölfe wurden in dem ca. 1.600 ha großen Revier an dem Tag gesichtet. Mit Schreien und In-die-Hände-klatschen versuchten die durchgehenden Hundeführer und Jagdgäste die Wölfe zu vertreiben, zwei Mal mussten gar Warnschüsse in die Luft abgegeben werden – ohne großen Erfolg. “Um Konflikte zu vermeiden haben wir die Hundeführer telefonisch gebeten, ihre Hunde nach Möglichkeit an die Leine zu nehmen”, berichtet der Forstbetriebsleiter Boris Schnittker auf Anfrage von JAWINA.

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Brandenburg: Jäger spielt Sheriff

Böllernde Jugendliche mit Warnschüssen eingeschüchtert

Mit einem heroischen Einzelkämpfer-Einsatz hat ein 63 Jahre alter Jäger für Ruhe und Ordnung in “seinem” Wald bei Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) gesorgt: Einer Polizeimeldung zufolge stellte der Mann zwei 14 und 15 Jahre alte Jugendliche, die leichtsinnigerweise in seinem Revier einige Böller gezündet hatten: Plötzlich erschien ein Mann, schoss mit seiner Waffe zweimal in die Luft und zwang die Jugendlichen, sich flach auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kamen sie nach, heißt es in der Polizeimeldung, dann “mussten sie ihre Personalien kundtun.” Dass er die Kinder nicht noch mit Kabelbindern gefesselt hat, ist vermutlich nur dem Umstand zuzuschreiben, dass er keine dabei hatte. Der Jäger rief dann den “zuständigen” Revierpächter hinzu, der die Jugendlichen “des Jagdbereiches verwies.” Die eingeschüchterten Jugendlichen erzählten einer Betreuerin von ihrer Begegnung mit dem Weidmann, die sie vermutlich für alle Zeit prägen und ihnen nachhaltig ein positives Bild vom deutschen Weidwerk vermitteln wird. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Bedrohung “mittels eines schusswaffenähnlichen Gegenstandes” auf und informierte die Waffenbehörde. SE

Beitragsbild: Böllernde Jugendliche – ein Fall für Zorro. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zorrosblackwhip.jpg