Schlagwort-Archive: Wald

Niedersachsen: Jäger findet Schmuck im Wald – Polizei sucht Eigentümer

Anfang März 2020 hat ein Jäger in einem Waldstück zwischen Lüllau und Reindorf (Landkreis Harburg) eine Schmuckschatulle in Lederoptik gefunden und sie bei der Polizei abgegeben. In der Schatulle befanden sich mehrere Halsketten, Ringe und anderer Schmuck. Möglicherweise wurde die Schatulle bei einem Einbruch erbeutet und durch die Täter mit den nicht verwertbaren Schmuckstücken im Wald entsorgt. Bislang konnten die sichergestellten Gegenstände allerdings keiner Straftat zugeordnet werden. Die Polizei veröffentlicht nun Fotos einiger markanter Schmuckstücke. Darunter sind auch Ringe mit Initialen. Zeugen, die Angaben zur Herkunft des Schmucks machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04181 2850 beim Zentralen Kriminaldienst zu melden. Die Fotos sind auch auf der Internetseite der Polizeiinspektion Harburg zu finden: https://fcld.ly/vbtqyh4 PM

Beitragsbild: Siegelring aus dem Fund. Foto: Polizei

DJV: Wald und Wild gehören zusammen

Der DJV protestiert anlässlich der Umweltministerkonferenz gegen die Pauschalforderung Wald vor Wild: Wildtiere sind nicht der Sündenbock einer verfehlten Forstpolitik. Die Abschusszahlen für Reh und Hirsch steigen weiter und liegen jetzt bei 1,4 Millionen Tieren. Trotzdem ist immer noch jeder zweite Baum im deutschen Wald ein anfälliger Nadelbaum.

Im Kontext des notwendigen Waldumbaus fordern Vertreter von Forst und Naturschutz „Wald vor Wild“ als Handlungsmaxime: Wenn nur möglichst viele Rehe und Hirsche getötet werden, entstünde ein vielfältiger Wald von alleine. Der Deutsche Jagdverband (DJV) protestiert gegen diese pauschale Haltung und macht deutlich: Wildtiere sind nicht für eine verfehlte Forstpolitik von über drei Jahrzehnten verantwortlich. Mehr als 1,4 Millionen Rehe, Rot- und Damhirsche haben Jäger in der vergangenen Saison erlegt – 5 Prozent mehr als im Vorjahr, zeigt eine vorläufige Auswertung. Trotz seit Jahren steigender Abschusszahlen dominieren allerdings immer noch die anfälligen Arten Fichte und Kiefer. Jeder zweite Baum ist nach wie vor ein Nadelbaum in Deutschland, 27 Prozent der Wälder sind Nadelholzreinbestände.

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Brandenburg: Linke stellt Positionspapier zur Forstpolitik vor

“Nicht Wald vor Wild sondern Wald und Wild”

Die Brandenburger Landtagsfraktion der Partei Die Linke hat ein Positionspapier zur Forstpolitik einstimmig beschlossen. “Hintergrund sind zum einen die Herausforderungen für den Wald in Zeiten des Klimawandels, zum anderen die andauernden Diskussionen über Aufgaben, Struktur und Personalentwicklung der Landesforstverwaltung”, heißt es dazu auf der Internetseite der Partei. Zur Jagd heißt es in dem Positionspapier: Bei den jagdrechtlichen Regelungen sollten sowohl ein gesunder Wildbestand als auch die Reduzierung von Verbissschäden, um Naturverjüngung ohne Zäunung zu ermöglichen,beachtet werden. Das Wildmanagement  entscheidet mit darüber, wie sich ein gesunder Waldbestand entwickeln kann. Dabei geht es nicht um die Formel „Wald vor Wild“ sondern um „Wald und Wild“.”

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Hessen: Jäger rettet Frau

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei durch einen Jäger eine unklare Gefahrensituation im Wald bei Taunusstein-Bleidenstadt (Rheingau-Taunus-Kreis) gemeldet. Der Jäger war gegen 00.35 Uhr im Waldstück seitlich der B 54 zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein auf eine verletzte Frau aufmerksam geworden, welche von vier Männern umgeben war. Aufgrund dieser sich darstellenden Situation verständigte der Zeuge direkt die Polizei und hielt die Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte in Schach. Die 39-jährige Frau wurde aufgrund ihrer sichtbaren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Da die Verletzungen der Frau ersten Ermittlungen zufolge zumindest durch einen der im Wald angetroffenen Männer im Alter von 26 bis 34 Jahren verursacht worden sind, wurde das Quartett festgenommen und zwecks weiterer polizeilicher Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

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Neu: Wohllebens Wald-Postille

Es gibt Leute, die schrecken vor nichts zurück: Peter Wohlleben, Deutschlands empfindsamster Förster, hat jetzt seine eigene Zeitschrift. Naja, fast: Wohlleben gibt seinen Namen und “wirkt als Chefreporter und wichtiger Impulsgeber an der neuen Heftreihe” “Wohllebens Welt” mit, erklärt der Gruner & Jahr Verlag in einer Pressemeldung. Der Neuzugang im Blätterwald soll vierteljährlich erscheinen, das erste Heft ist bereits seit 18. April zum Preis von 6 Euro erhältlich. “Die erste Ausgabe beschreibt unter anderem die wohltuende Wirkung des Waldes auf Körper und Seele des Menschen, erklärt aber auch, wie sich eine Wiese anhört, warum auch Eichen nachts schlafen und wie der Totengräber-Käfer zu seinem Namen kommt”, säuselt der Pressetext wie ein warmer Sommerwind in den Baumkronen. Das ist ein dankenswerter Hinweis, selbst wer ganz kurz überlegt hatte, dürfte jetzt bereits von der Versuchung geheilt sein, sich das Blatt mal anzusehen.

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Niedersachsen: Jagdstörer versuchen Wolfsabschuss zu verhindern – Betretungsverbot für Wald verhängt

+++ Mecklenburg-Vorpommern: 17 Nandus abgeschossen, 40 bis 50 sollen noch erlegt werden  +++

In Niedersachsen versuchen Wolfsfreunde, den behördlich genehmigten Abschuss des “Problemwolfs” GW717m zu sabotieren. Dem Leitwolf des Rodelander Rudels wird eine Vielzahl von Nutztierrissen zur Last gelegt, unter den Beutetieren befinden sich auch Pferde, Rinder und Alpakas. Gegen die bereits mehrfach verlängerte Abschussgenehmigung haben Wolfsfreunde erfolglos geklagt, jetzt versuchen Aktivisten, durch nächtliche Jagdstörungen die Entnahme des Wolfs zu verhindern. Damit verhindern sie jedoch auch, dass Wildschweine effektiv bejagt werden, die auf Wiesen und Äckern derzeit massive Schäden anrichten, wie der Kreislandwirt des Kreises Nienburg/Weser gegenüber dem NDR beklagt. Deshalb hat die Jagdgenossenschaft Sonnenborstel der Gemeinde Steimbke nun ein Betretungsverbot für die betroffenen Waldflächen der Gemeinde verhängt. Es gilt zunächst für eine Woche in der Zeit von 18 bis 8 Uhr.

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Frankreich baut ASP-Schutzzaun an Grenze zu Belgien

Jagdverbote und Waldbetretungsverbote verhängt, alle forstwirtschaftlichen Aktivitäten untersagt

Der französische Landwirtschaftsminister Stéphane Travert hat die Präventionsmaßnahmen gegen eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Frankreich verschärft. In den fünf an Belgien grenzenden Departements Ardennes, Meuse, Moselle and Meurthe-Moselle wurden zunächst 134 Gemeinden zu Gebieten mit verstärkter Beobachtung (zone d’observation renforcée) erklärt. Mittlerweile wurde dieser Status für die 21 am wenigsten gefährdeten Gemeinden wieder aufgehoben. In den verbleibenden 112 Gemeinden gilt ein Jagdverbot. In weiteren 91 Gemeinden der Departements Meuse und Meurthe-Moselle wurde zudem ein Waldbetretungsverbot verhängt und die Einstellung der Forstwirtschaft angeordnet. Außerdem soll mit der Errichtung eines ASP-Schutzzauns an der Grenze zu Belgien begonnen werden. Ist der Zaun installiert, so soll in den Hochrisikogebieten mit der Ausdünnung der Wildschweinpopulation durch verstärkte Bejagung begonnen werden. Schweinehaltende Betriebe müssen ab sofort strenge Biosicherheitsregeln einhalten, so sind alle Transportfahrzeuge nach jedem Einsatz gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, Freilandbetriebe müssen doppelt eingezäunt werden. Das belgische ASP-Infektionsgebiet ist nur zehn Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Mittlerweile wurde ASP in Belgien bei 75 verendeten Wildschweinen nachgewiesen. red.

Beitragsbild: Zaun mit Nato-Stacheldraht. Autor: Joe Mabel, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Belgien: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen

63.000 Hektar Wald abgesperrt

In Belgien sind weitere Wildschweinkadaver positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP getestet worden. Fünf Fälle sind bislang gemeldet, zwei tote Wildschweine wurden nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gefunden (JAWINA berichtete). Der Agrarminister für die belgische Region Wallonie, René Collin, erklärte Medien gegenüber, dass derzeit viele weitere Wildschweinkadaver untersucht würden. Experten hätten gewarnt, dass Dutzende oder auch Hunderte von Wildschweinen erkrankt sein könnten. Collin gab bekannt, dass wegen der ASP ausgedehnte Waldgebiete gesperrt worden seien. Insgesamt sei eine Fläche von 63.000 Hektar betroffen. In den gesperrten Wäldern dürfe die Jagd nicht ausgeübt werden, aber auch das Betreten und Befahren von Waldwegen sei verboten. Nur noch Personen, die mit Fallwildsuche und dem Abtransport der Kadaver betraut seien, dürften die Waldgebiete betreten, so Collin. red.

Beitragsbild: Wildschwein (erlegt, Symbolbild). Foto: SE

Hessen: Die schwarz-grüne Axt am Märchenwald


Deutsche Wildtier Stiftung: Rettet die Wälder in Hessen vor der Windkraft

Es war einmal: Die Gebrüder Grimm schickten Rotkäppchen und Hänsel & Gretel in den Deutschen Wald und machten Hessen damit weltbekannt. Doch die Jahre vergingen. Heute legt die Landesregierung ihre schwarz-grüne Axt an die Märchenwälder Hessens, um mit viel Wind den Wald in Energie zu verzaubern…

Das ist keine Märchenstunde! „Gegenwärtig wird von Seiten des Landes mit einer Zielgröße von 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen“ gerechnet. So steht es in einem Faktenpapier der Landesregierung. Man geht von einer „verfügbaren Waldfläche von 550.000 bis 600.000 Hektar“ aus.

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Rheinland-Pfalz: Jäger findet Leichen im Wald

Am vergangenen Samstagnachmittag hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Altlay (Landkreis Cochem-Zell) der Leichnam einer Frau sowie einer weiteren männlichen Person aufgefunden, deren Identität aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustands bislang nicht geklärt werden konnte. In der Nähe aufgefundene Rucksäcke, die den beiden komplett bekleideten Verstorbenen eventuell zuzuordnen sein könnten, beinhalteten ebenfalls keinerlei Hinweise auf deren Identität. Zur Klärung der Todesursache wurden die beiden Leichname auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz heute obduziert. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich nach den bisher veranlassten Untersuchungen nicht ergeben.

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