Schlagwort-Archive: Wahlen

NRW: Vierköpfiges Team für künftige LJV-Führung vorgeschlagen

Mecklenburg-Vorpommern: CDU will Backhaus’ Öko-Jagdgesetz nicht mittragen +++ Stahnsdorf: Wildschweine töten Familienhund +++ Brandenburg: 17-jähriger Treiber von Keiler geschlagen +++ Hessen: Wildschwein verwüstet Bäckerei +++ Brandenburg: Trichinenuntersuchung bleibt in OHV gebührenfrei +++ Dänemark: ASP-Schutzzaun fertig +++ Schweiz: Verwechslung – Jäger schießt Lama statt Reh +++ Italien: Jäger in Südtirol 80 Meter abgestürzt +++

Nicole Heitzig soll Ralph Müller-Schallenberg folgen – Thies und Schorn als Vizepräsidenten, Dr. Bottermann als Schatzmeister vorgeschlagen – Mitglieder entscheiden im August 2020

Einstimmig hat das Präsidium des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV) am Mittwoch (4. Dezember) einen Vorschlag für das künftige Präsidium an der Spitze des LJV beschlossen, wie der Verband mitteilt. Nachfolgerin des im kommenden Jahr nicht erneut kandidierenden Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg soll Nicole Heitzig, die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hochsauerland, werden.

Als Vizepräsidenten werden der bisherige Amtsinhaber Hans-Jürgen Thies MdB aus dem Landesteil Westfalen und Lutz Schorn, Vorsitzender der Bonner Jägerschaft, als Nachfolger des altersbedingt ausscheidenden Georg Kurella aus dem Rheinland vorgeschlagen. Für das vierköpfige Führungsteam ist auch der bisherige Schatzmeister Dr. Peter Bottermann erneut nominiert. Gewählt wird das neue Präsidium am 22. August 2020 auf der entscheidenden Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes in Düsseldorf.

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Österreich: Burgenländischer Jagdverband wählt neuen Vorstand

+++ Salzburg: Konflikte zwischen Jägern und rücksichtslosen Mountainbikern +++ Oberösterreich: Weil der Landesjagdverband Oberösterreich nicht mehr für Wolfsrisse zahlen möchte (JAWINA berichtete), wirft der WWF dem LJV einen Bruch der “Pakttreue” vor. Unser Lösungsvorschlag: Der WWF übernimmt die Ausgleichszahlungen +++ Steiermark: Wilderer beschießen Reh mit Schrot und lassen es schwer verletzt liegen +++

Im Rahmen des Landesjagdtages des Burgenländischen Landesjagdverbandes (BLJV) am 17.9.2017 wurde Ing. Roman Leitner von den aus dem ganzen Burgenland anwesenden Delegierten in der Position des Landesjägermeisters bestätigt. Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil der vorherige Landesjägermeister und sein Stellvertreter wegen des Streits um das Landesjagdgesetz zurückgetreten waren (JAWINA berichtete). 79 der anwesenden 80 Delegierten gaben den Team Leitner-Klement ihre Stimme. Ebenfalls bestätigt wurde die Stellvertretende Landesjägermeisterin Dr. Charlotte Klement. Zum neuen und dritten Vorstandsmitglied kürten die Delegierten den neuen Bezirksjägermeister des Bezirkes Oberpullendorf Mag. Herbert Pfeiffer. Wesentliches Anliegen der neuen Verbandsführung um Landesjägermeister Leitner ist es laut einer Pressemitteilung des BLJV, die Jägerschaft des Burgenlandes zu einen und die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Jagd und der Jägerinnen und Jäger zu forcieren. Das neue Burgenländische Jagdgesetz soll in Kooperation mit den zuständigen Stellen und maßgeblichen politischen Vertretern analysiert werden und wo notwendig und sinnvoll möchten Leitner und Klement Nachjustierungen erreichen.

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Jamaika in Schleswig-Holstein

Die Grünen, die in Schleswig-Holstein bislang mit SPD und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) regiert haben, werden auch zukünftig an der Regierung in dem Land beteiligt sein. Nach Informationen der FAZ haben sich 84,3 Prozent der grünen Parteimitglieder für die Beteiligung an einer Koalition mit CDU und FDP, einer sogenannten Jamaika-Koalition ausgesprochen. Die CDU hat bereits für Jamaika votiert, von der FDP wird auf einem Kleinen Parteitag heute Abend ebenfalls Zustimmung erwartet. SE

Beitragsbild: Flagge von Jamaika. Autor: Skopp, Quelle: Wikipedia

Sachsen-Anhalt goes Kenia

Was Jäger, Landwirte und andere Landnutzer befürchtet haben, ist wahr geworden: In Sachsen-Anhalt haben sich Parteivertreter auf die Bildung einer schwarz-rot-grünen Regierungskoalition, einer sogenannten Kenia-Koalition, geeinigt. Die grüne Minderheit, die nur 5,2 Prozent der Wählerstimmen erhielt, beansprucht zwei von acht, also 25 Prozent der Ministerien, und zwar das Kultus- sowie das Landwirtschafts- und Umweltministerium, womit der Verbotspartei die Jagd- und Agrarpolitik zu 100 Prozent als Spielwiese überlassen wird.

Die Koalitionsvereinbarungen sollen in der kommenden Woche auf Parteitagen abgesegnet werden. Die bisherige schwarz-rote Koalition von CDU und SPD in Sachsen-Anhalt konnte nicht fortgesetzt werden, weil die SPD mit 10,9 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Wählerstimmen eingebüßt hat und nur noch auf 10,6 Prozent kommt. Zweitstärkste Partei nach der CDU mit 29,8 wurde die AFD mit 24,3 Prozent, mit der aber keine der anderen Parteien koalieren möchte. SE

Beitragsbild: Flagge Kenias. Quelle: Wikipedia.

Interview mit Wolfgang Grupp – Bekenntnisse eines Protestwählers

Zunächst ein paar Sätze zur Vorgeschichte dieses Interviews: Am 15. März ging folgende E-Mail von JAWINA-Leser Jörn S. in der Redaktion ein:

“Moin Herr Elison,
gestern abend sah ich bei “hart aber fair” – es ging um die Landtagswahlen am Sonntag – u. a. einen kurzen Bericht über den “Konservativen” Wolfgang Grupp, der nun erstmalig grün wählte. Die Grünen könne er nicht wählen, aber Kretschmann sei ein guter Landesvater gewesen. Deshalb habe er Kretschmann und nicht die Grünen gewählt. Entschuldigung, aber soviel “Bullshit” habe ich schon lange nicht mehr von einem Promi, Wirtschaftspromi und zudem auch noch Jäger, gehört. Genau diese Leute brauchen wir in der Jägerschaft nicht. Vielleicht können Sie das thematisch und vor allem kritisch aufgreifen. Es würde mich freuen.
Schöne Grüße
Jörn S.”

Hallo Herr S.,

vielen Dank für Ihre Mail und die Anregung zum “Fall Grupp”. Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht, ob man dessen Wahl-Entscheidung nicht einfach akzeptieren muss. Andererseits: Der Erfolg der Grünen in BaWü ist sicherlich zum großen Teil der Person Kretschmann geschuldet – aber hinter dem steht die grüne Partei mit einer für uns Jäger durchweg unerfreulichen Programmatik. Das sollte man nicht ausblenden, da haben Sie Recht. Ich werde mal versuchen, den Hrn. Grupp anzumailen und mit Ihrer (selbstverständlich anonymisierten) Aussage zu konfrontieren. Mal sehen, ob (und wenn ja, was) er dazu sagt. Was halten Sie davon?

Beste Grüße

SE

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