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DJV klärt Fragen zum neuen Waffenrecht

Ein DJV-Interview mit Frank Göpper, dem Geschäftsführer des Forums Waffenrecht, hat einige Fragen aufgeworfen. Auch JAWINA-Leser haben Ungereimtheiten in den Ausführungen Göppers kritisiert. Auf die Bitte der Redaktion, dazu Stellung zu nehmen, hat Göpper nicht reagiert. Dafür bringt der Deutsche Jagdverband (DJV) jetzt Göppers Antworten auf diverse Fragen, die zum neuen Waffenrecht eingegangen sind.

Wie schnell muss eine Waffe nach Erwerb gemäß §13 WaffG bei den Behörden gemeldet werden?

Jäger müssen den Erwerb einer Waffe – egal ob auf Jagdschein oder Waffenbesitzkarte (WBK) – innerhalb von zwei Wochen bei den Behörden melden.

Welche Änderungen ergeben sich für die Aufbewahrung von Schusswaffen?

Der Neukauf von Schränken der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen – also auch Jagdwaffen – ist ab dem 6. Juli 2017 nicht mehr zulässig. Ab dann können Jäger für die Aufbewahrung ihrer Schusswaffen bei der Behörde nur noch Waffenschränke registrieren lassen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1, Widerstandsgrad 0, entsprechen.

Für Waffenschränke ab Stufe 0 und höher gilt weiterhin: Waffen und Munition müssen nicht getrennt aufbewahrt werden. Der Gesetzgeber hat nun klargestellt, dass Waffen nur ungeladen gelagert werden dürfen, eine Reaktion auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes.

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Die Patrone in der Jackentasche

Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrecht (FWR) spricht im DJV-Interview über die Konsequenzen aus der jüngsten Waffenrechtsverschärfung.

Das geänderte Waffengesetz tritt am 6. Juli 2017 in Kraft (JAWINA berichtete). Die Änderung des Waffengesetzes beinhaltet für Jäger hauptsächlich Änderungen zur Aufbewahrung. Schränke der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung sind ab jetzt beim Neukauf für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen nicht mehr erlaubt. Für bereits registrierte A- und B-Schränke gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Neu erworbene Standardschränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht. Der DJV hat mit Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrechts über die Details des geänderten Waffengesetzes gesprochen.

DJV: Was ändert sich konkret für Jäger durch die Änderungen des §13 WaffG?

Frank Göpper: Jäger müssen nun den Erwerb einer Waffe – egal ob auf Jagdschein oder Waffenbesitzkarte (WBK) – innerhalb von zwei Wochen bei den Behörden melden. Zuvor hatten Jäger bei dem Erwerb auf Jagdschein vier Wochen Zeit.

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Sachsen-Anhalt: Jäger stirbt bei Jagdunfall

Ein 76 Jahre alter Jäger aus Kusey (Altmarkkreis Salzwedel) ist bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Er war am Dienstag Morgen von der Jagd nach Hause gekommen. Um 5.44 Uhr setzte er einen Notruf ab und teilte der Rettungsstelle mit, dass er sich eine Schussverletzung zugezogen habe. Dann riss das Gespräch ab. Mehrere Versuche, die Verbindung wieder herzustellen, blieben erfolglos. Die zeitgleich losgeschickten Rettungskräfte konnten nur noch den Tor des Mannes feststellen. Das Geschoss aus der Langwaffe hatte das Bein des Jägers oberhalb des linken Knies durchschlagen. Dabei, so erläutere ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA, müsse ein großes Blutgefäß verletzt worden sein. Der 76jährige verblutete. Nach Informationen ereignete sich der Unfall, nachdem der Jäger das Fahrzeug verlassen hatte. Vermutlich – darauf deutet der Treffersitz hin – löste sich der Schuss, als der Mann die geladene und nicht gesicherte Waffe am Lauf aus dem Auto ziehen wollte. SE

Beitragsbild: Nachlässigkeit beim Waffentransport kostete einen Weidmann aus Sachsen-Anhalt das Leben. Foto: SE

Wenn du geschwiegen hättest…

… wärst Du (vielleicht) Jäger geblieben…

Klassischer Fall von “dumm gelaufen” für einen Jäger aus Franken: Neujahr 2015 kam er auf dem Rückweg vom Revier in eine Polizeikontrolle, wobei er sich einem Atemalkoholtest unterziehen musste. Das Messgerät zeigte, wie das Online-Portal inFranken berichtet, einen Wert von 0,56 Promille an. Die Polizisten wollten den Weidmann daher im Einsatzfahrzeug auf das Polizeirevier verbringen, wo ein Blutalkoholtest durchgeführt werden sollte. Doch da kamen dem Legalwaffenbesitzer Bedenken: Er könne sein Auto doch nicht einfach so stehen lassen, da seien doch zwei Gewehre hinter dem Fahrersitz…

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Mit unterladener Pistole erwischt – Null Kulanz

Auch bei nur geringfügigen Verstößen gegen das Waffenrecht können Jäger nicht auf Nachsicht von Behörden rechnen, wie der hier geschilderte Fall aus Brandenburg zeigt.

 “Sie sind der erste Gast zu meiner Goldenen Hochzeit“,sagt Martin R. zur Begrüßung und wirft einen traurigen Blick auf einige Blumengestecke in der Diele. „Die bringe ich nachher zum Friedhof. Leider ist meine Frau vor zwei Jahren gestorben.“ In der schweren Zeit nach dem Tod seiner Frau hielt die Jagd ihn aufrecht: „Wenn ich es im Haus nicht mehr aushielt, habe ich die Waffe genommen und bin rausgefahren ins Revier.“

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