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Forderungen nach weiteren Waffenrechtsverschärfung infolge von Attentaten

+++ Brandenburg: Jungwolf verirrt sich in Dorf +++ Bayern: Waffenarsenal bei Frau in Freising gefunden +++ Österreich: Studie zur Machbarkeit von Herdenschutz auf Almen +++ NRW: Reh verirrt sich in Krefelder Innenstadt +++

Nach den rechtsextremistisch motivierten Attentaten auf den hessischen CDU-Politiker Walter Lübcke und einen Migranten aus Eritrea in Wächtersbach (Hessen) werden Forderungen nach weiteren Verschärfungen des Waffenrechts laut. Der Vorsitzende der hessischen SPD-Landtagsfraktion Thorsten Schäfer-Gümbel forderte im Merkur eine “bessere und engmaschigere Kontrolle von Waffenbesitzern.” Es gehe dabei nicht darum, Sportschützen oder Jäger zu traktieren, aber die Waffen von objektiv unzuverlässigen Personen wie Reichsbürgern und Rechtsextremen müssten konsequent eingezogen werden, so Schäfer-Gümbel. Der Attentäter von Wächtersbach soll seine Tat zuvor in einer Kneipe angekündigt haben. Im Hinblick darauf erklärte Schäfer-Gümbel, dass in solchen Fällen die Behörden zu informieren seien, “auch wenn es unangenehm ist.” Es gehe nicht an, “angekündigte Gewalttaten als Prahlerei abzutun.” Auch der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) fordert eine Verschärfung des Waffenrechts. Es müsse verhindert werden, dass Extremisten gleich welcher Couleur legal Waffen besitzen, sagte Beuth der FAZ zufolge. Wer nicht mit beiden Füßen auf der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehe, dürfe keine Waffe in die Hände bekommen.

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Dessau: Polizei stellt hunderte Lang- und Kurzwaffen sicher

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat gestern früh (Mittwoch) einen 52-jährigen festgenommen, als er seine Wohnung verlassen wollte. Der Mann stammt aus Höxter in NRW, wo dem Waffensammler und Jäger Anfang 2016 die Waffenbesitzkarten (WBK) entzogen worden waren. Bei einer Zwangsräumung der Wohnung in Höxter war Munition gefunden worden, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt. Der Waffensammler tauchte nach dem Entzug der WBKs unter, seine Waffensammlung nahm er offenbar mit. Nach Angaben der Polizei wurden zwischen 700 und 800 funktionsfähige Lang- und Kurzwaffen auf dem Dachboden des durchsuchten Hauses sichergestellt, die jetzt inventarisiert werden. Der Sammler soll laut WBK-Einträgen über 900 Waffen ehemals legal besessen haben. Die Polizei durchsuchte noch ein zweites Haus, was und ob dort etwas gefunden wurde, teilten die Behörden nicht mit. Der Mann sitzt jetzt in der JVA Halle ein, er muss sich wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Einen politisch oder religiös motivierten Hintergrund schloss die Polizei aus. SE

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