Schlagwort-Archive: Waffenbehörde

Berlin: Jäger stirbt nach Waffenkontrolle durch LKA

Am Morgen des 29. Oktober klingelt es an der Haustür von Kitty und Ed Wilson in einer ruhigen gehobenen Wohngegend Berlins Sturm. “Wer ist denn da?”, fragt Kitty Wilson über die Gegensprechanlage. “Machen Sie auf, Landeskriminalamt”, schreit eine Frau. Und noch einmal. “Machen Sie die Tür auf!” “Sie hätte nicht so schreien müssen”, sagt Kitty Wilson, als sie den Vorfall schildert. “Ich konnte sie über den Receiver sehr gut hören.” Unangenehm war es ihr, dass durch das laute Geschrei die ganze Nachbarschaft den Einsatz des Landeskriminalamtes mitbekommen habe. “Es geht jetzt nicht”, erklärt Kitty Wilson den Beamten, “Wir sind noch nicht angezogen und im Bad beschäftigt, mein Mann sitzt in der Badewanne.” Widerwillig erklärt sich die Beamtin bereit, in einer Stunde noch einmal wieder zu kommen. Auch beim zweiten Besuch geht es der Schilderung Ms Wilsons zufolge nicht ohne Sturmklingeln und Machen-Sie-die-Tür-auf-Geschrei ab.

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Brandenburg: Sparkasse spielt Waffenbehörde

Im November 2018 kaufte der Brandenburger Jäger Hartmut B., Inhaber eines gültigen Jagdscheins und entsprechender WBKs, eine Langwaffe bei einem bekannten Jagdausstatter in Frankfurt a. Main. Den schönen, schlanken 98er hat er “regulär von seinem Konto bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) bezahlt”, wie er berichtet: “Am letzten Dienstag war ich bei der Polizei und wollte die Waffe registrieren lassen. Zu diesem Zeitpunkt rief mich Frau B. von der Sparkasse in M. auf dem Handy an und wollte von mir, dass ich der Bank meine Legitimation zum Waffenerwerb belege. Ich war darüber stark verwundert und habe Ihr erklärt, dass das die Bank überhaupt nichts angeht.” Auch die Sachbearbeiterin bei der Waffenbehörde, Frau K. war irritiert und erklärte, dass sie gegenüber der Bank keine Erklärung abgeben werde und zwar aus Datenschutzgründen.

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Die Patrone in der Jackentasche

Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrecht (FWR) spricht im DJV-Interview über die Konsequenzen aus der jüngsten Waffenrechtsverschärfung.

Das geänderte Waffengesetz tritt am 6. Juli 2017 in Kraft (JAWINA berichtete). Die Änderung des Waffengesetzes beinhaltet für Jäger hauptsächlich Änderungen zur Aufbewahrung. Schränke der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung sind ab jetzt beim Neukauf für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen nicht mehr erlaubt. Für bereits registrierte A- und B-Schränke gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Neu erworbene Standardschränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht. Der DJV hat mit Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrechts über die Details des geänderten Waffengesetzes gesprochen.

DJV: Was ändert sich konkret für Jäger durch die Änderungen des §13 WaffG?

Frank Göpper: Jäger müssen nun den Erwerb einer Waffe – egal ob auf Jagdschein oder Waffenbesitzkarte (WBK) – innerhalb von zwei Wochen bei den Behörden melden. Zuvor hatten Jäger bei dem Erwerb auf Jagdschein vier Wochen Zeit.

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Musterbrief: Bestandsschutz für Waffenschränke beantragen

Leute, denkt daran: Wer seine alten Waffenschränke, zum Beispiel A- und B-Schränke nach VDMA-Norm rechtssicher weiter nutzen möchte (JAWINA berichtete), sollte beizeiten (vor dem Inkrafttreten der Verschärfung) der zuständigen Waffenbehörde mitteilen, welche Schränke er besitzt, für die der gesetzliche Bestandsschutz in Anspruch genommen werden soll.

Eigentlich keine große Sache, aber weil es so wichtig ist, stellen wir für die schreibfaulen unter den JAWINA-Lesern einen Musterbrief und ein Ausfüllbeispiel bereit.

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Waffenrechtsverschärfung: Was Waffenbesitzer jetzt beachten müssen

Alte A- und B-Schränke rechtssicher weiter nutzen – so geht es

Erwartungsgemäß hat der Bundesrat heute der am 18. Mai vom Bundestag beschlossenen (JAWINA berichtete) Verschärfung des Waffenrechts zugestimmt. Kernpunkt sind die erhöhten Anforderungen an die Aufbewahrung von Schusswaffen, die künftig in Waffenschränken mit dem Widerstandsgrad 0 gelagert werden müssen. Das treibt nicht nur die Kosten für die Neuanschaffung von Waffenschränken massiv in die Höhe: Das hohe Gewicht entsprechender Tresore sorgt für entsprechende Transportkosten und könnte baustatische Probleme aufwerfen.

Zwar gilt ein weitreichender Bestandsschutz für bestehende Waffenschränke, doch wer seine alten A- und B-Schränke rechtssicher weiternutzen möchte, muss einiges beachten: “Grundsätzlich ist es die Aufgabe des Waffenbesitzers, der Waffenbehörde die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Waffen nachzuweisen”, erklärt der Berliner Rechtsanwalt Jens Ole Sendke. Viele Legalwaffenbesitzer wie zum Beispiel Jungjäger, die sich zum ersten Mal eine Schusswaffe erwerben, werden von der zuständigen Waffenbehörde aufgefordert genau dies zu tun, also die ordnungsgemäße Aufbewahrung nachzuweisen. Es gibt aber keine Garantie dafür, dass die möglicherweise vor vielen Jahren übersandten Kaufbelege oder Fotografien gebraucht gekaufter Waffenschränke der Waffenbehörde noch vorliegen. Man muss da gar keine Böswilligkeit unterstellen: Wenn neue Mitarbeiter die alten Aktenbestände übernehmen oder es zum Beispiel durch Umzug des Legalwaffenbesitzers zu einem Wechsel der Behördenzuständigkeit kommt, können Akten schon mal verloren gehen.

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NRW: Bearbeitung von WBK-Anträgen dauert über 6 Monate

Grund laut Polizei: Antragsflut auf Kleinen Waffenschein

Neues aus dem failed state NRW: Jungjäger müssen in Solingen und Wuppertal über sechs Monate warten, bis die Waffenbehörde ihnen nach bestandener Prüfung eine Waffenbesitzkarte (WBK) ausstellt. In einer Pressemitteilung kritisiert die FDP Solingen “verärgert” diese Zustände: “Gestern fand der letzte Teil der diesjährigen Jägerprüfung in Solingen statt” heißt es darin. Und weiter: “Doch bis die jungen Jäger mit neuer Waffe auf Jagd gehen können, wird wohl noch viel Zeit ins Land vergehen, denn für den Besitz von Waffen braucht man eine Waffenbesitzkarte und die wird derzeit in der Waffenrechtsstelle der Kreispolizeibehörde Wuppertal nicht ausgestellt. Dr. Robert Weindl, Vorsitzender der Solinger FDP dazu: „Da will jemand Jäger werden, bereitet sich monatelang auf die Jägerprüfung vor, besteht die Prüfung, erfüllt auch sonst alle Voraussetzungen für den Besitz einer Jagdwaffe, beantragt dafür die notwendige Waffenbesitzkarte und bekommt sie nicht. Das ist nicht hinnehmbar, rügt Weindl.

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Alle reden von Schalldämpfern – Jawina war damit schon jagen

Schalldämpfer sind der Gegenstand des momentanen Ausrüstungs-Hypes Nr. 1 in der Jägerschaft. Hintergrund ist, dass die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung “für Beschäftigte mit Dienstverpflichtung zur Jagd” – also Förster und Berufsjäger – einen Grenzwert für die Lärmeinwirkung festsetzt. Dieser liegt bei 137 dB. Jagdgewehre in schalenwildtauglichen Kalibern toppen diesen Grenzwert mühelos um mehr als das Hundertfache: 169 dB des besonders gehörschädlichen Impulslärms malträtieren beim Schussknall die Ohren, was der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass man nach einem längeren Gespräch mit betagten Weidmännern in der Regel heiser ist.

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Thüringen: Jäger verliert Pistole und Munition auf A4

Ein Jäger hat auf der A4 in der Nähe der Autobahnabfahrt Gera-Langenberg eine Pistole und einige Schuss Gewehrmunition verloren. Die Autobahnpolizei fand Waffe und Munition auf dem Standstreifen. Der Besitzer, ein Jäger, war schnell ermittelt: Der Mann hatte nach einer Jagd die Sachen auf dem Autodach abgelegt und war losgefahren. Auf der Autobahn fielen sie dann herunter. Der Unglückliche darf sich auf einen unerfreulichen Brief betr. seine Zuverlässigkeit von der Waffenbehörde gefasst machen. SE

Bild: Pistole Quelle: Wikipedia/Source:http://www.adamsguns.com/