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Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Schweden: Norwegischer Jäger schiesst mit Wärmebild-ZF auf Jogger

Am 29. November 2018 wurde der 76 Jahre alte Rentner Olle Rosdahl beim frühmorgendlichen Joggen in Klippan (Provinz Skåne län) von einem Geschoss aus einer Jagdwaffe an der Hüfte getroffen. Nun muss sich ein 48 Jahre alter Jäger aus Norwegen wegen versuchten Mordes für die Tat verantworten.

Nach dem Schuss bricht der Rentner mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen und schreit: “Warum schießt du?” Er habe Angst gehabt, dass der Schütze herantritt und ihm den Gnadenschuss setzt, berichtet Rosdahl in der schwedischen Zeitung svt Nyheter. Der norwegische Jagdgast versteckt sich nach der Tat im Unterholz, wird erst Stunden später nach einer groß angelegten Suchaktion mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber gefunden. Der Rentner wurde derweil in ein Krankenhaus nach Helsingborg geflogen, wo seine Schussverletzung versorgt wurde. Der Schütze gab dem Zeitungsbericht zufolge erst an, dass er glaubte, auf einen Fuchs geschossen zu haben. Später revidierte er seine Aussage und erklärte, den Jogger für ein Reh gehalten zu haben. Die auf svt Nyheter veröffentlichten Aufnahmen des Wärmebild-ZFs zeigen jedoch ziemlich deutlich eine aufrecht gehende zweibeinige Gestalt.

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IWA 2019: Pulsar Axion – handliche Wärmebildkamera

Mit der Axion-Reihe bringt Pulsar eine Serie sehr handlicher und – trotz Metallgehäuse – leichter (ca. 250 Gramm) Wärmebild-Monokulare auf den Markt. Obwohl die Auflösung von 320×240 Pixeln keine Wunder verspricht, überzeugt die Bildqualität insbesondere bei den höherpreisigen Modellen XM30 (ca. 2000 Euro) und XM38 (ca. 2300 Euro), was auch an den verbauten Amoled-Displays liegen dürfte. Die Reichweite gibt der Hersteller mit max. 1300 Metern an, beim XM38 sollen es 1700 Meter sein. Das abgespeckte Basismodell Key XM30 (ca. 1400 Euro) muss mit einem LCD-Display auskommen und hat keine eingebaute Kamera und kein WiFi. Die Axion-Modelle sind nach IPX7 wasserdicht und ziehen ihre Energie aus herstellerspezifischen Akkus des Herstellers.

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IWA 2018: Wärmebildkamera mit ZF-Vorsatz-Option von Night Pearl

Das tschechische Unternehmen Night Pearl stellt auf der IWA 2018 zwei neue Wärmebildkameras (WBK) vor, die sich sowohl als normale WBK, als auch als Vorsatzgerät für ein vorhandenes Zielfernrohr nutzen lassen: Night Pearl SEER 35 und Night Pearl SEER 50, die sich im wesentlichen durch die Brennweite des Objektivs (35 bzw. 50 mm) unterscheiden. SEER 35 und 50 lassen sich mit dem von Night Pearl selbst gefertigten und exakt auf das jeweilige ZF-Modell abgestimmten Adapter mit einer stabilen Klemmvorrichtung schnell und bombenfest auf das ZF montieren – aufgrund der drohenden ASP-Gefahr sind Genehmigungen für den Einsatz dieser Technik in einigen Bundesländern beschlossen oder im Gespräch. Die Bildqualität ist ausgezeichnet, der zuschaltbare intelligente Farbmodus ermöglicht es, Hindernisse in der Flugbahn des Geschosses besser zu erkennen als im herkömmlichen Schwarzweiß-Modus. Das Absehen des ZF ist gut zu erkennen. Gut gelöst ist auch die Bedienung des Night Pearl SEER 35 und 50:

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Schweiz: Jäger schoss Schafe durch Nachtzielgerät

Der Jäger, der Anfang Januar vier Schafe erschossen hat (JAWINA berichtete), weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, nutzte bei der Tat ein Nachtsichtzielgerät, dessen Einsatz vom Kanton Thurgau genehmigt worden war. Das verdeutlicht, dass der Einsatz der von manchen als jagdliches Universalheilmittel gepriesenen Nachtsichtzieloptiken nicht ohne Risiko ist: Erst vor wenigen Monaten hat ein amerikanischer Jäger mit einem Wärmebildzielgerät eine Frau erschossen (JAWINA berichtete). Die Frau kniete bei der Schussabgabe, was zu der verhängnisvollen Verwechselung mit einem Wildtier geführt haben mag. Abgesehen davon, dass der Einsatz von Nachtsichtzieloptiken in Deutschland immer noch weitgehend illegal ist, sollte das Gefahrenpotenzial der Geräte nicht ignoriert werden.

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