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Forstdirektor packt Waffe zwei Stunden vor Jagd ins Auto – WBK und Jagdschein weg

Der Terror der deutschen Justiz gegen Legalwaffenbesitzer geht weiter: In einem Urteil vom 23. Juni 2015 hat das Verwaltungsgericht Minden eine gegen einen Forstdirektor verhängte Jagdscheinsperre bestätigt – weil dieser seine Jagdwaffe schon zwei Stunden vor der Jagd ins Auto gepackt hatte! Dem Förster, zu dessen Dienstaufgaben die Jagdausübung gehört, war zunächst vorgeworfen worden, er habe seine geladene Waffe sichtbar im Auto liegen lassen. Das sah das Gericht als nicht erwiesen an. Doch der Entzug von WBK und Jagdschein gehe in Ordnung, befand das Gericht, nur die Dauer von fünf Jahren sei fehlerhaft, da der ursprüngliche Vorwurf nicht aufrechterhalten werden konnte. In einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Minden heißt es dazu pharisäerhaft: “Der Kläger sei gleichwohl als waffen- bzw. jagdrechtlich unzuverlässig anzusehen. Ihm sei ein Verstoß gegen waffenrechtliche Aufbewahrungsvorschriften anzulasten, weil er schon zwei Stunden vor der geplanten Jagd seine Waffe aus dem sicheren Aufbewahrungsschrank entnommen und im Fahrzeug zurückgelassen habe.”

Praxisferner geht es wohl nicht – und wo jeder Verkehrssünder, der beruflich Kraftfahrzeuge fährt, auf Milde hoffen kann, wenn er eine alte Omi totfährt, heißt es für in schlechter bundesdeutscher Rechtsprechungstradition: Keine Gnade für Legalwaffenbesitzer bei kleinsten Vergehen, Verstößen und Nachlässigkeiten.

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