Schlagwort-Archive: verurteilt

Dänischer Jagdverband schliesst Wolfsschützen aus

Der Dänische Jagdverband (Danmarks Jægerforbund) hat ein Verbandsmitglied mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen. Das teilte der Verband am Freitag mit. Der 66 Jahre alte Jäger hatte am 16. April einen Wolf auf einem Feld bei Ulfborg illegal geschossen. Seltsamerweise waren bei dem Vorfall Wolfsschützer zugegen, die den Vorfall filmten. Der Jäger wurde von einem Gericht in Herning zu einer Haftstrafe von 40 Tagen auf Bewährung verurteilt. Seine Jagdwaffen wurden eingezogen, außerdem muss er die Kosten des Verfahrens tragen. Seinen Jagdschein darf der Mann jedoch behalten. Der Dänische Jagdverband wollte diese Entscheidung vorerst nicht kommentieren, sondern die Entscheidung der Berufungsinstanz abwarten. Erst dann werde sich zeigen, ob die derzeitige Rechtsprechung funktioniere oder nicht. Der Verband äußerte jedoch die Auffassung, dass ein grober und vorsätzlicher Verstoß gegen die Jagdgesetze einen Jäger seine Jagdlizenz kosten solle. Das ausgeschlossene Mitglied wird über die Entscheidung des Verbands informiert. Die Anklage hatte in dem Verfahren eine dreimonatige Haftstrafe ohne Bewährung gefordert, der Verteidiger des Jäger einen Freispruch seines Mandanten verlangt. red.

Beitragsbild: Mitteilung über Ausschluss des Mitglieds auf der Internetseite des Dänischen Jagdverbands (Screenshot, Ausschnitt)

Giftköder: Zwei Jagdaufseher wegen Verletzung der Aufsichtspflicht verurteilt

Obwohl sie nicht die Täter sind, wurden zwei behördlich beeidete Jagdaufseher wegen ausgelegter Giftköder im niederösterreichischen Weinviertel verurteilt

Mehr als 35 tote Tiere sowie illegal aufgestellte Fallen mit teilweise qualvoll verhungerten Tieren: So lautet die Bilanz des bisher größten Vergiftungsfalls Österreichs. Nach diesen grausigen Funden im Frühjahr 2016 in Windisch-Baumgarten im Bezirk Gänserndorf wurde gegen die beiden damals revierzuständigen Jagdaufseher Anklage erhoben. Nun liegt das endgültige Urteil vor: Die  Männer wurden vom Niederösterreichischen Landesverwaltungsgericht wegen Verletzung der Jagdaufsicht schuldig gesprochen, ihnen wurde die Jagdaufsicht entzogen. Darüber hinaus erhielten die Verurteilten eine Geldstrafe in der Höhe von 5.000 beziehungsweise 1.000 Euro.

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Bayern: Jäger ohne Jagdschein verurteilt

+++ Australien: Drahthaar beißt 14 Monate altes Mädchen tot +++

Ein Jäger, der nach dem Entzug von Jagdschein und WBK mit gefälschten Dokumenten weiter auf Jagd ging, ist vom Amtsgericht Augsburg wegen Urkundenfälschung, Jagdwilderei, unerlaubten Besitzes von Gewehr und Munition sowie Fahrens ohne Führerscheins zu einer Haftstrafe von 20 Monaten, die für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie einer Geldbuße in Höhe von 2500 Euro verurteilt worden. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Nach einer vorangegangenen Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer hatte der Mann Jagdschein und WBK freiwillig abgegeben, sich aber Fälschungen der Dokumente besorgt. Damit hatte er einen Pirschbezirk im Forst bekommen und dort munter gejagt. Als die Gerüchte über den eingebüßten Jagdschein dem Forstbetriebsleiter zu Ohren kam, verständigte dieser die Polizei. Bei der daraufhin durchgeführten Hausdurchsuchung fanden die Beamten neben einem Repetierer und 200 Schuss Munition auch acht Jagdschein-Blankovordrucke. Wie der Jäger an diese gekommen ist, konnte im Verfahren nicht geklärt werden. red.

Beitragsbild: Jagdschein – besser mit. Foto: SE

Wegen Beleidigung von Jäger: Präsident der Tierschutzpartei verurteilt

Der Präsident der Europäischen Tierschutzpartei, Enrico Rizzi (27), ist von einem Gericht in Trient (Südtirol) zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Jäger in verleumderischer Weise beleidigte. Rizzi hatte wenige Minuten, nachdem der Tod des Regionalpräsidenten Diego Moltrer bekannt geworden war, auf Facebook seiner Freude über das Dahinscheiden des Jägers Ausdruck verliehen. Moltrer starb 2014 im Alter von 48 Jahren auf einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt, er hinterließ seine Frau und drei Kinder. Er wünsche sich, dass alle Jäger das gleiche Ende nehmen wie Moltrer, hatte Tierfreund Rizzi auf Facebook gepostet. Nun wisse er, was es heiße, zu sterben. Seine Ausfälle hatte er dem Onlineportal Trentino zufolge mit etlichen Glücks-Emoticons garniert. In einem Radio-Interview hatte Rizzi zudem bekräftigt, wie “glücklich über den Tod” des “berüchtigten, feigen Mörders” er sei. Für diese Äußerungen hat das Gericht ihn nun zu der Bewährungsstrafe und zu Schadensersatzzahlungen von jeweils 6000 Euro an jedes von Moltrers drei Kindern und seine Ehefrau, sowie jeweils 5000 Euro an dessen Schwester und Mutter verurteilt. SE

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