Schlagwort-Archive: Verordnung

Niedersachsen: Umweltminister Lies bittet Jäger um Unterstützung

Verordnung für Entnahme im Notfall geplant – rechtliche Absicherung von Jägern bei Wolfsentnahmen angestrebt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bat am gestrigen Donnerstag auf der Jahresversammlung des Zentralverbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (ZJEN) in Bad Fallingbostel die Jäger in Niedersachsen um Mithilfe beim Thema Wolf. „Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die auch eine ausreichende rechtliche Absicherung für die Jäger garantiert”, sucht Lies den Schulterschluss mit den Jägern. Wenn die rechtliche Grundlage für die Entnahme eines Wolfs gegeben ist, dann geht dies nach Ansicht von Lies nicht ohne Unterstützung der Jäger. „Ich bin froh, dass wir den Dialog dazu konsequent führten”, so der Umweltminister, der zugleich auf den gesetzlich „sehr engen Rahmen” beim Thema Wolfsentnahme hinwies.

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Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus kündigt Biberverordnung an

Biberschäden im Land nehmen zu

Mecklenburg-Vorpommern bringt noch in diesem Jahr eine Biber-Verordnung auf den Weg. Das kündigte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute im Landtag im Schweriner Schloss an. Die Verordnung soll die Vergrämung oder Entnahme von Bibern erleichtern. Ausnahmen vom bestehenden Tötungs- oder Schädigungsverbot sollen demnach in bestimmten Fallkonstellationen auch ohne vorherige Einzelfallprüfung und Einzelfallgenehmigung durch die zuständige Naturschutzbehörde möglich sein. Einschränkungen werde es in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten geben.

„Aus meiner Sicht ist zunächst einmal festzustellen, dass die wachsende Biberpopulation ein absoluter Erfolg des Naturschutzes ist. Der Biber war einst ein sehr weit verbreitetes Säugetier. Vor allem durch die direkte Jagd sind die Biber in Europa und Asien aber fast ausgerottet worden. Nur durch umfangreiche Schutzmaßnahmen vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten konnte der europäische Biber gerade noch rechtzeitig vorm Aussterben gerettet werden“, so Backhaus.

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Österreich: Bejagung von Rabenvögeln in Kärnten kann fortgesetzt werden

LR Gruber: Neue Verordnung zur Verkürzung der Schonzeit beschlossen – Ziel ist Reduktion der Population auf eine tragbare Zahl für die Landwirtschaft

Aaskrähen, Eichelhäher und Elster – die so genannten Rabenvögel – zählen laut Kärntner Jagdgesetz zu den ganzjährig geschonten Tierarten. Aufgrund der andauernd hohen Schäden, die durch sie vor allem in der Landwirtschaft verursacht wurden, hat das Land Kärnten 2010 damit begonnen, die Schonzeit für die Rabenvögel zu verkürzen. Das teilt die Landesregierung Kärnten mit. Auf der Internetseite der Landesregierung heißt es dazu weiter: “Mittels Verordnungen, die jeweils auf die Dauer von zwei Jahren beschränkt waren, wurde die Bejagung ermöglicht, um die Bestände deutlich zu reduzieren. Mit 15. Juli 2018 tritt die aktuell geltende Verordnung nun außer Kraft, weshalb eine gesetzliche Neuregelung notwendig wurde.

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Österreich: Vorarlberg verbietet Jagd auf ausgesetzte Fasane

Das österreichische Bundesland Vorarlberg will die Jagd auf unmittelbar zuvor ausgesetzte Fasane verbieten lassen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liege bis Oktober zur Begutachtung vor, wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf eine Presseinformation der Tierrechtler-Vereins “Verein gegen Tierfabriken (VGT)” meldet. Demnach soll das Aussetzen von Fasanen genehmigungspflichtig werden, die Jagd auf kurz zuvor ausgesetztes Federwild ganz verboten werden. Die Genehmigung zum Aussetzen von Fasanen solle grundsätzlich nicht erteilt werden, wenn dies lediglich der Erhöhung der Jagdstrecke diene. Vorarlberg ist nach Wien das zweite Bundesland, das eine entsprechende Regelung einführt. Die geplante Neuregelung ist ein schöner Erfolg für die Jagdgegner vom VGT – zu verdanken haben die österreichischen Jäger diese neuerliche Einschränkung ihrer Möglichkeiten jedoch, das muss man ganz klar sagen, vor allem jenen einschlägig bekannten Gatterbetreibern, die das bislang legale Aussetzen von Federwild für lukrative Abschussorgien auf halbzahmes Wild (Jagd kann man das nicht nennen) in exzessiver und das Ansehen von Jagd und Jägern massiv schädigender Weise missbraucht haben. SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar apportiert Fasan – wir Jäger sollten nicht zulassen, dass skrupellose Gatterschießer diese faszinierende Jagdart in Verruf bringen. Foto: SE

Bayern: Landtagsabgeordneter scheitert mit Vorstoss für Brauchbarkeits-Verordnung

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein ist im Landtag mit seinem Vorhaben gescheitert, einen “Erlass einer landesgesetzlichen Regelung zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden” zu erwirken. Anlass dieses Vorstosses war einem Bericht der Main-Post zufolge der Besuch Woerleins bei einem Jägerstammtisch im Landkreis Augsburg. Die anwesenden Jäger taten offenbar, was mancher Weidmann bekanntlich (leider) gern und oft tut: Sich über andere Jäger und deren Hunde echauffieren: Es seien immer wieder Hunde auf Jagden unterwegs, die zur Jagd gar nicht taugten, selbst Möpse seien schon in Revieren gesichtet worden, klagten die Jäger. Wie gut und günstig muss es um die Jagd in Bayern stehen, wenn sich bajuwarische Weidmänner beim Besuch eines Landespolitikers über nichts anderes beklagen können, als über ihre Mitjäger! Der für Tierschutz stark engagierte Woerlein brachte sein Anliegen im Agrarausschuss des bayerischen Landtages zur Sprache, wo er der Main-Post zufolge feststellte, dass Bayern das einzige Land sei, in dem “nicht geprüfte Hunde auf Tiere losgelassen” werden dürften. (Was nicht stimmt, Berlin hat auch keine Brauchbarkeits-Verordnung).

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Mecklenburg-Vorpommern beschliesst Katzenkastrations-Verordnung

Mit der nächsten Veröffentlichung des Gesetz- und Verordnungsblattes am 31.12.2015 wird die Katzenschutzgebiet-Ermächtigungslandesverordnung in Kraft treten. MV hat dabei als eines der wenigen Bundesländer neben Baden-Württemberg und Hessen vom § 13b Satz 5 des Deutschen Tierschutzgesetzes Gebrauch gemacht. Damit wird die Landesregierung die Landkreise und kreisfreien Städte ermächtigen, bestimmte Gebiete festzulegen, in denen durch eine Unterbindung der Vermehrung der Katzen, die Tiere vor erheblichen Schmerzen und Leiden langfristig geschützt werden.

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Landwirte können Aufwuchs von Brachflächen nutzen

Nutzungs-Verordnung wegen Trockenheit geändert.

Auf Grund der lang anhaltenden Frühjahrstrockenheit in 2015 in bestimmten Regionen Deutschlands, haben sich der Bund und die Länder darauf verständigt, die rechtlichen Grundlagen bzgl. der Bedingungen zur Nutzung von Ökologischen Brachflächen neu auszugestalten. Das teilt das Landwirtschafts- und Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit. „Ich begrüße diese Regelung ausdrücklich, da damit eine weitere Möglichkeit für die landwirtschaftlichen Betriebe besteht, ihre Futtergrundlage zu sichern. Damit kommen wir den Tierhaltern vorwiegend bei besonderen Witterungsbedingungen entgegen“, betonte Dr. Peter Sanftleben, Staatsekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

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