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Brandenburg: Entwurf der WolfsVO liegt vor

Verordnung soll Vergrämung von Wölfen sowie Tötung von Problemwölfen, Wolfshybriden und verletzten Wölfen regeln

Der Entwurf zur Brandenburger Wolfs-Verordnung (WolfsVO) ist vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an die Gremien zur Abstimmung übersandt worden. In dem Verordnungsentwurf (der der Red. vorliegt) wird die Vertreibung von Wölfen sowie der Umgang mit Problemwölfen, Wolfshybriden – also Mischlingen von Wölfen und Hunden – und schwerst verletzten Wölfen geregelt. Die beteiligten Verbände und Interessengruppen sind aufgefordert, “Anregungen und Bedenken zu dem vorgelegten Entwurf einer Wolfsverordnung bis zum 30. Juni 2017” zu übermitteln, wie es im Begleitschreiben heißt.

§ 1 der WolfsVO befasst sich mit dem Vertreiben von Wölfen: Demnach sollen Wölfe, “die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.”

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WILD: Jäger veröffentlichen neue Monitoring-Daten

Der DJV hat heute aktuelle Monitoring-Daten zu Wildtieren in Deutschland veröffentlicht. Im Fokus standen 2015 gebietsfremde Arten wie Waschbär, Marderhund und Mink. Jäger erfassten zudem das Vorkommen von Biber, Fischotter und Nutria. Insgesamt werteten Wissenschaftler Daten zu 15 Tierarten und zwei häufigen Wildkrankheiten aus.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute die Online-Version des Jahresberichts 2015 für das Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Darin enthalten: Daten zu 15 heimischen Wildarten und zwei Wildkrankheiten, die Jäger in knapp 24.000 Revieren erhoben haben. Der 52-seitige Bericht liefert neben interessanten Fakten detaillierte Informationen zur bundesweiten Verbreitung der Arten sowie zu deren Populationsentwicklung in den vergangenen Jahren. Die Ergebnisse sind mit zahlreichen Karten und Grafiken illustriert.

Einen Schwerpunkt im WILD-Jahresbericht 2015 bilden die semiaquatischen Arten Biber, Fischotter und Nutria. Das Ergebnis: Bei allen drei Arten sind deutliche Ausbreitungstendenzen festzustellen. Insbesondere die Nutria ist in immer mehr Revieren anzutreffen. So konnte diese in den vergangenen zehn Jahren ihr Verbreitungsgebiet verdoppeln und kommt 2015 in 16 Prozent aller Reviere vor. Auch die Verbreitung der gebietsfremden Arten Waschbär, Marderhund und Mink, die Jäger bereits seit 2006 erfassen, wird detailliert im WILD-Jahresbericht erörtert. Erstmals enthält der Bericht zudem Informationen zur Verbreitung der Bisamratte, die im Rahmen der Flächendeckenden Erfassung 2015 das erste Mal durch das WILD-Monitoring erfasst wurde. Ergänzt wird der Bericht durch Gastbeiträge von Wissenschaftlern, die Einblick in aktuelle Forschungsthemen geben.

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