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Schleswig-Holstein: Nabu beendet Konik-Haltung

+++ Bayern: LJV verschiebt Landesjägertag +++ Österreich: Biker von Jägern am Boden fixiert +++ 

Besser ist es: Nachdem mittlerweile zehn Konik-Pferde in einem Naturschutzprojekt des Nabu Schleswig-Holstein verhungert sind (JAWINA berichtete), steigt der Nabu Schleswig-Holstein aus der Haltung von Koniks aus. Vorausgegangen waren der Entscheidung ziemlich unwürdige Bemühungen des Nabu als Eigentümer der Pferde, sich um die Verantwortung für das traurige Schicksal der Pferde zu drücken. Einer der Kernpunkte des Konflikts zwischen dem Nabu und dem für Naturschutz zuständigen Umweltministerium ist dem NDR zufolge eine seit zwei Jahren defekte und daher abgebaute Fanganlage für die Koniks. Infolgedessen konnten die Pferde seit zwei Jahren weder tierärztlich behandelt, noch von einem Hufschmied versorgt werden, was jeweils mindestens einmal jährlich vorgeschrieben ist.

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Verhungerte Pferde: Polizei und Staatsanwalt ermitteln

+++ Volles Haus beim Elchessen +++ Brandenburg: Wolf reißt Gatterwild +++ Schweiz: Hasenpest im Kanton Thurgau +++ Bayern: Jäger erlegt die ersten Wildschweine seit 35 Jahren in oberbayerischem Revier +++ 

Im Fall der in einem Nabu-Naturschutzprojekt vermutlich verhungerten Konik-Pferde (JAWINA berichtete) haben Polizei und Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Dem Bericht zufolge hat der Nabu am Wochenende die Pferde mit einer mobilen Fangeinrichtung eingefangen und zum größten Teil abtransportiert. Ein Pferd soll so entkräftet gewesen sein, dass es beim Verladen zusammenbrach. red.

Beitragsbild (Wohlgenährte) Pferde. Foto: SE

Verhungerte Pferde: Bauern protestieren gegen Nabu

Nach einer Großdemo in Kiel haben Landwirte einen Abstecher nach Neumünster unternommen, um vor der dortigen Nabu-Niederlassung gegen die katastrophalen Zustände in einem Nabu-Beweidungsprojekt zu protestieren, denen bislang sieben Konik-Pferde zum Opfer gefallen sind (JAWINA berichtete). Wie Boyens Medien berichten, luden die Bauern Heuballen vor dem Nabu-Sitz ab. Auf einem Plakat fragten sie den Nabu: “Können wir euch helfen? Wir wissen, was wir tun, wir haben das gelernt.” In einem Kommentar zum Thema auf der Internetseite von Boyens Medien heißt es dazu: “Der Nabu macht es sich zu leicht, wenn er sagt, er habe die Aufgaben rund um die Betreuung der Koniks delegiert. Er macht es sich zu leicht, wenn er sagt, beauftragte Tierhalter hätten sich vertraglich zur Betreuung verpflichtet und wären der Aufgabe nicht angemessen nachgekommen. Der Nabu ist Eigentümer der Pferde, fertig, aus. Somit ist der Nabu in letzter Instanz auch für das Wohlergehen der Tiere verantwortlich.”

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Schleswig-Holstein: Pferde verhungern in Nabu-Naturschutzprojekt

Wiederholt sind in Nabu-Beweidungsprojekten Heckrinder verhungert, diesmal hat es Medienberichten zufolge Konikpferde im Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch im Kreis Dithmarschen erwischt. Nach Aussagen einer von der Mopo zitierten Anwohnerin, sind in der vergangenen Woche bereits vier Pferde tot von der durchweichten Koppel geborgen worden. Weitere Jungtiere seien völlig entkräftet von der Weide geholt worden, weitere Tiere sollen so schwach sein, dass sie sich kaum auf den Beinen halten können. Der Nabu weist indes jede Schuld von sich, berichtet die Zeitung. Der Nabu sei zwar Eigentümer der Tiere, habe Betreuung und Aufsicht über die Tiere jedoch vertraglich Dritten übertragen. Die Böden seien aufgeweicht, Futter sei deshalb Mangelware“, heißt es dem Bericht zufolge in einer Stellungnahme. Seit einigen Tagen sollen die Pferde demnach Zusatzfutter erhalten. Für einige der Pferde kommt diese Maßnahme zu spät. Wie war das nochmal – Eigentum verpflichtet? red.

Beitragsbild: Pferde an einer Heuraufe auf einer Koppel. Bis Pferde – insbesondere genügsame und zähe Koniks – verhungern, dauert es eine ganze Weile. Die Zustände auf den Nabu-Koppeln sind nur durch lang andauernde Vernachlässigung zu erklären.

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!

 

Tote Kälber: Nationalpark muss eigene Aussagen zurücknehmen

Der Streit um die tot aufgefundenen Kälber im Nationalpark Berchtesgaden (JAWINA berichtete) ist um ein weiteres bizarres Kapitel reicher: Nach einer Exkursion u.a. mit Vertretern des Bayerischen Jagdverbands (BJV) hatte die Nationalparkverwaltung offenbar eine Pressemeldung (PM) veröffentlicht, in der sie sich nicht nur selber von jedem Fehlverhalten freisprach, sondern dies auch noch den BJV-Vertretern in den Mund legte. In einem auf der PM des Nationalparks beruhenden Artikel im Berchtesgadener Anzeiger war zu lesen, “die Exkursionsteilnehmer hätten unisono bestätigt, dass der Nationalparkverwaltung keinerlei Fehlverhalten nachgewiesen werden könne”. Auf Druck des BJV müsse der Nationalpark nun zurückrudern und klarstellen, dass der Jagdverband “vor dem Hintergrund von zwei Strafanzeigen, die zum Thema Fallwild am Königsee gestellt wurden, […] den laufenden Ermittlungen nicht vorgreifen” wolle, wie es in einem Folgebeitrag im Berchtesgadener Anzeiger heißt. Nach der Veröffentlichung des ersten Artikels auf Grundlage der PM der Nationalparkverwaltung hatte der Rechtsanwalt Ernst Weidenbusch als anwaltlicher Vertreter von BJV-Vizepräsident Thomas Schreder einen Kommentar verfasst, in dem der Anwalt dem Nationalpark “erfundene Zitate und unwahre Behauptungen” vorwirft.

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