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Jagdhunde: JGHV – mit Volldampf Richtung Abstellgleis

JGHV-Verbandsrichter müssen ein seltsamer Menschenschlag sein – denn welcher vernünftige Mensch würde sich schon von einem Hundeverein vorschreiben lassen, was er in seiner Freizeit zu tun und zu lassen hat?

Der JGHV hat auf seiner diesjährigen Verbandstagung am vergangenen Wochenende in Fulda beschlossen, dass Verbandsrichter ihre Richterbefugnis einbüßen sollen, wenn sie Hunde nicht anerkannter Rassen führen oder züchten. Das langjährige Engagement, dass ein Züchter, Hundeführer und Verbandsrichter an den Tag gelegt hat, soll also nach dem Willen der Verbandsfunktionäre null und nichtig sein, bloß weil ein Rüdemann sich neben der anerkannten Rasse auch einer nicht anerkannten – sich aber, wie etwa bei den Heideterriern, seit nunmehr 30 Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuenden – Rasse widmet? Wieso und mit welchem Recht eigentlich?

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Sternstunden des Fachjournalismus

Die vom Jagdgebrauchshundeverband beschlossenen Zwangsabos des Fachblättchens “Der Jagdgebrauchshund” für Verbandsrichter sorgten für beträchtliche Aufregung. Komplett unverständlich, schließlich beweist dieses erlesene Druckerzeugnis Monat für Monat von Neuem, dass es sein Geld Wert ist. Beispiel gefällig? In Heft 1/2014 berichtet ein offenbar schwer geplagter Autor von einer Schweißprüfung unter der packenden Headline: “Eine ganz normale Prüfung.” Das ist schon ziemlich gut, aber es kommt noch besser: Im Intro, dem Vorspann zu dem Beitrag, in dem der Schreiber der lässig ignorierten Lehrmeinung zufolge sein ganzes Können aufwenden soll, um dem Leser praktisch keine andere Wahl zu lassen, als den Beitrag sofort von der ersten bis zur letzten Zeile zu verschlingen, heißt es weiter: “Die 48. Elm-Schweißprüfung am 9. November 2013 war eine ganz normale Prüfung. Das Wetter war normal, die Verleitungen waren normal, das Ergebnis war normal, die Anzahl der Nennungen war auch normal.”

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