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Symposium Artenschutz und Prädatoren: “Schonzeit für Jungtiere von Prädatoren provoziert weitere Verluste rückläufiger Arten”

Lässt die Bejagung von Waschbär und Co. den Raubwildbestand erst recht in die Höhe schnellen? Dieses von Jagdgegnern und Tierschützern bejahte Dogma wiesen der Biologe Prof. Hans-Dieter Pfannenstiel sowie Fangjagdexperten auf dem Symposium „Artenschutz und Prädatoren“ der Jägervereinigung Oberhessen am 29.8. in Grünberg (Kreis Gießen) entschieden zurück. Pfannenstiel: „Die Lebensraumkapazität bildet die Obergrenze. Bejagung senkt die Prädatorendichte.“

Zwar versuche das Raubwild (ebenso wie Schalenwild) Bejagung durch eine höhere Reproduktionsrate auszugleichen. „Aufgabe der Jäger ist es daher“, so der Zoologe, „zur Hege des Niederwilds und zum Schutz bedrohter Arten die Beutegreifer (einschließlich Schwarzwild) dauerhaft unterhalb dieser Kapazitätsgrenze zu halten“. Deshalb ist nach den Worten des emeritierten Hochschullehrers der FU Berlin eine intensive und dauerhafte Prädatorenbejagung unerlässlich. Pfannenstiel: „Eine Schonzeit auch für Jungtiere von Prädatoren provoziert weitere Verluste rückläufiger Arten.“

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