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Österreich: Neue Studie zur Rückkehr des Wolfs in den Alpenraum

Wildtierbiologe spricht sich für Management aus – Herabstufung des Status in der FFH Richtlinie angestrebt

Durchziehende Wölfe in Salzburg, Rudel in anderen Bundesländern und zahlreiche Risse von Nutztieren in den vergangenen Jahren sorgen für Verunsicherung, vor allem in der Almwirtschaft, sowie für emotionale Diskussionen quer durch alle Gesellschaftsschichten. Auf Initiative des Salzburger Landesrats Josef Schwaiger hat Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien ein Gutachten über die Auswirkungen der Rückkehr dieses Beutegreifers erstellt. Darin spricht sich der Wildtierbiologe für ein Wolfs-Management aus.

Das Ziel ist für Landesrat Josef Schwaiger klar: „Die traditionelle, alpenländische Landwirtschaft muss auch künftig ohne aufwendige Begleitmaßnahmen möglich sein. Zudem muss die Artenvielfalt erhalten bleiben und übermäßige Wildschäden, vor allem in Schutzwäldern, verhindert werden. Dafür sind derzeit die Gesetzte der EU ungeeignet. Wie müssen uns daher um eine Änderung des Schutzstatus des Wolfs bemühen. Wenn sich diese in großer Zahl bei uns ansiedeln, wird sich das Gesicht unseres ganzen Landes ändern.“

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DJV: Wolf breitet sich rasant aus

Bisher unveröffentlichte Zahlen aus Sachsen-Anhalt: Jäger haben 2018 in der Hälfte der Reviere bereits Wölfe gesichtet – eine Steigerung um 260 Prozent gegenüber 2014. Bundesweit leben bereits mehr als 1.000 Wölfe, innerhalb von drei Jahren wird sich diese Zahl verdoppeln.

Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien hat der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt (LJV) Wolfssichtungen der Jäger ausgewertet. 2014 meldeten lediglich 19 Prozent der Jagdbezirke in Sachsen-Anhalt Wölfe, 2016 waren es 30 Prozent und 2018 bereits die Hälfte der Reviere. Innerhalb von nur vier Jahren ist die Zahl der Reviere mit Wolfssichtung demnach um 260 Prozent gestiegen. „Die ehrenamtliche Wildtiererfassung der Jägerinnen und Jäger zeigt, dass sich die Wölfe sehr dynamisch im Land ausbreiten“, sagte LJV-Geschäftsführer Wilko Florstedt. Die Werte seien nahezu identisch mit den offiziellen Zahlen des Landesmonitorings, lägen aber viel schneller vor. Das sei wichtig für das künftige Management.

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