Schlagwort-Archive: Umweltschutz

NABU kritisiert desaströse Abstimmung im EU-Agrarausschuss zur künftigen Agrarpolitik

+++ NRW: Wolf auf A2 bei Porta Westfalica überfahren +++ Südtirol: Von 6 auf 13 – Anzahl der Wölfe innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt +++ Niedersachsen: Nabu will Kitze retten +++ NRW: Jäger findet vermissten Jungen +++ NRW: Jäger überführt Kabeldiebe +++

Der NABU kritisiert die gestrige Abstimmung des EU-Agrarausschusses zur künftigen Agrarpolitik ab 2021 scharf und fordert einen grundsätzlichen Neustart der Verhandlungen nach der Europawahl. “Heute hat die Mehrheit der Abgeordneten im Agrarausschuss klar gemacht: Sie wollen keine umweltverträgliche Landwirtschaft. Sie wollen weiter Subventionen an die Agrarindustrie verteilen wie seit Jahrzehnten”, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Mit ihrem Votum ignorierten die meisten Ausschussmitglieder das alarmierende Insektensterben, die Kritik des Europäischen Rechnungshofs an den flächenbasierten Direktzahlungen sowie die klare Forderung der EU-Bürger nach mehr Umweltschutz in der Agrarpolitik. Nach Ansicht des NABU sind damit die schwachen Versuche der EU-Kommission, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2021 in eine naturverträglichere Richtung zu lenken, vorerst gescheitert.

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Verbände fordern Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik

Umwelt- und Tierschutz, Qualität und Umweltleistungen sollen bei der Vergabe von Fördergeldern stärker gewichtet werden

Dreißig Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Entwicklungspolitik rufen zu einer grundlegenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und ihrer Umsetzung in Deutschland auf. Sie wollen die umfangreichen Fördergelder der EU wie auch die europäische Marktordnung und das Fachrecht dafür einsetzen, den landwirtschaftlichen Betrieben durch die strikte Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutz wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Konkret schlagen die Verbände vor, sämtliche Zahlungen der Agrarpolitik gezielt und ausschließlich für die gesellschaftlichen Leistungen der Landbewirtschafter einzusetzen. Kleinere und mittlere Betriebe sollten gestärkt werden. Änderungen an der Marktordnung sollen schwere Marktkrisen vermeiden und die Selbstregulierung der Erzeuger stärken. Die Störung lokaler Märkte in Entwicklungsländern durch EU-Exporte mit Dumpingeffekten soll verhindert werden. Durch eine „einfache, abgestufte und verpflichtende Kennzeichnung“ der Tierhaltungsverfahren sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzt werden, den „Umbau der Tierhaltung“ aktiv mitzutragen. Zudem fordern die Verbände eine EU-weite Anhebung und Durchsetzung der Umwelt- und Tierschutzstandards.

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Bienensterben eindämmen – EU verbietet drei Pflanzenschutzmittel

Zum Schutz der Bienen werden in der EU künftig drei Pflanzenschutzmittel großflächig verboten. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der EU machte am Montag in Brüssel den Weg frei, den Einsatz von drei umstrittenen Neonicotinoiden für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle zu untersagen.

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