Schlagwort-Archive: Tularämie

Bayern: Tularämie im Landkreis Freising

Mensch erkrankt – Veterinäramt empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen gegen Hasenpest

Im Landkreis Freising ist die Hasenpest aufgetreten. Das Landratsamt Freising weist vorsorglich darauf hin, dass das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei zwei im Revier Gremertshausen aufgefundenen verendeten Feldhasen die sogenannte Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen hat. Auch bei einer im Landkreis Freising wohnhaften Person wurden anlässlich einer Erkrankung labordiagnostisch Antikörper (IgM und IgG) gegen den Erreger der Tularämie, Francisella tularensis, entdeckt. Auslöser für die Infektion könnte der ungeschützte Kontakt mit einem toten Kaninchen gewesen sein, eine Untersuchung des betroffenen Tiers konnte allerdings nicht erfolgen.

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Brandenburg: Unbekannte setzen Tularämie-infizierten Biber aus

Unbekannte Täter haben einen Biber in einem Gewerbegebiet bei Königs Wusterhausen ausgesetzt, der vermutlich mit Tularämie infiziert ist. Ein Pförtner beobachtete die Freilassung und verständigte die Potsdamer Tierrettung, die den Biber einfingen und untersuchen ließen. Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge, wies das Tier deutlich erkennbar Krankheitssymptome auf: Er zeigte keine Fluchtreaktion und konnte kaum atmen, da “die Nase mit Eiter verklebt, der Rachenraum entzündet, die Kopflymphknoten geschwollen, teilweise aufgegangen”, waren, wie die Tierretter auf ihrer Facebook-Seite schreiben. Tularämie oder Hasenpest ist eine auf meldepflichtige Tierkrankheit  und eine Zoonose, also auf den Menschen übertragbar: “Der Verlauf der Erkrankung beim Menschen ist schwer und häufig lebensbedrohlich (die Letalität wird ohne Behandlung mit etwa 33 % angegeben), weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung von größter Bedeutung ist”, heißt es auf Wikipedia. Der Fahrer des Lieferwagens, in dem der Biber transportiert wurde, wird daher dringend aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden und sich ärztlich behandeln zu lassen. red.

Beitragsbild: Von Biber gefällter Baum. Foto: SE

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern LS und SG für ihre Hinweise!

Bayern: Hasenpest jetzt offiziell bestätigt

+++ Brandenburg: Elch schließt sich Kuhherde an +++ Hessen: Demo gegen Jagd mobilisiert ca. 15 Teilnehmer +++

Positive Untersuchungsbefunde an Mensch und Tier

Nach einer Hasenjagd sind Jäger im bayerischen Landkreis Schwandorf mit Verdacht auf Hasenpest in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nun wurde der Erreger im Labor nachgewiesen, wie das Landratsamt auf seiner Internetseite mitteilt: “In der Zeit vom 04. bis 08. November wurden elf Personen mit Verdacht auf Tularämie im Klinikum St. Marien in Amberg aufgenommen. Es handelt sich dabei um neun Jäger und um zwei Personen, die im Wildbearbeitungsbetrieb im Zusammenhang mit der Weiterverarbeitung der Hasen in Kontakt mit dem Fleisch gekommen waren. Aktuell befinden sich drei dieser elf Personen im Krankenhaus. Acht Jäger konnten am 08. November entlassen werden. Nachuntersuchungen werden vom Gesundheitsamt Schwandorf durchgeführt. Der letzte der bei der Jagd am 27. Oktober im Raum Nabburg erlegten acht Hasen konnte von den Veterinär- und Gesundheitsbehörden am 09. November sichergestellt werden. Damit ist kein Hase mehr in Umlauf. Am Landratsamt besteht deshalb Zuversicht, dass es zu keinen weiteren Erkrankungen mehr kommen wird, wenngleich im Hinblick auf die Inkubationszeit noch nicht von einer sicheren Entwarnung gesprochen werden kann.

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Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Mit den bakteriellen Erregern der für Hasenartige oder Nagetiere lebensbedrohlichen Krankheit Tularämie können sich nicht nur Menschen, sondern auch Hunde infizieren. Obwohl der Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Fleisch JägerInnen zur Hochrisikogruppe macht, ist kaum untersucht, wie regelmäßig sich Jagdhunde anstecken. Forschende der Vetmeduni Vienna bestätigten nun mit einer an österreichischen Hunden durchgeführten Blutuntersuchung und einer positiven Quote von sieben Prozent eine relevante Häufigkeit von Infektionen. Damit könnte sich auch die Diskussion verstärken, ob sich hinter den meist symptomlosen Tieren ein zusätzliches Ansteckungsrisiko für den Menschen verbirgt.

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Rheinland-Pfalz: Hasenpest im Kreis Mayen-Koblenz

Bei einem Feldhasen aus dem Jagdbezirk Gappenach im Landkreis Mayen-Koblenz wurde der Erreger der Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen. Vorrangig werden von Tularämie Hasen, Kaninchen oder Nagetiere betroffen. Da jedoch auch eine Übertragung auf andere Tiere oder den Menschen möglich ist, empfiehlt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Verhaltensregeln, die eine Ansteckungsgefahr minimieren. Dr. Rudolf Schneider, Leiter der Veterinärbehörde im Kreishaus, erklärt: „Im Gegensatz zu gesunden Feldhasen zeigen an Hasenpest erkrankte Tiere in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern lassen vielmehr apathisch und scheinbar ohne Scheu die Nähe zum Menschen zu. Man darf dennoch keinesfalls die Tiere anfassen. Auch sollte man  vermeiden, dass Hunde mit erkrankten Tieren in Kontakt kommen.

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Hasenpest im Landkreis Limburg-Weilburg

Wildtiere nicht anfassen – Hunde anleinen

Im hessischen Landkreis Limburg-Weilburg ist die auch für Menschen gefährliche Hasenpest (Tularämie) ausgebrochen. An drei Orten im Landkreis, und zwar in der   Gemeinde Dornburg, Gemarkung Langendernbach, Gemeinde Löhnberg, Gemarkung Obershausen sowie in der Gemeinde Beselich, Gemarkung Obertiefenbach wurde die Erkranakung bei tot aufgefundenen Feldhasen amtlich festgestellt. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit.

Tularämie wird durch Bakterien verursacht. Der Erreger lebt vor allem in Parasiten wie beispielsweise Flöhen, Läusen, Wanzen oder Zecken, die wiederum die Bakterien auf wild lebende kleine Säugetiere (Hasen, Wildkaninchen, Mäuse, Ratten, Eichhörnchen usw.) übertragen. Die Tularämie kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Erkrankte Wildtiere zeigen in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern wirken matt, teilnahmslos und verlieren ihre Schnelligkeit und angeborene Scheu. Man darf keinesfalls die Tiere anfassen. Auch sollte man vermeiden, dass Hunde mit erkrankten Tieren in Kontakt kommen. Es wird geraten, Hunde in Wald, Feld und Flur an der Leine zu führen.

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Hasenpest in Leipzig, Lippe und Solothurn

Bei Zwenkau im Kreis Leipzig (Sachsen), bei Bad Salzuflen im Kreis Lippe (NRW) und im Schweizer Kanton Solothurn sind Fälle von Hasenpest (Tularämie) aufgetreten. Tularämie ist eine meldepflichtige Tierseuche, mit der sich auch Menschen infizieren können (Zoonose). Erkrankte Tiere fallen laut Wikipedia “durch Schwäche, Apathie (bis zum Ausbleiben von Fluchtverhalten), Fieber und gesteigerte Atemfrequenz auf. Lymphknoten und Milz sind vergrößert. Innerhalb von vier bis dreizehn Tagen sind die meisten Tiere verendet.” Menschen können sich durch Kontakt mit infizierten Tieren etwa auf der Jagd, beim Abhäuten oder Schlachten infizieren. Die Inkubationszeit beträgt einen bis zehn Tage. Unbehandelt verläuft die Krankheit beim Menschen bei einem Drittel aller Fälle tödlich, bei Behandlung mit Antibiotika sterben noch fünf Prozent der Infizierten.

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