Schlagwort-Archive: Trophäenjagd

Sambia: Über tausend Flusspferde zum Abschuss freigegeben

Hippo-Safari zum Schnäppchenpreis

Sambia will mehr als 1000 Hippos am Luangwa-Fluss zum Abschuss durch Trophäenjäger freigegeben. Es sollen jährlich 250 Flusspferde über einen Zeitraum von fünf Jahren geschossen werden. Die Behörde für Nationalparks und Wildtiere Sambias begründet die geplante Culling-Aktion mit der Überbevölkerung von Teilen des Luangwa-Flusses durch Nilpferde, die das Ökosystem durch Überweidung zu schädigen drohe. Überbevölkerung in Verbindung mit ungewöhnlich geringen Niederschlägen lassen die Behörde zudem einen Milzbrand-Ausbruch befürchten. Erst vor wenigen Monaten sind ca. 100 Hippos einem Anthrax-Ausbruch in Namibia zum Opfer gefallen. Das Jagdreise-Unternehmen Umlilo-Safaris bietet einem Bericht des Independent zufolge bereits fünftägige  Hippo-Safaris an. Ein Abschuss kostet vergleichsweise günstige 10.500 Pfund, jeder Jagdgast soll bis zu fünf Flusspferde schießen dürfen. Die Stoßzähne dürfen die Jäger behalten.

Weiterlesen

Alpensteinböcke: Selektion durch Trophäenjagd beeinträchtigt Vitalität der Tiere nicht

Dass Jäger Steinböcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern bevorzugt erlegen, ist kaum überraschend. Erstaunlicher ist, dass der Abschuss von starken Böcken die Bestände der verbleibenden Kolonien nicht beeinträchtigt, wie nun eine internationale Studie unter Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigt.

Eine im „Journal of Animal Ecology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass für Steinböcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern eine grössere Wahrscheinlichkeit besteht, früher geschossen zu werden als gleichalte Böcke mit kürzeren Hörnern. So war das Horn bei den 13-jährigen und älteren Böcken bis zu 5 cm länger als die in 13 und mehr Jahren gebildete Hornlänge von Tieren, die in höherem Alter erlegt wurden. Vorschriften setzen den Jägern allerdings Grenzen, denn innerhalb einer mehrere Jahre umfassenden Altersklasse dürfen Jäger nur eine bestimmte Anzahl Tiere schiessen. Die Zahlen belegen, dass Jäger auf Nummer sicher gehen. Sie schiessen innerhalb einer Klasse tendenziell eher Böcke mit überdurchschnittlich langen Hörnern. Gleichzeitig versuchen sie, die Wahrscheinlichkeit eines Regelverstosses zu minimieren, indem sie an der unteren und oberen Altersklassengrenzen möglichst wenig Tiere mit minimaler bzw. maximaler Hornlänge schiessen.

Weiterlesen

Auf Markhor in Tadschikistan: Vom Segen der Trophäenjagd

Oder: Warum es eine gute und nutzbringende Sache sein kann, sogar exotische Rote-Liste-Arten wegen ihrer Trophäe zu erlegen.

Um halb vier Uhr früh sind die knorrigen Äste und Holzstücke in dem aus ein paar Blechen und Winkeln zusammengeschweißten Ofen längst heruntergebrannt. Es ist ziemlich frisch in dem Zimmer der Schutzhütte, fröstelnd ziehe ich Jacke und Schuhe an. Draußen zeichnen sich die Gipfel des Pamirgebirges, karg, schroff, eher einschüchternd und bedrohlich als einfach nur schön, gegen den Sternenhimmel ab. Im Tal, nur einen Steinwurf entfernt, rauscht der Pjandsch, der Grenzfluss zu Afghanistan. Jürgen wartet schon, der lange Lauf der 8x68S ragt über seinem Rücken hervor. Reifen knirschen, Lichtkegel tanzen, das Fahrzeug, das uns ins Jagdgebiet bringen wird, quält sich den steilen Schotterweg empor. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt auf dem Pamir Highway sind wir da. Am Vorabend haben die tadschikischen Guides bei unserer abendlichen Pirschfahrt hier einen guten Markhor ausgemacht.

Weiterlesen

Jagd in Afrika unverzichtbar für Schutz von Wildtieren und Lebensräumen

Auf der Konferenz “Ruhig bleiben und Afrika die Führung übernehmen lassen: Unterstützung von Gemeinschaften bei der Wildtiererhaltung“, betonten Vertreter von Wildbewirtschaftungsbehörden, Parlamenten, Botschaften und Nichtregierungsorganisationen Simbabwes, Südafrikas und Namibias die Rolle der nachhaltigen Jagd für den Natur- und Wildtierschutz in Afrika und verwahrten sich gegen ideologisch motivierte Einmischung europäischer Staaten und Organisationen. Die Konferenz wurde von dem Vorsitzenden der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ des Europäischen Parlaments, Karl-Heinz Florenz, organisiert.

Weiterlesen

Jetzt doch nicht: Trump rudert bei Elefanten-Trophäen zurück

Wenige Tage nachdem der US Fish and Wildlife Service eine Aufhebung des unter der Obama-Administration verfügten Importverbots für Elefanten-Trophäen aus Simbabwe und Sambia verkündete (JAWINA berichtete), rudert US-Präsident Trump zurück: Auf Twitter meldete Trump, dass er die Entscheidung, den Trophäenimport wieder zu erlauben, vorerst ausgesetzt habe. Er wolle zunächst alle Arten- und Naturschutzfakten zum Thema einer Bewertung unterziehen, so Trump. Er kündigte an, dass es bald eine Entscheidung in der Frage geben werde. SE

Beitragsbild: Tweet von US-Präsident Trump zur aufgeschobenen Entscheidung über das den Trophäenimport (Screenshot).

“Arche Noah auf Lastwagen”

Trophäenjäger finanzieren Wiederbesiedlung von Nationalpark in Mosambik mit Wildtieren

Elefanten, Kudus, Impalas, Zebras, Büffel, Eland-Antilopen und viele mehr – vollkommen zu Recht spricht die englische Tageszeitung Guardian von einer “Arche Noah auf Rädern.” Ins Rollen gebracht hat diese Arche der deutschstämmige Unternehmer Wilfried Pabst, der in Simbabwe die Sango Wildlife Conservancy betreibt. Sango ist eine Jagdfarm, deren Naturschutz-Ziele durch nachhaltige Nutzung finanziert werden. 6000 Wildtiere wird Pabst in den kommenden sechs Jahren spenden, um damit die Wiederbesiedlung des vom Bürgerkrieg im benachbarten Simbabwe verwüsteten Zinave Nationalparks mit Wildtieren zu ermöglichen. Ein Projekt, das ohne die “big-spending hunters”, die viel Geld im Land lassenden Großwild- und Trophäenjäger nicht möglich wäre, wie der Guardian feststellt. Das Vorhaben wird unterstützt von der Peace Park Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Großschutzgebiete in Afrika über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen.

Weiterlesen

Nachhaltige Bejagung ist Artenschutz

Westliche Tier- und Naturschutzverbände verbreiten zum wiederholten Mal Unwahrheiten über legale Auslandsjagd und stellen sich damit gegen Artenschutz- und Anti-Wilderei-Konzepte in den Herkunftsländern. Die Forderung nach einem Einfuhrverbot von Trophäen bezeichnen afrikanische Umweltminister als „besonders schlimme Form des Neo-Kolonialismus“.

Gestern haben Tier- und Naturschutzverbände zum wiederholten Mal ein pauschales Importverbot von Jagdtrophäen „gefährdeter Arten“ gefordert und nach eigenen Angaben eine entsprechende Petition an Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) stellt klar, dass es bereits heute selbstverständlich ist, dass bedrohte Arten nur dann bejagt und die Trophäen  ein- und ausgeführt werden dürfen, wenn eine solche nachhaltige Nutzung dem Erhalt der Art dient. Die Einzelheiten legen die CITES-Vertragsstaaten fest. Die EU hat weitergehende Vorschriften erlassen, um Nachhaltigkeit zu überprüfen. Der DJV begrüßt die Position des Bundesumweltministeriums, das heute die Petitionsforderung nach einem pauschalen Importstopp für Jagdtrophäen zurückwies, da dieser „aus Sicht des Naturschutzes nicht zu rechtfertigen“ ist.

Weiterlesen

Leseempfehlung: Schafe – die “ultimative jagdliche Herausforderung”

Warum Jäger die eigentlichen Naturschützer sind – Trophäenjagd als Artenschutz

In einem reich bebilderten Artikel “The Ultimate Pursuit in Hunting: Sheep” von John Branch berichtet die New York Times über eine der exklusivsten Jagdarten: Die Jagd auf Wildschafe gilt Eingeweihten als die jagdliche Herausforderung. Zum einen, weil die Jagd auf die scheuen und wachsamen Tiere wochenlanges Pirschen in Hochgebirgslagen erfordert und dem Jäger damit physische Strapazen auferlegt und jagdliches Können verlangt wie kaum eine andere, zum anderen, weil zuvor glamouröse Summen als Eintrittsgeld zu entrichten sind. Lizenzen für den Abschuss eines Trophäenträgers – sehr alter männlicher Tiere, die an der Reproduktion oft nicht mehr teilnehmen und ohnehin bald eines natürlichen Todes sterben würden – werden für sechsstellige Dollarbeträge versteigert. Der Rekord liegt bei 480.000 Dollar für eine Lizenz auf ein Rocky Mountains Dickhornschaf, die 2013 in Montana versteigert wurde. Zu behaupten, dass die Wildschafjagd ein Sport für reiche Männer sei, sei absolut korrekt, sagt ein von der NY Times interviewter Schafjäger, der hinzufügt: “Aber wenn es die reichen Männer nicht gäbe, wären auch die Schafe nicht mehr da.”

Weiterlesen

Umstrittene Trophäenjagd

Umweltorganisation WWF befürwortet Trophäenjagd unter strengen Auflagen

Befürworter der Trophäenjagd auf bedrohte Spezies in Afrika verteidigen diese mit dem Argument, dass die mit der Trophäenjagd generierten Einnahmen dem Schutz der Tierarten, ihrer Habitate und der Bevölkerung vor Ort zugute kämen. Die Autoren einer neuen Studie des Komitees für erneuerbare Ressourcen des U.S.-Kongresses (U.S. House Committee on Natural Resources) hegen Zweifel an dieser These, wie die New York Times berichtet. Demnach verhinderten zügellose Korruption und das schlechte Management der entsprechenden Wildtierprogramme in der Regel, dass die Einnahmen den erhofften Nutzen brächten. Die Studienautoren folgern, dass unter den real existierenden Bedingungen die Trophäenjagd eher zur Ausrottung bedrohter Tierarten beitragen könnte.

Die global agierende Umweltschutzorganisation WWF vertritt auf ihrer Internetseite eine andere Auffassung: “In bestimmten und rigoros kontrollierten Fällen sei es wissenschaftlich erwiesen, dass Trophäenjagd auch für bedrohte Arten eine effiziente Schutzmaßnahme als Teil eines größeren Maßnahmenbündels darstellt”, so die Organisation. (In certain limited and rigorously controlled cases, including for threatened species, scientific evidence has shown that trophy hunting can be an effective conservation tool as part of a broad mix of strategies.)

Weiterlesen

DJV begrüßt IUCN-Stellungnahme zu Auslandsjagd

Nachhaltiger Jagdtourismus ist Naturschutz-Instrument

Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) hat kürzlich ein Dokument veröffentlicht, das Jagdtourismus als Instrument des Naturschutzes würdigt: „Legale und gut regulierte Trophäenjagd trägt wesentlich zum Schutz des Wildes wie auch zum Lebensunterhalt und Wohl der einheimischen Bevölkerung bei, die Seite an Seite mit dem Wild lebt“. Das 19-seitige Dokument enthält zahlreiche wissenschaftliche Belege. Das Informationspapier richtet sich ausdrücklich an die europäischen Entscheidungsträger in Brüssel, die gerade weitere Restriktionen bei der Trophäeneinfuhr vorbereiten. Der DJV begrüßt die IUCN-Klarstellung zur Auslandsjagd und fordert die Politik in Europa und Deutschland auf, von einem generellen Einfuhrverbot für Trophäen abzusehen, da die Schäden für den Naturschutz immens wären. Die IUCN mit ihren 1.250 Mitgliedern, davon 90 staatliche Umwelt- oder Außenministerien und viele nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen, ist weltweit eine der wichtigsten Stimmen im Natur- und Artenschutz.

Weiterlesen

Wie der Nabu EU-Politik macht

SpiegelOnline berichtet heute über die Luxemburg-Steueraffäre. In dem Beitrag heißt es: “Seit Monaten versucht das EU-Parlament herauszufinden, wie Luxemburg und andere EU-Staaten jahrelang internationale Großkonzerne mit Steuervorteilen angelockt haben. Doch die Ermittlungen des “Taxe”-Sonderausschuss gerieten zur Farce: Die EU-Kommission und der Europäische Rat verweigern entscheidende Dokumente, mit teils abenteuerlichen Begründungen.” Auch die Konzernvertreter der sauberen Firmen, die mit den windigen Konstruktionen Milliardenbeträge an Steuern gespart haben, weigern sich kurzerhand, vor den Parlamentariern auszusagen – eine Rechtsgrundlage, deren Aussage zu erzwingen, gibt es nicht…

Ein schönes Beispiel für die Machenschaften der Lobbyisten in Brüssel und ein Lehrstück über die Machtlosigkeit des EU-Parlaments, der einzigen durch Wahlen demokratisch legitimierten EU-Institution. Ein anderes Beispiel für das Treiben der Lobbyisten liefert der Nabu. Zur heute anstehenden Entscheidung der EU-Kommission zur Einfuhr von Löwentrophäen aus Tansania und Sambia in die EU hat der international agierende Arm des “Nabu International – Foundation for Nature” einen Input an Entscheidungsträger herumgesandt. Absender ist Dr. Barbara Maas, Head of International Species Conservation bei Nabu International. Die “überzeugte Vegetarierin” gilt als militante Tierrechtlerin.

Weiterlesen

Borchert: “Jäger sind keine Wilderer!”

Die Jägerinnen und Jäger in Deutschland wenden sich gegen ein mögliches Einfuhrverbot für Jagdtrophäen. „Wir Jäger können es nicht akzeptieren, auch nur annähernd mit Wilderern gleichgesetzt zu werden“, erklärte Jochen Borchert, Vorsitzender der Jägerstiftung natur+mensch, zu der im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen verankerten Forderung, den Import jagdlicher Trophäen EU-weit zu verbieten.

Weiterlesen