Schlagwort-Archive: Trichinenuntersuchung

Niedersachsen: Landkreis Göttingen halbiert Trichinengebühr

Andere Bundesländer übernehmen die Gebühren für die Trichinenuntersuchungen erlegter Wildschweine komplett, doch so weit wollte der Landkreis Göttingen die Großzügigkeit offenbar nicht treiben: Immerhin senkt der Landkreis auf Anregung der Jägerschaften die Gebühren: Für die Trichinenuntersuchung werden je erlegtem Wildschwein künftig 5 Euro fällig, teilt der Landkreis mit. Damit werde die Gebühr in etwa halbiert.Die Kreisverwaltung reagiere mit diesem Schrittauf eine Anregung der vier Jägerschaften im Landkreis Göttingen. Diese hatten in einem gemeinsamen Schreiben die Absenkung auf 5 Euro angeregt. Hintergrund sei die Afrikanische Schweinpest. Die intensive Bejagung von Schwarzwild ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme gegen die Ausbreitung dieser Tierseuche.Die Gebührensenkung tritt zum 15.04.2018 in Kraftund ist gültig für das laufende Jagdjahr (bis 31.03.2019). Die Regelung gilt ausschließlich für Wildschweine, die im Gebiet des Landkreises Göttingen erlegt wurden.Der Erlegungsort muss im Wildursprungsschein vermerkt sein. Andernfalls bleibt es bei der bisherigen Gebühr. PM

Beitragsbild: Bestätigung über durchgeführte Trichinen-Untersuchung im Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: SE

NRW übernimmt Gebühren für Trichinen-Untersuchung

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt ab dem 1. April 2018 die bei den Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Untersuchungsgebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild. Für das Jahr 2018 werden die Kommunen gebeten, keine Gebühren von Jägerinnen und Jägern für die verpflichtende Untersuchung zu erheben. Bisher war nur die Trichinen-Untersuchung von Frischlingen von den Gebühren befreit.

„Das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest kann unter anderem durch die Bejagung von Wildschweinen minimiert werden. Da dies für die Jägerschaft einen zusätzlichen Jagdaufwand bedeutet, werden wir sie durch die Übernahme der Untersuchungsgebühr entlasten. Damit setzen wir außerdem einen Anreiz, die Bejagung auch dann aufrecht zu erhalten, wenn die Markpreise durch mehr Wildangebot sinken“, sagte Umwelt-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.

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Brandenburg: Landkreis Potsdam-Mittelmark verzichtet auf Gebühr für Trichinenuntersuchung

Der Kreistag des Brandenburger Landkreises Potsdam-Mittelmark hat die Gebühren für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild auf null gesetzt. So soll ein weiterer Anreiz für die Bejagung von Schwarzwild geschaffen werden, um die Ausbreitungsgefahr bei einem etwaigen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern. Der mit dem erlegten Wildschwein eingereichte Wildursprungsschein soll demnach als Antrag auf Gebührenbefreiung gewertet werden. Die Maßnahme ist zunächst vom 01.04.2018 bis zum 31.12.2019 befristet. SE

Beitragsbild: Beschluss des Kreistags von Potsdam-Mittelmark über den Gebührenverzicht. (Screenshot).

Niedersachsen: Trichinen-Untersuchung im Landkreis Hameln-Pymont künftig gebührenfrei

Gute Nachrichten für die Jägerschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont: Ab sofort verzichtet die Behörde auf die Erhebung der Gebühr für die Trichinenuntersuchung für im Landkreis Hameln-Pyrmont erlegtes Schwarzwild. Diese Regelung gilt zunächst bis zum Jahresende 2018. Bislang wurde für die Trichinen-Untersuchung eine Gebühr in Höhe von 6,00 Euro berechnet. Der Gebührenverzicht soll dazu beitragen, Jäger zur verstärkten Bejagung von Wildschweinen zu motivieren, um die Gefahr durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Fall eines Seuchenausbruchs zu verringern. In einem ersten Schritt hatte der Landkreis gemeinsam mit dem Jagdbeirat auf Empfehlung des Landes Niedersachsen in den Jagdrevieren im Landkreis Hameln-Pyrmont die Schonzeit für adultes Schwarzwild (Keiler und Bachen mit Ausnahme führender Bachen) im Zeitraum vom 01.02. – 15.06.2018 aufgehoben.

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Brandenburg: Erneuter Trichinenfund im Landkreis Uckermark

In den letzten drei Monaten sind wiederholt (JAWINA berichtete) Trichinen bei erlegten Wildschweinen im Landkreis Uckermark nachgewiesen worden. Aktuell wurden bei drei Wildschweinen aus den Regionen Mescherin und Brüssow Trichinellen festgestellt. Menschen können sich über den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem trichinösem Fleisch infizieren. Die Trichinellose ist eine Infektionskrankheit mit einer Vielzahl von möglichen Symptomen. Je nach Befallsort und -intensität können u. a. Bauchschmerzen, hohes Fieber, Durchfall, rheumatische Beschwerden, Augenerkrankungen, Gelenkentzündungen, Kreislaufversagen bis hin zum Tod diagnostiziert werden. Entsprechend der aktuellen Rechtslage sind neben Schweinen und Pferden auch Wildschweine, Dachse und Waschbären verpflichtend auf Trichinellen zu untersuchen, wie der Landkreis Uckermark mitteilt. Die Untersuchungspflicht besteht auch bei Hausschlachtungen bzw. bei Wild, welches zum Eigenbedarf des Jägers genutzt wird. Verbraucher sollten sich beim privaten Handel nach der Trichinenfreiheit des Produktes bei der abgebenden Person erkundigen. PM

Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia

Thüringen: Trichinenuntersuchung im Ilm-Kreis ab 5. Februar gebührenfrei

Das Landratsamt des Thüringer Ilm-Kreises gibt bekannt, dass ab dem 05.02.2018 für die Trichinellenuntersuchung bis auf Widerruf keine Gebühren erhoben werden. Die Regelung gilt für alle Schwarzwildkörper, die untersucht werden müssen. Eine Untersuchung auf Trichinen ist immer dann nötig, wenn der Tierkörper zum Verzehr bestimmt ist. Der Landkreis erachtet die Maßnahme als erforderlich, da Thüringen und damit auch der Ilm-Kreis von der Afrikanischen Schweinepest bedroht ist. Die Wildschweinpopulation hat sich nach Angaben des Landratsamts auch im Kreisgebiet in den letzten Jahren erhöht: Die Anzahl der im Ilm-Kreis untersuchten Trichinenproben, die mit der Populationsstärke einhergeht, zeige, dass die Bestandszahl deutlich gestiegen sei. Je höher die Populationsstärke an Schwarzwild, umso größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verbreitung des ASP-Erregers stattfindet. PM

Beitragsbild: Nachweis über durchgeführte Trichinenuntersuchung im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: SE

Brandenburg: Landkreis Oberhavel erlässt Jägern Trichinengebühr

+++ Bayern: Wildsau stürmt Modegeschäft +++

Ab 01.02.2018 übernimmt der Landkreis OHV die Kosten für Trichinenuntersuchungen vorerst für sechs Monate

Ab dem 01.02.2018 bis zum 31.07.2018 werden vom Landkreis Oberhavel die anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine aller Altersklassen übernommen. Voraussetzung ist, dass die Wildschweine auf dem Gebiet des Landkreises Oberhavel erlegt wurden. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Ziel ist es, durch die finanzielle Entlastung der Jäger bei der Trichinenuntersuchung einen Anreiz zu schaffen, die Jagd auf Schwarzwild, insbesondere Frischlinge, zu intensivieren. Der Landkreis Oberhavel möchte durch diese Maßnahme einen Beitrag zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) leisten“, erläutert Umweltdezernent Egmont Hamelow.

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Bauernverband fordert Abschuss von 70 Prozent aller Wildschweine

Sachsen-Anhalt: Schweinezüchter sponsern Trichinen-Untersuchungen für Jäger

Jetzt brechen alle Dämme: Der Bauernverband hat Medienberichten zufolge den Abschuss von 70 Prozent der deutschen Schwarzwildpopulation gefordert, um einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorzubeugen. Auch der Abschuss von “Muttertieren und Frischlingen” müsse erlaubt werden, forderte der Vizepräsident des Bauernverbandes, Werner Schwarz, in der Rheinischen Post. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) unterstützt die Forderung der Bauern nach Schonzeitaufhebungen für Wildschweine. Denn bei einem Ausbruch der ASP werde über ganz Deutschland eine Exportsperre für Schweinefleisch verhängt, wodurch der Schweinefleischpreis um bis zu 30 Prozent fallen könnte und “Milliardenverluste für die Fleischindustrie” entstünden. Das Tierleid bei einer Jagd sei deutlich geringer als durch die ASP, tröstete Bauern-Vize Schwarz laut RP-online: Durch die Schweinepest würden die Schweine “elendig verenden”.

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Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

Um Präventionsmaßnahmen gegen ein Ausbrechen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stärken, hat Staatsministerin Barbara Klepsch entschieden, dass das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt. Die Staatsministerin erklärte: »Die sächsischen Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der hohen Wildschweinbestände, dies verringert das Risiko einer Ausbreitung der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP). Deshalb sollen sie durch eine Erstattung der Trichinengebühr entlastet werden.«

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Bayern: Kelheim gewährt Zuschuss für Trichinenuntersuchung

Der Kreis Kelheim hat einem Antrag des Kreisjagdverbands Kelheim stattgegeben und bezuschusst künftig die Kosten für die Trichinenuntersuchung. Jäger, die ein Stück Schwarzwild auf Trichinen beproben lassen, werden ab 1. Januar mit neun Euro pro Stück gefördert. Der Zuschuss soll der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest präventiv entgegenwirken. Der Zuschuss ist eine freiwillige Leistung des Kreises und bedarf jährlich der Zustimmung durch die zuständigen Gremien, wie der Donaukurier berichtet. Der Zuschuss ist innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Jagdjahres bei der UJB zu beantragen. Dem Antrag sind Kopien der Wildursprungsscheine oder Kopien des amtlichen Untersuchungsbeleges nach dem Fleischhygienerecht beizufügen. red.

Beitragsbild: Nachweis der Trichinenuntersuchung auf Brandenburger Wildursprungsschein. Foto: SE