Schlagwort-Archive: Trichinenuntersuchung

Rheinland-Pfalz: Wildbretskandal im Kreis Ahrweiler?

Im Landkreis Ahrweiler ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen einen wildverarbeitenden Betrieb. Dem Wildhändler wird vorgeworfen, Schwarzwild verarbeitet und in Umlauf gebracht zu haben, ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Fleisch- und Trichinenuntersuchungen durchgeführt zu haben. Wie der General-Anzeiger berichtet, wurden die Geschäftsräume des Unternehmens durchsucht. Der Inhaber schweigt demnach bislang zu den Vorwürfen.

Ralf Schmidt, 1.Vorsitzender der Kreisgruppe Ahrweiler im LJV RLP schreibt dazu in einer Pressemitteilung: “Ungeachtet der Schuldfrage, sowie dem aktuellen Stand der staatsanwaltlichen Ermittlungen, ist nun das Wildfleisch (Wildbret) im Kreis Ahrweiler in Verruf geraten. Nach Vernehmen der Presse sollen die für den unbedenklichen Verzehr von Wildschweinen vorgeschriebenen Trichinen- Beprobungen nicht, oder nicht lückenlos stattgefunden haben.

Wenn dies so sein sollte, werden die erheblichen Bemühungen der ca. 800 Kreisjäger/innen zur Seuchenprävention (Afrikanische Schweinepest), dem ökologischen Waldumbau und der Vermeidung ausufernder Wildbestände -unabhängig der Schuldfrage- durch die Verfehlungen einzelner konterkariert.

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Brandenburg: Trichinenfund bei einem Wildschwein im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

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Im amtlichen Trichinenlabor des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind am 06.04.2020 bei einem im Bereich Schönberg (Mark) erlegten Wildschwein Trichinen festgestellt worden. Das nationale Referenzlabor für Trichinella, das Bundesinstitut für Risikobewertung, hat diesen Befund bestätigt. Weitere Untersuchungen im Referenzlabor haben ergeben, dass es sich um Trichinen der Art Trichinella spiralis handelt. Der betroffene Tierkörper wurde durch eine Spezialfirma beseitigt.

Beim Menschen können Trichinen die sogenannte Trichinellose verursachen. Das ist eine Erkrankung, die in Deutschland zwar selten vorkommt, aber tödlich verlaufen kann. Die Infektion erfolgt über trichinenhaltiges rohes Fleisch oder rohe Produkte wie etwa Rohwürste und Schinken.

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Brandenburg: Landkreis Barnim übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Vom 1. April 2020 bis – vorerst – 31. Dezember 2020 übernimmt der Landkreis Barnim die Kosten für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild aller Altersklassen. Darauf hat sich der Kreistag in seiner Sitzung am 11. März geeinigt. red.

Beitragsbild: Beschluss des Kreistags Barnim zur Übernahme der Trichinenuntersuchungs-Gebühren (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser Wl für den Hinweis!

Niedersachsen: Landkreis Göttingen halbiert Trichinengebühr

Andere Bundesländer übernehmen die Gebühren für die Trichinenuntersuchungen erlegter Wildschweine komplett, doch so weit wollte der Landkreis Göttingen die Großzügigkeit offenbar nicht treiben: Immerhin senkt der Landkreis auf Anregung der Jägerschaften die Gebühren: Für die Trichinenuntersuchung werden je erlegtem Wildschwein künftig 5 Euro fällig, teilt der Landkreis mit. Damit werde die Gebühr in etwa halbiert.Die Kreisverwaltung reagiere mit diesem Schrittauf eine Anregung der vier Jägerschaften im Landkreis Göttingen. Diese hatten in einem gemeinsamen Schreiben die Absenkung auf 5 Euro angeregt. Hintergrund sei die Afrikanische Schweinpest. Die intensive Bejagung von Schwarzwild ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme gegen die Ausbreitung dieser Tierseuche.Die Gebührensenkung tritt zum 15.04.2018 in Kraftund ist gültig für das laufende Jagdjahr (bis 31.03.2019). Die Regelung gilt ausschließlich für Wildschweine, die im Gebiet des Landkreises Göttingen erlegt wurden.Der Erlegungsort muss im Wildursprungsschein vermerkt sein. Andernfalls bleibt es bei der bisherigen Gebühr. PM

Beitragsbild: Bestätigung über durchgeführte Trichinen-Untersuchung im Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: SE

NRW übernimmt Gebühren für Trichinen-Untersuchung

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt ab dem 1. April 2018 die bei den Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Untersuchungsgebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild. Für das Jahr 2018 werden die Kommunen gebeten, keine Gebühren von Jägerinnen und Jägern für die verpflichtende Untersuchung zu erheben. Bisher war nur die Trichinen-Untersuchung von Frischlingen von den Gebühren befreit.

„Das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest kann unter anderem durch die Bejagung von Wildschweinen minimiert werden. Da dies für die Jägerschaft einen zusätzlichen Jagdaufwand bedeutet, werden wir sie durch die Übernahme der Untersuchungsgebühr entlasten. Damit setzen wir außerdem einen Anreiz, die Bejagung auch dann aufrecht zu erhalten, wenn die Markpreise durch mehr Wildangebot sinken“, sagte Umwelt-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.

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Brandenburg: Landkreis Potsdam-Mittelmark verzichtet auf Gebühr für Trichinenuntersuchung

Der Kreistag des Brandenburger Landkreises Potsdam-Mittelmark hat die Gebühren für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild auf null gesetzt. So soll ein weiterer Anreiz für die Bejagung von Schwarzwild geschaffen werden, um die Ausbreitungsgefahr bei einem etwaigen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern. Der mit dem erlegten Wildschwein eingereichte Wildursprungsschein soll demnach als Antrag auf Gebührenbefreiung gewertet werden. Die Maßnahme ist zunächst vom 01.04.2018 bis zum 31.12.2019 befristet. SE

Beitragsbild: Beschluss des Kreistags von Potsdam-Mittelmark über den Gebührenverzicht. (Screenshot).

Niedersachsen: Trichinen-Untersuchung im Landkreis Hameln-Pymont künftig gebührenfrei

Gute Nachrichten für die Jägerschaft im Landkreis Hameln-Pyrmont: Ab sofort verzichtet die Behörde auf die Erhebung der Gebühr für die Trichinenuntersuchung für im Landkreis Hameln-Pyrmont erlegtes Schwarzwild. Diese Regelung gilt zunächst bis zum Jahresende 2018. Bislang wurde für die Trichinen-Untersuchung eine Gebühr in Höhe von 6,00 Euro berechnet. Der Gebührenverzicht soll dazu beitragen, Jäger zur verstärkten Bejagung von Wildschweinen zu motivieren, um die Gefahr durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Fall eines Seuchenausbruchs zu verringern. In einem ersten Schritt hatte der Landkreis gemeinsam mit dem Jagdbeirat auf Empfehlung des Landes Niedersachsen in den Jagdrevieren im Landkreis Hameln-Pyrmont die Schonzeit für adultes Schwarzwild (Keiler und Bachen mit Ausnahme führender Bachen) im Zeitraum vom 01.02. – 15.06.2018 aufgehoben.

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Brandenburg: Erneuter Trichinenfund im Landkreis Uckermark

In den letzten drei Monaten sind wiederholt (JAWINA berichtete) Trichinen bei erlegten Wildschweinen im Landkreis Uckermark nachgewiesen worden. Aktuell wurden bei drei Wildschweinen aus den Regionen Mescherin und Brüssow Trichinellen festgestellt. Menschen können sich über den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem trichinösem Fleisch infizieren. Die Trichinellose ist eine Infektionskrankheit mit einer Vielzahl von möglichen Symptomen. Je nach Befallsort und -intensität können u. a. Bauchschmerzen, hohes Fieber, Durchfall, rheumatische Beschwerden, Augenerkrankungen, Gelenkentzündungen, Kreislaufversagen bis hin zum Tod diagnostiziert werden. Entsprechend der aktuellen Rechtslage sind neben Schweinen und Pferden auch Wildschweine, Dachse und Waschbären verpflichtend auf Trichinellen zu untersuchen, wie der Landkreis Uckermark mitteilt. Die Untersuchungspflicht besteht auch bei Hausschlachtungen bzw. bei Wild, welches zum Eigenbedarf des Jägers genutzt wird. Verbraucher sollten sich beim privaten Handel nach der Trichinenfreiheit des Produktes bei der abgebenden Person erkundigen. PM

Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia

Thüringen: Trichinenuntersuchung im Ilm-Kreis ab 5. Februar gebührenfrei

Das Landratsamt des Thüringer Ilm-Kreises gibt bekannt, dass ab dem 05.02.2018 für die Trichinellenuntersuchung bis auf Widerruf keine Gebühren erhoben werden. Die Regelung gilt für alle Schwarzwildkörper, die untersucht werden müssen. Eine Untersuchung auf Trichinen ist immer dann nötig, wenn der Tierkörper zum Verzehr bestimmt ist. Der Landkreis erachtet die Maßnahme als erforderlich, da Thüringen und damit auch der Ilm-Kreis von der Afrikanischen Schweinepest bedroht ist. Die Wildschweinpopulation hat sich nach Angaben des Landratsamts auch im Kreisgebiet in den letzten Jahren erhöht: Die Anzahl der im Ilm-Kreis untersuchten Trichinenproben, die mit der Populationsstärke einhergeht, zeige, dass die Bestandszahl deutlich gestiegen sei. Je höher die Populationsstärke an Schwarzwild, umso größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verbreitung des ASP-Erregers stattfindet. PM

Beitragsbild: Nachweis über durchgeführte Trichinenuntersuchung im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: SE

Brandenburg: Landkreis Oberhavel erlässt Jägern Trichinengebühr

+++ Bayern: Wildsau stürmt Modegeschäft +++

Ab 01.02.2018 übernimmt der Landkreis OHV die Kosten für Trichinenuntersuchungen vorerst für sechs Monate

Ab dem 01.02.2018 bis zum 31.07.2018 werden vom Landkreis Oberhavel die anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine aller Altersklassen übernommen. Voraussetzung ist, dass die Wildschweine auf dem Gebiet des Landkreises Oberhavel erlegt wurden. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Ziel ist es, durch die finanzielle Entlastung der Jäger bei der Trichinenuntersuchung einen Anreiz zu schaffen, die Jagd auf Schwarzwild, insbesondere Frischlinge, zu intensivieren. Der Landkreis Oberhavel möchte durch diese Maßnahme einen Beitrag zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) leisten“, erläutert Umweltdezernent Egmont Hamelow.

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