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Rheinland-Pfalz: Schädlingsbekämpfer gesucht

+++ Hessen: Jäger will Wespennest entfernen, fackelt Hochsitz ab +++ Bayern: Seminar zur Kormoranbejagung +++ Saarland: Wildschwein aus Schwimmbecken gerettet +++ Rheinland-Pfalz: Dritter Verhandlungstag im Prozess um tödlichen Jagdunfall bei Dalberg +++ Bayern: Fuchs nach Beißattacke auf Achtjährigen erlegt +++

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) sucht schießfreudige Hilfskräfte, die im Fall eines ASP-Ausbruchs in einem “eng begrenzten Gebiet (Kerngebiet mit ca. 3-5 km Radius) oder in einem Streifen entlang der Landesgrenze die Schwarzwildpopulation drastisch […] reduzieren bzw. das Gebiet sogar Wildschwein-frei […] machen (Bejagung bzw. Tötung von Wildschweinen nach Tierseuchenrecht).”

Eine entsprechende Anfrage richtete das MUEEF an den LJV, den ÖJV und Berufsjägerverband Rheinland-Pfalz. Begründet wird die Maßnahme mit den Einbußen, die ein ASP-Ausbruch für die deutsche Landwirtschaft bedeuten würde: “Ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen in Deutschland würde zu erheblichen Auswirkungen, insbesondere für die landwirtschaftlichen Schweinehalter und z.T. auch die vor- und nachgelagerten Bereiche (z.B. Schlachtung und Zerlegung, Futtermittelwirtschaft, Stallbaus) führen. Der deutsche Schweinemarkt käme in den betroffenen Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erliegen. Die Handelsrestriktionen und Vermarktungsbeschränkungen für Schweine, Fleisch und Fleischerzeugnisse von Hausschweinen und Wildschweinen wären enorm hoch, würden wahrscheinlich über Jahre andauern und zum Teil auch zu dauerhaften Betriebsaufgaben führen”, heißt es in dem Schreiben.

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CWD: Norwegen ordnet Abschuss ganzer Rentierherde an

Um die weitere Ausbreitung der Chronischen Auszehrungskrankheit (Chronic Wasting Disease, CWD) zu verhindern, hat das norwegische Landwirtschaftsministerium am Montag den Abschuss einer ganzen Rentierherde von ca. 2200 Stück angeordnet. Das berichtet das Onlineportal hjortevilt.no. Die Herde lebt im Nordfjell, einer Hochfläche zwischen Oslo und Bergen. Der Abschuss soll bis Mai 2018 abgeschlossen sein. Im April 2016 ist CWD erstmals bei einem Rentier in Norwegen nachgewiesen worden (JAWINA berichtete). CWD ist laut Wikipedia “eine ansteckende Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Hirschen, die zu den spongiformen Enzephalopathien gerechnet wird. Sie ähnelt der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) des Rindes und der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.” Seit dem ersten Fall wurden in Norwegen 11.000 weitere Proben von Rentieren und erlegten Elchen und Hirschen genommen und untersucht. Zwei Rentiere auf dem Nordfjell und zwei Elche in der Provinz Sør-Trøndelag (deutsch Süd-Tröndelag) wurden positiv getestet. Weitere Fälle sind in Europa bislang nicht bekannt.

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