Schlagwort-Archive: Tollwut

Brandenburg: Hundebesitzer muss Irish Setter mit Knüppel gegen Wolf verteidigen

Hündin bei Attacke durch Wolfsrudel schwer verletzt – Tollwut Antikörper bei Wölfin nach Hundeangriff in Tschechien nachgewiesen

In der Bücknitzer Heide bei Ziesar (Landkreis Potsdam Mittelmark) ist eine frei laufende Irish Setter Hündin am Rand einer Dickung von drei Wölfen attackiert worden. Der Setter war zum Zeitpunkt des Angriffs nur 10 bis zwanzig Meter von dem Besitzer entfernt. Als die Hündin auf die Wölfe stieß, griffen diese sofort an. Der Hundebesitzer ging mit einem Knüppel auf die Wölfe los und konnte sie schließlich in die Flucht schlagen. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, erlitt die Hündin tiefe Bisswunden und musste operiert werden. Sie hat die OP wohl gut überstanden. Der Amtsdirektor von Ziesar, Norbert Bartels, sprach gegenüber der MAZ von “einer neuen Qualität von Begegnungen zwischen Wolf, Mensch sowie Haus- beziehungsweise Nutztieren”. Bartels geht von einer weiteren Zunahme der Konflikte aus, wenn sich die Wolfspopulation weiter ungehemmt vermehrt. Der Brandenburger Wolfsbeauftragte Steffen Hinze empfiehlt in der MAZ, Hunde im Wald stets an der Leine zu führen. Eine interessante Frage stellte ein Schafhalter, der bereits mehrere Schafe durch Wölfe verloren hat, in der MAZ: “Was machen eigentlich Pilzsammler, wenn sie in einer Dickung auf ein Wolfsrudel stoßen?“

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Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe

Aus naheliegenden Gründen kommt die geregelte Jagd in Kriegsgebieten weitgehend zum Erliegen: “Es ist ein gewaltiges Risiko für Zivilisten, in Kriegszeiten mit einem Gewehr durch ein Feld zu laufen. Sie könnten auf eine Mine treten oder von einem Scharfschützen erschossen werden”, erklärt Viktor Storoschenko Leiter der Jagd- und Forstbehörde der ukrainischen Donezk-Region, wo es noch immer zu Gefechten zwischen den von Russland unterstützten Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen kommt. In einem Bereich von 40 Kilometern um die Frontlinie ist die Jagd verboten, um möglicherweise folgenreiche Verwirrungen und Fehlannahmen über die Frage zu vermeiden, wer da schießt und auf wen, heißt es in dem Artikel “A Consequence of Ukraine’s War: Less Hunting, More Wolf Attacks” [Eine Konsequenz des Krieges in der Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe] in der New York Times.

Alexander Podlesnyi wurde “zu einem Extrembeispiel für die unbeabsichtigten Nebenwirkungen des Krieges”, schreib die NYT: Als er eines Morgens aus seinem Haus trat, um die Hühner zu füttern, nahm er wahr, dass etwas auf ihn lossprang, noch bevor er den Umriss als Wolf identifizieren konnte. Sein erster Gedanke sei gewesen, Wo kommt der denn her?, sein zweiter, nachdem der Wolf sich in seinen linken Arm verbissen hatte: Entweder ich töte ihn, oder er tötet mich.

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Frankfurt a.M.: Fuchs attackiert Frau – Verdacht auf Tollwut

In der Nacht auf Donnerstag ist eine Frau in Frankfurt am Main von einem Fuchs angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der Stephan-Heise-Straße im Bezirk Praunheim. Der Fuchs hatte gegen 23.20 Uhr versucht die 48-jährige Frau zu beißen, jedoch gelang es ihr den Angriff abzuwehren. Die Frau verständigte die Polizei, als die Streife eintraf, fand sie das augenscheinlich schwerkranke Tier vor. Um weitere Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren und das qualvolle Leiden des Tieres zu beenden, musste bedauerlicherweise von der Waffe Gebrauch gemacht werden, teilt die Polizei mit. Es besteht der Verdacht, dass das Tier an Tollwut erkrankt war. Dies werde nun überprüft. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Frankfurt vor möglichen tollwütigen Tieren im Bereich Praunheim. Bei entsprechendem Verdacht  wird geraten, das Ordnungsamt und bei akuter Gefahr der Notruf der Polizei zu verständigen. Deutschland gilt seit neun Jahren als tollwutfrei. PM

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Sachsen-Anhalt: Tollwut bei Fledermaus festgestellt

Eine bei Zeitz (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt tot aufgefundene Fledermaus hatte Tollwut. Das hatte die Untersuchung des toten Tiers durch das Kreisveterinäramt ergeben, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Die sei deutschlandweit der vierte Fall in diesem Jahr, erklärte Amtsveterinär Steffen Hoffmann gegenüber der MZ. Das Veterinäramt warnt eindringlich davor, tote oder verletzt aufgefundene Fledermäuse anzufassen. Menschen droht keine Gefahr durch angriffslustige, tollwütige Fledermäuse. Zur Ansteckung käme es in der Regel, wenn erkrankte Tiere angefasst werden und zubeißen.

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