Schlagwort-Archive: Todesopfer

Italien: Jäger erschiesst Wanderer bei Wildschweinjagd

Bei Apricale in der italienischen Region Ligurien hat ein 29 Jahre alter Jäger einen Wanderer erschossen. Der Jäger hatte den 19jährigen Nathan Labolani, der mit seinem Hund spazieren ging, für ein Wildschwein gehalten. Der junge Mann wurde von einem Geschoss aus der .300 Winchester Magnum in den Rücken getroffen und erlitt schwere Verletzungen am Bauch und einem Arm. Der Jäger ist erst seit zwei Jahren im Besitz eines Jagdscheins. Obwohl Polizei, Bergrettung und Feuerwehr sofort alarmiert wurden und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam, dauerte es aufgrund des unzugänglichen Geländes in der Bergregion lange, bis die Helfer das Opfer erreichten. Zwei Stunden, nachdem das Geschoss ihn getroffen hatte, erlag Labolani seinen Verletzungen. Der Jäger muss sich wegen Totschlags verantworten. Der Vorfall hat eine Diskussion über die Jagdzeit ausgelöst, da der Aufgang der Wildschweinjagd mit der Pilzsaison zusammenfällt.

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Fake News? Gegenüber Meldungen über angebliches Wolfs-Opfer ist Misstrauen angebracht

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Verbreitung von (Falsch-)Nachrichten in den sozialen Medien funktioniert: Aus drei völlig unterschiedlichen Ecken – mithin unabhängig voneinander – erreichte die JAWINA-Redaktion die Nachricht, dass in Polen angeblich ein erstes Todesopfer durch einen Wolfsangriff zu beklagen sei. Demnach soll ein 51 Jahre alter Jäger “in den frühen Morgenstunden” durch ein Rudel Wölfe attackiert und noch “am Tatort” seinen schweren Verletzungen erlegen sein. In den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen entsprechend hoch, wozu auch beitrug, dass der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, die offenbar noch unbestätigte Meldung über die Junge-Jäger-Whatsapp-Gruppe des LJVB, also über einen zumindest halboffiziellen Kanal, weiterverbreitet hat. Doch gegenüber der Meldung ist massives Misstrauen angebracht:

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Ein hartes Urteil

Sylvester 2013. Fünf Freunde paddeln auf einen See im oberbayerischen Geisenfeld, um Enten zu jagen. Einem von den Männern gehören der Teich und das Boot. Es kommt zu einem Unglück, das Boot der Jäger kentert. Drei von ihnen können sich ans Ufer rettern, zwei ertrinken, ein 33 und ein 70 Jahre alter Mann sind tot. Ein tragisches Unglück? Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Sie spricht dem Teichbesitzer die Schuld an dem Tod der Ertrunkenen zu: Er hätte als Jagdveranstalter die Männer mit Schwimmwesten ausrüsten müssen. Dies unterlassen zu haben, bedeute eine schuldhafte Verletzung seiner Sorgfaltspflichten. Die Gefahr, zu kentern und im eisigen Wasser zu ertrinken, hätte ihm bewusst sein müssen. Das Boot sei überladen, der Bootsführer unerfahren gewesen. Ende 2014 verurteilt das Amtsgericht Pfaffenhofen den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichem Eingriff in den Schiffsverkehr zu einer Geldstrafe von 19.600 Euro. Der Verurteilte weist die Schuld von sich, akzeptiert die Strafe nicht. Sein Anwalt spricht von einer Tragödie. Es habe keinen eindeutigen Veranstalter gegeben. Man sei halt aufgebrochen und losgerudert.

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