Schlagwort-Archive: Tirol

Österreich: Jäger erwischt Wilderer beim Gamsabschuss

Am 03.05.2019 gegen 21 Uhr beobachtete ein Jäger in Buchen bei Telfs (Bundesland Tirol, Bezirk Innsbruck) einen Wilderer beim Abschuss einer Gams. Während der Jäger die Polizei verständigte, beobachtete eine zweite Auskunftsperson den vermeintlichen Wilderer, wobei es “auch zum Kontakt kam”, wie die Polizei formuliert. Medienberichten zufolge bedrohte der Wilderer die Person, von der er zur Rede gestellt wurde, mit einer Waffe, was der Wilderer später jedoch bestritt. Nach dem Zusammentreffen flüchtete der Wilderer in den Wald, die geschossene Gams ließ er zurück. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Tatortbereichsfahndung unter Beteiligung des Sondereinheitskommandos Cobra, mehreren Streifen des Bezirkes Innsbruck Land sowie Diensthundestreifen, konnte um 22:04 Uhr bei einer Fahrzeugkontrolle in Bairbach der 31 Jahre alte Tatverdächtige samt Langwaffe mit Schalldämpfer im Laderaum des kontrollierten PKWs festgestellt werden. Er hatte sich von seiner Freundin zum Wildern fahren und von einem Freund wieder abholen lassen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

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Österreich: Verfassungsgerichtshof hebt Tiroler Jagdgesetz teilweise auf

Im Dezember 2016 hat die Bezirkshauptmannschaft des österreichischen Bundeslands Tirol den Antrag eines deutschen Jagdscheininhabers, der in Tirol seinen Hauptwohnsitz hat, auf Erteilung einer Jagdkarte abgelehnt. Zur Begründung führte die Behörde aus, dass das Tiroler Jagdgesetz “nicht auf die fachliche Eignung, sondern auf den Wohnsitz” abstellt, wie die Tiroler Tageszeitung schreibt. Wer in Österreich lebt, muss demnach seine fachliche Eignung mit einem in einem österreichischen Bundesland erworbenen Jagdschein nachweisen. Nur für Ausländer reicht ein anerkannter ausländischer Jagdschein, also zum Beispiel ein deutscher, aus. Für einen in Tirol gemeldeten Deutschen reiche der deutsche Jagdschein hingegen nicht, er hätte demnach die österreichische Jägerprüfung ablegen müssen. Gegen diese widersinnige Regelung hat der Deutsche geklagt und nun vor der höchsten Instanz, dem Verfassungsgerichtshof (VfGH), Recht bekommen: Der Hauptwohnsitz stellt nach Auffassung des Gerichts kein ein objektives Unterscheidungsmerkmal für die fachliche Eignung dar. Die Regelung muss bis zum 31. Dezember gestrichen und die gewünschte Jagdkarte ausgestellt werden. Das Land Tirol verzichtete auf eine Stellungnahme an das Höchstgericht. red.

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Polizei schnappt Gamswilderer

Am 31. Dezember 2018, gegen 09:00 Uhr wurde bei der Polizeiinspektion (Tirol) Zirl angezeigt, dass im Bereich der Martinswand in Zirl jemand wildere. Im Zuge einer sofortigen Fahndung konnte im Bereich des Inns ein 59-jähriger tatverdächtiger Österreicher festgenommen werden. Mit Unterstützung eines Polizeidiensthundes wurden ein Rucksack mit einer Jagdwaffe, sowie eine gewilderte Gamsgeiß aufgefunden. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Mann die Tat. Ein später ausgeforschter zweiter tatverdächtiger Österreicher bestreitet eine Beteiligung. Über beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt und Anzeige wegen Schweren Eingriffs in fremdes Jagd- oder Fischereirecht erstattet. PM Polizei

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. “Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird”, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Studie der BOKU Wien: Bleifrei bei der Gebirgsjagd

Die Universität für Bodenkultur Wien hat einen Projektbericht über einen im Auftrag der Tiroler Jägerschaft erstellten Praxistest bleifreier Munition veröffentlicht. Die bleifreien Geschosse wurden unter dem besonderen Aspekt der Brauchbarkeit für die jagdlichen Verhältnisse in Tirol mit Hilfe von Abschussberichten bewertet. Das heißt, es ging vor allem um die bei der Gebirgsjagd üblichen größeren Schussdistanzen, und es wurden Kaliber verwendet, die in Tirol populär sind, dem Bericht zufolge sind das die .308 Win., die .243 Win. und die .270 Win. Die Ergebnisse überraschen insofern nicht, als dass mit vielen Geschoss-Kaliber-Kombinationen auf nahe bis mittlere Distanzen brauchbare oder bedingt brauchbare Ergebnisse erzielt wurden. Zu einer Bewertung als “nicht brauchbar” führte meistens die Kategorie “wenig Schweiß” – ein bekanntes Problem bleifreier Geschosse. Auch nicht erstaunlich: Bei Schussdistanzen über 200 Meter waren mit einigen Geschoss-Kaliber-Kombinationen keine brauchbaren Ergebnisse mehr zu erzielen. Teilweise war die Anzahl in die Bewertung eingeflossener Stichproben jedoch sehr klein, so dass entweder keine Beurteilung möglich war oder diese mit Vorbehalt zu betrachten ist.

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Tirol: Landesjägermeister fordert Jagdgast-Datenbank

Die Diskussion um ein grausames Gamsjagd-Video reisst nicht ab: Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher forderte jetzt die Einrichtung einer Datenbank, in der ausländische Jagdgäste erfasst werden sollen: “Damit wäre sichergestellt, dass wir und die Behörden vor dem Antritt einer Jagd wissen, wer bei uns in Tirol zu jagen gedenkt. Wer sich danebenbenimmt, dem steht keine Jagdkarte zu.”, sagte Larcher in der Tiroler Tageszeitung. Der Nutzen einer solchen Datenbank erscheint indes fraglich, denn zunächst müsste sich einer “daneben benehmen”, um im nächsten Schritt von Jagden in dem österreichischen Bundesland ausgeschlossen zu werden. Besser wäre es, wenn solche Vorkommnisse durch verantwortliches Handeln der beteiligten Jäger von vornherein ausgeschlossen würden.

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