Schlagwort-Archive: Tirol

Österreich: Polizei schnappt Gamswilderer

Am 31. Dezember 2018, gegen 09:00 Uhr wurde bei der Polizeiinspektion (Tirol) Zirl angezeigt, dass im Bereich der Martinswand in Zirl jemand wildere. Im Zuge einer sofortigen Fahndung konnte im Bereich des Inns ein 59-jähriger tatverdächtiger Österreicher festgenommen werden. Mit Unterstützung eines Polizeidiensthundes wurden ein Rucksack mit einer Jagdwaffe, sowie eine gewilderte Gamsgeiß aufgefunden. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Mann die Tat. Ein später ausgeforschter zweiter tatverdächtiger Österreicher bestreitet eine Beteiligung. Über beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt und Anzeige wegen Schweren Eingriffs in fremdes Jagd- oder Fischereirecht erstattet. PM Polizei

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Steinwild-Kooperation von Jägern und Nationalpark Hohe Tauern

Beim Steinwildtag im Nationalparkzentrum in Mittersill trafen Vertreter des Nationalparks Hohe Tauern und Steinwild-Hegegemeinschaften aus Kärnten, Salzburg und Tirol einander, um Informationen auszutauschen und Strategien zu einem gemeinsamen Wildtiermanagement zu entwickeln. “Da sich das Steinwild weder an Gemeinde- noch an Ländergrenzen orientiert, ist es auch für uns als Nationalpark ganz wichtig, dass diese Hohe-Tauern-Gesamtsicht im Management dieser Tierart zum Tragen kommt. Das ist eigentlich das Herausragende dieser Hegegemeinschaften und dieser Steinwildtagung, dass es kein Revierdenken gibt, sondern nach den Bedürfnissen dieser Wildart gehandelt wird”, hob Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler anerkennend hervor. Deswegen war und ist das Projekt der Wiedereinbürgerung auch sehr erfolgreich. Heute leben etwa 1000 Stück Steinwild in den Hohen Tauern und betrachtet man das Lebensraumpotenzial, könnten es auch gar nicht viel mehr sein. Das Auswildern von Tieren findet nicht mehr statt, die natürliche Reproduktion ist ausreichend und nachhaltig.

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Studie der BOKU Wien: Bleifrei bei der Gebirgsjagd

Die Universität für Bodenkultur Wien hat einen Projektbericht über einen im Auftrag der Tiroler Jägerschaft erstellten Praxistest bleifreier Munition veröffentlicht. Die bleifreien Geschosse wurden unter dem besonderen Aspekt der Brauchbarkeit für die jagdlichen Verhältnisse in Tirol mit Hilfe von Abschussberichten bewertet. Das heißt, es ging vor allem um die bei der Gebirgsjagd üblichen größeren Schussdistanzen, und es wurden Kaliber verwendet, die in Tirol populär sind, dem Bericht zufolge sind das die .308 Win., die .243 Win. und die .270 Win. Die Ergebnisse überraschen insofern nicht, als dass mit vielen Geschoss-Kaliber-Kombinationen auf nahe bis mittlere Distanzen brauchbare oder bedingt brauchbare Ergebnisse erzielt wurden. Zu einer Bewertung als “nicht brauchbar” führte meistens die Kategorie “wenig Schweiß” – ein bekanntes Problem bleifreier Geschosse. Auch nicht erstaunlich: Bei Schussdistanzen über 200 Meter waren mit einigen Geschoss-Kaliber-Kombinationen keine brauchbaren Ergebnisse mehr zu erzielen. Teilweise war die Anzahl in die Bewertung eingeflossener Stichproben jedoch sehr klein, so dass entweder keine Beurteilung möglich war oder diese mit Vorbehalt zu betrachten ist.

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Tirol: Landesjägermeister fordert Jagdgast-Datenbank

Die Diskussion um ein grausames Gamsjagd-Video reisst nicht ab: Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher forderte jetzt die Einrichtung einer Datenbank, in der ausländische Jagdgäste erfasst werden sollen: “Damit wäre sichergestellt, dass wir und die Behörden vor dem Antritt einer Jagd wissen, wer bei uns in Tirol zu jagen gedenkt. Wer sich danebenbenimmt, dem steht keine Jagdkarte zu.”, sagte Larcher in der Tiroler Tageszeitung. Der Nutzen einer solchen Datenbank erscheint indes fraglich, denn zunächst müsste sich einer “daneben benehmen”, um im nächsten Schritt von Jagden in dem österreichischen Bundesland ausgeschlossen zu werden. Besser wäre es, wenn solche Vorkommnisse durch verantwortliches Handeln der beteiligten Jäger von vornherein ausgeschlossen würden.

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